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[LTB] LTB 497 - Ich bin dann mal weg!
#1
Hallo,
Am 15.August 2017 erscheint Ltb 497  Ich bin dann mal weg !


http://www.comicschau.de/2017/07/14/vorschau-022017-2/

Den Titel habe ich von Comicschau.de
ZwinkernViel Glück
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#2
Der Inhalt des am 15.08. erscheinenden LTB 497:

Umsonst unterwegs
Story: Carlo Panaro , Zeichnungen: Mario Ferracina

Nicht witzig!
Story:  Casty , Zeichnungen: Marco Mazzarello
Super! Ein Casty, aber wohl kein besonderer...

Im Netz der Lügen
Story: Augusto Macchetto , Zeichnungen: Paolo Mottura
Die Phantomias-Story in diesem Band. 29 Seiten

Gundel – wie verhext: Die falsche Wahl
Story: Riccardo Secchi , Zeichnungen: Francesco Barbieri
Einseiter... Zynik

Kampf dem Kleingeld
Story: Alberto Savini , Zeichnungen: Valerio Held

Der Turban des Taklers
Story: Sergio Tulipano , Zeichnungen: Francesco D'Ippolito

Mit einem Happs
Story: Stefano Ambrosio , Zeichnungen: Andrea Ferraris
30 Seiten Supergoof

O.M.A.: Geistreich
Story: Byron Erickson , Zeichnungen: Flemming Andersen
Neuer Teil der O.M.A.-Serie

Sieh mich nicht so an!
Story: Vito Stabile , Zeichnungen: Federico Bertolucci

Duell um die Spitze
Story: Carlo Panaro , Zeichnungen: Ottavio Panaro
Schon die vierte lange Story von Panaro in diesem Jahr (LTB 489, 494, 496 und 497)! Diese waren alle sehr gut. Sieht für mich nach dem Highlight in diesem Band aus!

Schaue dir die Titelseiten an!
Donald-Phantomias
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#3
Bisher sind die Geschichten schön.
Wer hat dieses Ltb schon ? Und was ist alles ganz hinten auf der Vorschau ? Und wie sind die Geschichten ?
ZwinkernViel Glück
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#4
Ich habe den Band erst gestern und heute morgen lesen können, weil ich davor noch unterwegs war... Trotzdem schreibe ich jetzt schon eine Mini-Rezi dazu:

Umsonst unterwegs
Ein Duell zwischen Neffe und Onkel ist mal etwas neues und auch ganz okay umgesetzt. Gut

Nicht witzig
Hier kann ich nur NRW-Radler zitieren (auch wenn er eine andere Story meinte....):
Zitat:Vielleicht sind wir einfach von besseren Casty-Geschichten verwöhnt.

Im Vergleich zu Castys epischen Geschichten (, die ich gar nicht alle aufzählen kann) ist das hier ein Witz. Aber wenn man sich Maus-Storys von anderen Autoren anschaut, ist diese sogar gut! Es ist lustig zu sehen, wie der normalerweise so ernste Micky als Clown dargestellt wird. In dieser Geschichte kann man also wirklich "Kaschperlmicky" sagen..  Greenie  Frech

Im Netz der Lügen
Eine Geschichte über Fake-News. Finde gut, dass dieses Thema im LTB aufgegriffen wird... Die Story erinnert etwas an eine Episode von PKNA... (https://inducks.org/story.php?c=I+PKNA++2-1) Die Zeichnungen von Mottura mag ich persönlich nicht so gerne, aber für die Geschichte springt von mir ein weiteres gut raus...

Gundel - Wie verhext: Die falsche Wahl
Ich habe kurz geschmunzelt...

Kampf dem Kleingeld
Sah anfangs wie eine normale durchschnittliche Geschichte aus... Aber es wurde anders:

Spoiler:
Dussel und viele weitere Entenhausener beschweren sich, dass Dagobert den Milchpreis um 1 Kreuzer erhöht hat und man immer 99 Kreuzer zurück bekommt, wenn man eine Flasche kauft. Deshalb startet er eine Demonstration, dass eine "Taler und eins"-Münze eingeführt wird...

