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LTB 451 - Eiszeit in Entenhausen
#1
CoverNervNervZynikNervNervNerv:
[Bild: vorgucker_inhalt_ltb451.jpg]

Quelle
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#2
Das schaut nicht schlecht aus... Scarpa, gervasio und Andersen. Und mal eine mehr als 100-seitige Story von gervasio- mazzarello! Ich freu mich drauf!
International anerkannter FC Bayern-Hasser
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#3
Dazu komm, dass der Hundertvierseiter von Vitaliano geschrieben ist, ein Casty und ein Faraci sowie eine von Mottura gezeichnete Storie. Und allein schon die Kombi Faraci/ Scarpa ist höchst interessant, wusste gar nicht, dass eine Kooperation beider Künstler existiert....
Gerade nach den mauen letzten Ausgaben, scheint hier ein Highlight zu kommen. Kaum drittklassiges Zeichner oder Autoren und viele ganz große Namen, und dazu eine wirklich lange Erstveröffentlichung, die Phase der belanglosen Mittelmäßigkeit scheint zumindest für diese Ausgabe aufgebrochen...


Nebel schelmenzünftich. 1 erster DianenSchlag; (LerchenPrikkel). Gestier von JungStieren. Und Dizzyköp gstes schüttelt den Morgen aus. / (Aber Sie, noch vomvor—4benomm’m,shudderDemitden(echtn!)Bakk’n)
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#4
(07.12.2013, 16:08)Milou schrieb: Und allein schon die Kombi Faraci/ Scarpa ist höchst interessant, wusste gar nicht, dass eine Kooperation beider Künstler existiert...

Es ist in der Tat die einzige Koproduktion von Faraci und Scarpa. (In einer Ausgabe des Expertenquiz kommt einem dieses Wissen übrigens zugute.) Die Geschichte (I TL 2150-1) steht schon seit Ewigkeiten ganz oben auf meiner Wunschliste, da ich beide Künstler bekanntlich sehr schätze. Ich bin entzückt! Gut
Und dann ist da ja noch ein anderes Highlight: Eine 104-seitige Story von Vitaliano, in der er das Konzept des Schmetterlingseffekts aufgreift und verarbeitet. Habe ich etwas vergessen? Richtig, Casty ist auch mit von der Partie! So eine Geschichtenauswahl lobe ich mir! Da werde ich wohl endlich mal wieder zugreifen.
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#5
Jup, nicht übel.
Könnte lesenswert sein Zwinkern
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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#6
Ich kaufe ja nur noch LTBs, in denen Geschichten von Casty enthalten sind. Greenie Insofern ist das wieder ein Band, den ich mir zulegen werde. Aber auch wegen Faraci/Scarpa und der langen Titelgeschichte könnte das aber interessant werden. Fröhlich
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#7
Das ist mal eine Ankündigung! Besonders auch, da zwei eigentlich geblockte Geschichten dabei sind, die Schmetterlingsmission wurde ein Jahr zuvor im Taskukirja abgedruckt. Ich hoffe, das macht Schule. Gut
Der Band scheint ein ähnlicher Augenöffner wie die Nummer 439 dieses Jahr zu sein, denn der Rest sieht leider ebenfalls nach überflüssigem Füllmaterial aus, eine Kurzgeschichte wurde immerhin von Mottura gezeichnet. Aber im Vergleich zu den vorhergehenden Ausgaben ist das schon Jammern auf hohem Niveau. Ich bin - wieder - gespannt auf die nächsten 450er Nummern.
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#8
Zitat:Erscheinungsdatum: 4. Februar 2014
Preis: 5,50 € (Ö: 5,70 € / CH: 10,50 SFR)
Comicseiten: 250

Während das vergangene Jubiläums-LTB 450 nicht gerade spektakulär aussah (und war), konnte die Inhaltsübersicht von LTB 451 bei einigen Forumsmitgliedern durchaus Vorfreude [...]

Hier geht's zum Eintrag im Blog!
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#9
So, nun habe ich, das LTB durch und gebe hier schnell mal mein Feedback.
Alles allem muss ich sagen dass meine (relativ hohen) Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Beginnen wir aber mit dem Cover: Ein wie fast immer schönes Cover, das aber leider einen falschen Eindruck vermittelt.

