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Umfrage: Die beste Übersetzung
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Frei und kreativ
22.22%
6 22.22%
Kreativ, aber ohne Sinn Veränderungen
44.44%
12 44.44%
So orginal getreu wie nur möglich
22.22%
6 22.22%
Kommt drauf an, ist mir nicht so wichtig
11.11%
3 11.11%
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Themabewertung:
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Beste Übersetzung
#21
Ok, dann sehe ich jetzt klar. Danke für die Auskunft! Sind noch andere Fälle bekannt, bei denen der Originaltext für den amerikanischen Heftabdruck verändert wurde?
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#22
Keine Ahnung, das hat mich auch nie so wirklich interessiert, zumal mir das auch nicht wirklich bewusst war. Ich hab aber eh für die DRC noch mal alles anhand der tatsächlichen Originalskripts nachbearbeitet, von daher ist das heute für die deutschen Veröffentlichungen nicht mehr relevant.
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#23
(06.07.2015, 22:18)Jano schrieb: Hätte Fuchs nicht mit dieser Unsitte angefangen, gäbe es solche Diskussionen gar nicht. Und das immer vorgebrachte Totschlagargument, dass Comics in Deutschland erst durch Fuchs überhaupt erfolgreich werden konnten, kann mir auch keiner erzählen. In den europäischen Ländern gab es keine "lustigen" Fuchs-Stil-Übersetzungen und dort sind die Comics trotzdem auch heute noch extrem erfolgreich, oftmals sogar noch mehr als in Deutschland.
Jaja  Greenie In Italien, wo Disney-Comics eindeutig einen höheren Stand haben als in Deutschland, hat Guido Martina mit seinen Barks-Übersetzungen viel mehr Schaden angerichtet als Dr. Erika Fuchs.  Balken
"Der Akt der Hilfe von Kraftausdrücken, um andere Fluch zu verfolgenden Straftaten in Deutschland, die in steilen Geldbußen führen können. Nur Spiegeln einer Person während der Fahrt kann zu einer Geldstrafe zwischen 600 € und 4.000 € führen."
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#24
Here we go again ...

Mehr Schaden als Erika Fuchs kann man kaum anrichten. Man sagt zwar immer wieder, sie hätte den Stand des Comcis in Deutschland verbessert, aber das ist nur oberflächlich betrachtet der Fall. Tatsächlich ist es das Gegenteil. Deutsche Feuilletonfutzis sind so unglaublich verknallt in Fuchs, dass alles andere neben ihr in den Hintergrund gerückt und heruntergespielt wird. Es gibt ein Fuchs-, aber kein Barks-Museum, obwohl sein Leben wesentlich interessanter war. Im deutschsprachigen Raum wird mehr über Fuchs als über Barks geredet, was skandalös ist. Die grösste „Medianattraktion“ in Sachen Disney-Comics, die Donaldisten – und das gilt wohl als steile These, ist für mich aber ziemlich offensichtlich – sind Fuchs-Fans und keine Barks-Fans, und halten die Leistung von Fuchs für mindestens gleichwertig zu der von Barks. Sie erklären zum Beispiel den Originaltext für bedeutunglos und interessieren sich nur für den Fuchs-Text, was wahrscheinlich in den 70ern eine Bequemlichkeitslösung war, weil Originalhefte schwer zu bekommen waren, aber bis heute anhält. Fuchs hat die Übersetzungsphilosophie sämtlicher deutscher Neutexter vergiftet. Hier meint zum Beispiel einer, die Behauptung, Text und Bild müssen beim Comic zusammenpassen, wäre „viel zu pauschal“, und Fuchs dürfe das sowieso, weil man sonst ja auf die genialen Poesieperlen Fuchs’ verzichten müsste, sollten sie nicht zum Bild passen. Weiteres Beispiel:
(26.11.2016, 10:27)Floyd Moneysac schrieb: ich habe mal einen Zeitungsartikel (in einer ziemlich niveaulosen Zeitung) gelesen, in dem steht, „dass dank Fuchs die Donald-Comics auch für Erwachsene interessant sein können“.
Fuchs hat die Comickultur in Deutschland vielleicht pervertiert, aber definitiv nicht verbessert. Es ist offensichtlich, dass sowohl Fuchs’ Neutextungen als auch die Bewunderung für diese ein Artefakt einer Zeit ist, in der Deutschland das spießigste Land weltweit war. Wir sind doch alle recht progressiv hier, warum wird also ausgerechnet bei diesem Thema immer so gezögert? Deshalb finde ich es auch so lustig, wenn Leute Fuchs damit verteidigen, dass diese massiven Eingriffe ja alle notwendig gewesen wären, um der Micky Maus in den 50ern in Deutschland überhaupt eine Überlebenschance einzuräumen, weil ja alles extrem spießig war – und sich dann selbst als Fuchs-Fans bekennen. Merken die nicht, wie sie sich selbst beleidigen, wenn sie zugeben, dass sie Texte dann am besten finden, wenn mit Biegen und Brechen versucht wird, sie der Spießerkultur Deutschlands in den 50ern anzupassen?

