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LTB 411 - Entenhausen Eiskalt!
#1
LTB 411 - Entenhausen EISKALT!

Da der alte Thread geschlossen wurde, aber der Band in wenigen Tagen erscheint und bei einigen Abonnenten schon angekommen ist, eröffne ich hiermit - hoffentlich richtig - den Thread erneut.
Die folgenden Angaben (außer dem letzten Punkt) sind von luke übernommen. Sie sind zudem auf lustige-taschenbuecher.de sowie auf der offiziellen Seite lustiges-taschenbuch.de zu finden. Das hier ist von der offiziellen Seite, die derzeit aber Neujahrspause macht.


Inhaltsverzeichnis:

Unerklärliche Funde
Gorm Transgaard (Story), Giorgio Cavazzano (Zeichnungen)

Strand im Schneesturm
Alberto Savini (Story), Giuseppe Dalla Santa (Zeichnungen)

Ein Held macht Kasse
Marco Bosco (Story), Giorgio Cavazzano (Zeichnungen)

Mit Bauernhof auf Reisen
Riccardo Pesce (Story), Salvatore Deiana (Zeichnungen)

Geheimnisse im Schnee
Carlo Panaro (Story), Sergio Asteriti (Zeichnungen)

Die Legende lebt
Bruno Concina und Marco Berti (Story), Giorgio Di Vita (Zeichnungen)

Skrupellose Sabotage
Gabriele Panini (Story), Marco Mazzarello (Zeichnungen)

Wie im richtigen Leben
Mark Shaw und Laura Shaw (Story), Antoni Bancells Pujadas (Zeichnungen)

Eisiges Gold
Rodolfo Cimino (Story), Giorgio Cavazzano (Zeichnungen)

Auf der richtigen Fährte
Carlo Gentina (Story), Carlo Limido (Zeichnungen)



Entenhausen EISKALT!

Eiskalt ist es im tiefsten Winter nicht nur draußen, wo messerscharfe Eiszapfen wie glitzernde Dolche an den Dachkanten dräuen. Noch eiseskälter als eh schon kommen einem in endlosen Schneelandschaften irgendwie auch jene zwielichtigen Gestalten vor, die ehrbaren Bürgern selbst zur Sommerszeit einen Frosthauch ums Herz wehen lassen würden. Deswegen lassen sich Micky und Goofy auch vorsichtshalber erst mal auf keinerlei Sperenzchen ein, als auf ihrem Rückweg vom Skiurlaub beim Tankstopp plötzlich ein Bewaffneter auf ihrem Rücksitz auftaucht und nach Bravemünde an die verschneite Küste gefahren zu werden fordert. Aber ist der Herr wirklich der eiskalte Bankräuber, als den ihn alsbald aus seinem vermeintlichen Heimatort herbeigeeilte Polizisten bezichtigen? Kühlen Kopf bewahren, Micky! – Selbiges möchte man auch Kommissar Hunter zurufen, der in den Winterferien ebenfalls das Ermitteln nicht lassen kann. Hauptverdächtige bei diesem Tiefschnee-Thriller um große Geldbeträge und noch größere Geheimnisse ist – seine Gattin! Na, wenn dieser Urlaub bei Hunters mal nicht frostig endet ...

Knackig kühler LTB-Lesespaß mit 10 eisigen Episoden!

Erscheinungsdatum
Erstauflage: 11.01.2011

Interessant:
Coverzeichnung
Giorgio Cavazzano (Körper)
Andrea Freccero (Kopf)

Kommt euch der Kopf bekannt vor?
[Bild: dmnf-1h.png]

Ich habe den Band persönlich noch nicht, weiß aber auch nicht, ob ich ihn holen werde. Das Cover ist toll, der Inhalt scheint durchwachsen.

Next: 412 "Ausgezeichnet" kommt mit einer Jubiläumsstory von Andersen zum Fieselschweif daher. Cover: Freccero
[Bild: 343894.png]
Houston! We got a problem! Our computer just started burning!
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#2
(31.12.2010, 18:42)Pikkolo schrieb: [Bild: dmnf-1h.png]

Hm... Sieht fast nach einer Fotomontage aus.

