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LTB 413 - Auf der Jagd
#1
... hat diesmal 100 Seiten Doppelduck, Dagobert von Casty und seit längerem mal wieder einen Kaschperle.

Titel: Auf der Jagd
Erscheinungsdatum: 08.03.2011
Preis: 4,99 € (D), 5,20 € (A), 9,50 SFR (CH)

Agent DoppelDuck (12-15): Auf der Jagd
Story: Marco Bosco
Zeichnungen: Andrea Freccero, Emilio Urbano, Francesco D'Ippolito, Marco Mazzarello
Storycode: I TL 2815-1P
Seiten: 100

Zu Besuch bei König Karlo
Story: Paul Halas
Zeichnungen: Joaquin
Storycode: D 2004-227
Seiten: 32

Der Multiplikator des Simplicius
Story: Casty
Zeichnungen: Andrea Ferraris
Storycode: I/D 2009-010
Seiten: 30

Ein überraschendes Ende
Story: Fausto Vitaliano
Zeichnungen: Alessandro Pastrovicchio
Storycode: I TL 2849-5
Seiten: 28

Von Mond zu Mond
Story: Augusto Macchetto
Zeichnungen: Paolo De Lorenzi
Storycode: I TL 2795-3
Seiten: 23

Unruhiger Ruheplatz
Story: Alessandro Mainardi
Zeichnungen: Carlo Limido
Storycode: I TL 2818-01
Seiten: 1

Einfach unnachahmlich!
Story: Michael Gilbert
Zeichnungen: Bancells
Storycode: D 2007-201
Seiten: 36

Nächste Ausgabe: "Held der Nacht" mit 80 Seiten Phantomias!
Kluger, orientierter, männlicher, pausenlos engagierter und treffend als Ehrenmitglied nominierter Typ
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#2
*Erster* Balken Hab es endlich mal geschafft, ein LTB pünktlich zu lesen, nachdem ich noch vor zwei Monaten 5 Ausgaben im Rückstand war. Greenie Hier einmal eine Kurzbewertung der einzelnen Geschichten nach dem bekannten Notenpunktesystem von 0-15 Punkten.

Agent DoppelDuck: Auf der Jagd
Finde es auf jeden Fall besser, einen 100-Seiten-Fall auf einmal zu veröffentlichen, anstatt ihn auf 3 oder 4 LTBs zu verteilen. So liest sich "Auf der Jagd" nämlich ganz schön, ist ein sehr abwechslungsreicher Fall, gewohnt erstklassig gezeichnet und koloriert.
Negativ fällt mir jedoch auf, dass DoppelDuck sich scheinbar im Kreis dreht - an der "Haupthandlung", wenn sie denn überhaupt noch vorhanden ist, nämlich dass Donald Informationen über jene 3 aus seinem Gedächtnis verschwundenen Tage sammeln will, geht gar nichts voran. Man muss hier wirklich aufpassen, dass aus einer großen zusammenhängenden Agenten-Story belangloser Episoden-Einheitsbrei wird - so gut wie die vorherigen Folgen gefallen mir die in diesem LTB abgedruckten schon nicht mehr. Trotzdem das Highlight des Bandes, erhält gute 12 Punkte!

Zu Besuch bei König Karlo verdient allein wegen der dämliche KuHoMi-Zeichnungen und der Tatsache, dass ein elementarer Aspekt der Geschichte schon im absolut dämlichen Titel verraten wird, 5 Punkte Abzug und ist auch was die Handlung betrifft etwas zu abgedreht und konstruiert. Hab aber schon deutlich schlechtere Kaschperlmicky-Geschichten gelesen, also gibt es hier (ausreichende) 6 Punkte.

