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Bücher, die man gelesen haben muss
#61
(25.11.2017, 13:20)Topolino schrieb:
(25.11.2017, 13:07)Huwey schrieb: Was "Der Richter und sein Henker" besonders macht, ist ja, dass es anders als die meisten anderen Sachen von Dürrenmatt kein Drama ist, sondern ein Roman. Abgesehen von dieser Besonderheit finde ich persönlich aber "Die Physiker" besser als "Der Besuch der alten Dame" oder "Der richter und sein Henker".
Naja, das ist keine wirkliche "Besonderheit", https://de.m.wikipedia.org/wiki/Friedric...erkausgabe 18 Bücher der aktuellen Gesamtausgabe bestehen aus Dramen, 19 jedoch aus Prosatexten. Also ist das kein besonderes, einzigartiges Merkmal von "Der Richter und sein Henker". Frech
Nun, "Der Richter und sein Henker" war der einzige Prosatext von Dürrenmatt, den ich je gelesen habe, da habe ich mich wohl vertan.
Wer von euch kann schon behaupten, dass er weiß, woher Huweys Avatar kommt?
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#62
(25.11.2017, 09:22)Topolino schrieb: @Primus: Ich weiß ja, dass dir das bloße Hören des Namens Aggressionen auslöst, aber könntest du zumindest ganz knapp erzählen, was du an Werken wie "Die Elenden" nicht gefällt?
Damals habe ich mich gerade durch "Die Elenden" gekämpft und war wirklich sehr schlecht auf den Autor zu sprechen. Mittlerweile sind meine Aggressionen deutlich abgeklungen, geblieben ist aber mein Unverständnis, warum Hugo zu den größten französischen Schriftstellern gezählt wird. "Die Elenden" ist im Grunde eine schnulzige Alles-wird-gut-Geschichte, die ihre vielen Handlungsstränge nur durch eine Armada unglaubwürdiger Zufälle zusammenhalten kann, deren Figuren entweder überhaupt keine Eigenschaften haben (Jean Valjean, Cosette, Marius) oder auf einen einzigen, grotesk übersteigerten Charakterzug reduziert sind (Javert, Thenardier, der Bischof) - dieser Kommentar zu "Der Glöckner von Notre-Dame" gilt auch für "Die Elenden":
J. W. von Goethe schrieb:Seine [Hugos] vorgeführten sogenannten handelnden Personen sind keine Menschen mit lebendigem Fleisch und Blut, sondern elende hölzerne Puppen, mit denen er umspringt, wie er Belieben hat, und die er allerlei Verzerrungen und Fratzen machen läßt, so wie er es für seine beabsichtigten Effekte eben braucht.
Unterbrochen wird das Ganze von ausufernden Ausführungen zu allen möglichen gesellschaftlichen Themen, die sich nicht auf Fakten, sondern auf romantische Idealvorstellungen stützen. Die fünf Bände waren trotz allem ganz interessant zu lesen, aber ich kann beim besten Willen keinen literarischen Wert darin erkennen.

Topolino schrieb:Des weiteren würde mich deine Meinung zu "Der Name der Rose" interessieren. Ich babe jetzt zwar erst hundert Seiten gelesen, finde es aber sehr gut: schöner Schreibstil, interessantes Thema ... Ist jedoch ein wenig langatmig.
Als ich das gelesen habe, war ich erst 14. Folglich hat mich das Buch mit einem tiefen Gefühl intellektueller Unterlegenheit zurückgelassen. Bisher habe ich mich nicht noch mal rangetraut. (Übrigens sagt Eco selbst, dass die ersten hundert Seiten die zähesten sind, danach wird es ziemlich spannend.)

Zitat:In Englisch mussten wir letztes Jahr "The Curious Incident of the Dog in the Night-Time" bzw. "Supergute Tage - oder: Die sonderbare Welt des Christopher Boone" ("supergut" Kotz) lesen. Das fand ich so schwach, dass ich das Lesen abgebrochen habe: Die Hälfte der Zeit schreibt der Ich-Erzähler nur von sich selbst, ohne dass das irgendwie die Handlung voranbringe, der Stil ist mager... Nach Primus' Kriterien würde ich das wirklich zur Unterhaltungsliteratur zählen, auch wenn ich ebenfalls kein großer Freund davon bin, Kunst in Schubladen einzusortieren.
Das Dumme: Die Lehrerin von letztem Jahr hat wohl verstärkt Stoff für dieses Jahr behandelt, daher machen wir jetzt fast das Gleiche und müssen sogar dasselbe Buch nochmal besprechen. Klatsch
Dieses Buch habe ich mal auf Deutsch gelesen, und es hat das außerordentliche Kunststück fertiggebracht, mir sowohl zu verrückt als auch zu langweilig zu sein. Es hat Jahre gedauert, bis ich es durch hatte.

