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Die besten Geschichten von ...
#41
Eigentlich wollte ich auf 313ers Aussagen erst nach meiner Lektüre des Jippes-Bandes eingehen. Da ich es aber bedauere, dass bisher niemand auf seinen kritisch-stimulierenden Beitrag geantwortet hat, möchte ich vorab einige Bemerkungen in die Runde werfen. Vielleicht wird auf diese Weise ja doch noch eine Diskussion entfacht.

(25.11.2012, 00:41)313er schrieb: Was ich generell an der Reihe sehr sinnvoll finde, ist, dass die noch lebenden Künstler die Geschichten selbst aussuchen dürfen. Genau das ist aber auf der anderen Seite die Ursache für meine Kritik an dem Band, denn Jippes hat hier meines Erachtens nicht wirklich eine Auswahl seiner besten Geschichten getroffen. Es ist zunächst nicht besonders abwechslungsreich, dass nur Geschichten aus diesem Jahrtausend ausgewählt wurden. Das bringt zwar Vorteile mit sich (wenig Überschneidungen mit HoF 15 und viele Erstveröffentlichungen), ich hätte aber trotzdem gerne die ein oder andere ältere Geschichte darunter gesehen.

Zur Frage der Storyauswahl hat sich Jano im DC damals folgendermaßen geäußert:
Jano schrieb:Jippes hatte sich fünf oder sechs Storys gewünscht, den Rest hab ich zusammengestellt. Die Vorgabe war, dass es möglichst Egmont-Stories aus diesem Jahrzehnt sein sollten, da es nur zu diesen sicher digitale Vorlagen gibt. Bei älteren und welchen aus den Niederlanden ist das anscheinend etwas problematisch.

Dass der Band ausschließlich Geschichten aus diesem Jahrtausend enthält, führt meines Erachtens dazu, dass die markante stilistische Entwicklung von Jippes etwas unter den Tisch fällt. Seit einigen Jahren werden seine Zeichnungen nämlich zunehmend expressiver und verzerrter. Dies ist mir zuletzt wieder bei der Lektüre von "Nicht schuldig" aufgefallen, in der sowohl die Mimik als auch die Gestik Donalds selbst für Comic-Maßstäbe exaltiert wirken. In diesem Punkt erkenne ich eine Parallele zur stilistischen Entwicklung Brancas, wohingegen z.B. Scarpa in späteren Jahren zunehmend ruhiger und harmonischer gezeichnet hat. Auf jeden Fall ist festzuhalten, dass sich Jippes von dem klassisch orientierten holländischen Stil inzwischen vollständig gelöst hat.

(25.11.2012, 00:41)313er schrieb: Bei Barks wurden die Geschichten nach und nach ins Absurde gesteigert, bei Jippes hingegen sind die Geschichten von Anfang an ziemlich chaotisch und erreichen keinen richtigen Höhepunkt. Es gibt zwar einige absurde, lustige Ideen (z.B. der alte Mann, der mit seinem Bart das Loch in Dagoberts Geldspeicher verdecken muss), das sind aber nur einzelne Elemente. Jippes schafft es meistens nicht, die Geschichten kohärent auf überzeugende Weise zu erzählen.

Dieser Kritikpunkt ist ziemlich schwerwiegend, da er darauf abzielt, dass es Jippes als Autor am nötigen Konstruktionsgeschick fehlt. An dieser Stelle möchte ich jedoch anmerken, dass sich auch einige der Zehnseiter William Van Horns im Grunde darin erschöpfen, einen bestimmten Gag zu entwickeln, ohne dabei auf einen erkennbaren Höhepunkt zuzusteuern. Ich sehe das nicht grundsätzlich als verwerflich an. Im Falle der bereits angesprochenen Story aus MM-M 43/2012 liegt das Problem übrigens weniger darin, dass keine narrative Struktur zu erkennen ist, als vielmehr darin, dass neun Seiten nicht ausreichend Platz bieten, um die Thematik angemessen zu entfalten.
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#42
Im Grunde genommen kann ich beiden Vorrednern nur zustimmen (weswegen jetzt kein langer Beitrag von mir zu erwarten ist).