Eiszeit in Entenhausen: Ich muss sagen, ich habe mir wirklich etwas anderes erwartet (ganz Entenhausen vereist, dadurch entstehen verschiedene Probleme...). Leider aber wurde es mal wieder eine Zeitreise, die nur so vor sich hin plätschert, es entsteht keine Spannung und viele Gags wiederholen sich (z.B Primus plappert...). Aber die Dialoge zwischen Donald und Dagobert fand ich ziemlich unterhaltsam. Die beiden Marcos machen ihre Arbeit recht gut, wobei ich für meinen Teil Gervasios Zeichnungen besser finde.

Goofy und der Glücksstrahl: Ich glaube, wenn diese Story nicht von Casty wäre, würde ich sie um einiges schlechter bewerten. Die Grundidee ist relativ simpel, aber die Story zieht sich trotzdem ziemlich in die Länge, und es wird auch versucht einige kriminalistische Aspekte einzubringen. Das Problem ist nur, dass jeder der ein paar LTBs bereits gelesen hat, ziemlich schnell peilt was Sache ist. Pastrovicchios Zeichnungen passen gut zur Story.

Ein ganz fieser Trick: Eigentlich eine sehr gute Grundidee, nur ist die Umsetzung etwas misslungen, vor allem das Ende ist sowas von 08/15

Die Liebe kommt, die Liebe geht: Naja, eine relativ unspektakuläre Story mit drei von vornherein zum Scheitern verurteilten Dates. Auch das Ende reisst einen nicht gerade vom Hocker. Zeichnungen okay.

Glühende Grüsse aus dem All: Hinter diesem Standarttitel verbirgt sich die m.M nach beste Story dieses LTBs. Viele Gags, ein lustiger Onkel-Neffen Wettkampf und dynamische Zeichnungen machen sie dazu. Diese Story hat zudem eine sehr hohe Gagdichte, keine Seite wird verschwendet. Wenn es so weiter geht mit den Ehapa-Storys, bitte mehr davon!

P.S Das aktuelle DDSH enthält gleich viele Storys wie dieses LTB, obwohl es 5x soviele Seiten hat (Wobei Vierreiher aber mehr Gehalt haben). Irgendwie besorgniserregend!
International anerkannter FC Bayern-Hasser
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#10
Seit dem ich seit Monaten kein normales LTB mehr gelesen habe, habe ich mich besonders auf diese Ausgabe gefreut, da ich neben anderen vielversprechenden Geschichten mal wieder in den Genuss einer richtig langen LTB-Geschichte kommen wollte. Der Autor, sowie die Zeichner der Titelgeschichte waren mir zwar unbekannt, doch ich setzte mal voraus, das eine Geschichte dieser Länge auch qualitativ auf einem hohem Niveau wäre. So schmiss ich das LTB gestern beim Großeinkauf mit in den Wagen, ohne den Inhalt näher zu betrachten - ein Fehler, den ich schon öfter gemacht habe.
Bei vielen Rezensionen hier im Forum werden die Geschichten gleich in eine Topliste geordnet, daher will ich das heute auch mal so machen. Dabei beschränke ich mich aber auf die wichtigeren Geschichten, den Rest speise ich dann in ein paar zusätzlichen Sätzen ab. Dabei springe ich auch gerne mal zum Ende einer Geschichte, weshalb hier als "Spoiler-Gefahr" herrscht.

