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Lustige Taschenbücher 1967-1970 - LTBs 1-14
#1
So, hier der erste Thread über eine bestimmte Anzahl von alten LTBs.
Ich hoffe, Threads dieser Art werden erfolgreich sein. Hier geht es um die LTBs 1-14 die von 1967-1970 erschienen. Um einen Überblick zu haben, hier die Liste der Bände:

LTB 1: Der Kulumbusfalter, Neuauf.: Der Kulumbusfalter
LTB 2: Hallo...hier Micky, Neuauf.: Das ewige Feuer
LTB 3: Onkel Dagoberts Millionen, Neuauf.: Der Gürtel aus dem Morgenland
LTB 4: Donald, der König des wilden Westens, Neuauf.: In geheimer Mission
LTB 5: Onkel Dagobert bleibt Sieger, Neuauf.: Allein auf einer Insel
LTB 6: Micky-Parade, Neuauf.: Die Reise zum Mond
LTB 7: Donald in 1000 Nöten, Neuauf.: Auf der Suche nach dem Füllhorn
LTB 8: Donald gibt nicht auf, Neuauf.: Der fliegende Schotte
LTB 9: Micky ist der Größte Neuauf.: Die Piraten des gelben Meeres
LTB 10: Mit Onkel Dagober auf Weltreise, Neuauf.: Aladins Grotte
LTB 11: Hexenzauber mit Micky und Goofy Neuauf.: Der Rätselhafte Eisberg
LTB 12: Donald in Hypnose Neuauf.: Die Grünen Steine der Gapa-Gapas
LTB 13: Micky in Gefahr, Neuauf.: Der Mann aus Ping-Pong
LTB 14: Donald sucht Streit, Neuauf.: Die Dampfwalzen-Rallye

Quelle: Lustige-Taschenbuecher.de


Bald kommt auch noch eine geordnete Liste von den Zeichnern und Autoren.


So, und jetzt kann diskutiert werden. Es stellen sich viele Fragen:
Welcher ist der Beste Band? Welcher der Schlechteste? Was ist die Beste Geschichte? Was die Schlechteste? Welches ist das beste Cover? Welches das schlechteste?.............
Augenrollen----Augenrollen
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#2
Ich kenne eigentlich nur ein LTB dieser Episode. Nämlich Nr. 7, Aber da habe ich schon bessere LTBs gelesen. Hat mich nicht sonderlich beeindruckt.
Apropos gelesen: Ich habe auch mal LTBs 1-5,7 und 8 gelesen. Jedoch ist das nun schon 5 Jahre her und ich habe mir die Geschichten nicht eingeprägt. Leider. Damals wusste ich noch nicht, dass ich da ganz besondere Bücher lese. Waren zwar nur Nachdrucke von 1980 aber trotzdem.
[Bild: 8dcc-s.png]
"Dummheit, die man bei andern sieht, wirkt meist erhebend aufs Gemüt" - Wilhelm Busch
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#3
hahai schrieb:LTB 1: Der Kulumbusfalter, Neuauf.: Der Kulumbusfalter
So so, im Geschichtsunterricht geschlafen? Greenie

Hab den Titel jetzt auch ein bisschen verändert, das macht das ganze mMn etwas schneidiger. Zwinkern

Zuerst einmal möchte ich auf die Artikel in BE 8 und 9 hinweisen, in denen Paperino und ich die Bände dieser Zeit unter die Lupe nehmen (in BE 9 allerdings nur teilweise, da die Artikelreihe in 10er-Schritten gemacht wird).

Aber ich sag hier einfach mal was dazu, allerdings fehlt mir noch LTB 14 in der Periode...
Die beste Geschichte der Periode ist mMn "Der Kaiser von Quacktanien" (LTB 11, von Scarpa). Einfach klasse, storymäßig und zeichnerisch!

Neben LTB 11 sind eigentlich auch die anderen beiden Micky-Bände (2 und 6) sehr gut, vor allem "Die Reise zum Mond" fand ich sehr lustig. Am besten jedoch LTB 1. Einfach super, im Gegensatz zu nahezu allen anderen alten LTBs gefällt mir da sogar die Rahmenhandlung.