Hast du Quellen bezüglich des Schadens, den Martina angerichtet hat? Ich habe das zwar schon mehrmals gehört, aber noch nie richtige Belege oder Beispiele gesehen. Wenigstens war Guido Martina ein echter Comicenthusiast und nicht jemand, der sagt, er lese „freiwillig keine Comics“. Und Guido Martinas positiver Einfluss ist immens, er hat als erster konsequent längere Geschichten im Stil von Barks und Gottfredson geschrieben, als erster noch längere Geschichten geschrieben, das Genre der Literaturparodien eingeführt ... ohne ihn gäbe es die italienische Disney-Comic-Kultur, wie wir sie kennen, nicht. Ohne ihn sähen Disney-Comic-Bücher, falls es sie überhaupt noch gäbe, überall so aus wie die niederländischen Hefte. Fuchs hat nichts vergleichbares auf die Beine gestellt.
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#25
*Seufz* - Ein leidiges Thema. Aber auch logisch, das man Denkmäler umstoßen will.

Alle Generationen bis in die 1990er hinein sind mit den Fuchs Übersetzungen aufgewachsen. Das prägt natürlich, ob man will oder nicht. Mittlerweile ist es natürlich viel leichter, an die Originaltexte zu gelangen. Aber es war ja nicht nur im Comicbereich gang und gäbe, auch im Film, TV und Buchbereich wurde alles "eingedeutscht" was nur ging. "Witz komm raus, Du bist umzingelt" war das Mantra. Wenn man sich manche Filme der 70er oder 80er ansieht/anhört … dagegen war Fuchs harmlos.

Trotzdem ist die Kritik natürlich legitim. Man sollte jetzt aber trotzdem nicht alles verteufeln, was sie damals gemacht hat. Barks hätte sich nie - so wie Don Rosa jetzt - so darum gekümmert, dass alles Wortgetreu übertragen wird.

Und auch Fuchs hat, obwohl sie kein Comics las, Barks natürlich als den großartigen Künstler anerkannt, der er war. 

Schlusswort (obwohl es das nicht sein kann, ist mir klar): Man kann Barks Comics auch in Fuchs-Übersetzung genießen, muss es aber nicht.
Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#26
(25.06.2020, 22:00)Mile schrieb: Man sollte jetzt aber trotzdem nicht alles verteufeln, was sie damals gemacht hat.
Tu ich auch nicht. Wenn die Erika-Fuchs-Texte der Originaltext wären, würde ich sagen, dass er zu einem Drittel wirklich sehr gut, zu einem Drittel mittelmäßig und zu einem Drittel absolut furchtbar ist. Die Existenz der Fuchs-Texte und deren Qualität finde ich aber viel weniger problematisch als den Fakt, dass sie zu etwas anderem gemacht werden, als sie sind: Verkrampft klingende Neutextungen, die sich mit Bildung aus der Dose beim Spießertum anbiedern.

Auch das kann interessante Momente haben. Wären die Erika-Fuchs-Texte irgendein Nischenprojekt von Nerds mit dem Motto „wie sähe es wohl aus, wenn man die Texte aus Carl-Barks-Comics entfernen und durch eine Hausfrau im Jahre 1955 neutexten lässt, der man sagt, es handle sich um einen patriotischen Bildungscomic für unartige Kinder“, wäre das ganz unterhaltsam und es für das gute Drittel absolut wert, aber es ist nunmal die erste und leider auch letzte offizielle „Übersetzung“ eines Werkes, dass es eigentlich verdient hätte, als Literatur ernst genommen zu werden. Und zwar wirklich ernst genommen.

Wäre ein Hemingway-Roman durch irgendwelche absurden Umstände zu so einer Erstbehandlung gekommen, wäre das heute auch nur noch eine historische Kuriosität und keiner würde sagen, die Erstbehandlung hätte schon gereicht, weil sie ja auf ihre eigene Art und Weise genauso gut ist.