Mein persönlicher Platz 4, der besten Geschichten des Bandes, wäre daher "Eiszeit in Entenhausen" und ihr werdet es mir hoffentlich nachsehen, dass ich diese Geschichte ein wenig ausführlicher bewerte, als die anderen, kürzeren.
Die sehr lange Geschichte, auf die ich mich so gefreut hatte, erwies sich für mich eher als ein Flop. Sehr schlecht ist die Geschichte zwar nicht, aber meine Erwartungen wurden nun überhaupt nicht mal annähernd erfüllt. Aber, bevor ich auf den Comic eingehe, vorher noch ein paar Worte zum Cover: Das wurde natürlich mal wieder äußerst klug gedeichselt, vom Verlag. Im kalten Februar noch mal ein LTB mit einer Art Wintermotiv zu veröffentlichen, nachdem dies im Januar zwecks Jubiläum nicht möglich war, das ist verkaufstechnisch sicherlich eine gute Idee. Dafür wurde allerdings der Bezug zur gleichnamigen Geschichte völlig verfälscht und die Erwartungen an eben diese in eine völlig andere Richtung gelenkt. So ist auch der Titel des LTBs und der Titelgeschichte zu dieser eigentlich nicht passend. So etwas ist zwar zulässig, trotzdem habe ich das Gefühl eine Mogelpackung in der Hand zu haben. Naja, immerhin ist das Cover an sich natürlich sehr schick, leider ändert das nichts an der Tatsache, dass man es wieder nicht geschafft hat, ein 100 prozentiges Cover mit eindeutigem Storybezug zu veröffentlichen. Schade.
Nun aber zu der Geschichte: Diese beginnt ziemlich interessant, wird dann aber mit jeder weiteren Seite abstruser. Die Erklärung, die für dieses Phänomen angeführt wird, ist relativ unlogisch und nicht nachzuvollziehen. Das nimmt der gesamten Geschichte schon mal mächtig etwas an Spannung. Obwohl ich mich sehr freute, dass Primus von Quack eine zentrale Rolle in dieser Geschichte spielt, so wurden die Charaktere von ihm, Düsentrieb, sowie auch Donald, Dagobert oder Baptist doch sehr platt dargestellt. Düsentrieb und Quack mutierten zu Klischeefiguren, immerhin einige Dialoge zwischen Donald und Dagobert waren noch amüsant. Das machte die Geschichte zwar witziger, keinesfalls aber spannender. Während der Szene an der Giftmüllfabrik konnte ich zwar hie und da über Quack lachen, die Geschichte an sich war hier aber grottenschlecht. Damit meine ich insbesondere den Kurzauftritt von Phantomias. So etwas langweiligen, unlogisches und unkreatives habe ich selten als Auflösung eines besonderen Problems gesehen. Und dann diese ewigen Pillen zum Vergessen aller vorherigen Ereignisse...ein Schwachsinn sonder gleichen. Ich hoffte, der zweite Teil der Geschichte wäre interessanter, leider aber wechselte hier der Zeichner. Mazzarellos Zeichnungen sind nun wirklich nicht das, was ich erhofft habe. Diese eckigen Gesichter und zum Beispiel Düsentrieb sehen ganz seltsam aus. Auch die Story plätscherte nur so vor sich hin, die Entführung auf dem Schiff war wenig spannend. Der eine oder andere gute Gag war aber dabei.
Mit dem dritten Teil der Geschichte ging es wieder ein wenig bergauf, auch die Zeichnungen waren jetzt sehr viel besser (waren die wirklich von Gervasio? Verglichen mit dem ersten Teil sind die Zeichnungen sehr viel schöner). Inzwischen hatte ich mich mit der seltsamen Idee hinter der Geschichte abgefunden und so hatte ich hier schon wieder mehr Spaß dran der Handlung zu folgen. Die Idee, dass ein Zeitparadoxa entstünde, würde man sich selbst begegnen war ja schon öfter in der Geschichte erwähnt, die Umsetzung war schon sehr witzig, wenn auch nicht gerade sehr spannend. Tja, mit dem vierten Teil und den wieder schwachen Zeichnungen Mazzarellos endete dann die verrückte Geschichte, die bei mir in erster Linie zwei Eindrücke hinterließ. Der erste war ein schlechter Eindruck, da die Geschichte oftmals langweilig, oftmals unlogisch und daher selten spannend war, sowie mich der Grundplot und die Zeichnungen Mazzarellos nicht befriedigen konnten. Der zweite Eindruck war aber positiv, da mir die Figurenkonstellation gefiel, es einige nette Gags gab (gerade die späteren mit Primus), die Geschichte schön lang war und wiederrum Gervasios Zeichnungen sehr wohl gefielen.
Insgesamt also nicht das, was ich erwartet hatte.

Der dritte Platz würde dann an "Goofy und der Glücksstrahl" gehen.
Diese Geschichte hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Geschichte ließ sich von Anfang bis Ende schön lesen und hatte dabei trotzdem noch einige netten Finessen, die geschickt eingebaut wurden. Im Mittelpunkt stand natürlich Goofy, dessen vollkommen gutmütiger Charakter wieder für ein schönes Ende sorgte. Die Zeichnungen gefielen mir auch sehr gut.+
Eine schöne und interessanten Geschichte.