Am schäwchsten von diesen LTBs finde ich Nummer 10. Recht schwache Zeichnerauswahl und viel Mittelmaß.

Weiteres zu anderen Einzelbänden kommt noch...
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#4
Die ersten 14 Bände waren mMn besonders spitze. Wirklich jeder Band hatte eine Überraschung perat. Die Micky-Maus-Bänder haben mir besonders gefallen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welcher jetzt der beste war. Deshalb schreib ich einfach meine Favouriten, da könnt ihr euch dann ja was aussuchen GreenieZwinkern

-Der Kolumbusfalter
-Micky und das ewige Feuer
-Die Reise zum Mond
-Der ewige Schotte
-Die Piraten
-Der rätselhafte Eisberg
-Mann aus Ping Pong


Diese Bände haben mir am besten gefallen.
Den Kolumbusfalter - den findet wohl jeder Leser spitze. Noch besser finde ich ''Der fliegende Schotte'' - die Geschichten waren einfach super! Ganz besonders die Geschichte vom Fliegendem Schotten!!! Der Ewige-Feuer-Band hatte auch wieder für jeden etwas dabei gehabt: Gamma, tolle Titelgeschichte und die Südsee - obwohl ich die mir etwas besser vorgestellt habe. Ich hätte da lieber echte Südsee-Träume gehabt, als ein Rambazamba mit den Wilden.
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#5
Ich bin grad dabei "Donald in 1000 Nöten" zu lesen, Band Nr. 7. Original. Schaut ganz schlimm aus, ich fürchte, die letzten Seiten, sind so zerissen, dass ich die nicht mehr richtig lesen kann.

Werd dann wenn ich's fertig gelesen habe mal ne kleine Bewertung abgeben. Fröhlich (Wenn's erlaubt ist.)
"Aus großer Kraft folgt große Verantwortung."


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#6
313er schrieb:Am schwächsten von diesen LTBs finde ich Nummer 10. Recht schwache Zeichnerauswahl und viel Mittelmaß.

Und ich dummer kauf ausgerechnet diese Ausgabe! Sonst habe ich noch die beiden Mausbände 2 und 9, welche ich hervorragend finde. Vorallem die Scarpas.
Ich versuch demnächst ein paar Bände aus dieser Periode zu bekommen. Vor allem die Nr. 11.

Um einen noch besseren Einblick in dieser Periode zu kriegen, habe ich gestern ganze drei Stunde auf lustige-taschenbuecher.de zusammengerechnet. Und zwar wie viele Seiten die Autoren7Zeichner geschrieben/gezeichnet haben. Die Liste finde ich sehr interessant, deshalb möchte ich euch sie nicht vorenthalten.
Die Zeichner: Es gab nur 12 verschiedene Zeichner. Die Liste:

1. Carpi 794 S.
2. Scarpa 546 S.
3. Perego 455 S.
4. Capitanio 337 S.
5. Bottaro 295 S.
6. L. de Vita 212 S.
7. Chierchini 204 S.
8. Gatto 131 S.
9. Bordini 127 S.
10. Scala 73 S.
11. Strobl 45 S.
12 Asteriti 30 S.

Die Autoren: Es gab nur 11 verschiedene Autoren. Die Liste:

1. Dalmasso 702 S.
2. Scarpa 488 S.
3. Bottaro 349 S.
4. Missaglia 313Zwinkern S.
5. Chendi 298 S.
6. Martina 214 S.
7. Paverse 174 S.
8. Mazzanti 157 S.
9. Cimino 147 S.
10. Gazzarri 121 S.
11. Strobl 45. S


Da gibt es viele Überraschungen. Vor allem, das die ersten Plätze so viel Abstand haben. Sieht aber alles in allem ganz gut aus. Nur Perego, Capitanio und L. de Vita Störren. Sonst aber ganz gut.
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#7
Na, da hast du aber doch noch ein paar Zeichner vergessen. In LTB 8 war z.B. noch Carl Barks u.a. vertreten gewesen. Und Strobl hatte auch mehr, als "nur" 45 Seiten in dieser Periode gezeichnet. Zwinkern

Ich kann aber nicht wirklich etwas zu dieser Zeit sagen. LTB 1-10 hab ich schon vor mehreren Jahren gelesen - kann mich also auch nicht mehr so genau daran erinnern und die restlichen 4 sind zwar auch schon seit mehreren Jahren in meinem Besitz, wurden aber noch nicht gelesen (kann auch noch ne Weile dauern, weil die LTBs 165 aufwärts doch noch eher dran kommen).