Die ersten Asterix-„Übersetzungen“ wurden von Rolf-Kauka angefertigt und haben die Comics zu einer Parodie auf die damals aktuelle politische Situation gemacht. Auch das hat wohl ein paar lustige Momente bereitet, aber es ist unumstritten, dass es notwendig war, dass Penndorf die offizielle Übersetzung gemacht hat. Bei Fuchs ist die Situation fast gleich, nur wird hier im Gegensatz zu Asterix immer noch argumentiert, die Fuchs-Neutextung solle bis in alle Ewigkeit bestehen bleiben. Das könnte daran liegen, dass Asterix eben generell als Literatur ernst genommen wird, oder zumindest ernster als Disney-Comics. Laut meinem Grossvater war Asterix damals der einzige Comic, den man als Erwachsener Mensch offen lesen konnte, ohne dass es ungewöhnlich war (und ich habe das Gefühl, das ist auch heute noch so).

Ich habe also nicht viel gegen Fuchs persönlich, sondern dagegen, dass ihre Arbeit so enorm über Wert gehandelt wird, bis zu dem Punkt, an dem sie Barks überschattet.

Achja, eins habe ich total vergessen: In Italien sind die Barks-Geschichten schon lange neu übersetzt. Das allein dürfte Spectaculus’ Behauptung von wegen „mehr Schaden angerichtet“ entkräften.
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#27
Ich stimme dir ja grundsätzlich zu, aber ...


Zitat:Die ersten Asterix-„Übersetzungen“ wurden von Rolf-Kauka angefertigt und haben die Comics zu einer Parodie auf die damals aktuelle politische Situation gemacht. Auch das hat wohl ein paar lustige Momente bereitet, aber es ist unumstritten, dass es notwendig war, dass Penndorf die offizielle Übersetzung gemacht hat. Bei Fuchs ist die Situation fast gleich
hier nicht. Wie gesagt kann man Fuchs' Wirken aus heutiger Sicht auf jeden Fall kritisieren, vergleichbar mit der kruden Asterix-Version von Kauka ist das aber nicht im Geringsten. Asterix IST immer ein Stück weit eine Parodie auf die politische/gesellschaftliche Situation gewesen und das wurde von Kauka eben in einer sehr unguten Weise umgedeutet. Der Unterschied ist vor allem auch, dass Goscinny und Uderzo entsetzt waren, als sie das gesehen haben. Das ist ein völlig anderer Kontext als bei Barks bzw. bei Disney-Comics.



