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[LTB] LTB 420 - "Rivalen für immer"
#1
Review zu: LTB420 - "Rivalen Für Immer"


Anzahl Geschichten: 10

#: 1
Titel: Rivalen für immer
Story: Byron Erickson
Zeichnungen: Flemming Andersen
Seiten: 5 - 25
Genre: Abenteuer
Charaktere: Dagobert Duck, Mac Moneysac, T-Bone Stonerich, Hubschrauberpilot, Gustav Gans, Puma

Inhaltsangabe:
T-Bone Stonerich, reicher Ölmagnat, der sich in den Ruhestand begeben will, hat vor einiger Zeit Dagobert Duck versprochen, ihm seine Ölfelder zu verkaufen. Mac Moneysac will ihm das Geschäft vor der Nase wegschnappen, doch T-Bone Stonerich bleibt stur. Das Geschäft kann nur verhindert werden, wenn Dagobert Duck aus irgendwelchen Gründen nicht pünktlich zur Vertragsunterzeichnung erscheint...

Kritik:
Mit nur 20 Seiten ist diese Titelgebende Story ein wenig kurz geraten und endet meiner Meinung nach auch vollkommen abrupt. Mac Moneysacs Methoden sind ziemlich skruppellos, aber so wurde er schließlich schon immer dargestellt - boshafter als Klaas Klever, der sich oft eher damit beschränkt, Dagobert im geschäftlichen Bereich zu Schaden, anstatt ihm selbst ein Leid zuzufügen. Die Zeichnungen sind für Flemming Andersen typisch abgedreht, die Story hingegen wieder zu kurz und nichtssagend, und sie endet einfach mittendrin. Daher ist dies kein gutes Beispiel einer Titelgeschichte.

Wertung: 3 / 5

#: 2
Titel: Entfesseltes Unglück
Story: Casty
Zeichnungen: Enrico Facchini
Seiten: 26 - 59
Genre: Abenteuer, Krimi
Charaktere: Micky Maus, Goofy, Kommissar Hunter, Doktor Dünnbart, Professor Sigmund Sondern, Assistent Albert Aber

Inhaltsangabe:
Aus dem "Forschungsinstitut für Studien über die Auswirkungen moderner Technik auf die Umwelt" sind aus einem Behälter Unglücksmikroben ausgetreten, die die gesamte Gegend infiziert hat. Diese Unglücksmikroben bewirken im Wortsinn, dass diese das Pech anziehen und somit Katastrophen auslösen können. Micky und Goofy betreten zufällig dieses Gebiet, als sie eine Abkürzung durch Bürzelborn nach Hause nehmen wollen. Gemeinsam mit Professor Sigmund Sondern versuchen sie, die undichte Stelle zu flicken...

Kritik:
Mir haben die Zeichnungen von Enrico Facchini schon immer gefallen (auch wenn mir die Duck-Zeichnungen lieber gefallen als hier Goofy und Micky), und auch dieses Mal können sie überzeugen. Die Story ist kreativ und abenteuerlich und mal ganz anders, auch wenn Parallelen zum echten Leben bestehen könnten: So könnte man die Unglücksmikroben mit atomarer Strahlung von Atomkraftwerken gleichsetzen, da auch dort ein Zwischenfall zur Katastrophe führen kann, wie es auch in der Geschichte der Fall ist. Im Comic bemerkt man relativ früh, dass der Professor ein wenig falsch spielt, dies fängt damit an, dass diese Pillen "teuer" sind und er Geld dafür verlangt (seine Reaktion darauf, dass sein Assistent noch solche Pillen besitzt, ist nicht die positivste) und geht weiter mit der Tatsache, dass er Goofy und Micky einfach in der Telefonzelle eingesperrt lässt, anstatt ihnen zu helfen. Später zeigt der Professor sein wahres Gesicht. Die Unglücksfälle, die dargestellt werden, sind einfach fantastisch! Es erinnert ein wenig an die Unglücksfälle in der "Final Destination"-Reihe, wo die abstrusesten kleinsten Vorgänge eine mittlere Katastrophe auslösen können.
Wie gesagt: Tolle Story, gute Zeichnungen. Motiviert zum Weiterlesen.