Der Multiplikator des Simplicius - Casty wagt sich zum ersten Mal an das Duck-Universum heran, und das nicht mal schlecht! Er liefert uns hier eine gute Dagobert-Schatzsuche, die durch viele lustige Momente, für die der leicht senile Prof. Troglodos sorgt, aufgelockert wird. Besonders erwähnenswert ist hier, finde ich, Dagoberts Fortbewegungsmittel, dieses komische "Doppelkamel", was man wohl nur als Hommage an all die seltsamen Erfindungen, die der alte Duck in der Vergangenheit zur Jagd nach Schätzen benutzt hat - wunderbar auch, wie gleich am Anfang der Reise das Metallungetüm zerlegt wird und sich Casty so über jene Fortbewegungsmittel regelrecht lustig macht. Greenie Zeichnungen hat diese Geschichte allerdings bessere verdient, Andrea Ferraris Zeichenstil sagt mir nicht besonders zu - daher reicht es hier "nur" zu 12 Punkten - meiner Meinung nach die zweitbeste Geschichte dieses Bandes.

Ein überraschendes Ende hat eine grundsätzlich gute Story-Idee, es war dann aber zu offensichtlich, dass der Regisseur etwas Kriminelles plant und den Kommissar nur für diese finsteren Zwecke engagiert hat. Zeichnerisch gut umgesetzt. 10 Punkte.

Von Mond zu Mond ist nett erzählt, aber im Endeffekt weder besonders lustig, abwechslungsreich oder spannend, das Artwork gefällt. Also eine eher belanglose Geschichte, die sich nicht mehr als 8 Punkte von mir verdienen kann.

Unruhiger Ruheplatz - ich spare mir für diesen absolut unlustigen und dilettantisch gezeichneten Einseiter weitere Kommentare. 2 Punkte.

Einfach unnachahmlich: Jetzt kommen wir endlich zum absoluten Highlight dieses LTBs - allerdings in negativer Hinsicht. Michael Gilbert muss beim Texten dieser Geschichte Gras geraucht haben, so abstrus und durchgeknallt kommt sie rüber. Absolut lächerliche Handlung, allein schon die Idee ist total blödsinnig. Bancells "Zeichnungen" lassen sich auch nur schwer als solche bezeichnen, so etwas sollte mit der Begründung "Augenkrebsgefahr" verboten und zusammen mit dem so genannten "Zeichner" in ein finsteres Kellerverlies gesperrt werden. Zum Abschluss also der absolute Tiefpunkt des Bandes, einfach unnachahmlich schlecht und daher mir keinen einzigen, in Zahlen 0 Punkte wert.


So und beachtet man jetzt bei den einzelnen Punktezahlen noch die jeweiligen Seiten, kommt man bei dem ganzen LTB auf satte 8,87 Punkte, also umgerechnet eine "gute 3". Im Großen und Ganzen also doch ein ganz ansehnliches LTB, wenn die letzten 37 Seiten jedoch sinnvoller verwendet wären, hätte man hier 37x die gleiche Werbung für Hämorrhoiden-Creme abgedruckt.
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#3
Ähnlich wie auch U$ habe ich nach dem Lesen des aktuellen LTBs gemischte Gefühle.

Da haben wir zuerst natürlich DoppelDuck. Viele neue Erkentnisse haben wir nicht daraus gewonnen, lediglich die Charakterisierung des obersten Chefs wurde etwas näher erklärt. Bleibt noch die Frage, was an den ominösen drei Tagen passiert ist und DoppelDuck ans Leder will. Abgesehen davon schon eine sehr gute Story, mit guten Zeichnungen und gewohnt starker Kolorierung, wenn auch nicht die absolute Oberhammer-Highlight-Story. Sowas gefällt mir immer noch besser als irgendwelche Kurzgeschichten, die das Wort "Qualität" anscheinend nicht kennen.

Der Kaschperl-Micky war zwar ziemlich schlecht, wie ich fand, allerdings hatte ich auch nichts besseres erwartet. Die Handlung ist meiner Meinung nach nicht wirklich flüssig, eher abgehackt, die Zeichnungen auch nicht das gelbe vom Ei.

Klar besser wurde es das schon wieder mit der nächsten Story - wovon man auch ausgehen konnte, wenn man den Namen "Casty" liest. Eine schöne, gut konstruierte, teils auch recht lustige Handlung, die Zeichnungen nicht die besten, gehen aber in Ordnung. Ich lese die Bücher zum Zeitvertreib, um Spaß zu haben, und nicht um über irgendwelche Kleinigkeiten wie nicht gerade die besten Zeichnungen zu meckern. Greenie

Die Hunter-Story war, wie bereits von uncle scrooge gesagt, vorhersehbar, aber
trotzdem hatte ich meinen Spaß beim Lesen. Dazu noch gute Zeichnungen - haben mir anfangs Geschichten dieser Art noch nicht zugesagt, mittlerweile dulde ich sie und habe sie sogar schon recht gerne.