Man darf den historischen Kontext einfach nicht außer Acht lassen. Ja, der Hemingway-Vergleich ist natürlich richtig, aber in den 50er-Jahren war es einfach gesellschaftlicher Konsens, dass ein Roman und ein Comic-Heft in keinster Weise vergleichbar sind. Heute sind wir zum Glück weiter... aber ich stimme dir zu, dass wir eigentlich noch weiter sein könnten.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#28
(26.06.2020, 00:33)313er schrieb: Wie gesagt kann man Fuchs' Wirken aus heutiger Sicht auf jeden Fall kritisieren, vergleichbar mit der kruden Asterix-Version von Kauka ist das aber nicht im Geringsten. Asterix IST immer ein Stück weit eine Parodie auf die politische/gesellschaftliche Situation gewesen und das wurde von Kauka eben in einer sehr unguten Weise umgedeutet.
Natürlich sind die vergleichbar: Beide Werke wurden von einem Neutexter völlig neu geframt. Ich habe noch nie so eine Kauka-Fassung gelesen, deshalb kann ich nicht genau sagen, wie krude die ist, aber dass Kaukas Asterix-Fassung noch kruder ist als Fuchs’ Barks-Fassung heißt nicht, dass nicht beide Fälle grundsätzlich der selben Kategorie angehören.
(26.06.2020, 00:33)313er schrieb: Der Unterschied ist vor allem auch, dass Goscinny und Uderzo entsetzt waren, als sie das gesehen haben. Das ist ein völlig anderer Kontext als bei Barks bzw. bei Disney-Comics.
Ja, das ist ein völlig anderer Kontext. Goscinny und Uderzo hatten volle Kontrolle über alles, Barks war einer von vielen anonymen Disney-Zeichnern und wusste nicht einmal, dass seine Comics noch irgendwo ausserhalb der USA abgedruckt werden. Aber inwiefern ist das hier relevant? Wollen wir uns nach dem furchtbaren Disney-System richten, wenn es darum geht, was akzeptabel im Disney-Comic-Geschäft ist? Dann können wir einpacken.
(26.06.2020, 00:33)313er schrieb: Man darf den historischen Kontext einfach nicht außer Acht lassen. Ja, der Hemingway-Vergleich ist natürlich richtig, aber in den 50er-Jahren war es einfach gesellschaftlicher Konsens, dass ein Roman und ein Comic-Heft in keinster Weise vergleichbar sind. Heute sind wir zum Glück weiter... aber ich stimme dir zu, dass wir eigentlich noch weiter sein könnten.
Da widerspreche ich dir nicht. Genau das sage ich: Hätte es in den 50ern eine fuchsartige Hemingway-Bearbeitung gegeben, so würde es inzwischen schon lange eine neue Übersetzung geben und die Erstbearbeitung wäre eine lustige Kuriosität. Ab den 50ern HAT es die Fuchsneutextungen der Barks-Comics gegeben. Wenn man Barks’ Gesamtwerk also wirklich für hochwertige Literatur hält, darf man hier keine Unterschiede machen.
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#29
Also ich finde das Thema nicht leidig, sondern sehr spannend. Auch wenn ich das früher vielleicht teilweise anders gesehen habe, aber inzwischen muss ich Luk eigentlich grundsätzlich in allen Punkten zustimmen und bin immer wieder froh, dass sich zu diesem Thema auch mal so klar und direkt geäußert wird.
"Mehr Schaden als Erika Fuchs kann man kaum anrichten" klingt natürlich erstmal hart, aber ich finde die Argumentation von Luk sehr schlüssig. Daher würde ich es auch begrüßen, wenn man mit der Texter-Tradition brechen und die Geschichten von Barks und anderen Autoren am Original orientiert übersetzen würde (wobei ich natürlich nicht einschätzen kann, inwiefern das bei den aktuellen Comics inzwischen vielleicht auch schon der Fall ist).
Auch wenn mir die Fuchs-Texte größtenteils gut gefallen, was sicherlich auch immer etwas mit Nostalgie zu tun hat, lese ich die Comics heute auch lieber im Orginal, wofür ich mir extra mal einen Band der Fantagraphics-Reihe zugelegt habe. Und ich finde auch, dass die Wertschätzung der Fuchs-Texte manchmal einen Schritt zu weit geht, wenn dagegen die Arbeit von Autoren und Zeichnern wie Carl Barks oder seiner zahllosen Kollegen zu wenig Beachtung findet.
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#30
(26.06.2020, 02:33)Luk schrieb: Natürlich sind die vergleichbar: Beide Werke wurden von einem Neutexter völlig neu geframt. Ich habe noch nie so eine Kauka-Fassung gelesen, deshalb kann ich nicht genau sagen, wie krude die ist, aber dass Kaukas Asterix-Fassung noch kruder ist als Fuchs’ Barks-Fassung heißt nicht, dass nicht beide Fälle grundsätzlich der selben Kategorie angehören.
Ja, aber das ist schon entscheidend. Äpfel und Bananen gehören auch derselben Kategorie an, trotzdem sind sie nicht "fast gleich". Wenn Fuchs etwas falsch benennt, ein Schiller-Zitat einbaut oder einfach generell weit weg vom Original-Text ist, kann man das auf jeden Fall kritisieren, von mir aus auch als "krude" bezeichnen (auch wenn das nicht meine Wortwahl wäre), aber den Handlungsrahmen, das große Ganze, hat sie dadurch nicht wirklich verändert. Das ist der Unterschied zu Kauka, hier kann wirklich von "völlig neu geframt" oder eben von einer krassen Umdeutung sprechen. Siehe zum Beispiel hier:
http://comic.highlightzone.de/siggi-und-babarras/
Schau dir das an und ich denke, du wirst verstehen, was ich meine. (Und damit ist die These, die du in deinem vorletzten Beitrag aufgestellt hast, so nicht haltbar. Denn auch wenn ich dir zustimmen würde, dass Asterix der sozial bei Weitem "akzeptierteste" Comic ist, gilt die Neuübersetzungen deshalb als unumstritten notwendig, weil die Kauka-Version nicht nur keine Übersetzung, sondern reaktionärer Mist war.)
Und ich würde jetzt ganz und gar nicht ausschließen, dass Ehapa große Probleme mit Disney bekommen hätte, wenn Fuchs so etwas gemacht hätte (ist aber natürlich sehr hypothetisch, weil Entenhausen und Asterix ein ganz anderes Setting haben).

FAB schrieb:Daher würde ich es auch begrüßen, wenn man mit der Texter-Tradition brechen und die Geschichten von Barks und anderen Autoren am Original orientiert übersetzen würde
Einzelne Neu-Übersetzungen von Barks gab es ja mal eine Zeitlang im TGDD (wobei ich nicht einschätzen kann, wie nah diese Versionen dann tatsächlich am Original waren). Man müsste das aber sowieso systematischer angehen und die Geschichten in einer neuen Werksausgabe von nur einem Übersetzer anfertigen lassen. Aber dazu wird wohl erst mal nicht kommen, weil zu viele entweder nur Fuchs akzeptieren oder einfach das Original lesen.


