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Umfrage: Woraus besteht eurer Meinung nach der Kanon?
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nur Carl Barks (in der Übersetzung von Erika Fuchs)
23.08%
9 23.08%
+ Don Rosa
17.95%
7 17.95%
+ andere klassische Meister (Taliaferro, Gottfredson etc.)
15.38%
6 15.38%
+ alle anderen "guten" Comics
15.38%
6 15.38%
alles, was je aus dem Entenhausen-/Disney-Kosmos veröffentlicht wurde
15.38%
6 15.38%
Ich hab eine andere Ansicht.
12.82%
5 12.82%
Gesamt 39 Stimme(n) 100%
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Themabewertung:
  • 2 Bewertung(en) - 3.5 im Durchschnitt
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Was zählt ihr zum Kanon?
#1
Welche Comics zählen für euch zum "Kanon", also den Geschichten, die innerhalb des Duck-/Maus-Universums "wirklich" passiert sind? Alle anderen wären dann Apokryphia, das heißt, sie sind rein fiktional... okay, das sind sie aus unserer Sicht alle... aber halt innerhalb der Fiktion fiktiv, also die kanonischen haben sich in der Realität nicht abgespielt, aber innerhalb des fiktionalen Entenhausen-Kosmos, die apokryphischen sind nirgends passiert. Klingt komisch, ist aber so. Greenie

Für mich zählt Barks-Fuchs zum Primärkanon. Das umschließt alles, was Carl Barks gezeichnet und geschrieben hat, in der deutschen Übersetzung von Erika Fuchs. Falls Barks nicht alles selber gemacht und z.B. ein anderer die Idee geliefert oder die Tuschezeichnungen gemacht hat, darf man nicht alles auf die Goldwaage legen. Der englischsprachige Originaltext ist relativ irrelevant, genauso wie anderssprachige Übersetzungen oder welche auf Deutsch, die von anderen Übersetzern stammen.

Don Rosa ist Erweiterter Kanon. Man kann seine Werke als wahrheitsgetreue Wiedergaben wirklicher entenhausener Geschehnisse betrachten, darf jedoch nicht alles auf die Goldwaage legen. Das sagt er sogar selber, auch für ihn stellt nur Barks das "wirkliche" Entenhausen dar. Auch hier beschränke ich mich auf die deutsche Übersetzung.

Alles andere ist pure Apokryphia. Einiges davon ist dennoch unterhaltsam und bildend, wie die Comics von Taliaferro, Vicar und Scarpa, manchen Werken und ihren Künstlern hingegen, z.B. denen aus modernen LTBs, muss man jedoch jegliche Qualität und Qualifikation absprechen, da beißt die Maus (höhö, Wortspiel) keinen Faden ab...