Danach folgt eine eher mittelmäßige Geschichte, wo ich weder etwas wirklich gutes, noch etwas eher schlechtes zu sagen kann. Die Idee fand ich aber ganz gut.

Worum es in dem Einseiter ging, habe ich bereits vergessen - ich denke, das sagt alles darüber aus.

Zum Schluss muss ich dann doch noch einmal meckern. Ganz ohne geht wohl doch nicht. Eine viel zu abstruse, zeichnerisch suboptimal umgesetzte, trotz aller Verrücktheit strunzlangweilige Story (ihr könnt dies gerne durch negative Adjektive eurer Wahl ergänzen). Also, um so etwas zu sehen, brauche ich das LTB nicht mehr lesen. Die Beschreibung von U$ mit der Hämorrhoiden-Creme mag zwar hart klingen, trifft aber voll und ganz zu. Aber dafür sind wir ja mit den guten Geschichten in diesem Band auch mehr oder weniger entschädigt worden.
Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß - aber man kann es erreichen (Bob Kelso)
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#4
Den DoppelDuck habe ich jetzt durchgelesen, und muss sagen, dass ich ihn ziemlich öde fand. Aus einer anfangs wunderbaren, frischen Idee wird nun immer mehr ein mittlerweile durchgekautes in-die-Länge-Ziehen, die Kapitel führen an der Gesamthandlung nahezu völlig vorbei und werfen höchstens neue Fragen und Andeutungen auf. Die Mission selbst ist natürlich - wie immer - in eine doppelte und dreifache Irreführung verstrickt, dieses Prinzip mag zwei, drei mal noch interessant sein, aber irgendwann wird das ständige "Wer verarscht hier eigentlich wen?" doch ziemlich langweilig.
Blöd an der Sache ist aber erst recht, dass in Italien, wenn ich nichts vergessen habe, bereits 253 (!) weitere DoppelDuck-Seiten, verteilt auf sechs Episoden, erschienen sind, und auch die Italiener des Rätsels Lösung immer noch nicht kennen. Stattdessen wird DoppelDuck um die halbe Welt geschickt für One-Shots in Thailand, Venedig, Amsterdam, Rio de Janeiro, Rom und Co. Man versucht wohl, die Themengebiete so weit als nur möglich auszureizen, was ich sehr schade finde, denn die grandiosen Ideen der verschiedenen Autoren haben es eigentlich nicht verdient, dem Gelde zum Opfer zu fallen.
Kluger, orientierter, männlicher, pausenlos engagierter und treffend als Ehrenmitglied nominierter Typ
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#5
Hallo!

Vielleicht kurz etwas zu meiner Wenigkeit, da ich mich ja soeben erst angemeldet habe: Ich bin eigentlich eher ein Gelegenheitskäufer was Disney-Publikationen betrifft und besonders beim LTB habe ich mich lange Zeit mit Käufen zurückgehalten, da ich leider zu der unglücklichen Generation gehöre, die mit den 300er-LTBs aufgewachsen ist, von welchen zumindest die ersten zwei Drittel meiner Meinung nach den Tiefpunkt der Reihe darstellen - mich haben sie jedenfalls nie erwartungsvoll in den Buchhandel rennen lassen, was ich nicht zuletzt den oft einfach traurig schlechten (wobei nicht zwingend schlecht gezeichneten) Egmont-Mickys in die Schuhe schiebe. Aber auch abgesehen davon sind die wenigen Bände, die ich aus dieser Zeit habe, meist nur als mittelmäßig anzusehen. Zusätzlich war ich wohl auch noch nicht so richtig in dem Alter, in dem man Comics ernsthaft "sammelt".
Seit etwa 2008 jedoch beginnen die LTBs wieder, mir besser zu behagen (Welch Wunder, genau zu der Zeit, als die zweite Micky-Geschichte Einzug feierte Gut ) und vor ein paar Wochen habe ich mich dann nach Lektüre der Ausgabe 410 spontan entschlossen, mit 411 beginnend regelmäßiger Leser zu werden - Obwohl die Bände natürlich immer noch nicht wirklich an die Standards der frühen Ausgaben heranreichen. Ich denke, mit dieser Behauptung lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster.

