F.I.E.S.E.L.S.C.H.W.E.I.F.

Normale Version: Der Politik-Thread
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Ich habe jetzt auch mal beim Wahl-O-Mat zur Europawahl teilgenommen.

Tierschutzpartei - 80,3 %
Partei für die Tiere - 80,3 %
Demokratie in Europa / DiEM25 - 78,9 %
Grüne / Bündnis 90 - 76,3 %
Die PARTEI - 75 %
ödp - 73,7 %
SPD - 72,4 %
DIE FRAUEN - 72,4 %
Die Linke - 69,7 %
Familien-Partei - 69,7 %
Piraten - 69,7 %
Volt - 65,8 %
Partei für Gesundheitsforschung - 65,8 %
Die Humanisten - 60,5 %
Freie Wähler - 56,6 %
CDU / CSU - 52,6 %
FDP - 48,7 %
NPD - 36,8 %
AfD - 28,9 %
(05.05.2019, 15:07)Huwey schrieb: [ -> ]Ja das meinte ich. Ich glaube halt mittlerweile nicht mehr wirklich, dass eine Frauenquote tatsächlich für die Anerkennung von Frauen a Arbeitsplatz oder sonst wo förderlich ist.

Bei der Frauenquote geht es doch gar nicht um die Anerkennung der Frau am Arbeitsplatz, sondern darum, dass Frauen bessere Chancen bekommen, bei guter Qualifizierung einen guten Beruf zu erlangen - und da denke ich schon, dass eine Frauenquote förderlich, ja sogar notwenig ist. Natürlich wird mit der Frauenquote Sexismus nicht abgeschafft, aber ich denke, es ist wenigstens ein erster Schritt.

Wie schon angemerkt hat, finde ich es übrigens auch ziemlich verwunderlich, warum hier im Forum so viele ausgerechnet linke/ökologische Parteien wählen würden ... Grübel

: Machst du eigentlich auch noch den Wahl-O-Mat?
(13.05.2019, 18:41)Floyd Moneysac schrieb: [ -> ]Wie schon angemerkt hat, finde ich es übrigens auch ziemlich verwunderlich, warum hier im Forum so viele ausgerechnet  linke/ökologische Parteien wählen würden ...  Grübel

Warum der eher traurige Smiley?
Der Smiley sollte eher nachdenklich wirken, schließlich befinden sich die meisten Deutschen politisch eher rechts von der Mitte, unsere Wahl-O-Mat-Ergebnisse bilden also ganz und gar nicht unsere Gesellschaft ab.
[Nachtrag: Nein, das stimmt nicht so ganz. Es gibt immer gleich viele Linke wie Rechte.]
Der Smiley steht also nicht dafür, dass mich das traurig stimmt, ich würde mich ja selber eher als Linken/Öko bezeichnen.
(14.05.2019, 18:13)Floyd Moneysac schrieb: [ -> ]Der Smiley sollte eher nachdenklich wirken, schließlich befinden sich die meisten Deutschen politisch eher rechts von der Mitte, unsere Wahl-O-Mat-Ergebnisse bilden also ganz und gar nicht unsere Gesellschaft ab.

Echt, so weit sind wir schon? Oh Gott...

Ja ok, der Smiley steht glaub ich sogar für nachdenklich!  Gut
Ja, ich hoffe auch inständig, dass niemand von hier bei der anstehenden EU-Wahl eine Partei wählt, die den Klimawandel leugnet, die Nazizeit verharmlost, die EU am liebsten abschaffen würde und mit Vorurteilen Angst vor bzw. Stimmung gegen Minderheiten schürt. Und auch nicht als "Protestwahl" - wohin das führen kann, haben wir ja mittlerweile oft genug gesehen (Brexit u.a.).