Beides sehr interessante Bemerkungen, die mir (fast) genauso auch aufgefallen sind. Wobei ich jetzt nicht behaupten würde, dass sich Jippes bereits vollständig vom klassischen Stil gelöst hat und auch nicht annehme, dass er das je noch tun wird. Jippes hat halt diese starke Neigung zum Slapstick, wo manche Szenen mehr wie Storyboards eines Trickfilmes aussehen (er hat ja schliesslich über weite Strecken seiner Karriere auch genau daran gearbeitet), aber das sehe ich mehr als zeitweilige Ausfälle, nicht als kohärenten Stil.
Und genau dieselbe Slapstick-Lastigkeit lässt sich auch bei seinen Skripten beobachten, da kann man sicher auch den Vergleich zu den lahmeren von Van Horns Zehnseitern ziehen, wobei er natürlich ein ganz anderer Typus Autor ist. Jippes überspitzt die satirischen Aspekte, Van Horn interpretiert eine schicksalshaft humorvolle Melancholie. Bei ihm sind die Ducks eigentlich grosse, tragik-komische Helden, die durch eben jene Komik aber auch wunderbar geerdet wirken.
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#43
(02.12.2012, 21:59)Sir Damian McDuck schrieb: Wobei ich jetzt nicht behaupten würde, dass sich Jippes bereits vollständig vom klassischen Stil gelöst hat und auch nicht annehme, dass er das je noch tun wird. Jippes hat halt diese starke Neigung zum Slapstick, wo manche Szenen mehr wie Storyboards eines Trickfilmes aussehen (er hat ja schliesslich über weite Strecken seiner Karriere auch genau daran gearbeitet), aber das sehe ich mehr als zeitweilige Ausfälle, nicht als kohärenten Stil.

In der Tat hatte ich zunächst "weitgehend" geschrieben und mich dann vor dem Hintergrund meiner letzten Leseeindrücke für die radikalere Formulierung entschieden. Greenie
Meine Aussage bezog sich allerdings weniger auf den "klassischen" Stil per se, der ohnehin schwer zu definieren ist, als vielmehr darauf, dass seine älteren Werke der holländischen Schule verpflichtet sind, seine neueren hingegen nicht. Die stilistischen Unterschiede zu Künstlern wie Bas und Mau Heymans oder Sander Gulien sind meiner Meinung nach erstaunlich groß.
Als treffend erachte ich übrigens deine Bemerkung, dass es sich bei den exaltierteren Szenen um "zeitweilige Ausfälle" handelt. Es gibt in seinen Geschichten nämlich ohne Frage auch ruhigere Momente, in denen die klassische Prägung wieder durchschimmert.

(02.12.2012, 21:59)Sir Damian McDuck schrieb: Jippes überspitzt die satirischen Aspekte, Van Horn interpretiert eine schicksalshaft humorvolle Melancholie. Bei ihm sind die Ducks eigentlich grosse, tragik-komische Helden, die durch eben jene Komik aber auch wunderbar geerdet wirken.

Absolute Zustimmung! Die Comics von Jippes zeichnen sich mitunter durch einen sehr bissigen, fast schon zynischen Blick auf die Dinge aus. Hierzu passt auch die trockene und unverblümte Art, mit der er sich letztes Jahr im Rahmen des Comicfestivals in München zu manchen Themen geäußert hat. (Danke, Jano!)
William Van Horn ist ebenfalls ein Satiriker, allerdings schwingt bei ihm stets die von dir angesprochene Melancholie mit. Man kann sich die Unterschiede zwischen den beiden Künstlern recht gut vor Augen führen, wenn man zwei Geschichten miteinander vergleicht, die sich thematisch insofern überschneiden, als in beiden das TV-Milieu karikiert wird (D 96010 und D 2009-038).
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#44
Ich finde Damians Charakterisierung von Van Horns Stil ebenfalls sehr treffend. Es ist einfach eine andere Grundstimmung als bei Jippes. Und vielleicht ist es tatsächlich so, dass Jippes in seinen neueren Werk seine Erfahrungen als Trickfilm-Zeichner stärker einbringen will. Genau das ist meiner Meinung nach aber der Kardinalfehler, weil der Humor eines Cartoons nicht 1:1 auf einen Comic übertragbar ist. Breit ausgewalzte Slapstick-Szenen sind in den alten Donald-Cartoons ja Standard gewesen, wenn man das aber auf den Comic überträgt, wirkt es synthetisch - es kommt nicht aus der Handlung heraus und ist für mich einfach nicht lustig.
Was den Zeichenstil angeht, würde ich mich insbesondere der These zustimmen, dass sich Jippes dem Stil von Branca angenähert hat. An seinem Zeichenstil gibt es für mich auch nichts zu kritisieren... deshalb würde ich mir auch wünschen, dass Jippes sich mehr aufs Zeichnen konzentriert und dafür mit guten Autoren wie z.B. Korhonen zusammenarbeitet.