Dussel ist in dieser Story wahnsinnig zielstrebig. Diese Geschichte ist echt gelungen! Top

Mit einem Happs
Außer dem Zitat schreibe ich nichts:
Spectaculus (CF) schrieb:Eine Mixtur aus Castys "verschwundenem Mond" (ME 6) und der "Galaktische Feinschmecker" (LTB 454), allerdings mit Supergoof.

Mittel+

Geistreich
Das ist die wohl beste O.M.A.-Geschichte (, von denen, die ich kenne)! Gute Auflösung und auch Dagobert ist mal mit dabei... Top-

Sieh mich nicht so an!
4 Seiten ohne Text. Beim ersten Lesen noch ein wenig lustig aber schließlich doch nur Mittelmäßig+

Duell um die Spitze
Ich hätte etwas mehr von Panaro erwartet, nach seinen so guten Storys in LTB 489, 494 und 496. Aber für ein gut+ hat es klar gereicht!


Das war jetzt nicht die lange Rezi, aber ich wollte trotzdem kurz meine Meinung zusammen fassen!
Donald-Phantomias
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#5
In der Geschichte Mit einem Happs kam nach Ltb 490 wieder eine Supergoofy Geschichte. Am Anfang sah die Geschichte wie eine Supergoofy wie bisher immer. Doch dann wurde sie etwas besser.







Das war meine Repezetion zu dieser Geschichte.
ZwinkernViel Glück
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#6
(24.08.2017, 11:52)Donald-Phantomias schrieb: Ich habe den Band erst gestern und heute morgen lesen können, weil ich davor noch unterwegs war... Trotzdem schreibe ich jetzt schon eine Mini-Rezi dazu:

Umsonst unterwegs
Ein Duell zwischen Neffe und Onkel ist mal etwas neues und auch ganz okay umgesetzt. Gut

Nicht witzig
Hier kann ich nur NRW-Radler zitieren (auch wenn er eine andere Story meinte....):
Zitat:Vielleicht sind wir einfach von besseren Casty-Geschichten verwöhnt.

Im Vergleich zu Castys epischen Geschichten (, die ich gar nicht alle aufzählen kann) ist das hier ein Witz. Aber wenn man sich Maus-Storys von anderen Autoren anschaut, ist diese sogar gut! Es ist lustig zu sehen, wie der normalerweise so ernste Micky als Clown dargestellt wird. In dieser Geschichte kann man also wirklich "Kaschperlmicky" sagen..  Greenie  Frech

Im Netz der Lügen
Eine Geschichte über Fake-News. Finde gut, dass dieses Thema im LTB aufgegriffen wird... Die Story erinnert etwas an eine Episode von PKNA... (https://inducks.org/story.php?c=I+PKNA++2-1) Die Zeichnungen von Mottura mag ich persönlich nicht so gerne, aber für die Geschichte springt von mir ein weiteres gut raus...

Gundel - Wie verhext: Die falsche Wahl
Ich habe kurz geschmunzelt...

Kampf dem Kleingeld
Sah anfangs wie eine normale durchschnittliche Geschichte aus... Aber es wurde anders:

Spoiler:
Dussel und viele weitere Entenhausener beschweren sich, dass Dagobert den Milchpreis um 1 Kreuzer erhöht hat und man immer 99 Kreuzer zurück bekommt, wenn man eine Flasche kauft. Deshalb startet er eine Demonstration, dass eine "Taler und eins"-Münze eingeführt wird...

Dussel ist in dieser Story wahnsinnig zielstrebig. Diese Geschichte ist echt gelungen! Top

Mit einem Happs
Außer dem Zitat schreibe ich nichts:
Spectaculus (CF) schrieb:Eine Mixtur aus Castys "verschwundenem Mond" (ME 6) und der "Galaktische Feinschmecker" (LTB 454), allerdings mit Supergoof.