...diesbezüglich ist es ja so, dass Barks nur eine Mausgeschichte und Rosa gar keine geschrieben/gezeichnet hat. Man kann also davon ausgehen, dass Herr Maus auch zum Entenhausen-Kosmos dazu zählt, genauso wie Minnie Maus, Klarabelle Kuh und Rudi Ross. Mehr lässt sich allerdings nicht sagen.
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#2
Ich halte diese Kanon/Nicht-Kanon-Problematik beim Thema Disney-Comics für schwierig. Bei den anderen Sachen, bei denen ich schon von soetwas wie einem „Kanon“ gehört habe, war es immer noch möglich, dass die Geschichten sich in diesem Universum eben wirklich so zutragen hätten könnten. Bei Disney-Comics ist sowas schon nicht möglich, da die Figuren nicht altern und die Kanon-Geschichten, seien es jetzt 700 (Barks) oder Zigtausende, nie im Leben in eine realistische, offizielle Zeitspanne zu packen sind. Bei Filmreihen etc. ist das möglich, hier eben nicht.
Zudem widersprechen sich viele Geschichten auch. Deshalb halte ich sowas beim Thema Disney-Comics nicht für möglich. Ich habe mir allerdings mal überlegt, wie man soetwas doch hinkriegen könnte. Dann müsste man sich Mittel wie eine unregelmäßige, schwammige Zeit, Zeitlöcher, Wurmlöcher und so einen physikalischen Kram überlegen. Ist mir aber dann doch zu unwichtig gewesen Greenie
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#3
Ich finde auch, dass bei Disney Comics kein wirklicher Kanon herzustellen ist. Dies liegt an den Widersprüchen und dem Voranschreiten der Zeit. Ich persönlich bevorzuge Barks und Rosa( selbstverständlich in der Originalversion) und versuche andere Geschichten auch in Einklang zu bringen, so gut es eben geht. Z.B. könnten die Stories ja in alternativen 1950er Jahren spielen, die durch Erfindungen solcher Leute wie Düsentrieb anders aussehen als die wirklichen es taten. Aber natürlich funktioniert das nicht mehr, wenn konkrete Ereignisse genannt werden, Kalender gezeigt werden, oder z.B. jedes Jahr neue Weihnachtsgeschichten entstehen.
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#4
Ich bin sehr froh darüber, dass es bei den Disney-Comics eigentlich keinen Kanon gibt. Wie viele kreative, witzige und spannende Ideen, Geschichten und Figuren hätte es nie gegeben, würde man sich bei den Geschichten streng an festgesetzte Regeln halten müssen. Natürlich ist es ein hoch interessanter und spannender Ansatz, die Geschichten, so wie es bei Don Rosa gemacht worden ist, nur auf Vorlage eines Zeichners und Autoren spielen zu lassen. Das bot viele tolle Aspekte, zum Beispiel einen festen Zeitrahmen, Gedanken über die Verwandtschaftsverhältnisse, die Biografie der Figuren oder das Anspielen auf vergangene Abenteuer. Das macht hier Spaß und gab den Geschichten eine gewisse "Ernsthaftigkeit", die durchaus einen Reiz hat.
Allerdings wäre die Vielzahl an Geschichten, wie wir diese wöchentlich und monatlich in den ganzen Heften und Taschenbüchern lesen können, unter diesen Bedingungen wohl kaum möglich. Gerade weil es eigentlich keine Regeln für Donald oder Micky-Geschichten gibt und jeder Autor seiner Fantasie freien Lauf lassen kann, sind die Geschichten so vielfältig und zeitlos. Ein Kanon würde hier wie ein enges Korsett wirken, das die Möglichkeiten der Handlungen doch stark einschränken würde.
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#5
Ich schließe mich da nur meinen Vorrednern an.
Grundsätzlich sollten alle Geschichten gleichwertig sein, d. h. wenn überhaupt sollten alle zum "Kanon" gehören. Ansonsten hätte man wieder eine ungleiche Behandlung ähnlicher Autoren, ich kann mir zum Beispiel nicht erklären, warum sich Barks' Geschichten wirklich zugetragen haben sollen, Faraci aber icht, obwohl er genauso gute Storys schreibt.
An sich aber ein hochspannendes Thema...
Was mir dazu noch einfällt: In den Rahmengeschichten älterer LTBs hat man doch einige Geschichten für fiktiv erklärt! Sowas ist einfach zum Schaudern; die Autoren der Rahmengeschichten (haupts. Gian Giacomo Dalmasso) sollten nicht über die "richtigen" Geschichten von Cimino und Co. entscheiden. Ein "No-go"!
Topolina, Paperopoli und Jungle Town | INDUCKS
»[D]enn es gibt keine tierische Unvernunft auf Erden, die nicht von der Torheit der Menschen unendlich übertroffen wird.«
(Herman Melville — „Moby Dick“)
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#6
Ich finde, ähnlich wie meine Vorredner, einen Kanon bei Disney-Comics insofern problematisch, als dass einfach die Masse an veröffentlichten Geschichten vermutlich nicht verifiziert werden könnte. Bei Star Wars z.B. ist es ja so, dass, nachdem die Marke von Disney gekauft wurde, einfach alle zuvor veröffentlichten Produkte aus dem Kanon gestrichen wurde (mit wenigen Ausnahmen, den Filmen zum Beispiel), und alles, was danch erscheint und zum Kanon gehören soll, erst nach Prüfung veröffentlich wird.
Bei 100 wöchentlichen Topolino-Seiten und vielen Comicproduktionen mehr, die alle Disneys Rechte haben, lässt sich so ein Screening einfach gar nicht effektiv zentralisieren (abgesehen von den in im "Tabus in Disney-Comics"-Thread thematisierten Punkten). Da hätten, wie meines Wissens z.B. bei Asterix, die Rechte weniger stark vergeben werden müssen, sprich an weniger Medienhäuser/Verlage. Dann hätte man auch neue Geschichten zuvor ins Detail verifizieren und dokumentieren können.
Damit will ich aber keinesfalls sagen, dass das besser wäre, ich schließe mich da eher meinen Vorrednern an: die Masse macht die Qualität im Disney-Comics-Bereich!
"Ich glaube übrigens, dass das gesamte Universum mitsamt allen unseren Erinnerungen, Theorien und Religionen vor 20 Minuten vom Gott Quitzlipochtli erschaffen wurde. Wer kann mir das Gegenteil beweisen?"