Zitat:Bei Büchern versuche ich immer, keins aus dem aktuellen Jahrtausend zu lesen, da die Ideen meist verbraucht sind und der Stil oft miserabel ist (z. B. Gregs Tagebuch und andere Jugendromane wie "Tsching")
Gregs Tagebuch ist sowieso kein richtiges Buch, sondern eine Kreuzung zwischen Literatur und Comic... Die ersten paar Bände habe ich ganz gern gelesen, danach wurde es immer einfallsloser. Zu "Tschick": Hier kann man zwar durchaus einen gewissen literarischen Wert erkennen, aber den Fänger im Roggen gab es auch schon vorher.
"Bla Bla Bla. Blah blablabla bla Bla, bla Bla." (Alex Lifeson)
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#63
(25.11.2017, 15:17)Primus schrieb: Zu "Tschick": Hier kann man zwar durchaus einen gewissen literarischen Wert erkennen, aber den Fänger im Roggen gab es auch schon vorher.
"Der Fänger im Roggen" spricht aber heutzutage kaum noch einen Jugendlichen an und es geht um ganz andere Probleme, Holden befindet sich ja schon in einem Sanatorium, was bei Tschick wahrscheinlich eher nach dem Buch gespielt hätte.
Wer von euch kann schon behaupten, dass er weiß, woher Huweys Avatar kommt?
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#64
Ich halte "Tschick" für ein sehr gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann zu lesen. Es ist sehr unterhaltsam und vermittelt trotzdem eine tolle Botschaft. Auch die Verfilmung von letztem Jahr hat mich überzeugt und kann ich nur jedem ans Herz legen.
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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#65
(25.11.2017, 17:16)G.R.I.F.F.E.L. C. schrieb: Ich halte "Tschick" für ein sehr gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann zu lesen. Es ist sehr unterhaltsam und vermittelt trotzdem eine tolle Botschaft. Auch die Verfilmung von letztem Jahr hat mich überzeugt und kann ich nur jedem ans Herz legen.

Balken  Jaja, mit 14 noch nicht strafbar. Ich lege euch das Hörbuch ans Herz, das ist besser als das Buch, der Film ist nicht so toll, wie ich finde, schlecht nicht, aber irgendwie nicht so gut wie das Hörbuch.
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#66
(25.11.2017, 13:20)Topolino schrieb: Gut, ich muss gestehen, dass ich "Tschick" gar nicht gelesen habe, aber nachdem mir ein Freund erzählt hat, dass es zu den schwächsten Büchern gehöre, die er kenne und dass die Ausdrucksweise unterirdisch sei - auf fast jeder Seite solle ein Schimpfwort auftauchen -, habe ich nun auch keine Lust mehr darauf.

Auch wenn das nur Quatsch ist und mir "Tschick" sehr gefallen hat, kann ich deinen Freund verstehen:
  • Es kommen zwar nur selten Schimpfwörter vor, allerdings alle paar Seiten eine Konstruktion aus [Verb+'s], was umgangssprachlich ist.
  • Vieles ist total unrealistisch, zum Beipiel treffen Tschick und Maik auf ein total verrücktes Mädchen (zu dem es by the way auch ein Buch gibt), einen alten Mann, der mit seinem Gewehr die ganze Zeit rumschießt, eine total bescheuerte Familie und so weiter, doch das macht, finde ich, den Stil des Autors aus.
  • Die Hauptfigur wirkt manchmal ziemlich unsympathisch, da sie sich oft so wie Greg aus "Gregs Tagebuch" benimmt.

Allerdings gibt es auch viele gute Bücher aus diesem Jahrtausend, der von mir bereits erwähnte Roman "Das also ist mein Leben" ist ein besonders gutes Beispiel!

„Aber die Welt besteht aus Menschen, die nicht besonders viel Wert darauf legen, die Sichtweise anderer Menschen zu verstehen.“
– Nazhat Shameem Khan
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#67
(25.11.2017, 15:17)Primus schrieb: Als ich das gelesen habe, war ich erst 14. Folglich hat mich das Buch mit einem tiefen Gefühl intellektueller Unterlegenheit zurückgelassen. Bisher habe ich mich nicht noch mal rangetraut. (Übrigens sagt Eco selbst, dass die ersten hundert Seiten die zähesten sind, danach wird es ziemlich spannend.)
Oje. Wenn du dich mit deinem weit entwickelten Geist schon überfordert fühlst, wie wird das dann erst bei mir sein?