<a href="http://www.wieistmeineip.de/cometo/?de"><img src="http://www.wieistmeineip.de/ip-adresse/?size=468x60" border="0" width="468" height="60" alt="IP" /></a>
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#3
Ja, das sieht nicht besonders gut zusammengestellt aus. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf dreimal Cavazzano - da sind immerhin gute Zeichnungen garantiert, Koproduktion klingt interessant, Phantomias wird bestimmt auch gut, bei der letzten Story stimmt immerhin das Thema. Und dann einfach noch die Hauptmaus von Dalla Santa, aber der Rest...
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#4
(31.12.2010, 19:55)BootsmannBottervogel schrieb:
(31.12.2010, 18:42)Pikkolo schrieb: [Bild: dmnf-1h.png]

Hm... Sieht fast nach einer Fotomontage aus.

Hm... Sieht fast nach dem gleichen Zeichner aus.

Frech

Also 3x Cavazzano, sonst keine Namen, die für gute Qualität stehen (eher genau das Gegenteil, siehe Bancells Augenrollen ) - sieht nicht besonders vielversprechend aus, aber ich lasse mich gerne positiv überraschen. Fröhlich
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#5
@ Pikkolo:
Ich fühle mich geehrt. Greenie

@ LTB 411:

Ich denke auch, dass dieses LTB eher durchwachsen wird.
Leider ist es bei mir (ich = LTB-Abonnent Greenie ) noch nicht angekommen.

So weit ich das sehe, kann man sich aber auf die drei Cavazzanos freuen.
Die Maus sieht aber auch sehr gut aus.
Na ja, lassen wir uns überraschen...

zum Cover:
Ich war letztendlich doch überrascht, dass auch ein wenig Cavazzano dabei ist.
Zuerst schien es so als wär es ein reiner Freccero.
Gab es eigentlich schon mal eine solche "Cover-Co-Produktion"?
[Bild: Dr8mAVE.png]
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#6
(01.01.2011, 23:22)Sir Donnerbold Duck schrieb: Leider ist es bei mir (ich = LTB-Abonnent Greenie ) noch nicht angekommen.

Bei mir auch nicht.
Und weißt du worandas liegt?
Heute ist Sonntag, gestern war Feiertag.
Außerdem erscheint das LTB noch gar nicht nächste Woche und somit wird es auch uns Abonennten vorenthalten.

Zum Buch:

Ich blicke mit gemischten Gefühlen auf die Inhaltsangabe:
Cavazzano und das gleich 3mal ist toll, aber Bancells zum Beispiel ist für mich einfach überflüssig.
Das Cover ist eigentlich recht nett, Fotomontage ist das aber nicht, auch wenn der Kopf sehr ähnlich aussieht.
Billy Talent - Turn your back

"Dumme Lichtkreaturen! Überall nur Kugeln, Tropfen und
Energiewolken. Wie kann ich ihnen das Hirn wegpusten,
wenn da gar keine Köpfe sind?"


Manche Fischer essen gerne Aal,
und manche Aale essen gerne Fischer.
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#7
Ich habe heute das Buch bekommen. Die Geschichten gefallen mir alle bis auf einige Außnahmen sehr gut. Besonders die erste und zweite Geschichte war klasse. Es gibt eine Micky Geschichte (sehr gut, mal wieder eine tolle Detektiv-Story), ansonsten ist das LTB durchwachsen ich würde keine Geschichte schlechter als 3 einstufen, und insgesamt gebe ich dem LTB eine 2.

Also insgesamt ein guter Start ins Jahr 2011, macht weiter so.
Geduld ist die Kunst nur langsam wütend zu werden
(Japanische Weisheit)
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#8
Sehr gut, durchwachsen, insgesamt gut....und das immer auf mehrere Geschichten bezogen, da blickt man ja nicht mehr durch, wie du es jetzt gefunden hast...Frech Egal, ich habs auf jeden Fall noch nicht bekommen.
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#9
(01.01.2011, 00:18)uncle scrooge schrieb:
(31.12.2010, 19:55)BootsmannBottervogel schrieb:
(31.12.2010, 18:42)Pikkolo schrieb: [Bild: dmnf-1h.png]

Hm... Sieht fast nach einer Fotomontage aus.

Hm... Sieht fast nach dem gleichen Zeichner aus.