Mein Wahl-O-Mat-Ergebnis:

GRÜNE91,4 %
DiEM2590,5 %
Tierschutzpartei89,7 %
Die PARTEI87,1 %
ÖkoLinX86,2 %
Tierschutzallianz85,3 %
SPD85,3 %
BIG84,5 %
DIE FRAUEN83,6 %
DIE LINKE82,8 %
Volt82,8 %
NL82,8 %
DIE VIOLETTEN81,9 %
BGE81 %
PIRATEN81,9 %
DIE DIREKTE!81 %
ÖDP80,2 %
LIEBE78,4 %
FAMILIE76,7 %
MENSCHLICHE WELT76,7 %
Graue Panther70,7 %
MLPD69,8 %
Die Grauen69,8 %
PARTEI FÜR DIE TIERE66,4 %
Die Humanisten64,7 %
DKP63,8 %
FREIE WÄHLER62,9 %
CDU / CSU62,1 %
SGP61,2 %
LKR59,5 %
Gesundheitsforschung52,6 %
FDP48,3 %
BP43,1 %
Bündnis C39,7 %
Volksabstimmung33,6 %
III. Weg30,2 %
TIERSCHUTZ hier!28,4 %
NPD28,4 %
DIE RECHTE25 %
AfD13,8 %
Da ich aufgefordert wurde, die Ergebnisse des Wahlomaten hier reinzukopieren:

ÖkoLinX 86,7 %
DIE LINKE 84,4 %
ÖDP 83,3 %
DiEM25 81,1 %
DIE VIOLETTEN 81,1 %
BGE 81,1 %
DIE FRAUEN 80 %
Die PARTEI 80 %
DIE DIREKTE! 80 %
PIRATEN 80 %
GRÜNE 78,9 %
Tierschutzpartei 78,9 %
Tierschutzallianz 77,8 %
MLPD 77,8 %
NL 74,4 %
SGD 73,3 %
MENSCHLICHE WELT 73,3 %
PARTEI FÜR DIE TIERE 72,2 %
BIG 72,2 %
Die Grauen 71,1 %
SPD 70 %
Graue Panther 70 %
DKP 68,9 %
FAMILIE 68,9 %
Volt 67,8 %
LKR 62,2 %
LIEBE 60 %
Gesundheitsforschung 60 %
Die Humanisten 57,8 %
Bündnis C 55,6 %
FREIE WÄHLER 52,2 %
BP 52,2 %
CDU / CSU 52,2 %
III. Weg 51,1 % (Ach du Schreck!)
Volksabstimmung 51,1 %
FDP 47,8 %
DIE RECHTE 45,6 %
TIERSCHUTZ hier! 44,4 %
NPD 37,8 %
AfD 30 %

: Im Gegenteil, mit der Frauenquote wird Sexismus gefördert. Bevorteiligung ist auch eine Form der Diskriminierung. Wenn es eine Frauenquote gibt, muss es auch eine Männerquote geben.
Ich sehe das eher so, dass man mit der Frauenquote versucht, gegenzusteuern. Wenn erst mal die Anteile relativ ausgeglichen sind, sollte die bislang immer noch andauernde Bevorzugung männlicher Kandidaten bei ansonsten gleichen Voraussetzungen sich von selbst erledigen. Dass freiwillige Selbstverpflichtungen nicht funktionieren, ist leider auch Fakt.

---------

Findet eigentlich noch jemand, dass Bernd Luckes neue Partei irgendwie klingt wie "Huey Lewis & the News" oder, um etwas näher an der Wahrheit zu bleiben "Flash & the Pan"? :D
(15.05.2019, 13:32)Topolino schrieb: [ -> ]: Im Gegenteil, mit der Frauenquote wird Sexismus gefördert. Bevorteiligung ist auch eine Form der Diskriminierung. Wenn es eine Frauenquote gibt, muss es auch eine Männerquote geben.

Irgnendwie verstehe ich dein Argument nicht. Wisst du einem damit sagen, dass eine Frauenquote sexistisch gegenüber dem Mann ist? Nein, ist sie nicht, mit einer Frauenquote wird man als Frau nicht bevorteit, sondern die Chance erhöht, einen gutbezahlten Job zu bekommen, den sie ohne Frauenquote, weil sie kein Glied besitzt, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bekommen hätte.