Floyd Moneysac schrieb:Allerdings gibt es auch viele gute Bücher aus diesem Jahrtausend, der von mir bereits erwähnte Roman "Das also ist mein Leben" ist ein besonders gutes Beispiel!
Naja, solche Jugendbücher sprechen mich nun eher weniger an; zur Zeit besteht bei mir auch ein sehr großer Nachholbedarf an klassischer Literatur wie Dürrenmatt usw.
Apropos "Dürrenmatt": Hier gibt es ein interessantes Interview.
Diesen Abschnitt fand ich dabei offen gestanden ein wenig... kurios: Greenie
Zitat:
Spoiler:
DÜRRENMATT: Ja, auch. Aber das Philosophieren ist doch mehr eine Sache der Männer. Es gibt ja kaum Frauen unter den Philosophen, weil Frauen ganz anders denken. Die Frau hat das Denken im männlichen Sinne nicht nötig. Sie hat auch die Kunst viel weniger nötig, das Hervorbringen von Werken. Sie ist viel mehr an den Leib gebunden, denn sie ist biologisch der Boden. Der Mann ist in gewissem Sinn überflüssig, eine ungeheure Verschleuderung der Natur. Das ist sein Manko, das er ausgleichen muß durch geistige Arbeit. Ich bin gerade dabei, darüber etwas zu schreiben. Zehn Minuten von hier gibt es eine der größten Samenbanken der Welt, die besitzt ungefähr 500 Stiere, die kommen zu fünfzig Stück jeden Tag an eine Kette, werden an Gestelle, die sie für Kühe halten, herangeschoben und angezapft. Die merken gar nicht, daß das keine Kühe sind, sondern bloß Beutel, die 38 Grad Wärme, also die Temperatur einer Vagina, haben, da fahren sie einmal rein und wieder raus, das geht blitzschnell, und das ergibt eine Samenzahl von etwa 3,6 Milliarden. Zur künstlichen Befruchtung einer Kuh braucht man aber nur 2,7 Millionen, so daß mit der Flüssigkeit einer einzigen Ejakulation über tausend Kühe besamt werden können. Das wird in einem Laboratorium mikroskopisch sortiert, das machen Mädchen, schön geschminkt, die bringen das zu einer Maschine, wo es dann zu kleinen Stäbchen gepreßt wird. Diese Stäbchen kommen in ein Bad aus flüssigem Stickstoff und werden bei minus 145 Grad eingefroren. Da gibt es einen Katalog, in dem wird jeder Samenspender genau beschrieben. Nach acht Monaten wird so ein Stier abgeschlachtet, aber noch fünfzig Jahre nach seinem Tod werden mit seinem Samen Kühe befruchtet. Die Bauern brauchen sich heute gar keinen Stier mehr zu halten. Die männlichen Kälber kommen gleich in die Fleischverwertung. 

Glauben Sie, man wird das eines Tages auch auf Menschen anwenden? 

DÜRRENMATT: Warum nicht? Da gibt es dann eine Aktion, wo Sie ganz billig Dürrenmatt kaufen können oder Max Frisch. Das können Sie dann auch miteinander mischen. 

Aber ein Mann ist doch kein Stier. Er kann sich verweigern. 

DÜRRENMATT: Das gelingt nicht. Der Mann ist immer verführbar. Gut, er kann sich sterilisieren lassen. Aber viel naheliegender ist es, daß die Verweigerung von den Frauen ausgeht, weil die Frau die Gescheitere ist. 
(Ach so, daher: Es wurde für den "Playboy" geführt.)
[Bild: KUIuXQ]| INDUCKS

>>Verwerflich, verwerflich, verwerflich.>>
(Wer von euch kann schon behaupten, dass er weiß, woher das Zitat stammt?)
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#68
Freut mich, dass du André Müller entdeckt hast. Durch meine gelegentlichen Verlinkungen?
"Bla Bla Bla. Blah blablabla bla Bla, bla Bla." (Alex Lifeson)
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#69
Nein, ich habe Google gefragt. Allerdings kam mir die Seite dann sehr bekannt vor Greenie
[Bild: KUIuXQ]| INDUCKS

>>Verwerflich, verwerflich, verwerflich.>>
(Wer von euch kann schon behaupten, dass er weiß, woher das Zitat stammt?)
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#70
(26.11.2017, 12:56)Topolino schrieb: Naja, solche Jugendbücher sprechen mich nun eher weniger an; zur Zeit besteht bei mir auch ein sehr großer Nachholbedarf an klassischer Literatur wie Dürrenmatt usw.