Ein potenziell spannendes Projekt finde ich ja übrigens auch die Gottfredson Library, die ja, wenn ich richtig informiert bin, von Gerd übersetzt wird. Ein für mich ganz charakteristisches Merkmal für die Zeitungsstrips ist ja die starke und von Figur zu Figur variierende Umgangssprache. Wenn ich mich nicht täusche, wurde eigentlich nie auch nur ansatzweise versucht, das ins Deutsche zu übertragen. Ich bin gespannt, ob es da jetzt zumindest zaghafte Versuche gibt oder nicht. Ich denke, es ist sowieso schon schwierig, das adäquat zu übertragen, aber dadurch, dass es da bei uns keine Tradition gibt - und dazu hat Fuchs sicherlich beigetragen - ist es noch schwieriger. Eine ähnlich stark umgangssprachliche Textfassung wie im Original würde, da bin ich mir ziemlich sicher, den meisten nicht gefallen, weil es halt total mit den Gewohnheiten brechen würde.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#31
Ich musste leider meinen vorherigen OT-Beitrag löschen, damit dieser hier gefunden werden kann: Es war nicht meine Absicht, die Fuchs-Diskussion abzuwürgen.
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#32
Zitat:Und Guido Martinas positiver Einfluss ist immens, er hat als erster konsequent längere Geschichten im Stil von Barks und Gottfredson geschrieben, als erster noch längere Geschichten geschrieben, das Genre der Literaturparodien eingeführt ... ohne ihn gäbe es die italienische Disney-Comic-Kultur, wie wir sie kennen, nicht. Ohne ihn sähen Disney-Comic-Bücher, falls es sie überhaupt noch gäbe, überall so aus wie die niederländischen Hefte. Fuchs hat nichts vergleichbares auf die Beine gestellt.

(25.06.2020, 23:58)Luk schrieb: Achja, eins habe ich total vergessen: In Italien sind die Barks-Geschichten schon lange neu übersetzt. Das allein dürfte Spectaculus’ Behauptung von wegen „mehr Schaden angerichtet“ entkräften.

Ich denke, der Themenkomplex liegt doch auf der Hand. Dadurch, dass in Italien auch schnell eigene Comics entstanden sind, hat Martinas Interpretation des Disney-Comics nicht nur seine eigenen Werke, sondern auch die von anderen Autoren maßgeblich beeinflusst. Und dadurch haben wir dann eine Situation, wo eine ganze Comictradition teilweise den Vorlagen widerspricht - ein Widerspruch, der mit IDW und Fantagraphics dann jüngst in die USA zurückgeschwappt ist, wo die Übersetzer versucht haben, durch freie Übersetzung das Problem abzumildern. Trotzdem gab es Rückmeldungen von Lesern, welche die Ducks anhand ihres Verhaltens nicht mehr wiedererkannten. Der Fußabdruck ist also riesengroß und auch durch die späteren Neuübersetzungen nicht mehr zu tilgen. Aber gut, dass es diese gibt; man muss den Italienern zugutehalten, dass sie die Comics deutlich wertiger behandeln als die Verlage im deutschsprachigen Raum.

Anderes Beispiel: Ich weiß zwar nicht, wer dafür verantworlich war, aber bei Bill Walsh und Floyd Gottfredson isst Gamma ja Kumquats. Die Italiener haben Mottenkugeln draus gemacht, und das wurde dann sogar zum zentralen Thema vieler Geschichten gemacht. Nicht dass diese schlecht wären, aber es entspricht eben nicht dem Original.

Summa summarum: Dr. Erika Fuchs' Einfluss auf die generelle Disney-Rezeption ist dadurch begrenzt, dass in Deutschland nie viele Comics produziert wurden. Dafür, dass ihr Werk immer noch als unantastbar gilt, kann sie wiederum nichts.

(Ob ohne Martina, der ja durchaus seine guten Qualitäten hatte, in Italien generell keine langen Comics entstanden wären, will ich nicht mutmaßen... es klingt aber sehr unwahrscheinlich.)

(Danke übrigens für den Link ins CF - sehr interessant zu sehen, wie drei (!!!) Disney-Übersetzer öffentlich miteinander diskutieren... schade, dass Joachim Stahl sich zurückgezogen hat)

(25.06.2020, 23:58)Luk schrieb: Tu ich auch nicht. Wenn die Erika-Fuchs-Texte der Originaltext wären, würde ich sagen, dass er zu einem Drittel wirklich sehr gut, zu einem Drittel mittelmäßig und zu einem Drittel absolut furchtbar ist. Die Existenz der Fuchs-Texte und deren Qualität finde ich aber viel weniger problematisch als den Fakt, dass sie zu etwas anderem gemacht werden, als sie sind: Verkrampft klingende Neutextungen, die sich mit Bildung aus der Dose beim Spießertum anbiedern.