Allerdings hätte ich nichts gegen eine Männer- und Frauenquote, wie du es vorschlägst.

Edit: war schneller.
(15.05.2019, 14:36)Floyd Moneysac schrieb: [ -> ]Irgnendwie verstehe ich dein Argument nicht. Wisst du einem damit sagen, dass eine Frauenquote sexistisch gegenüber dem Mann ist?
Ja, ganz genau das will ich sagen.

Zitat:Nein, ist sie nicht, mit einer Frauenquote wird man als Frau nicht bevorteit, sondern die Chance erhöht, einen gutbezahlten Job zu bekommen, den sie ohne Frauenquote, weil sie kein Glied besitzt, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bekommen hätte.
Doch, sie wird bevorteilt, weil Stellen für Frauen garantiert werden, während es keine verbindlichen Maßnahmen für Männer gibt. Eine Frau muss genommen werden; ein Mann muss nicht genommen werden. Wenn eine weibliche Stelle frei wird, kann ich sie als Mann nicht antreten, bloß aufgrund meines Geschlechts. Das ist Diskriminierung entgegen dem Grundgesetz.
Zur Männerquote: Es mag zwar vielleicht eher unwahrscheinlich sein, dass eine Männerquote überhaupt Anwendung finden würde, weil Männer immer noch dominieren, aber möglich ist es und daher sollte sie der Gerechtigkeit halber zumindest auf dem Papier vorhanden sein. Wenn es nur eine Frauenquote gibt, ist das, zumindest bei juristisch-theoretischer Betrachtung, zutiefst diskriminierend.
Zu deiner Ausdrucksweise („weil sie kein Glied besitzt“): Ich glaube kaum, dass die äußeren Geschlechtsmerkmale bei der Arbeitnehmersuche von Bedeutung sind. Balken Wer Männer als Arbeitnehmer bevorzugt, der hat vermutlich klischeehafte Charakterbilder im Kopf.
Ich bin übrigens der Meinung, dass der „Geschlechterkampf“ erheblich geringer ausfiele, wenn man Kindern nicht schon von Geburt an ihre Geschlechterrolle aufzwängte. Die Gesellschaft macht einen zum Teil auch zu einer Frau oder einem Mann. „Du bist ein Junge, du musst mit Rittern und Drachen spielen; du bist ein Mädchen, du musst mit Puppen spielen; du musst als Junge die Haare kurz tragen; du musst als Mädchen die Haare lang tragen; du musst als Mädchen andere Kleidung in anderen Farben, vor allem in Pink, tragen; Männer weinen nicht“, und so weiter. Aber jetzt schweife ich langsam vom Thema ab.
(15.05.2019, 18:10)Topolino schrieb: [ -> ]Doch, sie wird bevorteilt, weil Stellen für Frauen garantiert werden, während es keine verbindlichen Maßnahmen für Männer gibt. Eine Frau muss genommen werden; ein Mann muss nicht genommen werden. Wenn eine weibliche Stelle frei wird, kann ich sie als Mann nicht antreten, bloß aufgrund meines Geschlechts. Das ist Diskriminierung entgegen dem Grundgesetz.

Zurzeit ist es so, dass, wenn eine Stelle frei wird, eher ein Mann genommen wird als eine Frau - trotz gleicher Voraussetzung. Das ist Fakt. Und das ist diskriminierend. Wenn mit einer Frauenquote eine Stelle frei wird, wird eine Frau genommen, wenn sonst die Quote nicht erreicht wird; ist die Quote sowieso schon erreicht, nimmt man entweder Mann oder Frau, in der Regel eben häufiger den Mann. Diskriminierung herrscht also erst bei einer Frauenquote bei über 50 %. Ich fände aber die Lösung mit Männer- und Frauenquote auch am besten.

