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[LTB] LTB 472 - Gnadenlose Gegner
#1
Naja sooo gnadenlos ging es in der Titelstory auch nicht her. Ein bisschen kurz und die Geschichte ist auch nicht unbedingt der knaller aber dafür gab es, zumindest für mich drei Gute Storys. Erstens "Der M-Faktor", die meisten werden jetzt wahrscheinlich sagen: so'n quatsch die Story war blöd. Da bin ich anderer Meinung, denn es war eine komplett neue, innovative und unterhaltsame Idee! Was haltet ihr von der Geschichte?
Als zweite Story ist da "Die wundersame Allgegenwärtigkeitslampe". Na da hat mich Faccini aber nicht enttäuscht. Wieder mal eine ganz normale Idee die aber extrem gut und verrückt umgesetzt wurde. Dann wäre da noch "Die Magie des Theaters". Nun diesmal habe ich ga keine richtige Erklärung, ich fand sie einfach gut. Die Zeichnungen und die Kolorierung von Freccero waren auch einfach nur toll! Und der Schlussgag war lustig, also was will man mehr!
Zudem sind mir noch die Überschriften aufgefallen, die nicht alle gleich aussahen wie sonst immer.
Meine Ansichten sind zu kompliziert, als dass sie in eine Signatur passen.
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#2
Naja wenn man bedenkt dass der M-Faktor aus Topolino 3017 kommt ist es vielleicht doch nicht zu spät!
Meine Ansichten sind zu kompliziert, als dass sie in eine Signatur passen.
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#3
Hier mal wieder eine Rezension von mir zum aktuellen Band:

http://www.fieselschweif.de/publikationen/ltb-472/1/
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#4
Schöne Rezension. Deckt sich in vielen Punkten mit meiner Meinung zum LTB. Nur die Titelgeschichte habe ich noch negativer gesehen. Die ist echt schwach.
Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#5
Meine Meinung über das LTB geht direkt konform mit der Rezension, die beiden Faccini-Geschichten haben es gerade noch geschafft, dass ich das Buch nicht als Fehlkauf bezeichnen muss. Die wundersame Allgegenwärtigkeitslampe war sogar richtig klasse, habe lange keine so witzige Geschichte mehr gelesen.
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#6
Mir hat das Buch gefallen. Die Titelgeschichte war mal was anderes. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, mal eine Geschichte mit mutierten Ducks gelesen zu haben. Die Moral am Ende war aber völlig daneben. Panzerknackerstory war ok und sogar die Geschichte mit Micky und Gamma fand ich recht gut. Dussels Geschäftsidee ist nicht schlecht, aber sie scheitert halt am Geld. :D Dann ist Donald wieder der Gelackmeierte, weil sein Gesang nur als Negativbeispiel benutzt wird. Armer Donald.
Mit dem alten Phantomias kann ich nicht soviel anfangen. Die Geschichte danach fand ich lustig. Auch wenn es am Ende natürlich klar war, dass Dagobert alles wiederbekommen wird. Donald war hier lustig. :D Die Mausgeschichte danach fand ich nicht gut. Warum wird das Missverständnis nicht wenigstens am Ende mal aufgelöst? Die Theatergeschichte war lustig. Und am Ende sind die Schläger vermöbelt worden. ^^
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#7
Eine Rezension? Kommt (hoffentlich) noch. Mit der Entstehungsgeschichte der Titelstory (Balken) kann ich dagegen bereits zum jetzigen Zeitpunkt dienen. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen?

Eines Tages saß Lars Jensen allein auf einer Parkbank im Kopenhagener Ørstedsparken und brütete über seinem neuesten Egmont-Skript, während er hin und wieder gedankenverloren eine Möwe fütterte, die vor seinen Füßen auf- und abstolzierte. Erst vor Kurzem hatte er eine Dokumentation über die Lernfähigkeit dieser bemerkenswerten Vögel gesehen und wollte dieses Wissen nun unbedingt in einer Geschichte verarbeiten, um seinem Bildungsauftrag gerecht zu werden.
Mit einem Mal kreischte das Tier erschrocken auf und flatterte davon. Etwas hatte es aufgeschreckt. Und ehe es sich der gute Lars versah, war er von Autoren umzingelt. Zu seiner Linken hatte es sich Paul Halas bequem gemacht, während Janet Gilbert zu seiner Rechten erst einmal damit beschäftigt war, die Hinterlassenschaften einer Taube zu entfernen. Schließlich war da noch Darko Macan, der unruhig von einem Bein aufs andere hüpfte, wobei er unverständlich vor sich hin murmelte.