Der zweite Platz geht dann also an "Weibliche Konkurrenz".
Diese Geschichte gefiel mir schon nach der ersten Seite ziemlich gut. Ich las bisher eher selten wirklich interessante Geschichten, in denen Karlo bzw. Trude im Mittelpunkt standen, diese hier hat aber wirklich Witz. Obwohl man als Leser durchaus weiß, auf welche Szene das Ganze hinauslaufen würde, machte es doch Spaß diesem Konkurrenzkampf zuzuschauen. Die Dialoge, sowie Scarpas tolle Zeichnungen machten diese Geschichte zu einem kurzen, aber doch sehr schönem Lesespaß.

Mein Platz eins der Geschichten des aktuellen LTBs wäre dann "Glühende Grüße aus dem All", wobei ich sagen muss, dass mir die drei besten Geschichten alle sehr gut gefallen haben, es also auch schwer war, einen Favoriten daraus auszuwählen. Diese Geschichte nun begann gleich sehr witzig. Die klassische Situation, dass Donald gegen Tick, Trick und Track wetterte und sich dabei wieder vor Daisy (und diesmal vor einer ganzen Meute an Liebespärchen) blamierte, funktionierte hier wieder ganz gut. Die Dialoge wussten durchwegs zu überzeugen und auch an den Zeichnungen kann ich nichts bemängeln. Wie man es von den Gebrüder Shaw kannte, spitzte sich die Situation dann natürlich wieder sehr zu und es wurde nicht nur chaotisch, sondern Donald übertrieb natürlich mal wieder mächtig, bei seiner Aktion, allen Anwesenden den Abend zu versauen. Aber hier hielt es sich im Rahmen, sodass die Geschichte dann zu einem nachvollziehbaren, sowie äußerst witzigen Ende kam. Eine insgesamt wirklich witzige Geschichte.

Fazit: Das LTB ist insgesamt eher mittelmäßig. Neben den drei oben erläuterten Geschichten, sowie "Eiszeit in Entenhausen" ist eigentlich nur belangloses Zeug enthalten, gerade die Phantomias-Geschichte ist dabei wieder ziemlich schlecht. Aber es gibt immerhin auch einige lesenswerte Geschichten und ich könnte mir vorstellen, dass dem einen oder anderen User die Titelgeschichte besser als mir gefällt.
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#11
Von Titel und Cover sollte man nicht auf die Geschichte schliessen, und das meine ich als Verteidigung dieser. Allein schon, weil Autor und Zeichner nichts damit zu tun haben. Die Konzentration auf das Eismotiv mag Marketing sein, aber den Bezug zur Story kann man deswegen nicht absprechen.
Und diese ist, da von Vitaliano, halt etwas speziell: keine klassische Umwelt-Geschichte à la Pezzin, was eine viel naheliegendere Erwartung wäre, sondern ausschweifende Dialoge und Situationskomik statt epischer Handlung (und damit meine ich jetzt in erster Linie die Ursprungsbedeutung). Das grösste Problem wird sein, dass die Ausgangsprämisse, diese ganze Schmetterlingsgeschichte, etwas schwer zu schlucken ist - wie hier ein theoretisches Konzept wörtlich genommen, gleichzeitig aber ganz und gar nicht satirisch überspitzt wird. Von hier aus bricht Vitaliano auf eine Reise auf, die nur er so hätte schreiben können und das führt zu unvorhersehbaren, faszinierend zu verfolgenden Entwicklungen (mein Lieblingspart ist der dritte Teil mit den fast schon genialen Szenen der Raumzeitkrümmung!). Meistens hatte ich dabei das Gefühl, von Vitaliano schon besser geschriebene Dialoge gesehen zu haben, doch ein weiterer Punkt ist dieser: die Geschichte liest sich als Vierteiler deutlich besser als an einem Stück. Die einzelnen Teile sind ziemlich dicht und man muss da einiges aufnehmen können. Die einzelne Episode lässt sich wohl nur recht bewundern, wenn man sie isoliert betrachtet, denn eine allein reicht schon gut für eine Geschichte.
Verwirrung ist also verständlich. Aber wenn man sich darauf einlässt, bekommt man einen einzigartigen Comic serviert. Zwinkern