Mittel+

Geistreich
Das ist die wohl beste O.M.A.-Geschichte (, von denen, die ich kenne)! Gute Auflösung und auch Dagobert ist mal mit dabei... Top-

Sieh mich nicht so an!
4 Seiten ohne Text. Beim ersten Lesen noch ein wenig lustig aber schließlich doch nur Mittelmäßig+

Duell um die Spitze
Ich hätte etwas mehr von Panaro erwartet, nach seinen so guten Storys in LTB 489, 494 und 496. Aber für ein gut+ hat es klar gereicht!


Das war jetzt nicht die lange Rezi, aber ich wollte trotzdem kurz meine Meinung zusammen fassen!

Aha, da hat jemand meine Rezension gelesen! Genau, an ebendiese PKNA-Episode ("Zwei") habe ich auch denken müssen. Auch ansonsten sind wir weitgehend auf einer Linie. Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass "Nicht witzig" als Beitrag zur Diskussion rund um Micky gedacht ist - Erbsenzähler versus Kaschperl. Ich erinnere nur an die berühmt-berüchtigte rote Hose, die bei "Gefangen in der Dimension der Schatten" in Mickys Schrank hängt  Greenie
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#7
(24.08.2017, 11:52)Donald-Phantomias schrieb: Nicht witzig
Hier kann ich nur NRW-Radler zitieren (auch wenn er eine andere Story meinte....):
Zitat:Vielleicht sind wir einfach von besseren Casty-Geschichten verwöhnt.

Im Vergleich zu Castys epischen Geschichten (, die ich gar nicht alle aufzählen kann) ist das hier ein Witz. Aber wenn man sich Maus-Storys von anderen Autoren anschaut, ist diese sogar gut! Es ist lustig zu sehen, wie der normalerweise so ernste Micky als Clown dargestellt wird. In dieser Geschichte kann man also wirklich "Kaschperlmicky" sagen..  Greenie  Frech
Zitat:
Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass "Nicht witzig" als Beitrag zur Diskussion rund um Micky gedacht ist - Erbsenzähler versus Kaschperl. Ich erinnere nur an die berühmt-berüchtigte rote Hose, die bei "Gefangen in der Dimension der Schatten" in Mickys Schrank hängt  Greenie

Mich würde der Inhalt dieser Geschichte interessieren, wäre jemand so nett und würde die Geschichte für mich ml zusammensassen?
Was ich sonst noch sagen könnte: Um eine "Kaschperlgeschichte", wie ihr sie nennt, kann es sich nicht handeln, denn so bezeichnet man (d. h. alle außer ich) Egmont-Geschichten, in denen Micky in einer kurzen roten Hose rumwatschelt und sich kindlich benimmt. Und was die chicen roten Shorts in "Gefangen inder Dimension der Schtatten" angeht: Ich glaube, das ist eher eine Anspielung an Altmeister Gottfredson, der ja neben Scarpa Castys größtes Vorbild ist. Und in Gottfredsons Kurze-Hosen-Micky-Geschichten benimmt sich Micky enorm menschlich. Noch etwas: In den meisten Casty-Geschichten verhält sich Micky so wie in den Kurze-Hosen-Comics von bspw. Erickson.
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#8
Das war ja nur ein Gag, aber wie ich das meine schreibe ich in der Zusammenfassung:

Spoiler:
Mortimer Maus ist mal wieder von der Partie. Mit seinen Witzen begeistert er alle. Micky versucht mitzuhalten, aber sein Humor kommt überhaupt nicht an. Das macht ihn sauer und er verschwindet mit Minnie. Sie findet seinen Grießgram unausstehlich und zusammen gehen sie zu einem Zauberer. Micky allerdings behauptet, dass Magie nur Schwindel und Humbug sind. Deshalb wird er mit einem Fluch belegt, der ihm zum Clown. Durchgehend reißt er Witze. Anfangs findet er das gut später weniger... So "besucht" er den Zauberer noch einmal und dieser klärt ihn, nach einer Entschuldigung, auf, dass der Fluch nur bis zum Abend hält. Allerdings hat Minnie ihn für einen Witzewettbewerb am Abend eingeladen. Wird der Fluch noch bis zum Ende der Show halten?
Donald-Phantomias
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#9
(24.08.2017, 11:52)Donald-Phantomias schrieb: Geistreich
Das ist die wohl beste O.M.A.-Geschichte (, von denen, die ich kenne)! Gute Auflösung und auch Dagobert ist mal mit dabei... Top-