Entscheide dich mal, ob es deine Meinung ist oder ein Fakt. Augenrollen

Als "Anbiedern" sehe ich das nicht, einfach als Anpassung an die Leseverhältnisse. Und ich denke, dass die Kombination aus Comic (teils Anarcho-Humor) und Text (vorgeblicher Biedermeier) auch etwas sehr Subversives haben kann. Zumindest würde ich das als Erklärung für ihre fortwährende Popularität sehen.

(25.06.2020, 23:58)Luk schrieb: Wären die Erika-Fuchs-Texte irgendein Nischenprojekt von Nerds mit dem Motto „wie sähe es wohl aus, wenn man die Texte aus Carl-Barks-Comics entfernen und durch eine Hausfrau im Jahre 1955 neutexten lässt, der man sagt, es handle sich um einen patriotischen Bildungscomic für unartige Kinder“...
Der Hammer war etwas zu groß. Hast du einen kleineren? Frech

(26.06.2020, 02:33)Luk schrieb: Ja, das ist ein völlig anderer Kontext. Goscinny und Uderzo hatten volle Kontrolle über alles, Barks war einer von vielen anonymen Disney-Zeichnern und wusste nicht einmal, dass seine Comics noch irgendwo ausserhalb der USA abgedruckt werden. Aber inwiefern ist das hier relevant?
Das ist insofern relevant, als dass Frau Dr. Fuchs damals alles übersetzt hat, was in der MM erschienen ist - egal, ob Barks oder nicht. Insofern kann man ihr nicht zum Vorwurf machen, dass sie Barks' Comics nicht eine andere Behandlung hat zukommen lassen als denen von anderen Künstlern. Wieso verlangt niemand Neuübersetzungen von Fallberg/Murry- oder Strobl-Comics?
"Der Akt der Hilfe von Kraftausdrücken, um andere Fluch zu verfolgenden Straftaten in Deutschland, die in steilen Geldbußen führen können. Nur Spiegeln einer Person während der Fahrt kann zu einer Geldstrafe zwischen 600 € und 4.000 € führen."
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#33
Ich denke, wir sollten trennen zwischen zwei verschiedenen Fragen:
1. Haben die Neutextungen von Erika Fuchs mehr Schaden angerichtet als die Übersetzungen/Neutextungen von Guido Martina?
2. Hat das Gesamtwerk von Erika Fuchs (bestehend aus Neutextungen) mehr Schaden angerichtet als das von Guido Martina (bestehend aus Übersetzungen/Neutextungen und selbstgeschriebenen Geschichten)?

Bei der ersten Frage kann ich es noch verstehen, wenn man sich nicht ganz sicher ist, bei der zweiten um Himmels Willen nicht.

Dass Guido Martina beispielsweise Kumquats zu Mottenkugeln gemacht hat, ist eine indiskutable Neutextung (die von Fuchs-Anhängern wohl bejubelt worden wäre, würde sie von ihr stammen, aber das nur nebenbei). Aber die gleiche Problematik gibt es auch bei Erika Fuchs. Erika Fuchs hat das Dollarzeichen vom Geldspeicher genommen und durch ein langweiliges und dämlich aussehendes DD ersetzt, weshalb jetzt jedes verdammte Bild, das den Geldspeicher darstellt, von Ehapa verhunzt werden muss und danach in allen Ehapa-Ländern immer sehr viel schlechter aussieht als das Original. Dänische Cover und Geschichten werden gleich so gezeichnet. Die Norweger zum Beispiel müssen deshalb unter so etwas leiden: Link Kriminell! Wenn das kein Schaden ist, dann weiss ich auch nicht.

Fuchs hat für alle Zeiten (naja, also solange, wie ihre Neutextungen als offiziell gelten, aber das ist wohl leider das gleiche) Sein Leben, Seine Milliarden für deutschsprachige Leser ruiniert. All die liebevollen Details in Barks-Geschichten, die Rosa rausgesucht und daraus eine stimmige Geschichte gebastelt hat, wurden von Erika Fuchs ohne Sinn und Verstand neugetextet. In Only A Poor Old Man sagt Dagobert, dass er 1882 in Montana Kupfer gesucht hat, was auf die Anaconda Copper Mine bezogen war. Fuchs machte aus Montana Argentinien und aus 1882 1892. Das hat niemandem etwas genutzt und nur Schaden angerichtet, aber Fuchs war offensichtlich frustriert, dass sie nicht Schriftstellerin, sondern Übersetzerin geworden war und ihre Kreativität nicht ausleben konnte, und deshalb musste sie anscheinend selbst völlig unsinnige Sabotage an Details wie Namen und Orten vornehmen, um sich bei Laune zu halten. Diese Stelle war nur eine von vielen. Zudem in anderen Ländern manchmal Fuchstexte anstatt der Originaltexte übersetzt wurden und der Fehler somit nicht nur in Deutschland blieb.