Daneben lesen sich die beiden Maus-Geschichten sehr gut, mehr möchte ich da gar nicht sagen. Casty zeigt uns auf jeden Fall einen symphatischen Goofy in flotten Zeichnungen von Pastrovicchio und Faraci serviert uns einen gut getakteten Heist. Auch der abschliessende Andersen ist nicht schlecht, recht ungewöhnlich in der Struktur und deswegen kurzweilig bis zum Schluss.
Den Rest hätte es, wie gewohnt, nicht gebraucht.

Schlussendlich sehr auffällig ist, wie auch schon bemerkt wurde, wie alt viele der Geschichten schon sind und dass alle bis auf eine bereits vor Jahren in Finnland veröffentlicht wurden. Als hätte man nun die Chance nutzen wollen, die zuvor verschlossene Schatzkiste zu plündern, dabei zur Hälfte aber Mist gepflückt, weil die elende Produktformel es so will. Es ist sicher schön, wenn nun ehemals geblockte Storys ihren Weg wieder direkt ins LTB finden, aber so lange man weder bei den etwas Älteren noch bei den neusten, ungeblockten Geschichten konsequent und mit Geschmack auswählt, macht diese Praxis keinen Unterschied in der Qualität.

Nun, im März bekommen wir wieder einen Mehrteiler geboten, und der dürfte etwas konventioneller sein und damit mehr Freunde finden. Mir ist erst gerade aufgefallen, wie viele interessante und teils lange Geschichten Artibani letztes Jahr geschrieben hat. Der Mann ist ja kein unbekannter, aber sein Ansehen ist bei mir jetzt schon gestiegen - da haben wir nämlich noch die Montalbano-Story von Cavazzano, Moby Dick und eine neue Zeitmaschinen-Geschichte von Mottura (die sieht nach einer der besten der letzten Jahre aus, allzu viel Konkurrenz hat sie da nicht) und zwei Zusammenarbeiten mit Mastantuono. Auch der Rest dieses LTBs kann sich durchaus sehen lassen, auf dem Papier hätten wir damit zum ersten Mal seit einer Ewigkeit einen Band ohne Ausfälle (bzw. mit nur einem Einseiter).
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#12
So meine Rezension ist jetzt fertig: http://www.fieselschweif.de/publikationen/ltb-451/

Wie immer habe ich die Kommentare von euch erst nach dem Schreiben (also gerade eben) gelesen. Witzig, wie unterschiedlich die Meinungen diesmal auseinander gehen - insbesondere was die Andersen-Geschichte angeht.