Wertung: 4 / 5

#: 3
Titel: Agent DoppelDuck (18): Wahn auf Leindwand
Story: Marco Bosco
Zeichnungen: Marco Mazzarello
Seiten: 60 - 89
Genre: Agentenstory
Charaktere: Donald Duck - Doppel-D., Head-H., Daisy Duck, Spyros Ananassis, Burton Ramirez, Titan-T., Stavros, Restaurator, Olga

Inhaltsangabe:
Doppel-D. soll zusammen mit Titan-T. eine Mikrokamera in einem Gemälde in einer Villa in Rom bergen, um herauszufinden, welches Mitglied die Organisation neu aufgenommen hat.

Kritik:
Wie immer sticht der tolle Zeichenstil heraus. Diesmal kommt Kay-K. gar nicht vor, was eine durchaus erfrischende Neuerung ist. Stattdessen reist Doppel-D. mit Titan-T.. Die Einführung dieses neuen Charakters halte ich für gelungen. Gekleidet wie ein lässiger Jugendlicher ist er durchaus Sympathieträger und ein Charakter, mit dem man sich identifizieren kann. Auch dieses Mal kommt zum Glück kein verwirrendes Doppel- und Dreifachspiel zum Tragen, wie es in den früheren Doppel-D. Geschichten öfter gab. Somit kann man diese Geschichte ungehindert lesen und verstehen. Ein wenig Action und Spannung kommt gegen Ende vor, aber auch diesmal läuft die Mission eher geruhsam ab.

Wertung: 4 / 5

#: 4
Titel: Konkurrenz für Nimmermehr
Story: Tea Orsi
Zeichnungen: Michele Mazzon
Seiten: 90 - 118
Genre: Hexenabenteuer
Charaktere: Gundel Gaukeley, Nimmermehr, Ladeninhaberin, Maestro Magius, Vulturius

Inhaltsangabe:
Gundel Gaukeley hat es satt, dass Nimmermehr immerzu ihre Experimente ruiniert. Sie macht sich auf, einen neuen Partner zu suchen, und wird tatsächlich fündig: Vulturius soll es sein! Doch mit Vulturius stimmt etwas nicht...

Kritik:
In letzter Zeit hat sich viel getan im Character Development von Nimmermehr. In fast jedem LTB (zurückblickend auf die letzten LTBs) spielte er in mindestens einer Geschichte eine Rolle. Ich finde es gut, dass auch der Helfer von Gundel mal beleuchtet wird, finde aber gleichzeitig, dass es nicht nötig ist, ihm so oft Geschichten zu geben, denn schließlich hat man dann nicht mehr das Gefühl: "Oh, endlich wieder eine Geschichte von Nimmermehr! Wurde auch mal Zeit!", welches man früher des öfteren hegen konnte. Die Story ist ein wenig nach dem 08/15-Schema, nach dem auch die anderen Nimmermehr-Geschichten vorgehen: Nimmermehr ruiniert etwas, Gundel ist enttäuscht, und doch stellt sich am Ende heraus, dass doch mehr in ihm steckt, und Gundel ist wieder stolz auf ihn. Was anfangs amüsant war, nervt nun ein wenig. Man sollte zumindest neue Wege gehen, was die Story angeht. Die Zeichnungen hingegen sind super. Zumal der Subplot der Rivalität zwischen Nimmermehr und Vulturius nicht nötig gewesen wäre. Dieser "streckt" die Geschichte in unschönem Maße. Zudem kommt Nimmermehr auf keinen Fall mehr zurückhaltend und zivilisiert wie früher rüber, sondern eher kindisch. Ob das nötig gewesen wäre, ist fraglich.

Wertung: 3,5 / 5

#: 5
Titel: Mission Geisterradio
Story: Lars Jensen, David Gerstein
Zeichnungen: Flemming Andersen
Seiten: 119 - 148
Genre: Supernatural
Charaktere: Daniel Düsentrieb, Helferlein, Agentin Kolik, Agent Hackmann, Agentin Hübsch, Dussel Duck, Donald Duck, Daisy Duck, Dagobert Duck, Tick Trick & Track

Inhaltsangabe:
Daniel Düsentrieb erfindet ein Gerät, welches durch die Aussendung spezieller Frequenzen die Kommunikation mit Geistern ermöglicht. Gleichzeitig meldet die OMA merkwürdige übernatürliche Vorfälle und setzt Donald und Dussel darauf ein. Es stellt sich heraus, dass ebendieses Gerät von Herrn Düsentrieb dafür sorgt, dass die Geister provoziert werden und sich materialisieren. Die Mission ist nun, das Gerät unschädlich zu machen. Es soll aber nicht zerstört werden, da ein solches Gerät der OMA von großem Nutzen sein kann. Doch das Unschädlichmachen des Geräts scheitert, und die Frequenzen werden ungefiltert ausgesendet. Plötzlich materialisieren sich die Geister und versetzen die Duck-Sippe in Angst und Schrecken...