I think the only difference between me and the other placeholder text is that I’m more honest and my words are more beautiful. If Trump Ipsum weren’t my own words, perhaps I’d be dating it.
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#8
Lavaking schrieb:Noch besser finde ich ''Der fliegende Schotte'' - die Geschichten waren einfach super! Ganz besonders die Geschichte vom Fliegendem Schotten!!!
Komischerweise war es bei dieser Geschichte so, dass die HoF-Version mir viel besser gefallen hat. Liegt wahrscheinlich teilweise an der neuen Übersetzung, der Kolorierung und der besseren Aufmachung... Allgemein bin ich ja nicht so ein Fan von Gudrun Penndorf. Zum Beispiel heißt in dieser Geschichte das Land, in dem es Sardinen regnet, Tetupapan - ein frei erfundener Name, der nicht lustig ist. Da hat es mir zum Beispiel in der Hall of Fame 3 besser gefallen, dass der Originalname des Landes verwendet wurde. Nichtsdestotrotz eine sehr gute Geschichte!
Im Gesamten fand ich Band 8 aber nicht so umwerfend, der Zusammenschnitt von Strobl, De Lara und Barks hat mir nicht so gefallen...

@hahai: Gut, danke für die Liste.
Möchte vor allem noch auf den Namen "Attilio Mazzanti" eingehen, denn mMn handelt es sich hierbei um einen Top-Autor. "Donald im Jahre 2001" (LTB 1), "Der Gürtel aus dem Morgenland" (LTB 3) und "Die Reise zum Mond" (LTB 6) stammen von ihm und diesen Geschichte habe ich die Noten 1-, 2+ und 1 gegeben. Sehr schade, dass das die einzigen von ihm hierzulande veröffentlichten Geschichten sind (insgesamt hat er auch nur 11 geschrieben, leider wurden die anderen acht auch eher von schwächeren Zeichnern umgesetzt).
Ennio Missaglia, ein weiterer Autor, den man nicht kennen muss, finde ich dagegen nicht so toll. Hab gerade meine Bewertungen zu seinen Geschichten angesehen. Fand ich meistens "nur" im 2-3 Bereich. MMn ein unterdurchschnittlicher Autor dieser Phase.


Aber nun mal noch alle Geschichten, die ich in dieser Phase (wie gesagt nur 1-13) mit einer glatten 1 bewertet habe (in den Neuauflagen-Titeln angegeben):
- Der Kolumbusfalter (LTB 1)
- Die Reise zum Mond (LTB 6)
- Die Irokesenkette (LTB 9, genialer Schlussgag!)
- Kaiser von Quacktanien (LTB 11)
- Der Mann aus Ping-Pong (LTB 13)

Mit 1- habe ich bewertet:
- Die Zebramuschel (LTB 1)
- Donald im Jahre 2001 (LTB 1)
- In geheimer Mission (LTB 4)
- Rebellion der Schatten (LTB 11)
- Der hypnotische Kreisel (LTB 13)
- Klarabellas Erbschaft (LTB 13)

Schließlich noch mit 1-2:
- Das ewige Feuer (LTB 2)
- Südseezauber (LTB 2)
- Die alte Schreibmaschine (LTB 5, wird von vielen als absolutes Highlight angesehen, so toll fand ich sie aber nicht)
- Überfall in Green-City (LTB 6)
- Ein wahrer Schatz (LTB 7)
- Der Fliegende Schotte (LTB 8)
- Die Erbschaft (LTB 9)
- Das Hypnotisier-Niespulver (LTB 9, Chierchini gefällt mir im Mau-Bereich allgemein etwas besser)
- Unsichtbares Gold (LTB 10)

