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[Blog] LTB 432 - Abflug ins Abenteuer
#1
Zitat:Erscheinungsdatum: 21. August 2012
Preis: 5,50 € (Ö: 5,70 € / CH: 10,50 SFR)
Comicseiten: 250

In diesem LTB können wir Donald mal wieder in seinen vielen unterschiedlichen Rollen erleben: Als Superheld Phantomias tritt er in der Geschichte "Eine kriminelle Note" in Erscheinung, während er in die "Hatz nach dem Honig" zusammen [...]

Hier geht's zum Eintrag im Blog!
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#2
So, auch für dieses LTB gibt es nun eine Rezension von mir: http://www.fieselschweif.de/publikationen/ltb-432/

Wieder sind sowohl Kommentare zur Rezension, aber auch Kommentare zum Band selbst und dessen Qualität erwünscht. Zwinkern
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#3
Auf lustige-taschenbuecher.de ist der Band ja bisher auch recht mau weggekommen, aber so schwach wie du fand ich ihn nicht. Volle Übereinstimmung sicher mal bei der Egmont-Geschichte, grundsätzlich auch bei DoppelDuck. Unterdurchschnittlich ist die Episode imho aber nicht, sie mag nicht allzu spektakulär sein, dafür ist sie aber sehr kompakt und bringt die interessante Ausgangslange solide und stilsicher ans Ziel. Da gab's schon mehr als eine frühere Episode, die einiges unausgegorener war.
Bei der Maus und dem Phantomias ist der Plot beide male schwach auf der Brust, das stimmt, wird aber durch die Stimmung inbesondere durch die Zeichnungen wieder auf ein gutes Niveau gehoben. Wirklich gut war aber nur - da stimme ich wieder zu - der Ausflug in Dagoberts Vergangenheit. Man kann sich ernstlich fragen, was das über seinen Charakter aussagt (nichts von der harten Arbeitsmentalität, von der sonst immer zu hören ist), aber schön erzählt ist's, hab mich mehr als einmal an Ciminos romantische Glanzstücke erinnert gefühlt.
Der DGD folgt dem serienüblichen Erzählmuster, das ist zwar nicht aufregend, aber solide. Und Franz Gans wird durch Molinari erträglich gemacht. Concinas Lückenfüller hat durchaus seine Daseinsberechtigung, ist im Grunde ein interessantes Charakterstück - wenn auch nicht sehr pointiert und höchst durchschnittlich gezeichnet. Nur den Rest, den kann man wirklich in die Tonne treten.

Bleibt als Schlussbemerkung: es ist absolut ignorant, wie mit dem Mausanteil umgegangen wird. Schon wieder nur ein billiger Lückenfüller als Zweitstory. Willkommen im Teufelskreis.
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#4
(01.09.2012, 18:07)Sir Damian McDuck schrieb: Nur den Rest, den kann man wirklich in die Tonne treten.
Viel bleibt da aber ja nicht mehr übrig. Greenie

Ich denke, wir gewichten die Bedeutung von der Story und von den Zeichnungen unterschiedlich. Für mich ist es so: Bei einer wirklich guten Story sind mittelmäßige oder schwache Zeichnungen noch eher verzeihlich - bei einer schwachen Story können hingegen gute Zeichnungen auch nicht mehr so viel retten, dass ich wirklich Spaß daran habe. Selbst wenn ich Molinaris Zeichnungen mögen würde, würde das nicht großartig ins Gewicht fallen. Die Geschichte hätte wahrscheinlich von jedem anderen bei Disney Italia angestellten Zeichner realisiert werden können, gefallen hätte sie mir trotzdem nicht. Weil die Handlung in meinen Augen einfach Käse ist.
Auch bei der Maus-Geschichte: Cavazzanos Zeichnungen der Unterwasser-Welt können noch so schön sein, sie machen aber eben - wie ich ja auch geschrieben - nur einen Aspekt aus. In anderen Bereichen enttäuscht die Geschichte, sodass ich sie einfach nicht als gelungen bezeichnen kann - da kann Cavazzano noch so schön zeichnen. Ähnlich ist es bei Mottura, der ja gerade Phantomias sehr schön inszenieren kann, von dem vorliegenden Skript aber unterfordert ist.

Noch zu DoppelDuck: Ok, es kommt vielleicht darauf an, welchen Maßstab man anlegt. Verglichen mit anderen Einzelepisoden gab es vielleicht schon schwächere, verglichen mit allen Teilen der Serie war sie aber eben nicht ganz so unkonventionell und humorvoll.
Aber naja, die DoppelDuck-Geschichte war wirklich nicht das Problem bei diesem LTB.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#5
(02.09.2012, 00:37)313er schrieb: Viel bleibt da aber ja nicht mehr übrig. Greenie

Dafür liegt ein schöner Teil auffällig vergammelnd in Wurfweite zur Tonne...