Du kannst nicht über Bücher urteilen, die du nicht gelesen hast, denn das ist kein typisches Coming-of-Age-Buch, dessen Hauptcharkter ein drogenabhängiger Pubertierender ist, sondern eines der tiefgründigsten und interessantesten Romane, die ich gelesen habe. Lies das Buch, dann wollen wir mal sehen, ob sich deine "Meinung" vielleicht doch noch ändert. Zwinkern

By the way: Die Hauptfigur liest auch oft solche Bücher wie "Der Fänger im Roggen" und so weiter. Greenie

„Aber die Welt besteht aus Menschen, die nicht besonders viel Wert darauf legen, die Sichtweise anderer Menschen zu verstehen.“
– Nazhat Shameem Khan
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#71
Nein, danke - was mir mein Freund darüber erzählt hat, reicht mir. Das ist gerade, was mir nicht gefällt. Ich habe tatsächlich mal einige Bände "Gregs Tagebuch" gelesen und frage mich mittlerweile, wieso ich mich mit sowas Niveaulosem beschäftigt habe. Greenie
Und wie gesagt, jetzt besteht erstmal genügend Nachholbedarf an "richtiger", älterer Literatur; vielleicht lese ich "Tsching" trotzdem, wenn ich damit fertig bin...
Aber solche Kommentare auf Amazon verderben mir wirklich die Lust:
Amazon Kunde [Anm. v. Topo: DEPPENLEERZEICHEN!!! @CKOne: Mir fällt gerade auf, dass eine eckige Klammer am Ende nicht angezeigt wird - kann man das korrigieren? Okay, dieser Satz wird jetzt grammatikalisch falsch sein, also ignoriert das nächste Wort.] schrieb:Habt ihr dieses Buch gelesen? Diese Frage stelle ich mir, wenn ich Zitate lese wie: "Tschick hat' lässigen Glanz und Frische." von Dieter Hildebrandt (Die Zeit) oder "Man sieht die Welt mit anderen Augen nach dem Buch." (Rolling Stone).
Sind das ernsthaft gemeinte Bewertungen oder nur die abgenutzen Flosken von Leuten, die des Bücherlesens müde sind. Wenn dieses Buch dann noch mit Meisterwerken wie "Tom Sawyer" oder "Huckleberry Fynn" verglichen wird, bleibt mir endgültig die Sprache weg. In dem Jugendroman "Tschick" von Wolfgang Herrndorf geht es um zwei, wohl angemerkt geistig zurückgebliebene, Jungen, die mit einem geklauten Lada eine Spritztour mit dem Ziel Walachei unternehmen. Tschick, eine Figur aus Vorurteilen gebaut, ein krimineller Russe, und Maik, ein vernachlässigter Junge mit familiären Problemen. Beide Protagonisten auf einem geistigen Niveau, dass sie glatt aus dem Irrenhaus hätten kommen können. Die Sätze im ganzen Buch so gebildet, dass Umberto Eco das Buch nicht einmal anfassen würde. Auch wenn es von einem Elfjährigen erzählt wurde, sollte die Erzählung nicht der eines Sondersschülers gleichen. Gesellschaftskritisch soll das Buch sein. Kritisch, aber eher diskriminierend. So wird die dicke, wohlständige Sprachterapeutin gleich als Nilpferd bezeichnet, obwohl gar nicht gesagt ist, ob sie etwas für ihr Aussehen kann. Zudem hat sie, natürlich nur, weil sie einen BMW fährt, einen Feuerlöscher im Auto. Das Buch könnte man auch als Roadtrip ohne Spannung, aber mit Unfall, eingerahmt von zwei absolut unnötigen Szenen, bezeichnen. Anschließend würden eher Zitate wie:" Ein Döner wär mir lieber gewesen" oder "Fand die Zusammenfassung schon schlimm.", mehr zu dem Buch passsen.
Oje...
Lustig, dass er gerade auf Umberto Eco eingeht, dessen "Der Name der Rose" mir wirklich gut gefällt.