Frech


[Bild: ew46-51.png]


Reicht dir das? Augenrollen
<a href="http://www.wieistmeineip.de/cometo/?de"><img src="http://www.wieistmeineip.de/ip-adresse/?size=468x60" border="0" width="468" height="60" alt="IP" /></a>
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#10
Der Auftakt zum LTB-Jahr 2011, die Ausgabe 411, steht nun zuende gelesen im Regal und wartet auf meine Bewertung.

Unerklärliche Funde:
Die Story würde ich am ehesten mit dem Ausdruck "ganz nett" bewerten. Sicherlich kein Highlight, aber auf jeden Fall besser als Mittelmaß. Cavazzanos Zeichnungen haben mir gut gefallen, insgesamt bewerte ich die Auftaktgeschichte mit 7/10 Punkten.

Strand im Schneesturm:
Hier sieht es ähnlich aus wie eben bei der ersten Geschichte. Auch hier haben mir die Zeichnungen gut gefallen, bei Dalla Santa mag ich allerdings nur die Mäuse, nicht die Ducks. Weil ich die Handlung hier allerdings besser fand, gibts 8/10 Punkten.

Ein Held macht Kasse:
Eigentlich, ja eigentlich, gar keine schlechte Story. Aber eben nur eigentlich. Das einzige, aber große, Problem hierbei war, dass Geschichten in dieser Art gefühlt schon einhundertmal im LTB vorkamen. Langsam reicht es mir damit. Wegen der guten Zeichnungen gibt es mit Bedenken noch 6/10 Punkten.

Mit Bauernhof auf Reisen:
Insgesamt fand ich die Story, auch wenn einige Details vielleicht nicht so gut waren, ziemlich witzig und gut. Auch hier kein Highlight, aber gut. Gleiches gilt ebefalls für die Zeichnungen, logischerweise vergebe ich hier 7/10 Punkten.

Geheimnisse im Schnee:
Diese Story hingegen war mir einfach zu kurz, weder besonders spannend, noch gerade lustig, ebenfalls waren die Zeichnungen nicht so schön, für mich die schlechteste Geschichte in diesem Band. 3/10 Punkten werden es hier nur.

Die Legende lebt:
Eine typische Durchschnittsgeschichte. Handlung durchschnittlich, Story durchschnittlich, Zeichnungen durchschnittlich. Und der Durchschnitt, der "gut" von "schlecht" trennt, sind bei mir 5/10 Punkten.

Skrupellose Sabotage:
Hier sieht es meiner Meinung nach ähnlich wie bei "Ein Held macht Kasse" aus. Die Story war nicht so schelcht, aber auch schon zu oft angeschnitten. Trotzdem eine nicht ganz so gute Bewertung, hier geben die Zeichnungen den Ausschlag. Von anderen Zeichnern wie Cavazzano kopieren kann ich wohl auch. 5/10 Punkten

Wie im richtigen Leben:
Die Idee mal eine andere, meiner Meinung nach wurde die auch gar nicht mal so schlecht, wenn man diese Story mit anderen von den Shaws vergleicht, umgesetzt. Für mich eine positive Überraschung. Die Zeichnungen sorgen allerdings noch für ein paar Minuspunkte. 6/10 Punkten

Eisiges Gold:
Meine Bewertung fällt hier ähnlich zu der von der ersten Geschichte aus. Auch hier eine ganz nette, aber eben nicht überragende, Story, dazu gute Zeichnungen mal wieder von Cavazzano, und deshalb, wer erinnert sich noch? Genau: 7/10 Punkten

Auf der richtigen Fährte:
"Steinige Zeiten" im letzten LTB fand ich ja auch ganz witzig, für die "Nachfolgestory" gilt in etwa das Gleiche. Die Idee nicht schlecht, aber hier Abzüge wegen der meiner Meinung nach schwachen Zeichnungen. Und weil eine "ganz witzige" Story noch nicht unbedingt "gut" bedeutet, "nur" 6/10 Punkten.

Durchschnittspunktzahl LTB 411: 6

Insgesamt also ein recht gelungener, aber nicht optimaler, Jahresauftakt 2011. Auf jeden Fall steigerungsfähig.
Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß - aber man kann es erreichen (Bob Kelso)
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#11
Zitat:Während es hier in Deutschland schon fast Frühling wird, ist in Entenhausen immer noch tiefster Winter. Zumindest deutet der Titel des neuen Lustigen Taschenbuchs ("Entenhausen EISKALT!"), das am vergangenen Dienstag seinen Weg in die Zeitschriftenregale gefunden hatte, darauf hin. In diesem ersten LTB des Jahres, welches erstaunlicherweise genauso [...]