"Lars, alter Däne, wie geht's denn immer so?" - Paul Halas klopfte unserem Helden so überschwänglich auf die Schulter, dass diesem beinahe sein Laptop aus der Hand geglitten wäre.
"Paul, Janet, Darko! Ihr kommt gerade zur rechten Zeit! Ich leide nämlich momentan an einer Schreibblockade und werde mit meiner Story nicht fertig."
"Dann schieß mal los, wir helfen gerne!" Inzwischen hatte sich auch Madame Gilbert hingesetzt.
"Der Anfang ist sehr klassisch: Dagobert klagt über Klaas Klever, die Neffen protzen mit ihrem Fähnlein-Wissen und ehe man sich's versieht, befindet sich die Sippe auf hoher See. Nur Donald fehlt - wahrscheinlich ist er gerade als DoppelDuck, Phantomias, O.M.A.- oder DGD-Agent im Einsatz."
"Oder er ist wieder zum mürrischen Donulk mutiert!", warf Halas ein.
"Oder das. Na jedenfalls wird dann auf gefühlten dreißig Seiten eine Möwe abgerichtet und nebenbei der Nutzen und Nachteil von Beutelreis erörtert. Als die Ducks endlich ihr Ziel, eine aus Industriemüll bestehende Insel, erreichen, müssen sie feststellen, dass..."
"Dass?", rief das Trio unisono.
"Das weiß ich eben nicht. Ich habe keine Ahnung, wie es an dieser Stelle weitergehen könnte."
"Zombies!", begeisterte sich Janet Gilbert.
"Fliegende Haie!", schlug Darko Macan vor.
"Nein, nein, Mutanten! Mutiert durch Giftmüll. Das liegt doch auf der Hand."
Dieser Vorschlag von Paul Halas stieß auf allgemeine Zustimmung.
"Chapeau, mein lieber Paul, chapeau! Mutanten sind genau das, was diese Geschichte stimmig abrundet. Die fliegenden Haie spare ich mir vielleicht für das nächste O.M.A.-Abenteuer auf."
Gut gelaunt begann unser Held zu tippen und binnen kürzester Zeit hatte er sein Opus magnum abgeschlossen.
"Ich hätte die Möwe ja gerne "Tschechow" genannt, aber das würden die Banausen in der Redaktion wahrscheinlich eh abändern. Doch das sind Details, lasst uns etwas trinken gehen! Ich zahle!"

Wenige Stunden später sah man eine ausgelassen diskutierende Gruppe von vier Personen durch die Straßen Kopenhagens wanken.
"Und am Ende mutiert die Möwe zu einem Megamonster und greift Entenhausen an...", wäre Darko Macans Lallen noch zu entnehmen gewesen, wenn man gut genug hingehört hätte. Unser Freund Lars war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr aufnahmefähig.
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#8
Balken nicht dein ernst oder?
Und ja bitte mache eine Rezension!
Meine Ansichten sind zu kompliziert, als dass sie in eine Signatur passen.
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#9
Sehr gemein, Kopekobert. Balken
Vielleicht ist es aber auch einfach von oben verordnet, dass mindestens eins der üblichen Egmont-Themen vorkommen muss. Die sogenannte RAMMSCH-Regel: "Wenn keine Roboter, keine Außerirdischen, keine Monster und keine Mutanten vorkommen, ist die Geschichte sch...lecht." Hat garantiert jeder 3-reihiger Egmont-Autor eingerahmt über seinem Schreibtisch hängen und schaut immer drauf, wenn er/sie gerade keine Idee hat.