Floyd schrieb:eines der tiefgründigsten und interessantesten Romane, die ich gelesen habe.
Ach ja? Bei den Büchern, die du liest, ist das kaum verwunderlich:
Zitat:
  1. Das also ist mein Leben
  2. About a Boy
  3. Ihr kriegt mich nicht!
  4. Homevideo
Aha.

Floyd Kleversack schrieb:Coming-of-Age-Buch
Au.

Floyd Kleversack schrieb:By the way
Au. Au. Au. Tod
[Bild: KUIuXQ]| INDUCKS

>>Verwerflich, verwerflich, verwerflich.>>
(Wer von euch kann schon behaupten, dass er weiß, woher das Zitat stammt?)
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#72
Ganz ruhig, Topolino Greenie
Wenn dir die Beschreibung des Buches nicht zusagt, zwingt dich ja keiner, es zu lesen...
Aber ich halte es für schwierig, ein Buch zu verurteilen, ohne es gelesen zu haben. Vielen Leuten hier, darunter auch mir, hat das Buch nämlich sehr gut gefallen. Die Bewertungen, die du angeführt hast andererseits, haben das Buch nicht gemocht. Hier stehen sich zwei unterschiedliche (rein subjektive) Meinungen gegenüber. Allein schon, dass das Werk so zu polarisieren scheint, wäre daher doch eigentlich ein Grund, sich selbst einen Eindruck davon zu verschaffen.
Du scheinst hier (sehr emotional argumentierend), ein Buch schlecht machen zu wollen, das du selbst gar nicht gelesen hast. Dieser Thread ist doch für Buchempfehlungen da. Wenn du "Tschick" nicht lesen willst, ist das okay. Aber ich finde nicht, dass du das Buch, oder den Literaturgeschmack anderer Nutzer hier auf diese (sehr subjektive) Art schlecht machen musst, insbesondere, wenn du betroffenes Buch nicht einmal selber kennst. Zwinkern

PS: Mit "Greg's Tagebuch" ist "Tschick" rein gar nicht zu vergleichen, sei beruhigt.
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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#73
@G.R.I.F.F.E.L. C.: Gut Sehe ich genauso!


(29.11.2017, 16:55)Topolino schrieb: Nein, danke - was mir mein Freund darüber erzählt hat, reicht mir. Das ist gerade, was mir nicht gefällt. Ich habe tatsächlich mal einige Bände "Gregs Tagebuch" gelesen und frage mich mittlerweile, wieso ich mich mit sowas Niveaulosem beschäftigt habe. Greenie
Und wie gesagt, jetzt besteht erstmal genügend Nachholbedarf an "richtiger", älterer Literatur; vielleicht lese ich "Tsching" trotzdem, wenn ich damit fertig bin...

Ähm... ich spreche gerade von "Das also ist mein Leben". Balken Augenrollen


Zitat:Aber solche Kommentare auf Amazon verderben mir wirklich die Lust:
Amazon Kunde [Anm. v. Topo: DEPPENLEERZEICHEN!!! @CKOne: Mir fällt gerade auf, dass eine eckige Klammer am Ende nicht angezeigt wird - kann man das korrigieren? Okay, dieser Satz wird jetzt grammatikalisch falsch sein, also ignoriert das nächste Wort.] schrieb:Habt ihr dieses Buch gelesen? Diese Frage stelle ich mir, wenn ich Zitate lese wie: "Tschick hat' lässigen Glanz und Frische." von Dieter Hildebrandt (Die Zeit) oder "Man sieht die Welt mit anderen Augen nach dem Buch." (Rolling Stone).
Sind das ernsthaft gemeinte Bewertungen oder nur die abgenutzen Flosken von Leuten, die des Bücherlesens müde sind. Wenn dieses Buch dann noch mit Meisterwerken wie "Tom Sawyer" oder "Huckleberry Fynn" verglichen wird, bleibt mir endgültig die Sprache weg. In dem Jugendroman "Tschick" von Wolfgang Herrndorf geht es um zwei, wohl angemerkt geistig zurückgebliebene, Jungen, die mit einem geklauten Lada eine Spritztour mit dem Ziel Walachei unternehmen. Tschick, eine Figur aus Vorurteilen gebaut, ein krimineller Russe, und Maik, ein vernachlässigter Junge mit familiären Problemen. Beide Protagonisten auf einem geistigen Niveau, dass sie glatt aus dem Irrenhaus hätten kommen können. Die Sätze im ganzen Buch so gebildet, dass Umberto Eco das Buch nicht einmal anfassen würde. Auch wenn es von einem Elfjährigen erzählt wurde, sollte die Erzählung nicht der eines Sondersschülers gleichen. Gesellschaftskritisch soll das Buch sein. Kritisch, aber eher diskriminierend. So wird die dicke, wohlständige Sprachterapeutin gleich als Nilpferd bezeichnet, obwohl gar nicht gesagt ist, ob sie etwas für ihr Aussehen kann. Zudem hat sie, natürlich nur, weil sie einen BMW fährt, einen Feuerlöscher im Auto. Das Buch könnte man auch als Roadtrip ohne Spannung, aber mit Unfall, eingerahmt von zwei absolut unnötigen Szenen, bezeichnen. Anschließend würden eher Zitate wie:" Ein Döner wär mir lieber gewesen" oder "Fand die Zusammenfassung schon schlimm.", mehr zu dem Buch passsen.
Oje...
Lustig, dass er gerade auf Umberto Eco eingeht, dessen "Der Name der Rose" mir wirklich gut gefällt.