Oh, dann kennst du wohl nicht sehr viele der O.M.A.-Geschichten, denn unsere Meinungen zu "Geistreich" gehen ziemlich außeinander.
Ich finde, es handelt sich um eine der schlechtesten Episoden der Serie. Die Geschichte ist einfallslos, kaum lustig und verzichtet auf den typischen OMA-Humor.

Gerade die älteren Geschichten haben Donald und Dussel immer in eine neue, frische Beziehung bei der OMA eingebracht; denn meistens war Dussel auf seine Art und Weise Donald überlegen und hatte im entscheidenen Moment den Durchblick. Zwar bin ich anfangs auch nicht der größte Fan der Reihe gewesen, konnte mich aber grundsätzlich für die Figuren und die Grundidee (Donald und Dussel in einer geheimen Organisation zur Monsterabwehr) begeistern. Am meisten zaubert mit Agent Huja ein Lächeln aufs Gesicht, von dem man heute kaum noch etwas sieht. Es ist immer klasse, wenn die Agenten Entenhausen verlassen und an anderen Orten auf der Welt dort heimische Monster bekämpfen. Oft hat man versucht, pseudowissenschaftliche Ansätze für die Erklärungen und Hintergründe der Monster einzubauen (zB das Ektoplasma). Meiner Meinung nach müssen solche Erklärungen nicht in der Realität absolut logisch sein, aber zumindest im Kontext der Story nachvollziehbar gestrickt. Daran fehlt es den neueren OMA-Geschichten immer mehr und ich bin überzeugt, würde man mal andere Künstler ans Werk lassen und der OMA vielleicht einmal 70, 80 oder 100 Seiten lassen, könnte man auch ein spannendes Abenteuer erzählen.

Von daher kann ich dir nur den Tipp geben, dir einmal LTB 290, 296 und 315 etc zuzulegen.
»Manners. Maketh. Man.«
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#10
Und hier nun Entenfans Rezension:
http://www.fieselschweif.de/publikationen/ltb-497/1/

Leider bin ich da mit ihm einer Meinung, auch dieser Sommerband ist sehr schwach. Auch wenn Entenfan es schon angesprochen hat, muss ich nochmal betonen, wie unfassbar vorhersehbar die O.M.A.-Geschichte ist. Das Ende wird auf der fünften Seite verraten und ich habe mic gefragt, ob man diese Vorhersehbarkeit dann wenigstens noch irgendwie ironisiert. Leider aber nicht, generell ist diese Episode ewig langgezogen mit viel unnötigem Dialog. Hätte man wirklich auch auf zehn Seiten erzählen können.
Am besten fand ich auch noch die Casty-Geschichte, die tatsächlich überhaupt nicht witzig ist, aber eben ein interessantes Thema aufgreift und sich sozusagen mit Mickys Identität beschäftigt. Die Phantomias-Geschichte hatte auch einen interessanten, gesellschaftskritischen Ansatz, auch mir war das trotz Motturas zeichnerischer Leistung viel zu abstrakt, sodass es sich doch so angefühlt hat, als ob es am eigentlichen Thema vorbeigeht.
Die Taler-und-eins-Geschichte ist wirklich sehr, sehr unlogisch und absurd - vielleicht hätte sie sogar mit einem anderen Zeichner besser funktioniert. Auch wenn es nur ein Randaspekt ist, finde ich das Frauenbild in der Geschichte (in Form von der Frau des Vizebürgermeisters) ein bisschen fragwürdig.
Bei der Abschluss-Geschichte fand ich ebenfalls das Ende völlig unpassend und aufgesetzt. Abgesehen davon:
Spoiler:
Ist das Ende nicht erst recht eine Demütigung von Wayne Bankett? So nach dem Motto "Ah, ok, ich bin also ein Loser und kann Dagobert nicht schlagen, aber, yeah, er hat mich wenigstens einmal gewinnen lassen!"