Gab also recht viele sehr lesenswerte Geschichte in der Phase. Gut
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#9
Von diesen Büchern hab ich bisher nur 5 gelesen. Am besten haben mir Band 1 und 2 gefallen, Band 7 und 12 fand ich aber nicht ganz so toll.
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#10
313er schrieb:Komischerweise war es bei dieser Geschichte so, dass die HoF-Version mir viel besser gefallen hat. Liegt wahrscheinlich teilweise an der neuen Übersetzung, der Kolorierung und der besseren Aufmachung... Allgemein bin ich ja nicht so ein Fan von Gudrun Penndorf. Zum Beispiel heißt in dieser Geschichte das Land, in dem es Sardinen regnet, Tetupapan - ein frei erfundener Name, der nicht lustig ist. Da hat es mir zum Beispiel in der Hall of Fame 3 besser gefallen, dass der Originalname des Landes verwendet wurde.

Das ist mir gar nicht aufgefallen (die Übersetzung).... Zwinkern
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#11
Hallo,
ich habe mir heute zum zweiten male LTB 7 vorgenommen. Ich habe es schoneinmal gelesen, das ist aber schon über ein Jahr her - und nun finde ich dieses Buch fantastisch. Gleich von der ersten Seite an, war das Buch unwiderstehlich - ich habe mich richtig beim Lesen gefreut. Die Vorgeschichte war sehr gut, und auch gleich die erste Geschichte war ein wahres Highlight - Donald eröffnet eine Musterschule Greenie Auch der Eulenspiegel sowohl die Füllhornsuche hat mir sehr gefallen. Und dann noch die tolle Gagstorie ''Onkel Dagobert ist ein Schatz'' - mehr habe ich noch nicht gelesen (muss also nur noch die letzte Storie durchnehmen''. Insgesamt ein klasse LTB. Wirklich wunderbar Gut
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#12
Ich habe nur die Nummern 1-10. Zur Feier des 40 von dem LTB kamen ja die Bände 1-10 raus. Habe ich mir sofort geholt. Zu den einzelnen Geschichten kann ich nicht mehr sehr viel sagen, weil es schon ein Jahr her ist, werde sie mir aber bald alle wieder durchlesen. Es waren ja auch super Geschichten dabei. An eine kann ich mich noch besonders erinnern. Das war im LTB Nr.1 "Der Kolumbusfalter" die Story "Donald im Jahre 2001". Diese hat mir unbeschreiblich gut gefallen, besser als die Titelgeschichte. Das LTB Nr.2 "Micky und das ewige Feuer" das hatte ich noch vom 30 Jubiläum des LTB habe es mir aber noch einmal zum 40 gekauft, war auch ein guter Band, Band 4 und 8 auch gut.
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#13
Mit einem Lebenszeichen von LTB-Online belebe ich auch mal diesen Thread wieder: LTB 10 wurde rezensiert! (Muss man den Gastrezensenten eigentlich kennen?)

LTB 10 ist mMn (wie hier schon gesagt) eins der schwächsten der alten LTBs. "Unsichtbares Gold" finde ich zwar sehr gut, die beiden ersten Geschichten sind auch ganz ordentlich, aber die beiden Perego-Geschichten sind mittelmäßig und die De-Vita-Geschichten gefallen mir noch weniger.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#14
Klatsch Die Seite kannte ich noch gar nicht. Eine gelungene Rezension, übersichtlich, Bilder, kurz und trotzdem alles drin. Gut
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#15
So, ich erlaube mir mal, diesen in meinen Augen sehr interessanten Thread aus der Versenkung zu holen. Ich hoffe, dass auch andere User uns in Zukunft wieder häufiger an ihren Leseeindrücken von nicht-aktuellen Disney-Publikationen teilhaben lassen.
Meine Wenigkeit hat sich vor kurzem LTB 6 ("Micky Parade") zur Brust genommen, da die Erinnerungen an den Band nicht mehr allzu frisch waren.
Zu den einzelnen Geschichten:

Micky löst das Rätsel von Kariba: Wissenschaftler und Tiere verschwinden spurlos im Kariba-Tal – klar, dass Micky nicht ruht, bevor er das Rätsel gelöst hat. Die Geschichte hat auf über 60 Seiten ausreichend Raum, sich gemächlich zu entfalten, nutzt dies aber nicht ganz konsequent. Während in manchen Passagen auf relativ vielen Panels eher wenig Handlungsrelevantes geschieht, neigt Missaglia an anderen Stellen wieder zu nicht sonderlich eleganten, sprunghaften Übergängen. Dennoch macht es über weite Strecken Spaß, Micky und Goofy dabei zuzusehen, wie sie den Ganoven auf die Schliche kommen. Zeichnerisch leistet Capitanio allenfalls durchschnittliche Arbeit, insbesondere Mickys Nase ist proportional fragwürdig und wirkt deformiert. 10/15 Punkten.