@Damian: Zufälligerweise hab ich die gleiche Feststellung mit Artibani gestern gemacht, als ich mir das Papersera-Voting für die Topolino-Geschichten 2013 angesehen hab. Da belegt er bei den Ducks die ersten drei Plätze: http://www.papersera.net/papersera/topoOscar2013.php
Von daher bin ich sehr gespannt auf den nächsten Band!
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#13
Eine schöne und ausführliche Rezension, ist immer wieder interessant zu lesen Gut
Auch ich habe mich gewundert, in wie fern die Meinungen hier teilweise stark auseinandergehen.
Zum Cover wurde in der Rezension ja die selbe Meinung ausgedrückt, die auch ich formulierte - nämlich dass es sich hier eigentlich um eine Mogelpackung (sehr passender Begriff dafür) handelt. Ich schließe mich dabei zwar Sir Damian an, davon sollte man nicht auf die Geschichte schließen, trotzdem finde es das nicht okay und daher auch nennenswert.
Zu der Geschichte "Eiszeit in Entenhausen": Hier habe ich mich in der Tat gewundert, dass sie doch eher gut bei euch wegkam. Klar, die Geschichte hat viele absolut witzige Dialoge, aber die Handlung leidet doch sehr unter diesem mir teilweise zu schrägen und absurdem Humor. Gerade die Szene mit Phantomias fand ich unglaublich schlecht, ebenso wie fast alle anderen Schlüsselstellen, die eigentlich interessant und spannend sein sollten. So gesehen war die Geschichte zwar witzig, mehr aber auch nicht. Für mich nur enttäuschend.
Die Kritik an der Flemming Andersen-Geschichte kann ich teilweise durchaus nachvollziehen. Trotzdem: Donalds Verhalten ist hier eigentlich nicht groß zu kritisieren, im Gegenteil, nach den vielen Langweiler-Donald-Geschichten davor, hat es mir Spaß gemacht, ihn endlich wieder als den Donald zu sehen, der er eigentlich ist. Dazu gehört Eifersucht (in diesem Fall auch seine Neffen), ebenso wie übermäßige Wut, die hier natürlich zu einer vielleicht etwas übertriebenen Maßnahme führt. Die Darstellung von Donalds "Meteoritenangriff" ist natürlich übertrieben dargestellt, aber gerade das lese ich manchmal auch ganz gerne, die Zeichnungen passen bestens dazu. Und am Ende wird Donald mit dem Meteor, den er auf den Kopf (bzw. auf den Eimer auf dem Kopf) bekommt auch nicht nur belohnt. Die Szene war wirklich witzig, die Geschichte hat mir echt bestens gefallen.
Aber hier sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können - und das ist auch gut so Fröhlich
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#14
Ich hab's auch mal wieder gekauft, das LTB - und habe es nicht bereut.
Ich fand diesmal sogar das sog. Kurzfutter (Phantomias, Panzerknacker, Daisys Tagebuch) nicht mal schlecht - vor allem Panzerknacker auf Abwegen fand ich ganz reizvoll, nicht zuletzt dank DelContes schönen Zeichnungen.
Nur eine einzige Geschichte fiel m.E. qualitativ komplett aus dem Rahmen: Glühende Grüsse aus dem All: Unausgegoren, unglaubwürdig (eine ganze Menschenmasse lässt sich von dämlichen Pappmachée-Kometen täuschen?), grausig gezeichnet, mit einem Donald, der sich wie ein Idiot verhält... Auf sowas kann ich gut verzichten!
Eiszeit in Entenhausen gefällt mir dagegen ausgezeichnet - eine richtige Wohltat, da sich Fausto Vitaliano abseits der ausgetrampelten Pfade traut. Was er da abliefert, ist teilweise so richtig erfrischend komisch und neu. Ich hab' mich durchs Band amüsiert und keinen Moment gelangweilt. Schön zu hören, dass von Fausto Vitaliano nach einer längeren Pause im italienischen Topolino jetzt wieder eine neue Disney-Geschichte erscheint!
Goofy und der Glücksstrahl gefällt mir sogar noch besser! Wunderbar, mit wieviel Liebe zum Detail Casty arbeitet - nur schon Mickys Verkleidungen, als er Goofys neuen Freund beschattet, sind grandios - zumal sie zusätzlich als Reminiszenzen an frühere Micky-Auftritte funktionieren. Das gefällt mir so bei Casty: Man spürt die Liebe, die er für seine Figuren empfindet. Darüberhinaus weiss er meisterhaft, Geschichten zu konstruieren! Dies ist eine seiner schönsten.
Weibliche Konkurrenz fand ich sehr schön, hätte aber von Faraci etwas mehr erwartet. Toll, wie er bestimmte Handlungsstränge parallel führt - aber das kennt man inzwischen; neu ist hier höchstens die Idee, und die haut voll hin!
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#15
(10.02.2014, 18:23)FAB schrieb: Gerade die Szene mit Phantomias fand ich unglaublich schlecht, ebenso wie fast alle anderen Schlüsselstellen, die eigentlich interessant und spannend sein sollten. So gesehen war die Geschichte zwar witzig, mehr aber auch nicht. Für mich nur enttäuschend.
Wie gesagt, bei der Geschichte kann man schon unterschiedlicher Meinung sein. Ich fand halt gerade dadurch, dass mit der Erwartungshaltung des Lesers gebrochen wird, die Geschichte so bemerkenswert. Und das kommt in der Phantomias-Szene sehr gut zur Geltung. Nochmal im Detail, in der Rezension wollte ich das nicht so genau ausführen: Auf Seite 24 stapft Donald im ersten Panel von den anderen weg und sagt, gut hörbar, "Es hängt wieder alles an mir." Im nächsten Bild fragt ihn Dagobert, wo er hin will, während Donald - zu wem auch immer - sagt "Nur gut, dass ich auch mein Notfallköfferchen eingepackt habe" und reckt den Koffer mit der Phantomias-Verkleidung gut sichtbar für die anderen in die Höhe. Spätestens im dritten Panel, als Phantomias dann schon komplett umgezogen erscheint, ist die Verwirrung komplett. An dieser Stelle wurde mir dann auch klar, dass diese in nur drei Panels gestraffte Verwandlung von Vitaliano und Gervasio beabsichtigt ist und sie damit die Figur Phantomias parodieren: Normalerweise macht Donald ein Riesen-Bohei um seine Superhelden-Identität, diesmal ist es ihm völlig gleich, ob er entdeckt wird oder nicht. Im vierten Panel macht sich Vitaliano schließlich über die anderen Figuren lustig, die in den Phantomias-Geschichten stets unfähig sind, 1 und 1 zusammenzuzählen. Mit den Fragen "Wo kommst du plötzlich her?", "Wer hat dich gerufen?", "Und wo ist Donald plötzlich abgeblieben?" treibt Vitaliano dieses Phänomen auf die Spitze. Nachdem Phantomias dann die Schurken ausgeschaltet hat (mit einem schönen Seitenhieb auf die abgedroschene Superman-Szene), gibt er in lässiger Art und Weise eine Runde Vergall-Pillen aus, die in den Phantomias-Geschichten am Ende oft als Lösung für alles daherkommen.
Ich fand diesen dreiseitigen Auftritt - wohl einer der kürzesten von Phantomias überhaupt - wirklich klasse, eine geniale Parodie auf Phantomias - eine Figur, deren Geschichten leider oft in zu starren Mustern abläuft.
Klar muss man diese Form des Humors mögen und vielleicht kann man die Szene auch nur dann schätzen, wenn man schon eine gewisse Anzahl an Phantomias-Geschichten gelesen hat. Das nur zur Erklärung, warum sie mir persönlich besonders gut gefallen hat. Zwinkern