Zu allen anderen Geschichten fällt mir jetzt gar nichts ein. Gott sei Dank hat man noch die beiden Weltraum-Geschichten von 1999 und 2003 nachgereicht, das wäre natürlich tragisch gewesen, wenn wir die verpasst hätten.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#11
Kampf dem Kleingeld hat mir im Gegensatz zu Deiner Kritik sehr gut gefallen. Eine kluge und amüsante Dussel Geschichte, die nicht nervig, sondern im Gegenteil eher sympathisch war. Ansonsten finde ich, dass du bei Deiner Kritik etwas zu negativ warst, aber über das Mittelmaß kommt der Band trotzdem nicht für mich hinaus. Ich warte jetzt schon seit längerer Zeit auf eine Geschichte, an die ich mich auch nach zwei Wochen noch erinnern werde. Hoffentlich haben da 499 und 500 einige Kandidaten im Gepäck...
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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#12
(25.08.2017, 11:52)Floyd Moneysac schrieb:
(24.08.2017, 11:52)Donald-Phantomias schrieb: Nicht witzig
Hier kann ich nur NRW-Radler zitieren (auch wenn er eine andere Story meinte....):
Zitat:Vielleicht sind wir einfach von besseren Casty-Geschichten verwöhnt.

Im Vergleich zu Castys epischen Geschichten (, die ich gar nicht alle aufzählen kann) ist das hier ein Witz. Aber wenn man sich Maus-Storys von anderen Autoren anschaut, ist diese sogar gut! Es ist lustig zu sehen, wie der normalerweise so ernste Micky als Clown dargestellt wird. In dieser Geschichte kann man also wirklich "Kaschperlmicky" sagen..  Greenie  Frech

Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass "Nicht witzig" als Beitrag zur Diskussion rund um Micky gedacht ist - Erbsenzähler versus Kaschperl. Ich erinnere nur an die berühmt-berüchtigte rote Hose, die bei "Gefangen in der Dimension der Schatten" in Mickys Schrank hängt  Greenie

Mich würde der Inhalt dieser Geschichte interessieren, wäre jemand so nett und würde die Geschichte für mich ml zusammensassen?
Was ich sonst noch sagen könnte: Um eine "Kaschperlgeschichte", wie ihr sie nennt, kann es sich nicht handeln, denn so bezeichnet man (d. h. alle außer ich) Egmont-Geschichten, in denen Micky in einer kurzen roten Hose rumwatschelt und sich kindlich benimmt. Und was die chicen roten Shorts in "Gefangen inder Dimension der Schtatten" angeht: Ich glaube, das ist eher eine Anspielung an Altmeister Gottfredson, der ja neben Scarpa Castys größtes Vorbild ist. Und in Gottfredsons Kurze-Hosen-Micky-Geschichten benimmt sich Micky enorm menschlich. Noch etwas: In den meisten Casty-Geschichten verhält sich Micky so wie in den Kurze-Hosen-Comics von bspw. Erickson.
Ich kenne nur zwei Micky-Comics von Erickson (einer davon mit langen Hosen), diese sind aber um Längen besser als alle anderen dänischen Versuche im LTB-Format. Dennoch finde ich nicht, dass der Erickson-Micky und der Casty-Micky sich gleich verhalten. Casty schließt eher an Scarpa an, Erickson eher an Gottfredson. Aber mit beiden Varianten komme ich gut klar.

Casty ist durchaus im Bilde, was die Diskussionen rund um Mickys Charakter angeht. Er war ja mal im Comicforum aktiv und hat da auch ein bisschen seine Meinung zu den dänischen Geschichten kundgetan bzw. die enorme Ablehnung der infantilen neuen Kurzhosencomics mitbekommen. Neben "Nicht witzig!" enthält auch "Rebellion der Textkästchen" (eine unglaubliche Geschichte übrigens) derartige Anspielungen. (Nachdem alle bereits irre herumalbern: Micky:"Ich warte darauf, dass mir etwas Sinnloses einfällt" - Professor:"Wie kann man nur so verbissen ernst sein?" - Karlo:"Er ist und bleibt halt ein Erbsenzähler" Zwinkern ) Insofern deute ich die rote Hose in der Atömchen-Geschichte (oder vielleicht auch "Der Herr der Tiefsee") als augenzwinkernden Kommentar in Richtung derer, die unbedingt an Mickys Charakter herumdoktern wollen.