Kritik:
OMA-Stories lese ich in letzter Zeit sehr gerne. In letzter Zeit gab es desöfteren Stories über Übernatürliche Dinge (beispielweise in einem anderen LTB Die Geschichte mit dem Piratenschwert, welches Ektoplasma absondert) und so ist es auch dieses Mal der Fall. Auch wenn ich OMA-Geschichten mit außerirdischen Kreaturen oder anderen Planeten lieber mag, so halten sich die Geschichten der OMA konstant auf einem hohen Niveau. Auch dieses Mal kann die Geschichte überzeugen und ist auf jeden Fall sehr viel besser als die Titelgebende Geschichte "Rivalen für immer", die ebenfalls von Flemming Andersen gezeichnet wurde. Besonders interessant und toll gezeichnet ist der Rollentausch zwischen Donald und Dussel. Obwohl sie die Kleidung für kurze Zeit tauschen, ist klar erkennbar, wer wer ist. Auch die Atmosphäre ist super, so wirkt das Labor von Daniel Düsentrieb relativ düster (was nicht zuletzt daran liegt, dass es verriegelt und verrammelt ist) und klein, besonders dann, wenn sich die Duck-Sippe in der Küche verbarrikadiert. Die Auflösung des ganzen ist zwar relativ banal, aber in Ordnung.
Trivia: In der Geschichte kommt ein Komiker namens "Bario Mart" vor, welches wahrscheinlich eine Anspielung auf "Mario Barth" sein soll.

Wertung: 4 / 5

#: 6
Titel: Tanz auf Thira
Story: Augusto Macchetto
Zeichnungen: Roberto Vian
Seiten: 149 - 173
Genre: Abenteuer
Charaktere: Indiana Goof, Martina, Professor Papantikos, Mister Mistero, König

Inhaltsangabe:
Indiana Goof und Martina fahren zur Insel Thira, um das Geheimnis von Atlantis zu lüften.

Kritik:
Ich bin ein wenig von dieser Geschichte enttäuscht. Über den Charakter "Martina" erfährt man überhaupt gar nichts und warum sie das ganze durchführen ebenfalls nicht. Der Subplot mit Mister Mistero ist so überflüssig wie ein Kropf, genauso wie die Nummer mit den Tänzen, die Indiana Goof aufführt (wobei er bei einem Tanz schon das ganze Geheimnis lüftet). Insgesamt passiert einfach zu viel nonsense (beispielsweise die Szene im Lokal) und zu wenig Abenteuer, als dass dies eine hohe Wertung gerechtfertigen würde.
Die Zeichnungen hingegen sind sehr gut und fangen die Atmosphäre perfekt ein. Einblendungen von damals umrunden das ganze. Aber leider ist die Geschichte einfach zu nichtssagend. Hätte eine 4,5-Wertung verdient aufgrund der genialen Zeichnungen, aber aufgrund der relativ langweiligen Story gibt es einen halben Punkt Abzug.

Wertung: 4 / 5

#: 7
Titel: Perfekte Spezialeffekte
Story: Cecilla De Bianchi
Zeichnungen: Valerio Held
Seiten: 174 - 197
Genre: Hexenabenteuer
Charaktere: Gundel Gaukeley, Nimmermehr, Dagobert Duck, Horrid Dungeon, Lukrezia, Baptist

Inhaltsangabe:
Horrid Dungeon will einen Musikclip vor dem Geldspeicher von Dagobert Duck drehen, doch dafür brauchen sie Bewerber und Techniker. Gundel Gaukeley, Fan von Horrid Dungeon, mischt sich als Techniker unter die Bewerber, um nicht nur ein Autogramm von Horrid zu bekommen, sondern auch um den Glückszehner zu stehlen...