313er schrieb:Ich denke, wir gewichten die Bedeutung von der Story und von den Zeichnungen unterschiedlich.

Ja, sieht so aus. Für mich trägt das Artwork wesentlich zum Lesegenuss bei. Eine mässige Story kann durch fabulöses Artwork lesenswert werden und eine schwache immerhin annehmbar. In der Wahrnehmung eines Comics stechen die Zeichnungen nun einmal vor, es ist ein visuelles Medium. Viele Comics (lange nicht nur Disney) sind im Bereich der Worte häufig eher rudimentär, umso wichtiger wird das bildliche Erlebnis. (Und umso wichtiger werden Ausnahmen wie Faraci, Vitaliano, Casty und in anderen Bereichen natürlich Barks, Rosa, Van Horn etc.)
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#6
Im Idealfall wird die Handlung eines Comics ja aus dem Zusammenspiel von Artwork und Text vorrangetrieben. Daher kann ich mit miserablen Zeichnungen, auch bei einem grundlegend gutem Storiekonzept nicht leben. Die überzeugende Storie geht unter, es wird schwierig sie unter den schlechten, überdeckenden Zeichnungen, die einfach noch mehr prägen und einen zwar oberflächliche, aber dennoch sehr wichtigen, grundlegenden Eindruck bestimmen, noch wahrzunehmen. Eine wirklich guter Comic muss selbstverständlich aus beidem, überzeugenden, mit der Storie zusammenspielenden, Zeichnungen und einer guten Storie, bestehen, aber an einem starken Artwork kann ich mich auch ohne gute Storie erfreuen. hier ist es schließlich möglich primär auf die Zeichnungen zu achten und die Storie auszublenden. Bei einer guten Storie mit schwachem Artwork funktioniert das leider nicht. So ist das zumindest bei mir.


Nebel schelmenzünftich. 1 erster DianenSchlag; (LerchenPrikkel). Gestier von JungStieren. Und Dizzyköp gstes schüttelt den Morgen aus. / (Aber Sie, noch vomvor—4benomm’m,shudderDemitden(echtn!)Bakk’n)
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#7
Hierzu doch noch ein Kommentar, weil es eine interessante Diskussion ist:

Milou schrieb:Eine wirklich guter Comic muss selbstverständlich aus beidem, überzeugenden, mit der Storie zusammenspielenden, Zeichnungen und einer guten Storie, bestehen, aber an einem starken Artwork kann ich mich auch ohne gute Storie erfreuen.
Ich auch, aber letztendlich ist der Gesamteindruck für mich entscheidend. Hier lässt sich manchmal schwierig begründen, warum eine Geschichte gut oder schlecht ist, weil - wie du ja auch gesagt hast - die Story und die Zeichnungen Hand in Hand miteinander gehen und sich in der Bewertung mitunter schwer voneinander trennen lassen. Aber der Kern eines Comics ist für mich nunmal die Story. Die Story ist zuerst da und die Zeichnungen "müssen" sich dieser dann unterordnen. Deshalb würde ich auch dieser Aussage von Damian...

Zitat:Eine mässige Story kann durch fabulöses Artwork lesenswert werden und eine schwache immerhin annehmbar.

... widersprechen: Eine gute Story kann zwar mit einer miserablen zeichnerischen Umsetzung kaputtgemacht werden, andersherum geht es aber nicht: Eine schwache Story bleibt eine schwache Story. Der Zeichner kann den Gesamteindruck zwar vielleicht noch verbessern, aber solange er nicht direkt die Handlung verändert*, kann ich mich für die jeweilige Geschichte einfach nicht begeistern.

Wobei ich persönlich finde, dass es eher selten vorkommt, dass schwache Zeichnungen eine gute Geschichten versauen. Das liegt wohl einfach daran, dass fast alle Zeichner ein gewisses Niveau haben. Klar, viele zeichnen mir zu extravagant, zu bieder, zu steif, zu überdreht oder was auch immer, aber es gibt nur wenige, die so schlecht zeichnen, dass sie mir den Spaß an einer guten Story versauen könnten.
Ein gutes Beispiel ist meiner Meinung nach "Der liebe zarte Bande" ( http://coa.inducks.org/story.php?c=I+TL+1933-A ) in LTB 188. Meiner Meinung nach eine der stärksten Zeitreise-Geschichten von Pezzin, die aber durch die Zeichnungen von Asteriti heruntergezogen wird. Allerdings finde ich Asteritis Zeichnungen (zumindest zu dieser Zeit) nicht miserabel, ich kann nur nicht viel mit ihnen anfangen und zu dieser Liebes-Geschichte passen sie nunmal eher schlecht. Darüber hab ich mich gerärgert und Asteritis Zeichnungen sind für mich ein störendes Element in der Geschichte. Trotzdem habe ich die Geschichte unterm Strich gerne gelesen, weil es in meinen Augen eben eine sehr starke Story ist.