Topolino schrieb:Zu deiner Ausdrucksweise („weil sie kein Glied besitzt“): Ich glaube kaum, dass die äußeren Geschlechtsmerkmale bei der Arbeitnehmersuche von Bedeutung sind. Balken Wer Männer als Arbeitnehmer bevorzugt, der hat vermutlich klischeehafte Charakterbilder im Kopf.
1. Bei der Arbeitnehmersuche werden ausschließlich Männer gesucht und Arbeitnehmer sind ausschließlich Männer.
2. Die äußeren Geschlechtsmerkmale spielen bei der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmersuche offensichtlich eine Rolle. Wie sonst kannst du dir erklären, dass Männer in der Regel besserbezahlte Jobs bekommen bzw. Männer in gewissen Bereichen überrepräsentiert sind? Die einzige alternative Erklärung wäre, dass Frauen so erzogen werden oder von der Gesellschaft so beeinflusst, dass sie "freiwillig" schlechterbezahlte Berufe ausüben.
(15.05.2019, 18:43)Floyd Moneysac schrieb: [ -> ]Zurzeit ist es so, dass, wenn eine Stelle frei wird, eher ein Mann genommen wird als eine Frau - trotz gleicher Voraussetzung. Das ist Fakt. Und das ist diskriminierend. Wenn mit einer Frauenquote eine Stelle frei wird, wird eine Frau genommen, wenn sonst die Quote nicht erreicht wird; ist die Quote sowieso schon erreicht, nimmt man entweder Mann oder Frau, in der Regel eben häufiger den Mann. Diskriminierung herrscht also erst bei einer Frauenquote bei über 50 %. Ich fände aber die Lösung mit Männer- und Frauenquote auch am besten.
Solange es keine Männerquote gibt, gilt folgendes:
Betriebe mit über 50 bis 100 Prozent Männern: nicht erlaubt.
Betriebe mit über 50 bis 100 Prozent Frauen: erlaubt.
Das ist eine eindeutige rechtliche Ungerechtigkeit und somit diskriminierend. Der Grund des Ganzen und wie oft das in der Praxis vorkommt usw. ändern daran auch nichts und könnten höchstens als Rechtfertigung dienen. Faktisch bleibt es aber eine Diskriminierung, da hat Topolino recht.
Na gut. Abgesehen davon, dass eine Frauenquote niemals bei 50 Prozent liegt und Sexismus dadurch nur theoretisch gefördert wird (30 oder 40 Prozent sind eher ein Ziel), habt ihr recht.
(11.07.2019, 18:06)Barks01 schrieb: [ -> ]Es wird Regelwerk ins Leben gerufen. Wer sich nicht daran hält, wird bestraft. Wer sich besonders für seine Gruppe aufopfert oder das meiste Essbare beschafft, kriegt auch mehr Essen als die anderen. Wer auf der faulen Haut liegt, kriegt weniger Essen oder wird gar aus der Gruppe ausgeschlossen.

Ich schrieb:Ich habe den Teil meines Beitrags, auf den du dich hier beziehst, wieder gelöscht (es ging um John Rawls’ Gerechtigkeitstheorie), weil ich ihn in dem Kontext als unpassend empfand. Ich werde mich, was dieses Thema betrifft, vielleicht wann anders noch einmal ausführlicher äußern, wahrscheinlich im Politikthread. Zwinkern

Wie gesagt antworte dir jetzt einmal auf deinen Beitrag aus dem „Der *ultimative* Thread gegen Langeweile“-Thread.