In den Fängen der Spionageabwehr: Micky und Goofy in geheimer Mission – der Auftrag: Quizfragen in die Botschaft des Nachbarlandes zu bringen, ohne dabei der dortigen Spionageabwehr ins Netz zu gehen. Deren Versuche, unsere Freunde daran zu hindern, sorgen für einen gewissen Unterhaltungswert und jede Menge Haudrauf-Komik. Mickys Vorgehen ist dabei ebenso entschlossen wie unzimperlich. Dass mit dieser Maus nicht gut Kirschen essen ist, wird nicht zuletzt dank der aggressiven Zeichnungen Chierchinis deutlich, dessen Figuren generell ziemlich ungehalten aus der Wäsche schauen. Nichtsdestotrotz verfügt die Geschichte über ein gewisses Tempo, Action und einige witzige Nebenfiguren. 11/15 Punkten.

Astronaut Micky: Mickys ruhmreiche Astronautenkarriere wird durch die Entführung von Minni jäh unterbrochen. Wieder einmal hat Kater Karlo dabei seine Finger im Spiel, der in dieser frühen LTB-Phase noch sehr einseitig auf die Rolle des skrupellosen Dauergegners von Micky festgelegt ist. Das Problem der Geschichte: Allzu leicht gelingt es Micky, die ziemlich ausweglos erscheinende Situation zu meistern, allzu leicht lässt sich der im Grunde sehr gefährliche Gegner ins Bockshorn jagen. Witzige Szenen, wie beispielsweise die zu einer Prügelei ausartende Parlamentssitzung sowie die dynamischen Zeichnungen Carpis werten die Geschichte deutlich auf. 10/15 Punkten.

Die Reise zum Mond: Auf ein erfrischend anderes Weltraumabenteuer entführen uns Mazzanti und Carpi auf den folgenden 60 Seiten. Hier wird der Fantasie freien Lauf gelassen und das Absurde zur Norm erhoben. Das Prinzip ist simpel und dennoch effektiv: Die Umkehrung des Selbstverständlichen bringt uns zum Lachen. Es entbehrt halt nicht einer gewissen Komik, wenn ein von der Gestik und Mimik her höflicher Smalltalk folgendermaßen verläuft: „Hallo Flasche!“ – „Hallo Mistkerl!“ – „Siehst immer noch so doof aus wie früher!“ – „Und Du – je älter Du wirst, desto hässlicher wirst Du!“ Logische Konsistenz sucht man freilich vergebens: Warum sinnt der unsympathische Kommandant der Kehrlinge auf Rache, nachdem ihm Micky den Posten weggeschnappt hat? Müsste er Micky, dem Prinzip der Umkehrung folgend, dafür nicht eher dankbar sein? Warum sieht der erste Mondbewohner, dem Micky und Goofy begegnen, wie ein Alien aus, die anderen Kehrlinge hingegen wie „normale“ Menschen? Ungeachtet dieser kleinen Ungereimtheiten zieht die naiv-traumhafte Stimmung der Geschichte den Leser in ihren Bann, sofern er bereit ist, die Grenzen der Realität weit hinter sich zu lassen. Eindeutig der Höhepunkt dieses Bandes. 13/15 Punkten.

Exkurs: Bereits in dieser Geschichte zeigt sich Goofys Immunität gegen materialisierte Illusionen, ein Motiv, das später Massimo De Vita in der Asgardland-Saga an prominenter Stelle verwenden wird. Wem verdankt Goofy diesen Charakterzug eigentlich und passt er überhaupt zum kindlich-naiven Gemüt des langen Lulatsches?