Hier geht's zum Eintrag im Blog!
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#12
Hab einfach mal Band 409 und 410 ausgelassen und gleich mit Band 411 weitergemacht, den ich gerade zu Ende gelesen habe. Hier ein kurzer Überblick:

Es ging jedenfalls schon einmal sehr gut los. Die ersten drei Geschichten, nämlich "Unerklärliche Funde", "Strand im Schneesturm" und "Ein Held macht Kasse" haben mir alle gut gefallen und wussten zeichnerisch voll zu überzeugen, auch die Handlung fand ich bei allen drei Geschichten gut.
Das wars dann allerdings auch mit den guten Geschichten. Erwähnenswert sind höchstens noch "Skrupellose Sabotage", eine ganz lustige Dagobert-vs.-Klever-Geschichte, die mich aber nicht unbedingt vom Hocker haut, sowie "Eisiges Gold", eine von Cavazzano prima gezeichnete, solide, aber wenig spektakuläre Cimino-Schatzsuche.
Der Rest ist entweder total blödsinnig ("Wie im richtigen Leben"), schlecht gezeichnet und absolut LTB-unwürdig ("Geheimnisse im Schnee"), unrealistisch hoch drei ("Mit Bauernhof auf Reisen"), langweilig und mit dem 31. Aufguss des gleichen Schlussgags, wenn es um ein Fabelwesen geht ("Die Legende lebt") oder einfach absolut dümmlich ("Auf der richtigen Fährte").

Einzelbewertung nach Punkten (im Notenpunktesystem mit 15 als Maximal- und 0 als Minimalanzahl):

"Ein Held macht Kasse": 12
"Strand im Schneesturm": 11
"Unerklärliche Funde": 11
"Eisiges Gold": 9
"Skrupellose Sabotage": 8
"Die Legende lebt": 6
"Mit Bauernhof auf Reisen": 4
"Auf der richtigen Fährte": 3
"Wie im richtigen Leben": 3
"Geheimnisse im Schnee": 2

Was einen Schnitt von 6,9 Punkten ergibt, also als Schulnote einer 3-.

Ein LTB, das sehr gut anfängt, aber dann stark nachlässt und am Ende nur teilweise überzeugen kann.
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#13
Es hat anscheinend Tradition, dass der erste und der letzte Band eines Jahres sich gegenseitig an Belanglosigkeit zu übertrumpfen versuchen.

Bei diesem Versuch gabs aber immerhin drei wirklich positive Geschichten zu verbuchen, die den insgesamt durchwachsenen Eindruck heben, und das sind die drei ersten Storys. An der dänisch-italienischen Zusammenarbeit gibts nicht viel zu mäkeln. Gute Story, gute Zeichnungen, absolut akzeptabel. Die Maus, wieder eine Wintergeschichte von Dalla Santa, ist noch besser. Interessantes Setting, schöne Ideen, spannend umgesetzt. Ein richtig guter Krimi, liest man gerne, auch in Verbindung mit den Zeichnungen, die sehr gut dazu passen. Highlight der Ausgabe ist dann aber der Phantomias. Sehr schön ausgedacht, intelligente Handlung mit mehr als nur einer überraschenden Wendung. Macht richtig Spass, ist witzig, sehr gut gezeichnet (und besser koloriert als Cavazzano's Ehapa-Projekt ein paar Seiten zuvor). Top!

Und dann ist da noch der Rest:

Das war wohl nichts I
Düsentrieb minimiert Omas Bauernhof, damit alle in die Ferien gehen können. Erstaunt Und zu allem Überfluss mag ich Deiana auch nicht so besonders.

Das war wohl nichts II
Panaro, bekannt für dünne Storys, und Asteriti, bekannt für wurmartige Zeichnungen, schicken Hunter in die Berge. Verschwendung einer Zweitmaus sollte unter Strafe stehen.

Die Legende lebt
Als Lückenfüller durchaus okay. Nicht spektakulär, aber einigermassen liebenswert.

Das war wohl nichts III
Klever und Dagobert fahren im Auto. Angenehme Zeichnungen, sonst nichts.