Kritik:
Zwei Gundel-Geschichten in einem Comic, wobei in dieser hier mehr Gundel die Hauptrolle spielt als Nimmermehr. Die Zeichnungen von Valerio Held gefallen mir sehr gut und auch die Atmosphäre wird gut eingefangen. Die Story ist typisch Gundel-like - natürlich will sie auch hier den Glückszehner, scheitert aber wie immer. Hier werden neue Seiten an Gundel und ihre Freundinnen erkennbar, so sind sie diesmal fans einer Musikgruppe.
Eine nette Gundel-Geschichte. Auf jeden Fall besser als "Konkurrenz für Nimmermehr".

Wertung: 4 / 5

#: 8
Titel: Das verschmutzte Kostüm
Story: Gabriele Panini
Zeichnungen: Maurizio Amendola
Seiten: 198 - 207
Genre: Alltägliche Erzählung
Charaktere: Donald Duck - Phantomias, Ede Langfinger, Daisy Duck, Herr Wang


Inhaltsangabe:
Nach einer dreckigen Nacht legt Donald sein verschmutztes Kostüm in den Waschkorb, um es am nächste Tag zu waschen. Jedoch platzt Daisy am nächsten Tag hinein und nimmt den Wäschekorb zu einer Wäscherei mit. Donald muss unbedingt verhindern, dass Daisy das Phantomias-Kostüm sieht...

Kritik:
Viel gibt es nicht zu sagen. Auch hier wird wieder einmal erkennlich, dass Donalds Geheimidentität in steter Gefahr ist - nicht nur Nachts im Kampf gegen Ganoven, sondern auch tagsüber im ganz normalen Alltag. Mit List und Tücke versucht Donald, hier Daisy das Kostüm unbemerkt abzujagen. Der Subplot mit dem Muskelpaket ist lustig und unterhält. Auch die Auflösung des ganzen lädt zum Lachen ein, auch wenn sich nicht alles zum Guten wendet... vielleicht sollte Donald nächstes Mal besser auf das Waschmittel achten.

Wertung: 4 / 5

#: 9
Titel: Neffe Null-Null-Nix
Story: Nino Russo
Zeichnungen: Andrea Lucci
Seiten: 208 - 224
Genre: Krimi
Charaktere: Panzerknacker, Opa Knack, Null-Null-Nix, Hehler

Inhaltsangabe:
Die Panzerknacker planen ein dickes Ding: Sie wollen ein wertvolles Collier rauben. Doch da stößt der Neffe Null-Null-Nix dazu, dessen Unfähigkeit die Panzerknacker in den Wahnsinn treibt. Doch am Ende zeigt er, was wirklich in ihm steckt, und wischt den Panzerknackern einen aus...

Kritik:
Ebenfalls kurzweilige Story über die Panzerknacker. Diese Bösewichte sind so sympathisch, die muss man einfach lieben. Sie sind stets von Erfolglosigkeit geplagt und konnten noch nie einen richtigen Bruch durchführen. Die Story ist unterhaltsam und das Ende geht typisch für die Panzerknacker aus. Die Zeichnungen sind in Ordnung, allerdings wirkt das innere des Wohnwagens auf Seite 216 arg detaillos.

Wertung: 4 / 5

#: 10
Titel: Der größte Glückspilz der Welt
Story: Riccardo Secchi
Zeichnungen: Francesco D'Ippolito
Seiten: 225 - 254
Genre: Alltägliche Erzählung, Romantik
Charaktere: Gustav Gans aka. Gustl Ganz, Donald Duck, Dagobert Duck, Dorette Duck, Daniel Düsentrieb, Anselma

Inhaltsangabe:
Gustav hat es satt. Ständig wird er vom Glück verfolgt, dabei ist er kreuzunglücklich. Mit Hilfe einer Maschine von Daniel Düsentrieb ist es ihm möglich, das Glück zu absorbieren und als ganz normaler Mensch zu leben. Dabei wird das Glück als Flüssigkeit konvertiert. Nimmt er sie wieder zu sich, hat er wieder schlagartig Glück. Gustav genießt das Leben als einfacher Bürger, nimmt Arbeit in einem Fuhrunternehmen an, verliebt sich und genießt die glücklichste Zeit seines Lebens. Doch auf einer Bergfahrt nimmt die Glückseligkeit schlagartig ein Ende...