In einem Anfall von, wie die Donaldisten es wahrscheinlich sagen würden, geniereicher Kreativität hat Erika Fuchs zudem Dagoberts Nachnamen McDuck zu Duck geändert, weil ... weiß der Geier warum. Auch definitiv unter Schaden zu verbuchen. (Sie hat übrigens auch Dagobert und Oma Duck als Erste zu Geschwistern gemacht, aber das hat Guido Martina ein paar Jahre später unabhängig davon auch gemacht, deshalb kommt sie damit in diesem Vergleich gerade noch so davon).

In Fuchs’ Neutextung von The Lovelorn Fireman wird aus „your girl“ (der Angesprochene ist Donald) nichts Geringeres als „Ihre Cousine“. Toll, oder? Wer kennt ihn nicht, den Song von den Temptations, „My Cousin“? Ein Klassiker! Auch hier wurde wieder fleißig von anderen Ländern übernommen und der Schwachsinn hat sich in Ländern wie den Niederlanden ausgebreitet. Und auch die Donaldisten, die ja offensichtlich als einzige Gruppe noch Einfluss auf Ehapa haben, beharren natürlich darauf, dass der einzig wahre Text von Fuchs stammt, bei Barks sind nur die Bilder wichtig, und dass Daisy daher Donalds Cousine ist. Sie argumentieren gegen Neuübersetzungen, weil man es besser als Fuchs ja nicht machen kann. Sie sind so besessen davon, dass jeder ihre krude Ideologie übernehmen muss, dass sie sogar ins Fieselschweif kommen und versuchen, ihre Propaganda auch an uns zu verfüttern. Man denke an den Typen im Primus-von-Quack-Thread. Erst versucht er, uns entgegenzukommen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen:
(22.07.2018, 09:59)DerObermotz schrieb: Natürlich. Schon wenn man Bark's Originale liest. Daisy ist IMMER Donalds Cousine.
Und wenn die Lüge auffliegt, muss halt die harte Tour gegangen und aufs Dogma bestanden werden:
(13.09.2018, 23:37)DerObermotz schrieb: So! Es reicht! Daisy ist laut Fuchs die Cousine von Donald!

Zurück zur Ausgangsfrage:
Haben die Neutextungen von Erika Fuchs mehr Schaden angerichtet als die Übersetzungen/Neutextungen von Guido Martina? Ich weiß nicht, was genau Martina bei Barks geändert hat und wieviel Einfluss das hatte. Aber wenn die Antwort hier nein heißen soll, wie du es so selbstsicher behauptest, musst du noch einiges mehr präsentieren als die Mottenkugelsache. Die neuen Charakterzüge, die IDW-Leser verschreckt haben, wurden wohl hauptsächlich durch Martinas eigene Geschichten etabliert und fallen daher in Kategorie 2.

Was die zweite Frage betrifft, weigere ich mich, da zu diskutieren. Das ist mir einfach zu blöd. Martina hat die gesamte italienische Disney-Comic-Kultur geprägt, also 90% von allem, was heutzutage neben Barks, Rosa und Gottfredson in Sachen Disney-Comics relevant ist. Wer mit diesem Wissen immer noch denkt, dass Fuchs in Sachen Schaden-Nutzen-Verhältnis weiter vorne liegt, muss von Sinnen sein. Oder ein Hardcore-Italienhasser.

(30.06.2020, 21:29)Spectaculus schrieb: Entscheide dich mal, ob es deine Meinung ist oder ein Fakt.  Augenrollen
Das hat sich auf jeweils verschiedene Sachen bezogen, lies nochmal.

(30.06.2020, 21:29)Spectaculus schrieb: Entscheide dich mal, ob es deine Meinung ist oder ein Fakt.  Augenrollen
Das ist insofern relevant, als dass Frau Dr. Fuchs damals alles übersetzt hat, was in der MM erschienen ist - egal, ob Barks oder nicht. Insofern kann man ihr nicht zum Vorwurf machen, dass sie Barks' Comics nicht eine andere Behandlung hat zukommen lassen als denen von anderen Künstlern.
Ich sehe immer noch nicht, inwiefern das ein Argument dafür sein soll, dass die Asterix-Neutextung von Kauka grundlegend anderer Natur war als die von Fuchs. Aber diese Diskussion will ich sowieso nicht mehr weiterführen, weil ich einfach zu wenig Wissen bezüglich der Asterix-Neutextung habe.