Keiner zwingt dich dazu, irgendein Buch zu lesen. Nur darfst du dann auch nicht darüber urteilen.

Zitat:
Floyd schrieb:eines der tiefgründigsten und interessantesten Romane, die ich gelesen habe.
Ach ja? Bei den Büchern, die du liest, ist das kaum verwunderlich:
Zitat:
  1. Das also ist mein Leben
  2. About a Boy
  3. Ihr kriegt mich nicht!
  4. Homevideo
Aha.

Ich gehe mal davon aus, dass du keines der Bücher gelesen hast, richtig? Und ich habe auch noch mehr Bücher gelesen, die gefallen mir aber am besten.

Zitat:
Floyd Kleversack schrieb:Coming-of-Age-Buch
Au.

Floyd Kleversack schrieb:By the way
Au. Au. Au.  Tod

Du und dein Antianglizismuswahn. Solange man keine englischen Verben eindeutscht, ist so etwas doch irrelevant:
Ich like (sprich: leicke) "Das also ist mein Leben".
Du likest (sprich: leickst) "Das also ist mein Leben".
Er/Sie/Es liket (sprich: leickt) "Das also ist mein Leben".
Wir liken (sprich: leicken) "Das also ist mein Leben".
Ihr liket (sprich: leickt) "Das also ist also mein Leben".
Sie liken (sprich: leicken) "Das also ist mein Leben".

So etwas ist terrible, aber bei Nomen oder Phrasen gibt's doch nichts zu meckern...

By the way Greenie: Als wir aus irgendeinen Grund unsere Lieblingsbücher in die Schule mitbringen mussten, meinte meine Lehrerin, dass "Das also ist mein Leben" höhere Literatur sei als alle anderen Bücher, die die Kinder mitbrachten. Zwinkern

„Aber die Welt besteht aus Menschen, die nicht besonders viel Wert darauf legen, die Sichtweise anderer Menschen zu verstehen.“
– Nazhat Shameem Khan
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#74
Zitat:Floyd sagte:
Keiner zwingt dich dazu, irgendein Buch zu lesen. Nur darfst du dann auch nicht darüber urteilen.
 Deshalb hörte Floyd auch an diesem Tag sofort auf das Lustige Taschenbuch zu lesen. Ende.


Zitat:Floyd:
By the way [Bild: Greenie.gif]:
Wow! Und wieder ein Running Gag geschaffen...
"Verwerflich. Verwerflich. Verwerflich." Wer von euch kann schon behaupten, dass das Zitat von euch stammt?
Zitat by Bastbra Duck
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#75
(29.11.2017, 22:12)G.R.I.F.F.E.L. C. schrieb: Ganz ruhig, Topolino Greenie
Wenn dir die Beschreibung des Buches nicht zusagt, zwingt dich ja keiner, es zu lesen...
Aber ihr fordert mich dazu auf:
(25.11.2017, 17:16)G.R.I.F.F.E.L. C. schrieb: Ich halte "Tschick" für ein sehr gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann zu lesen.

Griffel C schrieb:Aber ich halte es für schwierig, ein Buch zu verurteilen, ohne es gelesen zu haben.
Du scheinst hier (sehr emotional argumentierend), ein Buch schlecht machen zu wollen, das du selbst gar nicht gelesen hast. Aber ich finde nicht, dass du das Buch, oder den Literaturgeschmack anderer Nutzer hier auf diese (sehr subjektive) Art schlecht machen musst
Ich habe nochmal meine älteren Beiträge durchgesehen und finde keine Stelle, an der ich das Buch "verurteilt" und "schlecht gemacht" habe:

(26.11.2017, 12:56)Topolino schrieb: Naja, solche Jugendbücher sprechen mich nun eher weniger an; zur Zeit besteht bei mir auch ein sehr großer Nachholbedarf an klassischer Literatur wie Dürrenmatt usw.
Hier schrieb ich nur, dass ich mich im Allgemeinen momentan mehr für klassische Literatur interessiere. (Wobei Dürrenmatt und Eco auch nicht gerade klassisch sind... - gut, sagen wir "Erwachsenenliteratur".