Aber ganz ehrlich: Es war schon mal schlimmer bei Egmont - die von dir genannten Autoren sind ja auch nicht mehr im LTB vertreten (Halas zwar zuletzt schon noch hin und wieder, aber das waren alles Geschichten mit älterem Code).
Von daher würde ich dem...
Zitat:,,Mentoren mit miesen Manieren'' war zwar noch ganz gut, aber letztlich betrachtet doch nur ein Glücksfall nach tausend Totalausfällen, die mit Karacho in die Hose gingen.
... eher nicht zustimmen. In den 300er-Bänden gab es gefühlt viel mehr dieser chaotischen Geschichten, auch im Duck-Bereich. Dafür gab es da aber noch das ein oder andere Highlight, während mir in den 400er-Bänden außer vielleicht "Die Jagd nach dem Falken" keine Egmont-Geschichte einfallen würde, die ich wirklich herausragend fand. Stattdessen viele Langweiler-Geschichten von die McGreal, doch ein paar Chaos-Geschichten von den Shaws und sonst viel Durchschnitt oder höchstens mal die Kategorie "ganz nett".

Zitat:Im nächsten LTB gibt es ja immerhin eine Geschichte von MM-M/TGDDSH-Autor Troelstrup. Vielleicht sollte man sich für die Dreireiher auch vermehrt 4-Reiher Autoren wie Kari Korhonen, Noel Van Horn oder Knut Nærum ins Boot holen, die den großartigen Egmont-Zeichnern wie Cavazzano, Fecchi und Andersen endlich mal die Plots auf den Leib schreiben, die sie verdienen.
Ja, bin mal gespannt, was sich da verändert. Denn es sieht ja danach aus, dass die Shaws zum Glück nur noch 4-reihige Geschichten schreiben. Mal sehen, von wem die Lücke besetzt wird, hoffentlich nicht nur von Troelstrup. Auch bei den Zeichnern könnte man aber mehr variieren. Wenn schon Korhonen, dann sowohl als Autor als auch als Zeichner. Interessant wäre auch, mal Arild Midthun im LTB zu sehen, denn gemeinsam mit seinen Autoren kann er sicherlich ein paar gute, längere Abenteuergeschichten raushauen, die für den 4-reihigen Bereich vielleicht zu lang wären (wo ja eh leider mehr und mehr kürzere Geschichten produziert werden).
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#10
(28.09.2015, 22:56)313er schrieb: Wenn schon Korhonen, dann sowohl als Autor als auch als Zeichner. Interessant wäre auch, mal Arild Midthun im LTB zu sehen, denn gemeinsam mit seinen Autoren kann er sicherlich ein paar gute, längere Abenteuergeschichten raushauen, die für den 4-reihigen Bereich vielleicht zu lang wären (wo ja eh leider mehr und mehr kürzere Geschichten produziert werden).
Korhonen und Midthun sind tatsächlich wünschenswert, aber dass von Egmont im drei-reihigen Bereich nichts gutes mehr gibt, ist auch nichts neues!
Meine Ansichten sind zu kompliziert, als dass sie in eine Signatur passen.
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#11
Gemein? Ich? Engel

Im Grunde finde ich "Gnadenlose Gegner" gar nicht ganz so schwach, wie es mein letzter Beitrag vielleicht vermuten lässt. Die erste Hälfte ist durchaus solide, wenngleich ein wenig langatmig und ohne besonderen Witz erzählt. (Humor ist nicht so Jensens Ding, will mir scheinen.) Dadurch dass sich die Story Zeit nimmt, kommt zumindest in Ansätzen Spannung auf. Mir hat überdies die Idee gefallen, dass die Neffen gezwungen sind, mit Klaas Klever zusammenzuarbeiten, um Dagobert zu befreien. Der Mutanten-"Twist" gemahnt hingegen an jenen Egmont-RAM(M)SCH (© 313er) à la Halas, auf den ich gut und gern verzichten kann.
Ähnlich fragwürdig ist das Ende: Unsere über jeden Zweifel erhabenen Fieselschweiflinge gerieren sich zuerst als moralische Instanz, nur um im nächsten Augenblick zu eiskalten Erpressern zu "mutieren". (Nachwirkungen?) Naja. Man könnte natürlich argumentieren, dass der Allgemeinheit damit mehr gedient ist als mit einem Gerichtsverfahren gegen den alten Melonenmampfer. Mit dem richtigen Rechtsbeistand (Justizrat Wendig?) würde Klever den Prozess am Schluss für sich entscheiden und dann hätten wir den Salat. Sicus, Picus, Sellericus.