Wer entführt wen?: Wenn der Bankdirektor mit den Bankräubern gemeinsame Sache macht, ist das Geld schnell geraubt – es sei denn, Micky schaltet sich ein. Spannung kommt hier nur selten auf, dafür mangelt es nicht an Action. Mickys Verfolgung der Ganoven auf dem Fahrrad, dessen Bremsen ausgerechnet dann den Geist aufgeben, als es in Haarnadelkurven den Berg hinab geht, stellt eindeutig den Höhepunkt dieser ansonsten relativ konventionellen, wenngleich einigermaßen charmanten Geschichte dar. Die Zeichnungen von Pier Lorenzo De Vita sind glücklicherweise weniger wirr als gewohnt. 10/15 Punkten.
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#16
Ich hab den Beitrag jetzt mal in diesen Thread verschoben. Zwinkern
Ansonsten ein großes Danke für diesen Beitrag! Endlich mal wieder ein richtig interessanter Topic-Beitrag!

Es war noch gar nicht so lange her, dass ich den Band gelesen hab, dennoch ist meine Erinnerung schon ein bisschen verblasst. Das liegt aber nicht an der Qualität des Bandes, in einem früheren BE hatte ich ihn als "absolut empfehlenswert" eingestuft. Insbesondere "Die Reise zum Mond" hat mich doch sehr fasziniert, der würde ich sogar 15 Punkte geben. Deine Einschätzung teile ich aber dennoch: Eine absurde, naive Geschichte - allerdings hier im positiven Sinne: Lustig und unkonventionell. Muss ich mal wieder lesen. Meinen Bewertungen bei taschenbuecher.de hatte ich die anderen Geschichten mit Ausnahme der Rahmengeschichte mindestens mit einem Gut bedacht, "Wer entführt wen?" sogar mit einem Top. Warum genau, weiß ich nicht mehr, allerdings weiß ich, dass ich auch ein bisschen überrascht über die doch noch ganz ordentlich Zeichnungen von P. De Vita war.

PS: Es gibt noch einzelne Thread für die LTBs 15-28 sowie 204-215. Falls du Lust hast, kannst du da natürlich auch noch weitere Threads zu bestimmten Phasen eröffnen... oder du benutzt einfach dann das Leseprotokoll, das geht auch. Zwinkern
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#17
Aus diesem Abschnitt besitze ich nur die Bände 1-6.
Meine Lieblingsgeschichte aus diesen Büchern ist "Donald im Jahre 2001" weil ich es sehr spannend finde, wie man sich damals das Leben im Jahr 2001 vorgestellt hat. Ganz anders als die Welt, wie wir sie kennen. So weit war der Fortschritt dann doch noch nicht...

Aus dem ersten Band hat mir ebenfalls "Der Kolumbusfalter" sehr gut gefallen. Ich glaube, dazu muss ich nichts mehr sagen...
"Die Zebramuschel" fand ich jetzt von der Story her nicht besonders klasse, trotzdem um Längen besser, als jene Geschichten, die man heute zum Teil in LTBs vorgesetzt bekommt. Gleiches gilt auch für "Der Gespensterschatz".

Von den restlichen LTBs mit Duck-Storys gefällt mir Band 4 am besten, auch wenn ich die Rahmenhandlung hier nicht so toll wie zum Beispiel in "Der Kolumbusfalter" finde.
Von den Storys aus gesehen würde ich dieses LTB jedoch mit Nr.1 gleichsetzen.

In den LTBs 2 und 6 finden sich meiner Meinung nach die besten Maus-Storys, die ich bisher in einem Lustigen Tascgenbuch gelesen habe, an.