Das war wohl nichts IV
Donald und die Kinder dürfen sich bei den Shaws mal wieder verprügeln. Auch Barks und andere haben aggressive Gagstorys gemacht, aber die waren meist charmant, nicht asozial.

Eisiges Gold
Etwas unzusammenhängend das ganze, aber interessante Schauplätze und hervorragend gezeichnet.

Das war wohl nichts V
Donald und Dagobert in der Steinzeit. Ganz liebenswerte Zeichnungen, ja, aber der Rest?

Viel überflüssiges dabei, lediglich der Start sorgt für gute Unterhaltung. Wird hoffentlich besser.
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#14
Nach langer Forumsabwesenheit melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Anlass ist das Lustige Taschenbuch "Entenhausen EISKALT!", welches den Auftakt ins LTB-Jahr 2011 bildet. Bei der Auswahl der Geschichten hat man wie schon in den vorherigen Ausgaben verstärkt auf kurzes Material gesetzt, was der Qualität des Bandes nicht unbedingt zugute kommt.

Unerklärliche Funde: Die paradoxale Ausgangssituation erzeugt durchaus Spannung: Bei Ausgrabungen werden Tontöpfe zu Tage gefördert, die zwar tausend Jahre alt sind, aber dennoch offenbar in der Gegenwart hergestellt wurden. Transgaard inszeniert ausgehend von diesem Rätsel den ewigen Konflikt zwischen Wissenschaft und Parawissenschaft, welchen er am Familienduell zwischen dem Mystery-Adepten Donald und seinen als Vertretern der Vernunft auftretenden Neffen exemplifiziert. Dies verbindet er zudem mit einer relativ grobkörnigen, aber dennoch amüsanten Kritik an den Medien, die als dritter Akteur in der explosiven Konstellation ihren Opportunismus unverhohlen zur Schau stellen. Die verschiedenen Motive fügt Transgaard zu einer temporeichen, stellenweise sogar witzigen Geschichte zusammen, welche erzählerisch jedoch Schwächen aufweist: Zum einen wirkt sie an mehreren Stellen allzu konstruiert, wodurch das Szenario einiges an Glaubwürdigkeit einbüßt. Zum anderen erahnt der halbwegs aufmerksame Leser des Rätsels Lösung bereits an dem Punkt, an dem es Tick, Trick und Track nicht gelingt, Daniel Düsentrieb zu erreichen. 10/15 Punkten.

Strand im Schneesturm: Der Krimi konfrontiert den Leser zu Beginn mit einigen Ungereimtheiten und erzeugt dadurch eine spannungsgeladene, weil undurchsichtige Stimmung, welche durch die Schneesturm-Atmosphäre gezielt verstärkt wird. Leider gelingt es Savini nicht, diese Spannung im weiteren Verlauf aufrecht zu erhalten, da zu früh zu viele Antworten gegeben werden. Der vorhersehbare Showdown am Strand nimmt zudem einen überproportional großen Raum ein, den man besser darauf verwendet hätte, zusätzliche Verdachtsmomente zu streuen. Aufgrund der gelungenen Exposition gehört die Geschichte dennoch zu den Höhepunkten des Bandes. 11/15 Punkten.

Ein Held macht Kasse: So eine Geheimidentität kann ganz schön schlauchen! Insbesondere dann, wenn sich ihre Termine mit denen des Alltags-Ichs überschneiden. Doch Donald wäre nicht Phantomias, wenn er sich nicht mit einer Roboterpuppe zu helfen wüsste. Bezeichnenderweise ist es also Donald, der für seine Katastrophenideen ja berüchtigt ist, welcher das Chaos erst ins Rollen bringt, das der für seine Findigkeit berühmte Phantomias in der Folge in geordnete Bahnen lenken muss. Pointiert wird die Gegensätzlichkeit und gleichzeitige Komplementarität der beiden Identitäten von Bosco in Szene gesetzt. Auf diese Weise hebt sich „Ein Held macht Kasse“ von vielen anderen Phantomias-Geschichten neueren Datums ab, bei denen alles zu reibungslos verläuft, weil die Autoren es versäumen, die eigentliche Identität des Rächers mit zu berücksichtigen. Spannung und Komik erzeugt Bosco folglich gerade dadurch, dass er den Held auf Widerstand stoßen und mit Komplikationen kämpfen lässt, die ihm das sprichwörtliche Pech seiner Alltagsidentität beschert. An manchen Stellen wäre aus diesem guten Ansatz sogar noch mehr herauszuholen gewesen, wenn man, statt auf übermächtige Gadgets zu setzen, nach originelleren Lösungen gesucht hätte. Cavazzanos Zeichnungen wissen zu gefallen und sind im Vergleich zum Egmont-Opener detailverliebter und dynamischer geraten. 12/15 Punkten.