Zum Inhalt: 

Micky und Minni treffen beim Kirmes Mortimer, der mit seinen Witzen sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und mit Minni flirtet. Micky ist davon genervt, woraufhin Minni meint, er solle etwas gegen seine "Muffeligkeit" unternehmen. Minni schleppt Micky zu einem Zauberer, der Micky ebenfalls eine "Aura der Griesgrämigkeit" unterstellt und ihn 'verflucht'. Minni ist begeistert, Micky merkt erst mal gar nix, wandelt sich aber langsam zu einem Scherzbold, der ständig ungewollt Witze reißt. Erst genießt Micky die neue Aufmerksamkeit und das Wohlwollen (z.B. in Minnis Club), dann nimmt das Ganze aber solche Ausmaße an, dass z.B. Kater Karlo entkommt, weil Micky die Polizisten mit einem Witz abgelenkt hat. Micky geht zu dem Zauberer und entschuldigt sich, der erklärt ihm, dass der Fluch in ein paar Stunden enden wird. Doch Minni hat Micky bereits bei der Fernsehsendung "Die ultimative Ulknudel" angemeldet - und dort ist auch Mortimer wieder mit dabei...

In gewisser Weise (wie NRW-Radler im CF auch geschrieben hat) dekliniert Casty hier beide Extreme des maus'schen Charakters durch: Erst mürrische Spaßbremse, dann unkontrollierter Witzbold.

PS habe DP's Spoiler nicht gesehen. Aber unsere Zusammenfassungen sind ja fast identisch ;)
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#13
(06.09.2017, 13:40)Spectaculus schrieb: Casty ist durchaus im Bilde, was die Diskussionen rund um Mickys Charakter angeht. Er war ja mal im Comicforum aktiv und hat da auch ein bisschen seine Meinung zu den dänischen Geschichten kundgetan bzw. die enorme Ablehnung der infantilen neuen Kurzhosencomics mitbekommen.

Wirklich? Wo denn??

“Nothing is important, so people, realising that, should get on with their lives, go mad, take their clothes off, jump in the canal, jump into one of those supermarket trolleys, race around the supermarket and steal Mars bars and kiss kittens.” (Morrissey)
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#14
(06.09.2017, 14:48)Primus schrieb:
(06.09.2017, 13:40)Spectaculus schrieb: Casty ist durchaus im Bilde, was die Diskussionen rund um Mickys Charakter angeht. Er war ja mal im Comicforum aktiv und hat da auch ein bisschen seine Meinung zu den dänischen Geschichten kundgetan bzw. die enorme Ablehnung der infantilen neuen Kurzhosencomics mitbekommen.

Wirklich? Wo denn??

v.a. in diesem Thread: http://www.comicforum.de/showthread.php?...den-Sommer
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#15
(06.09.2017, 13:40)Spectaculus schrieb: Ich kenne nur zwei Micky-Comics von Erickson (einer davon mit langen Hosen), diese sind aber um Längen besser als alle anderen dänischen Versuche im LTB-Format.
Ich finde, dass sehr viele andere vierreihige Egmont-Micky-Geschichten recht hohes Niveau haben. Mir kommt es irgendwie so vor, als ob Egmont-Künstler, wenn sie Dreireiher zeichnen/schreiben sollen, versuchen, sich an die Italio-Geschichten anzulehnen, was allerdings meistens nicht besonders gut klappt.

Zitat: Dennoch finde ich nicht, dass der Erickson-Micky und der Casty-Micky sich gleich verhalten. Casty schließt eher an Scarpa an, Erickson eher an Gottfredson. Aber mit beiden Varianten komme ich gut klar.