Wenn ich das richtig verstehe, nehme ich an, dass du davon ausgehst, dass die freie Marktwirtschaft gerecht ist, da ich, wenn ich viel arbeite oder viel leiste, einen höheren Lohn bekomme als wenn ich wenig arbeite oder leiste. Könnte man denken. Stimmt aber nicht, denn es herrscht keine Chancengleichheit. Wenn ich zum Beispiel aus einer sozial schwachen Familie komme, dumm oder weiblich bin, ist es für mich schwerer, eine gutbezahlte Arbeit zu bekommen als wenn meine Eltern zur (Bildungs-)Elite gehören, ich intelligent oder männlich bin. Diese Chancenungleichheit lässt sich leider nur zum Teil beheben, deswegen brauchen wir einen guten Sozialstaat, wenn nicht sogar den Sozialismus, wenn wir Gerechtigkeit herstellen wollen.
Klar ist es aber dennoch legitim, als reicher Mensch eigennützig eine Partei zu wählen, die gegen die Umverteilung von Geld ist, denn solange eine Mehrheit der Menschen unter dem Reichtum der Elite leidet, wird es in einer Demokratie sowieso zu einer Umverteilung des Geldes kommen.
Das Problem dabei ist nur, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt, die jetzt in Deutschland kein Erstens Personen aus anderen Ländern, die vor allem unter unserer Wirtschafts-, Umweltpolitik und Flüchtlingspolitik leiden und zweitens unsere Kinder und Enkelkinder, die unter den Folgen unserer aktuellen Klimapolitik leiden werden.
Deswegen werde ich nie irgendwelche neoliberalen Parteien wie die FDP oder Union und völkisch-nationalistische Parteien wie die AfD wählen.

Mein großer Traum ist übrigens ein großer föderaler Staat, der Themen wie Sozial- oder Umweltpolitik auf globaler Ebene behandelt. Es herrschte Gerechtigkeit und Frieden.
Es geht nicht um Dummheit, sondern um Willensstärke. Es ist nicht immer so, dass jemand, der in eine bildungsferne Familie hineingeboren wird, gleich keine gutbezahlte Arbeit bekommen kann. Nur, diejenige Person muss fleißig sein. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Bekannter, der als kleines Kind mit seiner Familie mit nur sehr wenig Geld als Kontingentflüchtling nach Deutschland kam, lange Zeit nur von Sozialgeld lebte, dann aber mit einer unheimlichen Willenskraft sich zusammennahm, schließlich ein Stipendium bekam, in den USA studierte und jetzt Finanzchef in einem riesigen deutschen Investment-Unternehmen ist. 
Aber natürlich musste er sich mehr anstrengen, als wenn er in eine reiche Familie hineingeboren wäre.
Trotzdem zeigt dieses Beispiel: Jeder kann etwas erreichen, wenn er sich genug Mühe gibt.

Ach, und ich habe in keinster Weise erwähnt, dass ich die AFD wählen würde. Wie ich ja schon gesagt habe, ich hab was gegen rechts und finde den Aufstieg der AFD sehr bedrohlich.
Dein Beispiel über einen Bekannten, den du dir auch ausgedacht haben könntest, sagt nichts aus und rechtfertigt auch nicht die Chancenungleichheit. Warte ab, bis ihr im Geschichtunterricht irgendwann mal die Industrielle Revolution durchnehmt, dann wirst du schon merken, dass es ganz und gar nicht um Willensstärke geht. Zwinkern
(12.07.2019, 14:50)Barks01 schrieb: [ -> ]Trotzdem zeigt dieses Beispiel: Jeder kann etwas erreichen, wenn er sich genug Mühe gibt.
Keineswegs. Ein einziges Beispiel für Behauptung A zeigt, dass A nicht in jedem Fall falsch ist, nicht, dass A in jedem Fall richtig ist.