Beim Gottfredson-Band hab ich bislang nur das (sehr interessante!) Interview sowie die erste Geschichte ("Micky als Boxer") gelesen. Diese Geschichte ist an sich wirklich toll, ausnahmsweise muss ich aber mal die deutsche Übersetzung kritisieren. Offensichtlich wurde da die Übersetzung aus "Mickys Klassiker" übernommen. Mir ist das einerseits viel zu wortkarg (so wortreich wie die Originalversion muss es ja nicht sein, aber die Sprechblasen sind nie wirklich voll), andererseits aber auch nicht wirklich wortgewandt. Die ECC hätte die Geschichte neu übersetzen lassen sollen, mit einer Syllwasschy-Übersetzung wäre das Ergebnis sicherlich viel besser geworden. Zwinkern
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#45
Ich habe gerade gesehen das das Cover vom Korhonen-Band geändert wurde.

http://www.ehapa-comic-collection.de/pro...honen.html
Ist das jetzt das endgültige Cover?
Findet ihr es besser als vorher?
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#46
(17.12.2012, 21:20)fxilefm schrieb: Ist das jetzt das endgültige Cover?

Das ist das Cover, das Kari für den Band gezeichnet hat und das auch so in Druck gegangen ist. Balken
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#47
Also, ich habe Band 5: Die Besten Geschichten von Kari Korhonen jetzt beinahe durch und muss sagen, der gefällt mir fast noch besser als der Jippes Band! Tolle Geschichten-Auswahl, ist das Dein Werk Jano?

Gleich bei der ersten Geschichte fand ich die "Kopie" der Fluchtsequenz von "Die Verurteilten" klasse umgesetzt. Und auch die anderen kleinen Anspielungen auf den Film fand ich recht amüsant.

Auch die Übersetzung von "Lügen will gelernt sein" fand ich sehr gut gelungen ("Donald will am Sonntag mit mir segeln gehen!") Zwinkern

Das Interview mit Kari fand ich auch sehr erhellend, hätte ich nicht gedacht, dass die Abo-Quote in Finnland so hoch ist und man quasi ab Geburt eins "verpasst" bekommt. Auch schön seine Anmerkung zum "Plastikschrott".
Wer good smeert de good föhrt.
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#48
(23.02.2013, 16:07)Mile schrieb: Tolle Geschichten-Auswahl, ist das Dein Werk Jano?

Kari hatte mir eine Liste von Storys geschickt, von denen er nicht "too embarrassed" sein würde, aus der ich dann ausgewählt habe. Die verlorene Sinfonie findet er eigentlich nicht besonders gut, wollte ich aber mit drin haben, weil's eine der wenigen unveröffentlichten Storys war, die man überhaupt bringen konnte, viele gab's ja nicht. War aber auch auf seiner "not too embarrassed"-Liste drauf, weil ich's ihm vorher schon gesagt hatte. Greenie
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#49
Habe heute im Laden einen Blick in den frischen Cavazzano-Band werfen können: als Nachdrucke gibt es die DGD-Venedig-Story, die auch im Heft vom GCT drinne ist und Castys "Herr der Tiefsee", noch besser sind die Erstveröffentlichungen, lauter geblockte Sachen. Der Band beginnt mit der zweiten Steinbeiss-Geschichte (nach "Inspektor Issels lange Nacht", I TL 2183-1), weiter gehts mit dem Schwarzen Phantom (I TL 2514-1), zum Schluss gibts die brandneue dänisch-finnische Produktion mit Story von Korhonen, Perils Of The Sea. Sind zwar "nur" neue Geschichten, keine alten Klassiker, aber der Platz ist ja beschränkt und wurde sehr gut ausgenutzt. Gut
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#50
Das ist einerseits natürlich schön, dass geblockte Sachen abgedruckt werden, andererseits hat das mit dem Titel des Buches und Cavazzanos "besten Geschichten" dann natürlich gar nichts mehr zu tun... Gerade solche Bände, die nur 3-Reiher enthalten, sind mir definitiv keine 22 Euro wert - der Band hat weniger Seiten als ein LTB, aber nur Geschichten von LTB-Format. Also quasi wie ein LTB in sehr teuer.^^
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#51
Das Positive vorab: Alle drei EVs machen einen sehr interessanten Eindruck. Die Story von Korhonen befindet sich bereits seit ihrem Abdruck in der "Disney d'autore"-Reihe auf meinem Radar, Issel-Geschichten von Faraci sind per definitionem ein Genuss und Savinis "Gute Nachbarschaft" stand schon auf mehreren DCFF-Wunschlisten.
Rundum begeistert bin ich allerdings trotzdem nicht. Zum einen finde ich es bedauerlich, dass der Comic-Anteil lediglich bei 170 Seiten liegt. Da ausschließlich Dreireiher enthalten sind, bekommt der Leser quantitativ betrachtet relativ wenig für sein Geld. Zum anderen hätte ich mich über eine EV aus Cavazzanos Techno-Phase gefreut. Stattdessen konzentriert sich die Auswahl auf sein neueres Schaffen. Nun erinnere ich mich daran, dass Jano bei der Zusammenstellung des Jippes-Bandes angehalten wurde, auf Comics aus diesem Jahrtausend zurückzugreifen, da für ältere Geschichten oftmals keine adäquaten Druckvorlagen vorhanden sind. Ob dies den Ausschlag gegeben hat oder ob der Maestro schlichtweg der Meinung ist, dass seine älteren Sachen schwächer sind als seine neueren, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen.
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#52
Na ja, auch unabhängig von der Materialverfügbarkeit ist es wohl so, dass die Leute immer recht aktuelle Sachen von sich selbst vorschlagen ... an die älteren erinnern sie sich aufgrund der Masse von Geschichten, die sie gezeichnet haben, schlichtweg oftmals nicht mehr. Man darf sich das nicht so vorstellen, als ob ein Künstler mit seinen Storys derart vertraut ist wie die Leser, die sich in Comicforen herumtummeln. Das mag mit Abstrichen noch auf Don Rosa und ein paar andere zutreffen, aber in der Regel ist für einen Zeichner eine Story wie die andere - gerade wenn er, wie Cavazzano oft nur gezeichnet und nicht geschrieben hat - und man erinnert sich vielleicht an die der letzten zwei, drei Jahre, aber das davor ist alles ein verschwommener Einheitsbrei.