Mit Bauernhof auf Reisen: Dem Ingeniör ist ja bekanntlich nichts zu schwör. Und so stellt es für Herrn Düsentrieb reine Routine dar, mal eben auf die Schnelle den Bauernhof fürs Handgepäck zu erfinden, damit Oma Duck endlich ihren wohlverdienten Urlaub antreten kann. Da Donald und Dussel ihrem Ruf als Chaoten aber offenbar auf Biegen und Brechen gerecht werden müssen, kommt das Lebenswerk der tüchtigen Frau im weiteren Verlauf beinahe abhanden… – Die ohnehin schon naive Grundidee wird von Pesce auf dermaßen einfältige und unraffinierte Weise entwickelt, dass den Leser schnell das Bedürfnis überkommt, sich neben Franz unter einen Obstbaum zu lümmeln und ein Nickerchen zu halten. Eindimensional charakterisierte Figuren und eine unmotivierte Aneinanderreihung altbekannter Motive ergeben in der Summe einen an Mittelmäßigkeit letztlich kaum zu überbietenden Lückenfüller. 7/15 Punkten.

Geheimnisse im Schnee: Kommissar Hunter gehört zu jener Sorte von Nebenfiguren, deren interessante Facetten erst in den Händen eines geschickten Autors zur Geltung kommen. Dass Panaro dieses Geschick abgeht, macht auch das vorliegende Machwerk wieder deutlich: Ohne nachvollziehbaren Anlass muss der unprofilierte Kommissar durch winterliche Landschaften latschen, um seine Gattin vor einem imaginären Erpresser zu beschützen. Spannung kommt dabei erwartungsgemäß an keiner Stelle auf. So bleibt festzuhalten: Das Projekt, dem Mausuniversum wieder einen größeren Raum im LTB zuzugestehen, ist aller Ehren wert. Der gute Wille allein ist allerdings nicht ausreichend. Es muss auch eine gewisse Sorgfalt auf die Auswahl des Materials verwendet werden. 7/15 Punkten.

Die Legende lebt: In schöner Regelmäßigkeit arbeiten sich Disney-Comics an der Figur des sagenumwobenen Bigfoot ab. Diese Geschichten verlaufen zumeist nach demselben Muster und ähneln darin den ebenfalls sehr populären Yeti-Storys: Nachdem die Existenz des Fabelwesens schon bewiesen zu sein scheint, stellt sich die vermeintliche Sensation als Maskerade von Ortsansässigen heraus, die hofften, auf diesem Wege den lokalen Tourismus anzukurbeln. Um den Mythos dennoch aufrecht zu erhalten, wird am Ende für gewöhnlich noch ein echtes Exemplar ins Rennen geschickt. – Zugegeben: Berti und Concina bewegen sich nahezu traumwandlerisch auf den ausgetretenen Pfaden. Originell ist jedoch allenfalls ihre Charakterisierung von Primus, der hier einmal nicht als weltfremder Schwafler auftritt, sondern vielmehr Gerissenheit und detektivischen Spürsinn beweist. 9/15 Punkten.

Skrupellose Sabotage: Wenig Neues bietet dieser auf neunzehn Seiten abgehandelte Wirtschaftskampf. Vermutlich um ihre Einfallslosigkeit zu kaschieren, setzt Panini mit einer Vorausblende ein, welche mehr verspricht, als die Geschichte im Folgenden zu halten vermag. Immerhin sorgen die obligatorischen Zankereien zwischen Dagobert und Klever für gelegentliches Schmunzeln. 8/15 Punkten.

Wie im richtigen Leben: Subtilitäten sucht man bei den Shaws gemeinhin vergebens. Und so gerät auch diese als Reality-TV-Kritik gedachte Geschichte schnell zu einer platten und unreflektierten Orgie der Niederträchtigkeiten. Es beschleicht einen der Eindruck, dass der angeblich satirische Rahmen bloß als Aufhänger dafür dient, die Ducks mal wieder richtig aufeinander loszulassen. Die zeichnerische Umsetzung von Bancells entspricht dem niedrigen Niveau des Skripts und ist wie gewohnt lieblos und oberflächlich geraten. 5/15 Punkten.