Jetzt gebe ich mal meine Meinung zu der eben gelesenen Ausgabe 413 kund (Vielleicht etwas aufdringlich, das gleich im ersten Post zu tun - ich hoffe doch, es stört Niemanden Zwinkern ):

..., 98, 99 - Tatsache, 100 pralle Seiten! Eine fast so schöne Überraschung wie damals die Zeitreisestory in LTB 387. Gut, es sind eigentlich vier zusammengefasste Geschichten, aber das stört mich eigentlich nicht - In manchen älteren LTBs wurden ja, soweit ich weiß, auch schon Zwei- oder Dreiteiler zusammengefasst.
Ich muss dazu sagen, dass ich nicht mit allen Kapiteln von DoppelDuck vertraut bin, weshalb ich über die Gesamthandlung wohl eher schlecht als recht im Bilde bin, dennoch halte ich die vier Teile, welche "Auf der Jagd" bilden, für sich genommen für spannend, rasant und humorvoll erzählt, sowie die Zeichungen von allen vier beteiligten Künstlern für äußerst gelungen, auch wenn ich eigentlich nicht der Emilio-Urbano-Fan bin. Die Kolorierung ist, wie gewohnt, hervorragend und trägt daher auch etwas zu meiner Bewertung bei, welche ansehnliche 8 von 10 Punkten für diese Geschichte bereithält.

Erstaunlich erträglich gestaltete sich für mich der Besuch bei König Karlo. Die Handlung ist tatsächlich recht interessant, wenn auch das Potential überhaupt nicht ausgereizt wird. Statt dem trashigen Ende ("Jetzt habe ich für ein paar Wochen einen Schnauzer" - ???) wäre es doch beispielsweise eine Idee gewesen, wenn der Karlo der "Realität" parallel zum Karlo aus dem Paralleluniversum plötzlich Bürgermeister geworden wäre und als tyrannischer Herrscher ganz Entenhausen unterdrücken würde. Micky und Goofy müssten dann den guten Karlo ein paar Dimensionen weiter wieder stürzen. Oder geht hier die Fantasie mit mir durch? Um dieser wirren, aber meiner Meinung nach interessanteren, Idee (Ich dachte beim Lesen wirklich erst, es würde auf ein solches Ende hinauslaufen) einen logischen Anstrich zu geben, hätte man sich jedenfalls wesentlich mehr Mühe geben müssen und das darf man von einem Kaschperl-Micky wohl einfach nicht erwarten.
Die Zeichnungen halte ich für gut, aber das reißt hier auch nichts raus: 6 von 10 Punkten.

Castys "Multiplikator des Simplicius" hingegen quillt geradezu über vor Kreativität, Witz und Cimino-Seitenhieben (Die sogar ich, als bisher eher seltener LTB-Leser erkenne). Hier ist wirklich eine erstklassige Story gelungen, in der ich lediglich Donald und die Neffen ein klein wenig vermisse.
Was Andrea Ferraris Zeichnungen betrifft, muss ich allen Ernstes gestehen, dass ich sie beim besten Willen nicht hätte zuordnen können, wenn der Zeichnername nicht unter dem ersten Panel stehen würde. Eine Stiländerung habe ich bei ihm zwar schon vorher bemerkt, aber gleich so stark? Das sieht ja teilweise fast schon aus, als hätte er bewusst Scarpa zu imitieren versucht? Naja, wie auch immer, früher hat mir sein Stil jedenfalls wesentlich besser gefallen - Und dennoch vergebe ich satte 9 von 10 Punkten.