(29.11.2017, 16:55)Topolino schrieb: Nein, danke - was mir mein Freund darüber erzählt hat, reicht mir. Das ist gerade, was mir nicht gefällt. Ich habe tatsächlich mal einige Bände "Gregs Tagebuch" gelesen und frage mich mittlerweile, wieso ich mich mit sowas Niveaulosem beschäftigt habe. Greenie
Und wie gesagt, jetzt besteht erstmal genügend Nachholbedarf an "richtiger", älterer Literatur; vielleicht lese ich "Tsching" trotzdem, wenn ich damit fertig bin...
Aber solche Kommentare auf Amazon verderben mir wirklich die Lust:
Oje...
Ich schrieb, dass ich anhand der Rezension und der Meinung meines Freundes davon ausgehe, dass mir das Buch nicht gefallen wird.
Das "niveaulos" bezog sich auf Gregs Tagebuch.
Weiterhin schreibe ich, dass ich zunächst Weltliteratur nachholen muss, und dazu würde ich "Tsching" nicht zählen.
Und mit "Oje" kommentierte ich die Auffassung des "Amazon Kunde"n und insbesondere den Satz, nachdem Umberto Eco sich gerade im Grab drehe.

Zitat:Ach ja? Bei den Büchern, die du liest, ist das kaum verwunderlich:
Aha.
Hier mache ich auch nicht "Tsching" direkt schlecht. Aber vielleicht war ich hier etwas zu zynisch.



(30.11.2017, 14:42)Floyd Moneysac schrieb: Ähm... ich spreche gerade von "Das also ist mein Leben". Balken Augenrollen
Wirklich? Seit wann?

Floyd schrieb:Ich darf
Was darfst du?

Floyd schrieb:Keiner zwingt dich dazu, irgendein Buch zu lesen. Nur darfst du dann auch nicht darüber urteilen.
Nochmals, ich urteile nicht darüber. Ich schreibe lediglich, dass mir das Buch angesichts der Bewertungen auf Amazon und meines Freundes wahrscheinlich nicht gefallen wird.

Floyd schrieb:Ich like (sprich: leicke) "Das also ist mein Leben".
Hör auf, mich zu quälen!!! Balken


(30.11.2017, 14:56)Bastbra Duck schrieb:
Zitat:Floyd sagte:
Warum schreibst du "Floyd sagte" dazu? Falls du's nicht weißt: So kann man den Autor eines Zitats hinzufügen:
Code:
[quote="Autor"]Zitat[/quote]



Aber vielleicht schaue ich mir mal den Film von "Das also ist mein Leben an". Dann aber hauptsächlich wegen der Darsteller. Frech
[Bild: KUIuXQ]| INDUCKS

>>Verwerflich, verwerflich, verwerflich.>>
(Wer von euch kann schon behaupten, dass er weiß, woher das Zitat stammt?)
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#76
(30.11.2017, 15:29)Topolino schrieb:
(26.11.2017, 12:56)Topolino schrieb: Naja, solche Jugendbücher sprechen mich nun eher weniger an; zur Zeit besteht bei mir auch ein sehr großer Nachholbedarf an klassischer Literatur wie Dürrenmatt usw.
Hier schrieb ich nur, dass ich mich im Allgemeinen momentan mehr für klassische Literatur interessiere. (Wobei Dürrenmatt und Eco auch nicht gerade klassisch sind... - gut, sagen wir "Erwachsenenliteratur".
"Tschick" ist eine Mischung aus Jugend- und Erwachsenenbuch.

Zitat:Und wie gesagt, jetzt besteht erstmal genügend Nachholbedarf an "richtiger", älterer Literatur; vielleicht lese ich "Tsching" trotzdem, wenn ich damit fertig bin...
"Tschick"! Mit einem k!



Zitat:
(30.11.2017, 14:42)Floyd Moneysac schrieb: Ähm... ich spreche gerade von "Das also ist mein Leben". Balken Augenrollen
Wirklich? Seit wann?