Geht mir beim Übersetzen auch so, wenn eine Story für Jahre auf Halde liegt ... gerade neulich erst erschien irgendwo eine Übersetzung von mir, wo ich auf den ersten Blick hätte schwören können, die Story noch nie gesehen zu haben, aber irgendwann dämmerte es mir dann doch wieder düster. Greenie
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#53
Vielleicht wollte Cavazzano auch nur der bitteren Erkenntnis entgehen, dass seine Zeichnungen früher viel mehr gefetzt haben als heute? Balken
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#54
Zitat:Erscheinungsdatum: 10. Mai 2013
Preis: 22 € (Ö: 22,70 €)
Comicseiten: 159

20 Bände umfasste die Reihe "Hall of Fame", die zwischen 2004 und 2011 erschienen ist. Einer der bekanntesten lebenden Disney-Zeichner wurde dabei allerdings schändlich umgangen: Giorgio Cavazzano. Die Nachfolger-Reihe "Die besten Geschichten" macht [...]

Hier geht's zum Eintrag im Blog!
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#55
Ich sehe den Band überwiegend positiv, auch wenn ich mir auch zumindest eine ältere Geschichte gewünscht hätte. Der Erstveröffentlichungs-Anteil ist aber höher als ich erwartet hatte und die jeweiligen Geschichten sehen definitiv auch gut aus... ebenso wie das tolle Cover! Gut

Zitat:Das ist einerseits natürlich schön, dass geblockte Sachen abgedruckt werden, andererseits hat das mit dem Titel des Buches und Cavazzanos "besten Geschichten" dann natürlich gar nichts mehr zu tun... Gerade solche Bände, die nur 3-Reiher enthalten, sind mir definitiv keine 22 Euro wert - der Band hat weniger Seiten als ein LTB, aber nur Geschichten von LTB-Format. Also quasi wie ein LTB in sehr teuer.^^
Gut, man hätte schon die ein oder andere vier-reihige Geschichte abdrucken können. Mir ist es so aber lieber, als wenn man den Band krampfhaft nur mit 4-reihigen Geschichten zusammengestellt hätte. Cavazzano hat halt den überwiegenden Teil seines Werkes im Taschenbuch-Format gezeichnet, da finde ich diese Entscheidung nicht besonders überraschend. Wurde bei den beiden Scarpa-HoFs ja auch nicht anders gemacht.