Lavaking schrieb:Immerhin die Zeichnungen des Frecceros für die Armen wissen zu gefallen.
Man sollte an dieser Stelle wohl anmerken, dass Stefano Zanchi ein ziemlich junger Künstler ist: Er feiert kommenden Dienstag seinen 25. Geburtstag. Angesichts dessen ist es verzeihlich, dass er sich stilistisch an etablierten Leuten wie Freccero orientiert. Sein Artwork gehört auf jeden Fall zu den gelungeneren Aspekten von "Der M-Faktor". Nicht so überzeugt hat mich hingegen der Aufbau der Story, den ich für etwas zu konstruiert halte. Alles in allem habe ich mich bei der Lektüre jedoch unterhalten gefühlt - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die "Hauptmaus" ist dagegen ein richtiges Ärgernis. Man führe es sich einmal vor Augen: Bereits seit Juli 2014 wird uns im regulären LTB ein ausgewiesener Könner wie Casty vorenthalten - eine Durststrecke, die nächsten Monat zum Glück ein Ende nehmen wird. Stattdessen kramt man mit "Die Bäume aus dem All" eine Geschichte hervor, die sich nicht entscheiden kann, was sie eigentlich sein will (Sci-Fi? Öko-Fabel? Krimi?) und infolgedessen absolut unmotiviert vor sich hin plätschert. Das Ende der Verfolgungsjagd setzt dem einfältigen Treiben dann die Krone auf. Mit Verlaub: Welch ein Unfug! (Wie hieß das Soundword noch gleich? "KA-RASCHEL?")
Michelini scheint übrigens ein Faible für anthropomorphe Pflanzenwesen zu haben. Man denke nur an seine Klassiker "Grün ist das Leben" und "Das grüne Gewissen". Eine andere seiner Gamma-Storys, "Der entführte Komet", zitiert dieses Motiv ebenfalls. Wo wir gerade schon dabei sind: Ich mochte die Micky-Kakteen (S. 96 und S. 104). Immerhin.

"Gefahr ist unser Geschäft!" und "Liebeslied oder Liebesleid?" stellen den optischen Tiefpunkt des Bandes dar. Gentinas Skript würde ich (wie 313er) als sympathisch bezeichnen, da es unaufgeregt die Geschichte eines Scheiterns erzählt, das sich für die Figuren lange Zeit wie ein Erfolg anfühlt. Die meisten anderen Zeichner hätten daraus vermutlich mehr gemacht.
Auch Giorgio Salatis Beitrag leidet unter der schwachen zeichnerischen Umsetzung. Seiner Gagstory fehlt es allerdings sowieso an, nun ja, Gags. Ein weiterer Mangel ist die platte Charakterisierung Donalds, dessen Selbstüberschätzung hier höchstens zum Fremdschämen einlädt. Das lahme Ende tut sein Übriges. "Haha, schaut mal, wie schlecht er ist!" - Gute Güte. Nerv

Auf einem deutlich höheren Niveau bewegt sich die siebte Episode der Legenden-Serie. "Das achte Weltwunder" ist - abgesehen von dem als Teaser konzipierten Prolog - geradlinig erzählt, stimmungsvoll inszeniert und actiongeladen, ohne dabei hektisch zu wirken. 24 Seiten bieten nicht viel Platz und Gervasio versteht es, diesen optimal zu nutzen. Gekonnt.

Was Hunters vermeintliche Pensionierung betrifft, verweise ich auf 313ers Rezension, der ich in diesem Punkt nichts hinzuzufügen habe. Eine nette Geschichte.