Kritik:
Schon nach einigen Seiten wurde mir klar: Das ist der Höhepunkt des Comics! Eine Geschichte wie aus dem echten Leben: Harte Arbeit, Haushaltshaltung und Liebe waren für Gustav ein Fremdwort, doch hier wird es ihm ermöglicht, endlich das Leben eines normalen Menschen zu führen. Während er in der ersten Geschichte "Rivalen für immer" hochnäsig rüberkommt, so werden hier ganz andere Seiten an ihm erkennbar, was ihn auf jeden Fall sympathischer macht. Hier ist er nicht der nervende Glücksgockel, der andere erniedrigt, hier muss er bspw. mit seinem glücklosen Vetter zusammenarbeiten. Gustav verliebt sich hier auch zum ersten Mal richtig, und zwar in die Sekretärin Anselma, die ihn wegen seines Stils liebt. Er ist drauf und dran, sein Glück für immer wegzuschmeißen, doch das Pech lauert ihm sozusagen auf...
Ja, es gibt KEIN Happy End! Die Geschichte endet sogar sehr traurig. Der Spruch "Schaffen Sie das Zeug rein. Ich gehe derweil ein wenig weinen." wirkt auf den ersten Blick amüsant, doch es zeigt nur noch mehr, wie Gustav unter seinem Glück leidet - und von allen gehasst wird. Dies wird auch erkenntlich, als er versucht, neue Freunde zu finden, und diese ihn nur ausnutzen wollen. Gustav ist und bleibt einsam.
Geniale Zeichnungen und eine Story, die unter die Haut geht - das verdient die Höchspunktzahl.

Wertung: 5 / 5

Gesamtwertung: 39,5 / 10 = 3,95 von 5 möglichen Punkten (79%)

Fazit: Kaum Totalausfälle, kaum Höhepunkte. Ganz leicht schlechter als das vorherige LTB. Die letzte Geschichte reißt alles raus, während die titelgebende Geschichte "Rivalen für immer" eine Enttäuschung war.

TRIVIALES
Rechtschreibfehler auf Seite 97, 2. Panel links von oben: Wort "ausstellen" vergessen.
Rechtschreibfehler auf Seite 155, oberstes Panel: "Ei n Feuertanz.", es sollte "Ein Feuertanz" heißen.
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#2
(15.09.2011, 23:13)Waluigifan schrieb: In letzter Zeit hat sich viel getan im Character Development von Nimmermehr.

Ach was "Character Development" - er erscheinen bei uns einfach häufiger Geschichten mit ihm. Und bald gibts wohl eine EE, bei einer Ausgabe mehr pro Jahr braucht man ja auch was Neues. Oder es gibt eine Sonderedition. Nächstes Jahr z.B., da hat er sein 50stes. Muss ja gefeiert werden.


Richtig toll ist das Cover, schön mit dem weissen Hintergrund, das macht was her.
Die dazugehörige Story geht für mich in Ordnung, wirkt aber wie für das vierreihige Format geschrieben und deswegen seltsam unrund. Für einen Dreireiher braucht es mehr Story, um über eine angenehme Länge zu überzeugen.
Casty ist vergleichsweise harmlos, aber immer noch sehr stilsicher. Faccinis Zeichnungen passen, sehen denen von Casty (bzw. eher umgekehrt) gar nicht so unähnlich.
Der Doppel-Duck ist wie die vorherigen One-Shots nicht sonderlich interessant, aber angenehm unterhaltsam, das Artwork passt.
Die neue O.M.A.-Story ist prinzipiell gut, aber auch nichts besonderes. Ich fand die Serie interessanter, als Donald und Dussel noch richtig im Auftrag der Organisation losziehen mussten, und nicht wie in den letzten paar Episoden die restliche Familie mit einbezogen wurde. Das hat die O.M.A. immer etwas von den anderen Geschichten abgehoben, hatte personel mehr Substanz und war nicht von vorne herein so beliebig.
Indiana's "Tanz auf Thira" wäre noch ausbaufähig gewesen. Die Zeichnungen sind grossartig und die Rückblenden sehr gut eingebunden, aber der TV-Abenteuer ist überflüssig bzw. allgemein zu wenig Story vorhanden, um wirklich zu überzeugen. Auch wenn man mehr über Martina erfahren hätte, gäbe das der Geschichte mehr Tiefe.