Seit Beitrag 66.
Zitat:
Floyd schrieb:Ich darf
Was darfst du?
Ups, das war unbeabsichtigt. Habe ich verbessert.

Zitat:
Floyd schrieb:Keiner zwingt dich dazu, irgendein Buch zu lesen. Nur darfst du dann auch nicht darüber urteilen.
Nochmals, ich urteile nicht darüber. Ich schreibe lediglich, dass mir das Buch angesichts der Bewertungen auf Amazon und meines Freundes wahrscheinlich nicht gefallen wird.
Du schreibst, dass dich solche Jugendbücher nicht absprechen.
Zitat:Aber vielleicht schaue ich mir mal den Film von "Das also ist mein Leben an". Dann aber hauptsächlich wegen der Darsteller. Frech

Finde ich nicht gut, der Film ist zwar auch gut, kommt aber nicht ansatzweise vom Niveau her ans Buch heran.

„Aber die Welt besteht aus Menschen, die nicht besonders viel Wert darauf legen, die Sichtweise anderer Menschen zu verstehen.“
– Nazhat Shameem Khan
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#77
(30.11.2017, 15:29)Topolino schrieb: (...)
Aber ihr fordert mich dazu auf:
(25.11.2017, 17:16)G.R.I.F.F.E.L. C. schrieb: Ich halte "Tschick" für ein sehr gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann zu lesen.
(...)

Ich habe nochmal meine älteren Beiträge durchgesehen und finde keine Stelle, an der ich das Buch "verurteilt" und "schlecht gemacht" habe:

(26.11.2017, 12:56)Topolino schrieb: Naja, solche Jugendbücher sprechen mich nun eher weniger an; zur Zeit besteht bei mir auch ein sehr großer Nachholbedarf an klassischer Literatur wie Dürrenmatt usw.
Hier schrieb ich nur, dass ich mich im Allgemeinen momentan mehr für klassische Literatur interessiere. (Wobei Dürrenmatt und Eco auch nicht gerade klassisch sind... - gut, sagen wir "Erwachsenenliteratur".

(...)


Ich schrieb, dass ich anhand der Rezension und der Meinung meines Freundes davon ausgehe, dass mir das Buch nicht gefallen wird.
Das "niveaulos" bezog sich auf Gregs Tagebuch.
Weiterhin schreibe ich, dass ich zunächst Weltliteratur nachholen muss, und dazu würde ich "Tsching" nicht zählen.
Und mit "Oje" kommentierte ich die Auffassung des "Amazon Kunde"n und insbesondere den Satz, nachdem Umberto Eco sich gerade im Grab drehe.

Ich habe dich nicht aufgefordert, das Buch zu lesen, ich habe es dir empfohlen. Wenn du das Buch nach meiner Empfehlung nicht lesen willst, musst du dich von mir aus überhaupt nicht dafür rechtfertigen. Allerdings bleibe ich dabei, dass "Tschick" (gerade für dich, der sich ja anscheinend sehr für niveauvolle Literatur oder "Erwachsenenliteratur", wie du sie nanntest, interessiert) sehr interessant sein könnte.

Es stimmt, dass du selbst das Buch nicht schlecht gemacht hast. Allerdings hast du deine Rechtfertigung, das Buch nicht zu lesen, mit Kommentaren und Bewertungen begründet, die das Buch (aus meiner Sicht unangemessen) schlecht machen. So wirkte es auf mich, als sei dies auch deine persönliche Meinung. Trotzdem eine Entschuldigung an der Stelle.

Wie bereits gesagt, zähle ich persönlich "Tschick" genau zu der Art Literatur, die dich so zu interessieren scheint und glaube, dass du ein sehr falsches Bild dieses Buches hast.
Den Begriff "Erwachsenenliteratur" finde ich irgendwie unpassend, da du damit eine unterbewusste Wertung vornimmst, was ich für einen Fehler halte, da dir einiges an sehr guter Literatur entgehen könnte, wenn du weiterhin Literatur so kategorisch trennst; das nur nebenbei.

Dass du "Greg's Tagebuch" und "Tschick" hier in quasi einem Atemzug nanntest bestätigte für mich meine Annahme, dass du, vielleicht eben weil du Literatur in Schubladen steckst, "Tschick" für ein Buch hältst, was es nicht ist. Glaub mir, die "Greg's Tagebuch" und "Tschick" haben nichts miteinander gemein, weder im Niveau noch in der Sprache oder irgendetwas sonst. Das nur nochmal zur Klärung.
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