Zitat:Aber natürlich musste er sich mehr anstrengen, als wenn er in eine reiche Familie hineingeboren wäre.
Und das findest du völlig okay, dass jemand mit reichen Eltern einen besseren Job bekommt als jemand aus einer armen Familie, der/die sich genauso viel "anstrengt"?
Die "jeder kann es schaffen"-Erzählung ist ein Märchen. Abgesehen von den strukturellen Benachteiligungen für Arme, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund etc. etc. etc., die den Aufstieg nicht verunmöglichen, aber sehr erschweren, und abgesehen davon, dass zu wirtschaftlichem Erfolg sehr viel Glück und sehr viel Skrupellosigkeit gehört: Was ist mit Menschen mit Konzentrationsschwächen oder anderen geistigen Störungen und mit schwer Traumatisierten? Müssen die sich genauso "anstrengen"? Und in weiterer Folge Menschen, die einfach weniger intelligent, weniger gebildet, weniger ausdauernd sind - alles Faktoren, die sie nicht selbst bestimmen -, oder einfach lieber Zeit mit ihrer Familie verbringen, statt mit Finanzprodukten zu handeln? Ist das verwerflich und sollte mit niedrigerem Lebensstandard bestraft werden? (Wenn man, wie ich, nicht an den freien Willen glaubt, fällt das Konstrukt sowieso in sich zusammen.) Amerikanische Firmenchefs verdienen 312-mal so viel wie ihre Mitarbeiter; glaubst du wirklich, dass sie sich 312-mal so sehr "anstrengen"?
Aber gut, mit elf hab ich auch noch an den Kapitalismus geglaubt.
Über Politik rede ich ungern, IRL gar nicht und im Internet nur wenn ich Lust habe, es angebracht ist und merke das die anderen tolerant und gemäßigt sind, weil dieses Thema und Diskussion darüber, das schlechteste aus den Menschen rausholen kann. Vorallem kann es Freundschaften ruinieren. Und schlussendlich ist es ja nicht so, als hätte meine Meinung, wenn ich sie irgendwo im Internet äußere, einen Einfluss auf die Zukunft der Menschheit oder so.

Tatsächlich finde ich es schon nervig, dass heute jeder Quark politisiert wird, vorallem im Internet, und dann dabei so getan wird, als gäbe es nur links und rechts.

Primus schrieb:Amerikanische Firmenchefs verdienen 312-mal so viel wie ihre Mitarbeiter; glaubst du wirklich, dass sie sich 312-mal so sehr "anstrengen"?
Was ist mit Dagobert Duck? Er hat sein Vermögen ehrlich verdient, indem er schlauer war als die schlauesten und härter als die härtesten. Und dabei ist er immer ein ehrlicher Mensch geblieben. Naja, fast immer das, hängt stark von der eigenen Sichtweise und der Version ab.
(21.07.2019, 20:19)Floyd Moneysac schrieb: [ -> ]Du weißt schon, dass Dagobert Duck eine ausgedachte Comicfigur ist?
Laut donaldistischen Forschungen (Quanten-Chronodynamik des Stella-Anatium-Universums) ist Entenhausen real.

Aber was ist mit Mac Moneysac, Klaas Klever, dem Maharaja von Zasterabad, Grafen von Gondola und anderen Mitgliedern aus dem Club der Milliardäre?

Die haben sich ihren Reichtum bestimmt nicht ehrlich erarbeitet. Klever hat alles geerbt, von seinem Vater Kuno Klever, auch der Maharaja hat sein Reich vom vorherigen Maharaja übernommen. Moneysac wiederum ist, in meiner Vorstellung, durch kriminelle Machenschaften reich geworden, z.B. indem er mit tyrannischen Kolonialherren zusammengearbeitet hat.

In Brutopia wiederum sind fast alle so arm, dass sie sich nichtmal ein Eis leisten können, weil die Obrigkeiten, wie der Spion der das Bombastium haben wollte, nur in die eigenen Taschen wirtschaften und den Rest für unnötigen Schnickschnack wie Gewehre und U-Boote verbraten. In Unstetistan wollten Rebellen den Prinzen stürzen und die Schätze ihrer Heimat ins Ausland verscherbeln.

Donald wiederum ist faul und ambitionslos, nicht der Hellste, oft arbeitslos und muss sich immer etwas von einem Onkel pumpen, aber trotzdem hat er ein eigenes Haus und Auto, kann sich ab und zu mal was gönnen und erlebt viele Abenteuer.
Glaubt ihr, Kommunismus könnte in Entenhausen funktionieren? In Tra La La funktionierte es sehr gut, zumindest bis zum Debakel mit den Kronkorken. In Brutopia läuft es auch... aber mit unangenehmen Folgen für die Menschen dort.
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