Ein überraschendes Ende nahm gleichnamige Hunter-Story dann leider doch nicht, zumindest nicht für den Leser, denn der wurde hier ja doch sehr schnell in die Absichten des Bösewichts eingeweiht. Generell fand ich die Geschichte eigentlich ziemlich langweilig umgesetzt, was schade war, denn auch hier wäre auf Grund der Basisidee noch Luft nach oben gewesen. Alessandro Pastrovicchios Zeichnungen haben mir zudem in dieser Geschichte auch nicht ganz so zugesagt wie sonst und ich weiß nicht einmal, woran das liegt. Leider reicht es mir auch bei dieser Geschichte aus dem Maus-Universum nur für 6 von 10 Punkten.

Erfrischend anders ist die Figurenkonstellation TTT / Düsentrieb und erfrischend anders ist ebenfalls die Geschichte, in der ausnahmsweise mal nicht eine von Düsentriebs Erfindungen im Vordergrund steht, die dann auf maximal 16 Seiten so viel Zerstörung und Klamauk wie möglich verursachen darf, um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. Während die einzelnen Mondrätsel sehr einfach und nebensächlich gehalten, ja, im Verlauf der Geschichte sogar übersprungen wurden, baut sich die eigentliche Handlung auf einem ganz anderen Level auf, bringt dabei eine schöne, fast romantische Atmosphäre und eine gesunde Portion Humor mit und endet schließlich in einem tatsächlich sehr unerwarteten Schlussgag. Der Sprung der Hauptfiguren von Mond zu Mond verkommt dabei eigentlich zur Nebensächlichkeit und so war es wohl auch gedacht. Die Zeichnungen sind durchweg gelungen.
Und so vergebe ich, ganz ohne rot zu werden ( Zwinkern ), zwei runde, pralle Vollmonde, welche zusammengenommen eine 8 ergeben - eine 8 von 10 Punkten.

Den Onepager "Unruhiger Ruheplatz" lasse ich jetzt mal mit 4 von 10 Punkten in Ruhe. Es ist eben ein Onepager, was will man erwarten?

Einfach unnachahmlich, wie Michael Gilbert dieselbe Idee wie in "Wer einmal lügt..." (LTB 347: "Spione wie wir", S. 93-126), die bereits damals schon vollkommen trashig und hanebüchen war, eiskalt nochmal verwendet. Der einzige Unterschied: Statt fliegenden Mülltonnen aus unterirdischen Minen, versuchen es diesmal kastenköpfige Kastenköpfe aus dem Land der viereckigen... äh... vom Mars, die Entenhausener zu ersetzen, um... Ja, warum überhaupt?
Weiter möchte ich mich hiermit nun auch nicht befassen, Bancells zeichnet, obwohl ich seine Enten eigentlich immer recht gut fand und finde, gerade die Marsianer sehr uninspiriert und langweilig - Doch wer will ihm das bei dieser Geschichte übel nehmen? Ich verstehe nur nicht, warum der arme Mann immer die unnützesten Egmont-Plots abbekommt - Hat dieser Mann den Trash gepachtet?
1 von 10 Punkten, davon gehen 0 an die Story. Und das, wo mich Michael Gilbert ein paar Bände zuvor erst mit dieser Donald-Duck-Verjüngungsgeschichte positiv überrascht hatte, von der ich leider den Namen vergessen habe...

Unterm Strich bleiben also zwei gute Geschichten, zwei mittelmäßige, eine schlechte, ein Highlight und ein Totalausfall, was keine allzu gute Gesamtwertung ergeben würde, man darf aber nicht vergessen, dass eine der zwei guten Geschichten satte 100 Seiten füllt, was den Schnitt dann doch hebt. Außerdem stört mich der Bancells bei dem genialen Casty als Ausgleich kaum.

Eine Anmerkun bzw. Frage hätte ich allerdings noch: Der Storycode im "Multiplikator des Simplicius" besagt, dass es sich hierbei um eine dänisch-italienische Koproduktion handelt ("I-D 2009-010"), aber weder Autor noch Zeichner sind dänisch und die Kolorierung sieht auch nicht gerade danach aus. Sehe ich das falsch?
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#6
Zitat:Jetzt gebe ich mal meine Meinung zu der eben gelesenen Ausgabe 413 kund (Vielleicht etwas aufdringlich, das gleich im ersten Post zu tun - ich hoffe doch, es stört Niemanden