Gleich nicht, aber ähnlich. Der Erickson-Micky ähnelt sehr dem frühen (!) Gottfredson-Micky, auch wenn sein Benehmen ab und zu etwas gezwungen wirkt, der Casty-Micky benimmt sich so, wie eine Mischung aus dem Gottfredson- und Scarpa-Micky. Viel unreifer als bei Scarpa, aber trägt seine lange Hose und sein Hemd (... und kämmt sich auch nicht die Haare Zwinkern).

Zitat: Insofern deute ich die rote Hose in der Atömchen-Geschichte (oder vielleicht auch "Der Herr der Tiefsee") als augenzwinkernden Kommentar in Richtung derer, die unbedingt an Mickys Charakter herumdoktern wollen.
Das kann ich nicht wirklich glauben, in der ganzen Geschichte findet man niergends eine Stelle, an der sich Micky kindlich benimmt, ich bleibe bei meiner Meinung.

Und danke für die Zusammenfassung! Zwinkern
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#16
Kannst du auch ein Beispiel geben, inwiefern Micky sich bei Casty unreif bzw. unreifer als bei Scarpa benehmen sollte? Unreif bedeutet „jugendlich unerfahren, (intellektuell) nicht erwachsen“, beides trifft bei Casty nicht zu.
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#17
Als ich schrieb, dass Castys Micky unreifer als der von Scarpa ist, meinte ich, dass Scarpas reifer ist (also dass Castys auch reif sein kann, aber eben weniger als Scarpas), und nicht, dass sich Casty-Micky jugendlich unerfahren oder nicht erwachsen benimmt.
Als Beispiel nehme ich mal „Gefangen in der Dimension der Schatten“ aus Maus-Edition 5: Auf Seite 10 des Bandes lässt sich Micky von Kindern (!) sozusagen „austricksen“. Oder auf
Seite 24 wählt Micky ein/e so alberne Verkleidung/Kostüm, dass ihn jeder erkennen würde, wie es dann auch passiert. Bei Scapra wäre das anders.
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#18
(07.09.2017, 15:00)Floyd Moneysac schrieb: Als ich schrieb, dass Castys Micky unreifer als der von Scarpa ist, meinte ich, dass Scarpas reifer ist (also dass Castys auch reif sein kann, aber eben weniger als Scarpas), und nicht, dass sich Casty-Micky jugendlich unerfahren oder nicht erwachsen benimmt.
Als Beispiel nehme ich mal „Gefangen in der Dimension der Schatten“ aus Maus-Edition 5: Auf Seite 10 des Bandes lässt sich Micky von Kindern (!) sozusagen „austricksen“. Oder auf
Seite 24 wählt Micky ein/e so alberne Verkleidung/Kostüm, dass ihn jeder erkennen würde, wie es dann auch passiert. Bei Scapra wäre das anders.
Wobei es ja witzig ist, dass die erste Stelle eine 1:1-Kopie der Verfolgungsszene (praktisch Panel für Panel identisch!) aus "In der vierten Dimension" ist - bis zu dem Zeitpunkt, wo dann eines der Kinder ihm an die Schulter tippt. Bei der Verkleidung muss ich noch mal mit der Irokesenkette vergleichen, ob die dort besser geraten ist...

Ich meinte das mit der Hose auch eher so: Es ist gar nicht notwendig, Micky wieder optisch in seine Frühphase zurückfallen zu lassen (was von Egmont ja als Signal für den "Neustart" gedacht war), man muss nur gute Geschichten mit ihm schreiben. Es hat schon seinen Grund, warum die Hose im Schrank hängt, aber nicht benutzt wird. Nur weil sich der vollbekleidete Micky bei manchen Autoren (speziell dänischen vor Ericksons Eingreifen) etwas unleidlich benommen hat, heißt das noch lange nicht, dass man ihm als "Strafe" die Hose ausziehen muss   Frech

Ein Trenchcoat (á la Murry oder "Ein Fall für Micky") hängt übrigens nicht im Schrank!
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