Eisiges Gold: Cimino kann es einfach nicht lassen: Unermüdlich schickt er Dagobert auf Schatzsuche in die entlegensten Winkel der Welt. Mit fast manischer Konsequenz verwendet er hierbei zudem stets dieselben Motive, die uns folglich auch in „Eisiges Gold“ wieder begegnen. Was die Story allerdings auszeichnet und von vielen seiner anderen Selbstplagiate abhebt, ist die ruhige Erzählweise, die den einzelnen Moment nicht zugunsten des Handlungsfortschritts vernachlässigt, wodurch einige unverwechselbare Situationen kreiert werden. So erhält die Geschichte, nicht zuletzt dank Cavazzanos stimmungsvollem Artwork, eine besondere Atmosphäre, die es dem Leser zumindest phasenweise ermöglicht, über den abgegriffenen Plot und den inkohärenten Handlungsaufbau hinwegzusehen. 10/15 Punkten.

Auf der richtigen Fährte: Zum Abschluss des Bandes lassen Gentina und Limido die Eiszeit-Ducks in Begleitung eines knuffigen Tapirs durch den Schnee tapsen. Die naiv und unspektakulär erzählte Geschichte lebt weniger vom dünnen Handlungsgerüst, als von der charmanten Stimmung, die jedoch stellenweise ins Niedlich-Kindliche umzuschlagen droht. 8/15 Punkten.
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#15
Auch ich konnte das LTB leider nur mit gemischten Gefühlen genießen, auch wenn gleich drei mal Cavazzano und der Maus-Krimi das Buch ein wenig aufwerten.

Unerklärliche Funde: Sowohl das Thema, nämlich Sendungen über paranormale Aktivitäten, die man in der heutigen Fernsehlandschaft ja zuhauf findet, als auch die Zeichnungen sahen recht vielversprechend aus... dennoch wurde ich in beiden Angelegenheiten ein wenig enttäuscht: Die Kritik an besagten Sendungen und auch die Aufklärung des Rätsels, wer oder was denn nun hinter diesen seltsamen Artefakten steckt, versprachen eine interessante Geschichte zu werden, aber das Ende, indem Herr Düsentrieb hinter all dem steckt und die Situation ganz versehentlich auslöste, kennt der Leser schon aus genug anderen Geschichten. Die skandinavische Farbgebung wertet Cavazzanos meisterhafte Zeichenkünste ungemein ab, wenn man sie mit den italienischen Farben der beiden anderen Cavazzano-Geschichten vergleicht, die seinen Stil wesentlich besser in Szene setzen.
Insgesamt also eine eher eintönige Angelegenheit, nicht nur, was die Farbtöne angeht.

Strand im Schneesturm: Definitiv der Höhepunkt des Bandes! Die Geschichte überzeugt durch ein glaubhaftes Szenario und überraschende Wendungen, die keineswegs konstruiert zu sein scheinen. Ich verstehe nur nicht, warum man die korrupten Polizisten gleich zu Anfang als Täter gezeigt hat und nicht erst später, als sie die vier Helden überwältigen. Nichtsdestotrotz ein mehr als gelungener Krimi, der gleich zu Anfang Spannung bietet und einige Fragen aufwirft.

Ein Held macht Kasse: Das kennen wir doch schon in- und auswendig, Marco Bosco! Donald alias Phantomias hat mal wieder zwei Jobs gleichzeitig zu erledigen, indem er als Donald seiner Nachtschicht bei der Autobahn nachgehen muss und gleichzeitig in seiner Funktion als Superheld eine zukünftige Geschäftspartnerin Dagoberts beeindrucken soll. Durch die plötzliche Enttarnung Phantomias' durch Klaas Klever und das Auftauchen der Panzerknacker wird die Geschichte allerdings doch noch interessant weil schön durcheinander und verwuselt. Wie schon in der ersten Geschichte angedeutet, wirkt die Colorierung von Cavazzanos Zeichnungen in dieser Geschichte dank Körperschatten und Lichteffekten wesentlich schöner, was den Gesamteindruck nochmal heraufkurbelt. Kein Meisterwerk also, aber auch kein Flop!