Zitat:Trotzdem: Donalds Verhalten ist hier eigentlich nicht groß zu kritisieren, im Gegenteil, nach den vielen Langweiler-Donald-Geschichten davor, hat es mir Spaß gemacht, ihn endlich wieder als den Donald zu sehen, der er eigentlich ist.
Da könnte meine Meinung kaum gegenteiliger sein: Gerade so ist Donald eben nicht. In dieser Geschichte tritt Donald als totaler Vollidiot auf. Das ist er bei Barks nicht. Bei Barks ist er nicht unbedingt dumm, sondern einfach nur eine Person, die sich selbst überschätzt und sich so in Situationen (häufig Wettkämpfe) bringt, in denen er schließlich zum Scheitern verurteilt ist. Es ist richtig, dass Donald bei Barks durchaus auch unfair spielt. Aber auf die Idee, dass Donald mit brennenden Pappmaschee-Kugeln auf Daisy, seine Neffen und fremde Leute schießt, wäre Barks niemals gekommen. Das ist einfach nur ein brutaler, rücksichtloser "Kaschperl-Donald", ein Vollhonk, der mit meiner Vorstellung der Figur nichts mehr zu tun hat. Dass Donald für sein asoziales Verhalten dann am Ende noch als Held gefeiert wird, setzt dem ganzen die Krone (oder eher den Eimer) auf.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#16
Tatsächlich stellt sich ja die gesamte Geschichte "Eiszeit in Entenhausen" als Parodie seiner selbst dar, die dadurch natürlich völlig an Glaubwürdigkeit und Spannung verliert. Standartmotive verschiedener Geschichten, sowie alle Charaktere werden mit voller Absicht als Stereotypen dargestellt. Das zu lesen ist stellenweise witzig, aber eine interessante Geschichte ist das nicht. Im Gegenteil: Von einer Geschichte dieser Länge wünsche ich mir, dass der Autor es eben besser macht, als seine zahlreichen Kollegen, die er hier ein wenig "veräppelt". Hier werden viele Motive der Disney-Comics lächerlich gemacht, und das nicht am Rande sondern in mitten der Handlung, wie bei Phantomias in einer der Schlüsselszenen.
Das kann man als genialen, absurden Humor bezeichnen, ich selbst finde es eher schwach.