(30.06.2020, 21:29)Spectaculus schrieb: Wieso verlangt niemand Neuübersetzungen von Fallberg/Murry- oder Strobl-Comics?
Das gab es schon mal: https://inducks.org/issue.php?c=de%2FEMW+++1#p114 Das ging wohl, weil die Donaldisten sich nicht dafür interessieren. Neuübersetzungen sind aber generell selten. Im obigen Fall war der Original-Fuchstext wohl einfach besonders schlimm und irgendjemand mit Verstand in der Redaktion (ein paar gibt es wohl) hat eine Neuübersetzung durchgekriegt. Wieso es nicht auf die gleiche Art „verlangt“ wird wie bei Barks, ist eigentlich ziemlich offensichtlich: Die Geschichten sind weniger relevant und es gibt keine Gesamtausgaben. Aber prinzipiell wäre auch das nötig, ja. Selbiges gilt auch bei Bregel. Und wenn ich mir dann die bescheuerten Aussagen in dem verlinkten Comicforumthread angucke ... ich glaube, man muss fast alle Disney-Comics neu übersetzen lassen. Die deutsche Neutextungskultur, in der ein fuchsähnlicher Stil das Ziel ist (Beweis) und die sich fast überallhin ausgebreitet hat (ich vermute, dass wenigstens Penndorf, Ardelt und Smet wesentlich besser waren, bin mir aber nicht sicher), muss vollkommen ausgerottet werden.
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#34
Interessant, dass das Thema noch einmal aufkommt. Wie schon zuvor mal erwähnt, bin ich ja auch nicht gerade als Fan der Fuchs-Übersetzungen zu bezeichnen. Deshalb fände ich eine neue Übersetzung, und ehrlich gesagt auch nicht nur von Barks, sehr schön. Ich kann verstehen, dass Dr. Fuchs Mitte des 20. Jahrhunderts z. B. gewisse Feste abgeändert hat, die man in Deutschland nicht kannte. Trotzdem hätte ich an ihrer Stelle wahrscheinlich, auch in einem Kinderheft, erklärende Fußnoten gemacht und das Originalfest, wie Halloween, im Original belassen. Dann hätten die Zeichnungen auch besser zum Text gepasst. Außerdem wäre es wohl nicht das Schlimmste gewesen, wenn ca. 6-10 jährige Kinder auch etwas über andere Kulturen außerhalb Deutschlands gelernt hätten.

Was ich aber wirklich nicht verstehen kann, wie ich auch früher schon einmal geschrieben habe, ist, wieso Namen, Jahreszahlen, Ereignisse und Verwandschaftsverhältnisse geändert oder neu erfunden wurden. Zum Beispiel wurde in einem Zehnseiter, ich meine es war in "High-wire Daredevils" bzw. in Deutschland "Auf dem hohen Seil" ein Onkel Otto erwähnt, der im Original gar nicht existiert. Auch, dass Donald und Daisy in ihren Übersetzungen verwandt sind, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Was für einen Mehrwert soll denn eine solche Änderung haben? Es kann ja wohl nicht sein, dass Kinder, die solche Geschichten lesen, ein Liebesverhältnis zwischen Cousine und Cousin für normal und richtig halten sollen! Wäre dies im Original so, so wäre es im Gegenteil sogar gut gewesen, wenn Fuchs dies in eine normale, nicht verwandschaftliche Beziehung geändert hätte. Aber leider ist ja das Gegenteil der Fall.

Inzwischen ist mir persönlich eine neue Übersetzung, die ich zwar nach wie vor schön fände, aber schon relativ egal geworden, da ich mir die Comics wohl irgendwann im Original zulegen werde.

Eine Anmerkung noch: Wie Mile schon erwähnte, war Dr. Erika Fuchs ja nicht alleine. ZDF-Umsetzungen der Star Trek Orignalserie als Raumschiff Enterprise, Die 2 und zahlreiche Bud Spencer und Terence Hill Filme fallen mir hier ein. Die deutschen Versionen weichen auch hier (mal mehr, mal weniger) schon relativ weit vom Original ab.
Als Star Trek Fan war ich zwar auch an die deutschen Synchronsprecher der Originalserie gewohnt, habe sie mir aber dennoch vor einigen Jahren in der englischsprachigen Originalversion angesehen, da mir persönlich das Original immer lieber ist als eine abgeänderte Version.
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