Mit Bauernhof auf Reisen: Die Grundidee von Riccardo Pesce, Oma Ducks Bauernhof inklusive Franz auf Schneekugelgröße zu verkleinern und in den Urlaub mitzunehmen, klingt zunächst recht originell und so noch nicht dagewesen, doch nach einigen Seiten entpuppt sich die Geschichten als ein belangloser Lückenfüller mit gewohntem Slaptstick a la Dussel, der auch durch Deianas zugegeben ganz nette Zeichnungen keinen Blumentopf gewinnt.

Geheimnisse im Schnee: Übertroffen wird letzterer Lückenfüller nur noch durch den nächsten, der gleich danach kommt! Hat man denn hier tatsächlich keine 35 Seiten lange, halbwegs ordentliche Geschichte gefunden? Gegen zwei Füllgeschichten hintereinander (!) ist doch fast jede mittelklassige Geschichte Gold wert... Zur Geschichte muss man nicht viel sagen: Komissar Hunter hört zufällig ein Gespräch seiner Gattin mit und denkt dass es sich um eine Erpressung handelt. Als er ihr dann folgt, findet er heraus, dass - man glaubt es kaum - keine Erpressung war, sondern nur die Absprache einer Autoreperatur. Die Zeichnungen von Asteriti gefallen mir eigentlich sehr gut in altmodischen Krimis, aber hier sind sie völlig fehl am Platze. Der traurige Tiefpunkt dieses Buches.

Die Legende lebt: Nein, die Durststrecke dieses Buches ist fast vorüber. Aber nur fast. Dass sich Onkel Dagobert mit Klever um die Einschaltquoten der jeweiligen Privatsender konkurriert, kennen wir schon. Und dass Dagobert die Familie anheuert, um eine Sendung zu drehen, mit der er das große Los ziehen will, ist uns auch nicht unbekannt. Trotzdem wirken die vielen Wendungen der Geschichte nicht konstruiert, auch wenn sie vorhersehbar sind. Auch wenn sich Dussel nicht nervtötend verhält, gibt es einige amüsante Szenen, die der Geschichte noch eine befriedigende Note abringen können.

Skrupellose Sabotage: Hier verhält es sich so ähnlich wie in der vorangegangenen Geschichte: Der Wettkampf zwischen Dagobert und Klever ist ein alter Hut, das Ende vorhersehbar, und trotzdem schafft es diese Geschichte ins Mittelmaß durch die Zankereien und Mazzarellos Zeichnungen, der mit seinen Fähigkeiten ein solches Skript eigentlich nicht verdient hat.

Wie im richtigen Leben: Diese Geschichte will wohl der Asteriti-Story den Rang als Tiefpunkt des Buches streitig machen. Was zunächst wie eine der besseren Geschichten von den Shaws aussieht und das Fernsehen kritisieren will, wird (mal wieder) zu einem sinnlosen Spiel aus Gewalt, Gemeinheiten und einem grenzwertigen Tonfall. Die Shaws sollten ihre Aggressionen mal zur Abwechslung im Kampfsport auslassen und nicht in Comicstrips! Vielleicht würden sie dann mal etwas halbwegs lesenswertes zustande bringen...

Eisiges Gold: Eine typische Schatzsuch-Geschichte wie schon so viele vor ihr, die Idee mit dem eingefronenen Gold ist ja noch ganz nett, der Rest allerdings wie von Cimino gewohnt. Was die Geschichte gut macht, ist die langsame Erzählung, wodurch die Spannung zwar auf der Strecke bleibt, die Zeichnungen aber wunderbar zur Geltung kommen. Der dritte Cavazzano in diesem Buch, und trotzdem immer noch nicht langweilig - zumindest nicht, was die Zeichnungen angeht.

Auf der richtigen Fährte: Diese Geschichte spiegelt als Abschluss ziemlich gut das gesamte LTB wieder: größtenteils sehr schöne Zeichnungen, der Plot aber eher mau und vorhersehbar. So auch hier. Limidos dynamische Zeichnungen können überzeugen und verleihen dem öden Plot ein wenig Originalität und einer unfreiwillig schönen Atmosphäre.
Kluger, orientierter, männlicher, pausenlos engagierter und treffend als Ehrenmitglied nominierter Typ
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