Und nun, hoho, die beiden Höhepunkte!
"Die wundersame Allgegenwärtigkeitslampe" ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Gagstory funktioniert. Die Grundidee ist ziemlich simpel und doch gelingt es Faccini, das in ihr schlummernde komische Potenzial so weit wie möglich auszureizen. Zudem verleihen seine skurrilen Zeichnungen dem herrlich kindischen Hin und Her zwischen den Panzerknackern und Dagobert eine spielerische Note, die das Kräfteverhältnis zwischen den beiden Parteien visuell auf den Punkt bringt: Am Ende tritt der alte Geizkragen seinen Peinigern stets kräftig in den Allerwertesten. Orchestriert wird das Ganze von dem bereits von 313er angesprochenen Running Gag ("Schockschwerer"), der den Irrsinn des Geschehens erst so richtig zutage treten lässt.
Bei der Gelegenheit sei noch ein weiterer Einfall Faccinis erwähnt, der mich irgendwie amüsiert hat: Als Düsentrieb nach Hause kommt und von den breit grinsenden Panzerknackern empfangen wird, sitzt in einer Ecke des Raumes Helferlein, den die gemeine Bande nicht nur gefesselt, sondern auch geknebelt (!) hat. Greenie

Einen anderen Tonfall schlägt Faccini in "Die Magie des Theaters" an, eine Geschichte, die zwar mit viel Humor erzählt wird, sich aber keinesfalls darin erschöpft, witzig zu sein. 313er hatte in seiner Rezension ja bedauert, dass Faccini hier lediglich als Autor in Erscheinung tritt. Obwohl ich seinen individuellen, leicht grotesken Zeichenstil ebenfalls über alle Maßen schätze, halte ich Freccero in diesem Fall für eine ausgezeichnete Wahl. Dank seines ebenso eleganten wie stimmungsvollen Artworks versprüht die Story jene Magie, die uns im Titel angekündigt wird. Die Szenen im Atelier von Laszlo Lushky entwickeln durch die Wahl der Perspektiven, die Beleuchtung und die Gestaltung des Interieurs einen Charme, der die visuelle Komik des Geschehens (Sprechübungen, Donalds "method acting" etc.) wunderbar ergänzt.

Lavaking schrieb:Gerade Theaterfimmel, aber auch Reif für die Bühne sind zwei großartige 10-Seiter, die mit Gags und unerwarteten Wendungen gerade zu vollgestopft sind - die klassischen Gag-Feuerwerke eben, während sich Faccinis Handlung doch vergleichsweise eher langsam dahinschleppt und die Gags etwas sparsamer dosiert wirken. Ich weiß nicht, wie ein Literaturwissenschaftler darüber sprechen würde, aber ich finde, dass Faccinis Geschichte einfach nicht den richtigen Rhythmus einhält, um mit den beiden von Dir genannten Klassikern mitzuhalten.
Hach, ich habe richtig Lust bekommen, diese beiden Zehnseiter mal wieder hervorzukramen! Im Übrigen würde ich Lavaking darin zustimmen, dass "Die Magie des Theaters" einen langsameren Rhythmus aufweist als "Theaterfimmel" und "Reif für die Bühne". Zum einen sind die Gags rarer gesät, zum anderen wird der Plot eher gemächlich vorangetrieben. Als Schwäche sehe ich das jedoch nicht an, da der Kulminationspunkt auf diese Weise seine Wirkung besser entfalten kann. Die Profanierung von Donalds großem Auftritt durch die Saubohnen-Sause sowie die nüchtern-ernüchternde Reaktion des Vermieters auf Donalds konsternierte Nachfrage, was die Rowdys dort zu suchen haben, hat mich jedenfalls hochgradig amüsiert. Die anschließende Randale und der schlagkräftige Einsatz des Damenkränzchens stellen für mich den einzigen kleinen Tiefpunkt der Geschichte dar, der dank eines raffinierten und ausgesprochen passenden Epilogs zum Glück nicht weiter ins Gewicht fällt. Wie oft passiert es schon, dass das Ende eines Duck-Comics zu überraschen weiß? Sehr lesenswert.

Sollte Dago mal wieder im Forum vorbeischauen: Im I.N.D.U.C.K.S. ist es zu einem Fehler bei der Reihenfolge der Einträge gekommen. Des Weiteren stimmt die Angabe der Seitenzahlen nicht. Danke fürs Korrigieren! Fröhlich
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