Also mich stört es nicht nur nicht, ich habe - selbst übrigens noch ein Junior - Deinen außerordentlich fundierten Beitrag sehr gerne gelesen. Wenn Du Deine Stimme öfter erheben würdest, hätte ich jedenfalls überhaupt nichts dagegen, im Gegenteil. Ein herzlicher Willkommensgruß von meiner Seite! Fröhlich
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#7
(13.03.2011, 23:54)Al Dhi schrieb: Eine Anmerkun bzw. Frage hätte ich allerdings noch: Der Storycode im "Multiplikator des Simplicius" besagt, dass es sich hierbei um eine dänisch-italienische Koproduktion handelt ("I-D 2009-010"), aber weder Autor noch Zeichner sind dänisch und die Kolorierung sieht auch nicht gerade danach aus. Sehe ich das falsch?

Tja, daran rätseln wir auch noch. Die Geschichte ist tatsächlich durch und durch Italienisch. Vielleicht kam die Idee zu dieser einen Story von Egmont? Gerade hier, wo Casty seine erste und bisher einzige Duck-Geschichte abliefert, könnte das noch sein, dass man in Dänemark auch Duck-Material von ihm möchte, aber das ist Spekulation. Im nächsten LTB kommt laut Inducks wieder so ein Fall, viele davon gibts aber eh noch nicht.

Ansonsten herzlich willkommen hier. Gut

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#8
Der Chefredakteur Peter Höpfner schrieb dazu neulich, dass die Kosten untereinander geteilt wurden. Greenie
[Bild: 343894.png]
Houston! We got a problem! Our computer just started burning!
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#9
Zitat:Bereits vor einer Woche ist nun schon das neue LTB 413 im Zeitschriftenhandel gelandet - und noch ein paar Tage eher bei den Abonnenten im Briefkasten. Somit ist also die Zeit reif, für einen kleinen Einblick in das Buch - vor allem für die, die noch nicht ganz entschlossen sind, ob sie sich diese Ausgabe kaufen sollten oder nicht...
Schon beim Anblick [...]

Hier geht's zum Eintrag im Blog!
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#10
Ah, danke für den Hinweis.
Irgendwie habe ich das Gefühl, Egmont und Disney Italia rücken immer näher zusammen, kann das sein?

Und danke für die Willkommensgrüße!
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#11
Bestimmt die beste Ausgabe des mit drei Nummern noch jungen Jahrganges - allerdings auch auf dem aktuellen Niveau noch ausbaufähig. Konkret: Noch nicht so gut, wie die besten Ausgaben vom letzten Jahr.

So viel DoppelDuck an einem Stück lesen ist toll, und das Cover auch. Die Inszenierung von Seiten der Story her ist gut, könnten aber besser sein, was man vermutlich damit erklären kann, dass Bosco und nicht Vitaliano Autor war. Zeichnerisch fällt nur Urbano (dritter Teil) etwas zu negativ auf, sein Stil passt leider nicht wirklich zum DoppelD; die anderen drei machen sich gut bis sehr gut, am besten ist sicherlich Freccero mit dem letzten Teil dieses Vierteilers. Im grossen und ganzen sind es spannende und interessante 100 Seiten. Über die vielen Doppelspiele und Wendungen kann man denken, wie man will, aber wenn man sich an DoppelDuck gewöhnt hat, dann passt das schon, finde ich. Natürlich wird so kein unvergesslicher Thriller daraus, wenn sich die Geschichte selbst nicht ernst nimmt, aber das muss auch gar nicht sein. Für mich war der Informationsgehalt der Geschichte befriedigend, das Ende macht Lust auf mehr. Fröhlich

Der Kaschperl ist zwar nicht gut, aber auch nicht so schlimm, dass man wieder unendlich bashen müsste. Die Geschichte ist einfach zu lahm; gekaschperlt wird bis auf ein paar kurze Momente mit dem Parallelwelt-Micky nicht. Die Story ist ansonsten zu geradlinig, zu vorhersehbar und bringt keine neuen Ideen in die ansonsten immer interessante Parallelwelt-Thematik ein. Als ich den fliehenden Karlo in der Parallelwelt gesehen habe, habe ich sofort gedacht, dass das etwas mit der Verhaftung des Entenhausener Karlos zu tun hat - das sich der Plot irgendwie über die Grenzen der Welten hinwegzieht, das beide Welten ähnlich funktionieren, das wäre was neues gewesen. Die Umkehrung der Charakter allerdings gab es glaub ich schon, und wenn, dann bestimmt besser. Also leider nur ein mittelmässig, Joaquins Zeichnungen gefallen mir.