Insgesamt gehören alle 6 der LTBs, welche ich aus dieser Periode besitze, klar zu meinen Favoriten. Generell finde ich auch Rahmenhandlungen sehr gut, jedoch sind diese ja heute kaum noch möglich, da in einem LTB ja Enten UND Mäuse vorkommen.
Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß - aber man kann es erreichen (Bob Kelso)
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#18
(12.06.2010, 19:04)Jan96 schrieb: In den LTBs 2 und 6 finden sich meiner Meinung nach die besten Maus-Storys, die ich bisher in einem Lustigen Tascgenbuch gelesen habe, an.
Die beiden mag ich auch sehr, empfehle dir aber noch dringend die Nr. 76! Ansonsten immer wieder erfrischend zu lesen, wie gut die Uralt-LTBs beim Nachwuchs nach wie vor ankommen.
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#19
Bei den Maus-LTBs gefallen mir die 17, 62 & 67 mit am Besten. die 2 Und die 76 sind aber ebenso gut! zu schade dass es diese "Themen-LTB" (nur Maus oder nur Duck) nicht mehr gibt.
Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#20
So interessant es fraglos ist, sich über aktuelle Publikationen auszutauschen: Hin und wieder schadet es auch nicht, auf die Frühphase des Lustigen Taschenbuchs zurückzublicken. Aus diesem Grund hole ich jetzt einfach mal einen altehrwürdigen Thread aus der Versenkung.
Vielleicht entspinnt sich ja ausgehend von meiner Rezension des Bandes „Micky in Gefahr!“ (LTB 13) eine erneute Diskussion.

Der Mann aus Ping-Pong: Den Auftakt bildet ein echter Scarpa-Klassiker, der in allen Belangen zu überzeugen weiß. So ist die Story unwahrscheinlich humorvoll, stellenweise actionreich, durchgehend spannend und von erstaunlicher emotionaler Tiefe. Die enorme Gagdichte bestimmt dabei fraglos das Tempo der Geschichte, welches konstant hoch gehalten und in Szenen wie der Verfolgungsjagd sogar noch angezogen wird. Es sind die kleinen Späße am Rande, wie der heuchlerische Gefängnisdirektor, der Papagei im Chefsessel oder auch der musikalische Kleiderständer, welche dem Geschehen eine tänzerische Leichtigkeit verleihen und zudem für zahlreiche Überraschungsmomente sorgen. Ohnehin entwickelt Scarpa die Handlung auf dermaßen überraschende und unvorhersehbare Weise, dass die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten wird. Der Leser weiß zwar immer ein wenig mehr als Micky, der von den Ereignissen geradezu überrollt wird, aber auch nicht genug, um die Intrige frühzeitig zu durchschauen. Er muss sich mit Andeutungen begnügen und daher ebenfalls auf das verwirrende Spektakel einlassen. Abgerundet wird das hervorragende Gesamtbild durch die anrührende Inszenierung der Beziehung zwischen Moritz Mollton und Micky, welche ihren eindrucksvollsten Ausdruck im Gefühlskonflikt des Mäuserichs nach der Inhaftierung des sonderbaren Musikus findet. 14/15 Punkten.

Der hypnotische Kreisel: Der zweite Scarpa-Krimi lebt in noch stärkerem Maße als „Der Mann aus Ping-Pong“ von seiner grotesk-komischen Atmosphäre. Diese baut der venezianische Altmeister unter Rückgriff auf verschiedene Stilmittel (Goofys Selbstüberschätzung, skurrile Nebenfiguren…) langsam auf, um sie dann in der bizarren Wettbewerbsszene zum Explodieren zu bringen. Auslöser des Wahnsinns ist der titelgebende hypnotische Kreisel, welcher die Verhältnisse endgültig auf den Kopf stellt und insofern weit mehr ist, als bloß das Instrument des Verbrechens. Dementsprechend stellt der Kriminalfall auch nicht das eigentliche Zentrum der Story dar, sondern dient eher als Katalysator des irrwitzigen Treibens. Diesem entgeht am Ende nicht einmal Micky, der zuvor im Chaos kühlen Kopf bewahrt und das Rätsel mit gewohnter Beobachtungs- und Kombinationsgabe gelöst hatte. Kritisch ist höchstens die Charakterisierung des Bösewichts zu beurteilen, der für meinen Geschmack zu albern geraten ist, wodurch Scarpa es versäumt, ein Gegengewicht zur humoristischen Grundstimmung der Geschichte zu schaffen. 13/15 Punkten.