(Ich hätte übrigens erwartet, dass mindestens Damian und Brisanzbremse einen Kommentar zum ach-so-schlimmen Bregel abgeben würden, der alle drei Erstveröffentlichungen übersetzt hat Greenie)
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#56
(12.05.2013, 14:38)313er schrieb: (Ich hätte übrigens erwartet, dass mindestens Damian und Brisanzbremse einen Kommentar zum ach-so-schlimmen Bregel abgeben würden, der alle drei Erstveröffentlichungen übersetzt hat Greenie)

Hab ich mir im Laden jetzt nicht angesehen, wer den Band betreut hat, aber das muss ja per se nichts Schlechtes sein. FrechBalken Den Affen lässt er üblicherweise bei "fetzigeren" Storys von der Leine, das dürfte bei diesem Band weniger der Fall sein. Also werde ich ihn nichts Böses ahnend in die Hand nehmen (und hoffentlich keines besseren belehrt werden). Greenie

Was das Format angeht, war ich nie ein grosser Fan der Integration der Italiener in die Reihe - die hätten ihre eigene Serie verdient, dafür dort richtig. So hat man halt zu wenig Platz pro Ausgabe und bringt im Vergleich zu den Vierreihern vermutlich zu wenige Künstler - man beschränkt sich auf die Grossen, quasi als Trostpflaster und mag sich nicht so richtig mit den italienischen Traditionen auseinandersetzen, so wirkt das immer ein bisschen. Die waren in der ECC schon immer ein unbeschriebenes Blatt, immerhin, besser als heute war es noch nie.

Übrigens: wer von euch hier ist für den Midthun-Band zuständig? Greenie
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#57
(13.05.2013, 17:46)Sir Damian McDuck schrieb: Übrigens: wer von euch hier ist für den Midthun-Band zuständig? Greenie

Noch nicht raus. Würde mal auf Jano tippen. Zwinkern
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#58
Ich weiß noch von nix. Balken Jetzt ist aber eh erst mal De Vita dran demnächst, soweit ich mitbekommen habe. Zwinkern
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#59
Mir gefällt der Cavazzano- Band irgendwie nicht so gut. Der Comicanteil ist für den Preis zu niedrig und wird dem Titel des Buches auch wohl nicht mehr gerecht. Des weiteren gefällt mir das Cover nicht. Ich finde das Design des Buches an sich ziemlich billig, die Schrift ist einfach Standard und der Pinsel ist so lieblos unter die Schrift geklatscht... Alles sieht irgendwie nach einem Vorabcover aus, dass völlig unfertig und in ein paar Minuten schnell hingeschmiert wurde. Das Bild von Cavazzano ist wohl ganz okay. Das Design der Hall of Fame- Bücher war nicht viel kreativer, dafür um so innovativer. Die Bände hatten einfach Stil mit den Figuren im goldenen Scheinwerferlicht. Und nicht zuletzt stimmte auch der Preis noch.
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#60
Da bin ich wirklich ganz anderer Meinung als du! Ich finde die Aufmachung sehr gelungen. Schön frisch, aber auch wieder nicht zu knallig. Ich persönlich kann überhaupt nichts Billiges oder Liebloses erkennen, aber das ist wohl Geschmackssache. Die HoF-Bände haben mir zwar auch gut gefallen, allerdings fand ich da die Cover-Motive ein bisschen langweilig, weil einfach Szenen aus einer enthaltenen Geschichten entnommen wurde. Anders sieht es hier aus, zumindest bei den letzten drei Bänden haben die Künstler das Cover eigens für den Band gezeichnet und auch sich selbst darauf abgebildet. Ob man das jetzt kreativ nennt, ist eine andere Frage, zumindest ist es aber kreativer als bei der HoF. Mir haben die letzten drei Cover jedenfalls alle sehr gut gefallen.

Der HoF trauere ich eigentlich überhaupt nicht nach. "Die besten Geschichten" haben sie in meinen Augen schon übertroffen. Die Seitenzahl ist bei beiden Reihen übrigens ungefähr gleich - und dass der Preis höher ist, war für mich zu erwarten.

Zitat:Was das Format angeht, war ich nie ein grosser Fan der Integration der Italiener in die Reihe - die hätten ihre eigene Serie verdient, dafür dort richtig. So hat man halt zu wenig Platz pro Ausgabe und bringt im Vergleich zu den Vierreihern vermutlich zu wenige Künstler - man beschränkt sich auf die Grossen, quasi als Trostpflaster und mag sich nicht so richtig mit den italienischen Traditionen auseinandersetzen, so wirkt das immer ein bisschen. Die waren in der ECC schon immer ein unbeschriebenes Blatt, immerhin, besser als heute war es noch nie.
Da hast du natürlich recht. Das Format ist natürlich nicht optimal, trotzdem halte ich es für richtig, die Italiener in die Reihe zu integrieren. Ob es tatsächlich nur die "Großen" werden, muss man mal abwarten. Ich finde es jedenfalls nachvollziehbar, dass man mit ihnen anfängt, denn Cavazzano und De Vita wurden in der HoF ja gar nicht berücksichtigt.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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