Danach kommt die volle Dröhnung massentauglich umfrageorientiertes Marketing. Gundel, Nimmermehr, Phantomias, Panzerknacker, alles unspektakulär, verschieden gut gezeichnet und vor allem: überflüssig. Lächerlich, immer wieder so was abzudrucken.

Zum Abschluss gibt's die beste Geschichte des Bandes, eine Charakterstudie für Gustav. Hat, bis auf ein paar kindliche Dialogfetzen, die nötige Substanz. Mehr will ich auch gar nicht dazu sagen, eine Sensation ist es nicht gleich, und es wurde schon einiges hier und anderswo dazu angemerkt.

Insgesamt also eine relativ schwache Nummer. Viele Lückenfüller und bis auf die eine gute Duck-Story sind die üblichen Hoffnungsträger weniger gut als im Schnitt.

Waluigifan schrieb:Rechtschreibfehler auf Buchrückseite: "wird's" ist im Deutschen eine Todsünde. Solche Apostrophes (keine Ahnung, ob ich das Wort geschrieben habe) werden nur im ENGLISCHEN benutzt, NICHT im Deutschen.

Ja? Ich hätte mehr Skrupel, zwei konjugierte Verben (wird und es) zu einem neuen, eigentlich nicht existenten Wort zu vereinigen.
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#3
Sicher dass es falsch ist? Es wird ja ein Buchstabe ausgelassen und so ist die Regelung im Deutschen beim Apostroph doch auch, nicht?
[Bild: 343894.png]
Houston! We got a problem! Our computer just started burning!
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#4
Mh "wird's" oder "gibt's" sieht man recht häufig so mit Apostroph und das dürfte auch die "richtige" Schreibweise sein. Ich finde allerdings, dass das total bescheuert und komisch aussieht und deswegen schreibe ich in solchen Fällen eigentlich immer "wirds". Gibt dann natürlich auch welche, denen geht es genau andersrum und die finden "wirds" komisch... Verrückt
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#5
Mein Englisch-Lehrer hat dies gesagt. Er sagt, dass er jedes Mal durchdreht, wenn er irgendwo an einer Straßenecke Schilder mit z.B. "Berta's Imbissbude" sieht, da dass Apostrophe falsch ist.

Ich finde auch, dass es reichlich komisch aussieht, wenn dort im Deutschen ein Apostrophe angehängt wird. Wenn man sich unsicher ist, dann sollte man doch besser "wird es" schreiben.
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#6
(24.09.2011, 23:07)Waluigifan schrieb: Mein Englisch-Lehrer hat dies gesagt. Er sagt, dass er jedes Mal durchdreht, wenn er irgendwo an einer Straßenecke Schilder mit z.B. "Berta's Imbissbude" sieht, da dass Apostrophe falsch ist.

Das ist ja etwas komplett anderes, ob es "Bertas" oder "gibt es" heißt und dann mit Apostroph abgekürzt wird. Zwinkern "Berta's" o.Ä. dürfte in der Tat total falsch und einfach ohne Nachzudenken aus dem Englischen übernommen worden sein.

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#7
Ach so! Stimmt. Dann weiß ich auch nicht genau, was nun die richtige Regelung ist. Grübel

Hab das wohl einfach auf alles übertragen, das mit dem Apostrophe.
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#8
Der Duden meint dazu:

Duden Onlin schrieb:4. Bei umgangssprachlichen Verbindungen eines Verbs oder einer Konjunktion mit dem Pronomen „es" ist der Apostroph entbehrlich; er wird jedoch häufig verwendet.

Wie gehts (auch: geht's) dir?
Nimms (auch: Nimm's) nicht so schwer.
Wenns (auch: Wenn's) weiter nichts ist ...

http://www.duden.de/rechtschreibregeln/apostroph#K16

Ist also beides richtig.

[Bild: calvin-hobbes-math-is-a-religion.gif]
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#9
Wenns (!) so ist, dann gefällts (!) mir so. Greenie Gut
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#10
Very well done! Ich habe demnach meinen ersten Post editiert.
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