Nochmal zu der Andersen-Geschichte:
Ich habe ja selbst gesagt, dass das ganze Szenario am Ende, typisch für dieses Autoren-Team, völlig ausartet.
Natürlich, der Donald, wie wir ihn von Barks kennen, hätte nicht so übertrieben gehandelt. Aber ab und zu lese ich solche, sehr abgedrehten Storys, wie man sie bei fast allen Andersen-Geschichten findet, auch mal ganz gerne. Zumindest lieber als den langweiler-Donald oder den Phantomias-Donald, wie ich ihn sonst im LTB zu lesen bekomme.
Mit den Barks-Geschichten ist so etwas schwer zu vergleichen, für das LTB aber, ist die Geschichte meiner Meinung nach als durchaus gut zu bewerten.
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#17
Dann hier auch mal kurz meine Rangliste der Geschichten:

Platz 1: Eiszeit in Entenhausen - Schöne lange (Episoden)Geschichte mit leicht belehrenden Ton. Nette Figurenkonstellation.

Platz 2: Ein ganz fieser Trick - Nette, kurzweilige Phantomias (oder Gundel?) Story, die mal wieder etwas Pep in die altbekannten Schmatz bringt.

Platz 3: Weibliche Konkurrenz - Gute Idee dieser Ganovengeschlechterkampf, auch wenn vorhersehbar.

ebenfalls Platz 3: Die Liebe kommt, die Liebe geht ... - Endlich wird der Frauenwelt mal klar, was für ein toller Hecht Donald ist! Zwinkern

Platz 4: Panzerknacker auf Abwegen - Endlich mal ein (kleines) Happyend für die Knacker.

Platz 5: Vereiste Lebensgeister - guter Gag!

Platz 6: Goofy und der Glücksstrahl - Von der Story hatte ich mir mehr versprochen. Aber Goofy gefällt mir hier überhaupt nicht. Er ist einfach zu ... Smart. Die ganze Geschichte wirkt nicht wirklich überzeugend, und ist leider auch sofort durchschaubar, wer hier das Glück "gepachtet" hat.

Platz 7: Glühende Grüße aus dem All - Dämlich! Nervig! So will ich nie wieder eine Donald Geschichte sehen. *Würg*
Wer good smeert de good föhrt.
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#18
Liebes Jung- und Altvolk! Jetzt habe ich aufgrund der hier und im CF getätigten, auffällig zahlreichen und eloquenten Wortmeldungen zu diesem LTB mir selbiges auch spontan besorgt; ausschlaggebend war letztlich der Scarpa. Wehe, es ist nicht (halb) gut!
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#19
Ich bin auch FABs Meinung was die letzte Geschichte betrifft:

Das LTB lässt sich sehr schlecht mit Barks vergleichen und ich finde auch nicht, dass man so etwas tun sollte.
Jeder Autor und Zeichner hat sich im Laufe der Zeit sein eigenes Bild von Donald gemacht und ich finde es blöd, Donald nur von einer angeblichen "Standard"-Seite zu sehen, die natürlich Barks Version darstellt.
Die Geschichte ist zwar trotzdem ziemlich verrückt, aber ich denke ab und zu sind Geschichten, die Donald mal von einer etwas anderen Seite zeigen auch sehr interessant.
In diesem Sinne fand ich die Geschichte sehr amüsant und abwechslungsreich.
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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#20
Den Andersen sehe ich auch nicht ganz so kritisch. In der Charakterisierung teils bedenklich (nicht so eindeutig wie in anderen Werken der Autoren), aber allzu ernst kann ich das in dem hier gezeigten Ausmass nicht nehmen. Von daher bewegt sich diese Story für mich im Rahmen, aber vielleicht sollte ich mich da ja auch irren...Erstaunt

Ansonsten stimme ich der Rezension vor allem den ersten beiden Geschichten zu. Die kurze Phantomias-Szene kann verwirrend sein, aber eigentlich lässt sie sich nur als Parodie lesen - wobei ich ebenfalls denke, dass solche Sequenzen von Vitaliano schon spritziger und, sagen wir, eindeutiger umgesetzt wurden.
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