Micky und Onkel Dagobert in denselben Nöten: Aus gleich zwei Gründen sticht Dalmassos Crossover-Story hervor: Zum einen hat sich der für seine eigenwilligen Mauszeichnungen bekannte Sergio Asteriti nur überaus selten an die Ducks herangewagt. Zum anderen befinden sich Dagobert und Micky bekanntermaßen eher selten „in denselben Nöten“. Eine außergewöhnliche Figurenkonstellation alleine garantiert jedoch noch keine lesenswerte Geschichte, wie uns durch diesen Comic schmerzlich vor Augen geführt wird. Es fehlt schlichtweg an Spannung und Tempo, und zwar nicht zuletzt deshalb, weil sich die Panzerknacker als bloße Pappkameraden erweisen, von denen nicht einmal der Hauch von Gefahr ausgeht. Überdies versäumt es Dalmasso leider, das Zusammenspiel von Micky und Dagobert angemessen zu inszenieren. Er ergreift weder die Möglichkeit, die Komplementarität beider Figuren zu akzentuieren, noch bietet er uns Einsichten in deren Verhältnis zueinander. Micky, dessen Bemühungen durch das unbedachte Verhalten Dagoberts allenfalls erschwert werden, bleibt letztendlich die einzige treibende Kraft im Geschehen. So können auch vereinzelte witzige Stellen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Comic einen unrunden Gesamteindruck hinterlässt, weil das angelegte Potential nicht annähernd ausgeschöpft wird. 8/15 Punkten.

Bei den Aua-Aua-Pygmäen: Wie einige andere italienische Zeichner der älteren Generation (Scarpa, Carpi, Bottaro…) hat sich auch Giorgio Bordini hin und wieder als Autor versucht, ohne hierfür jedoch sonderliches Talent zu offenbaren. Das wird an dieser Geschichte wieder deutlich, deren ohnehin schon dünner Plot ohne jeden erkennbaren roten Faden entfaltet wird. Eine geplante Elefantenjagd entwickelt sich zur Prügelei mit grundlos aggressiven Kranichen, um letztlich abrupt und ohne nennenswerte Pointe zu enden. Was bleibt, ist eine willkürliche Aneinanderreihung einzelner Szenen, die den Leser ratlos und gelangweilt zurücklässt. Dass „Bei den Aua-Aua-Pygmäen“ zu den frühesten Werken Bordinis gehört, merkt man leider auch den ungelenken Zeichnungen an. Zumindest in diesem Bereich erlangte er später eine gewisse Meisterschaft, wobei er sich stark an Scarpa orientierte. 5/15 Punkten.

Klarabellas Erbschaft: Eine hilfsbedürftige Klarabella, angriffslustige Phantome und eine Spukgeschichte um zwei ehemalige Kürbisbauern: Erst langsam fügen sich die verschiedenen Handlungsmosaike zu einem Bild zusammen. Bis dieses erkennbar ist, werden verschiedene Fragen aufgeworfen und Verdachtsmomente gestreut. Dennoch dringt Micky paradoxerweise weniger durch detektivischen Spürsinn als durch grimmige Entschlossenheit zur Lösung des Rätsels vor. Furchtlos stellt er sich den vermeintlichen Geistern und zwingt die Schurken auf diese Weise aus der Reserve. Dem schnörkellosen Vorgehen des Protagonisten ist es daher geschuldet, dass das in der Ausgangssituation angelegte kriminalistische Moment mit zunehmender Dauer in den Hintergrund tritt. Und so krankt der Comic letztlich daran, dass Dalmasso die meisten Situationen mit einer Prügelei, statt mit Köpfchen löst. Abgesehen davon bietet die Story dennoch gute Unterhaltung, was auch Carpis ansprechender zeichnerischer Umsetzung zu verdanken ist. 11/15 Punkten.

Das purpurfarbene Dromedar: Eine Zugfahrt, die ist lustig, eine Zugfahrt, die ist schön… Außer wenn man zwischendurch andauernd von Gangstern gestört wird, die es auf einen Diamanten abgesehen haben. Micky und Goofy zeigen sich von den lästigen Langfingern jedoch nicht sonderlich beeindruckt, sondern setzen routiniert einen nach dem anderen außer Gefecht. Entsprechend routiniert und ohne Raffinesse ist auch der Plot geraten, welcher von Perego mit der gewohnten zeichnerischen Biederkeit umgesetzt ist. 8/15 Punkten.
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