Mich würden mal von eurer Seite einige Beispiele interessieren: Gibt es Geschichten, deren Story ihr eigentlich sehr gut fandet, sie aber von den Zeichnungen total versaut wurde? Welche konkret?

Damian schrieb:In der Wahrnehmung eines Comics stechen die Zeichnungen nun einmal vor, es ist ein visuelles Medium. Viele Comics (lange nicht nur Disney) sind im Bereich der Worte häufig eher rudimentär, umso wichtiger wird das bildliche Erlebnis.
Du darfst die Story aber nicht mit der Sprache gleichsetzen. Auch ein Panel ohne Sprechblase ist Teil der Story. Im Comic wird die zugrundeliegende Story mit Sprache und Bild übermittelt. Dass die Sprache in manchen Geschichten zurücktritt und das Bild im Verhältnis zu ihr an Bedeutung gewinnt, mag schon sein. Aber um die Sprache ging es mir ja gar nicht, sondern um die Story und deren - für mich - zentrale Bedeutung.


Ist jetzt natürlich alles Offtopic, aber ist ja auch wurscht. Die Diskussion scheint mir interessanter als das vorliegende LTB. Zwinkern

(Edit: *Das ist natürlich noch ein interessanter Punkt. Viele Manuskripte von Autoren sind wahrscheinlich nicht so detailliert beschrieben, sodass ein Zeichner wohl ein Stück weit immer auch Anteil an der Story hat. Manche Zeichner greifen sicherlich auch stärker in die Handlung mit ein, wenn ihnen manche Sachen in der Story nicht so gefallen.)
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#8
Manchmal eine Sache der Definition...

(07.09.2012, 17:58)313er schrieb: ... widersprechen: Eine gute Story kann zwar mit einer miserablen zeichnerischen Umsetzung kaputtgemacht werden, andersherum geht es aber nicht: Eine schwache Story bleibt eine schwache Story. Der Zeichner kann den Gesamteindruck zwar vielleicht noch verbessern, aber solange er nicht direkt die Handlung verändert*, kann ich mich für die jeweilige Geschichte einfach nicht begeistern.

Meinst du mit "Story" jetzt nur den Plot inkl. der Dialoge (also in der Gesamtheit die Arbeit, die allein vom Autoren stammt) - oder meinst du mit "Story" das vollendete Werk als ganzes? Ich bin jetzt von letzterem ausgegangen, natürlich wird eine schwach geschriebene Geschichte durch das Artwork nicht besser oder schlechter, sie bleibt genauso schlecht wie sie immer war. Der Gesamteindruck - also das fertige Werk - kann durch das Artwork aber erheblich verbessert werden (imho).

313er schrieb:
Damian schrieb:In der Wahrnehmung eines Comics stechen die Zeichnungen nun einmal vor, es ist ein visuelles Medium. Viele Comics (lange nicht nur Disney) sind im Bereich der Worte häufig eher rudimentär, umso wichtiger wird das bildliche Erlebnis.
Du darfst die Story aber nicht mit der Sprache gleichsetzen. Auch ein Panel ohne Sprechblase ist Teil der Story. Im Comic wird die zugrundeliegende Story mit Sprache und Bild übermittelt. Dass die Sprache in manchen Geschichten zurücktritt und das Bild im Verhältnis zu ihr an Bedeutung gewinnt, mag schon sein. Aber um die Sprache ging es mir ja gar nicht, sondern um die Story und deren - für mich - zentrale Bedeutung.

Hier hat sich "Worte" nicht auf die Dialoge allein bezogen (da geb ich deinen Ausführungen natürlich recht), sondern auf die Arbeit des Autors insgesamt, also inklusive Plotting, Szenenaufbau, Spannungsbogen, Charakterisierung und was man da noch alles nennen kann. Aber das konnte man natürlich nicht riechen, ich hab da einfach auf Anhieb kein besseres Wort (haha) dafür gefunden. Inhaltlich war es meine Erklärung dafür, warum ich auch einzelne Comics mag, die zwar nur wenig Fleisch auf den Knochen haben, dafür aber sauber gezeichnet sind.
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#9
Hallo ,
Sorry , aber ich wusste nicht wo ich es sonst reinschreiben sollte :b
Mich würde Interessieren was man für das LTB Nr. 82 "Donald vor! Noch ein Tor! " Erstauflage von 1982 an Geld verlangen kann ?
Bin neu hier also nicht wundern :D
Danke für die antworten ;)
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#10
Hallo,

so etwas am Besten in den Marktplatz Thread einstellen. Zwinkern

Der Preis hängt natürlich vom Zustand ab. Bei wirklichem Topzustand wären 5€ wohl ein guter Preis. Aber normal geht das Ding für 1 - 2€ weg.
Wer good smeert de good föhrt.
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