Jetzt aber zum Highlight: Casty in Duck-Form! Wer hier keine Vergleiche mit Scarpa sieht, hat wohl keine Klassiker gelesen. Denn genau daran erinnert die Geschichte extrem, nicht nur in der cleveren und spannenden Story, sogar das Artwork erinnert immer wieder an Scarpa, eigentlich untypisch für Ferraris, hier vermutlich gewollt und bestimmt gelungen! Man sehe sich Panel 3 auf Seite 164 an, oder ähnliche. Die Geschichte sprüht vor witzigen Einfällen: der verrückte Professor, der geniale Running-Gag, dass er die ganze Zeit glaubt, Dagobert hiesse gleich wie er, die Erzähl-Sequenz des Professors mit Dagobert's platzendem Traum, die Parodie auf die ewigen sinnfreien Offroad-Gefährte von Cimino...Gut Casty sollte auch davon mehr bringen. Gut

Auch Vitaliano hat hervorragende Arbeit geleistet. "Ein überraschendes Ende" kombiniert eine interessante Grundidee mit unvorhersehbaren Wendungen und tollen Zeichnungen. Schön fand ich auch, dass man erst relativ spät merkt, wer hier ein Schurke ist, nicht schon bei seinem ersten Auftreten, wo er top-seriös wirkt. Vitaliano hätte es noch effektiver machen können: wenn er einzig die Anspielung in den beiden Panel 3 und 4 auf Seite 182 gelassen hätte, und alle anderen Anspielungen sowie die Szenen im Schlupfwinkel der Bande auch nicht gebracht hätte. Aber es funktioniert auch so und ist schon so ziemlich subtil und geschickt für einen Disney-Comic.

Ebenfalls die hohen Erwartungen erfüllen konnte "Von Mond zu Mond..." - eine schöne Geschichte, kreativ und warmherzig und sehr schön gezeichnet. Fröhlich

Den Einseiter können wir überspringen und gleich zum Abschluss kommen - der schwächsten Geschichte des Bandes, leider. Bei den Egmont-Dreireihern scheint Subtilität kein Kriterium für eine Story zu sein, man schein lieber Donald in seinem angeblichen Element sehen zu wollen. Schade, dabei wäre die Prämisse der Geschichte (Donald ist unersetzbar) gar nicht so schlecht, und die ansonsten unmotivierten Aliens hätte man vermutlich auch irgendwie streichen oder ersetzen können. Bancells Zeichnungen sind grösstenteils tragbar, aber nicht mehr; die schiefgestellten Panels wirken fehl am Platz. Macht im Schnitt ein wohlwollendes Mittelmässig.

Fazit: Eigentlich hat sich alles bewahrheitet - die Hoffnungsträger DoppelDuck, Casty, Vitaliano und Mond haben sich als so gut herausgestellt wie erwartet, nur die beiden Wackler in Form der Egmont-Geschichten waren halt eben so, wie sie nicht sein sollten. Immerhin waren es aber keine Flops, womit sie den Gesamteindruck weniger stören.

P.S.
Kann jemand den Thread zum neuen LTB Spezial aufmachen? Mir ist das zu viel Tipp-Arbeit...GreenieBalken
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#12
(14.03.2011, 19:54)Pikkolo schrieb: Der Chefredakteur Peter Höpfner schrieb dazu neulich, dass die Kosten untereinander geteilt wurden. Greenie
Das ist zwar jetzt schon ein sehr altes Theme, ich wollte es trotzdem nochmal hochholen um meine Theorie zu veranschaulichen. Andrea Freccero ist zwar Italiener, arbeitet aber ähnlich Fecchi für Egmont, deshalb wahrscheinlich di Koproduktion.
"Das einzige, was ein guter Philosoph braucht, ist die Fähigkeit sich zu wundern." (Jostein Gaarder)
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