- Bertrand Russell (1872-1970)

Inducks: Mindstorms2
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#7
Ein sehr interessantes Thema! Ich habe mir vor kurzer Zeit nochmal darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass für mich folgende Autoren zum Kanon gehören:
Duck:
Al Taliaferro
Außer seine Dagobert(nachzulesen hier)-Geschichten, finde ich seine Stories eigentlich durchweg gelungen.
Carl Barks
Der "gute Zeichner" muss natürlich auch dabei sein - ganz im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen aus Amerika, tut mir leid Strobl, Alvarado und Hannah, für euch ist leider kein Platz! http://www.bilder-hochladen.net/files/bi...e-8a42.jpg
Guido Martina
Guido Martinas Duck-Geschichten halte ich für äußerst gelungen, sie sind zwar sehr dunkel und zeigen Donald und Dagobert von ihrer schlechtesten Seite, aber irgendwie macht es schon Spaß zu sehen, wie sich Donald in dem Kostüm des Gentlemen-Gauners Phantomias an Dagobert rächt. Das ist mir auf jeden Fall lieber als alle diese schlechten neuen Phantomias-Geschichten, in denen er Verbrecher jägt.
Romano Scarpa
Und hier beginnen, die ersten Probleme eines Kanons bei Disney, die auch Luk und der Comicfan schon genannt haben, laut Scarpas "Arriva Paperetta Yè-Yè" (welche für's normale LTB geblockt ist Wütend ) lebt Nelly nämlich in Wirklichkeit in Texas (Wilder Westen) und nicht im Klondike. Das stände dann im Gegensatz zu Barks und Rosa. Deshalb ist für mich ein Kanon eher verschiedene Arten, die ich so akzeptiere und mag.
Don Rosa
Don Rosas Comics sind m.E. wirklich toll. Zwar mag ich seine Gagstories und seine Zeichnungen (auch wenn er immer sagt, dass wären die Sachen, die er am schlechtesten fände) mehr als seine langen Abenteuer, aber auch die sind super, meine Lieblings-Abenteuer Geschichte von ihm ist "Die Karten des Kolumbus". Allerdings mag ich bei Rosa die [Bild: w00t.gif]-Übersetzungen mehr.
Enrico Faccini
Fausto Vitaliano
Wieder ein Gegensatz zu Rosa...
Francesco Artibani
Rodolfo Cimino
Maus:
Floyd Gottfredson
Hat mich mit seinen langen Zeitungsstrips auf jeden Fall geprägt, davor kannte ich nur den Murry-Micky (Übrigens wurde der ja meistens von Don Christensen geschrieben, komisch, dass sich die Bezeichnung Murry-Micky eingebürgert hat) und mochte den da noch nicht besonders.
Paul Murry/Don Christensen
Mittlerweile mag auch ich diese Version des Micky, es ist doch immer wieder schön, wenn die Entenhausener Polizei nicht mehr weiter weiß und Micky dann einspringen muss.
Romano Scarpa
Francesco Artibani
Tito Faraci
Da Literaturparodien in einem ganz anderen Universum spielen, habe ich die tollen Autoren dieses Genres (Giovan Battista Carpi, Bruno Enna, etc.) rausgelassen.
"Er [Ayran] kuriert auch den Kater der urbanen Bohemiens, die am Vorabend ein Craftbeer zu viel hatten und nun kaum einen klaren Gedanken für ihren Modeblog fassen können."
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#8
Und warum dürfen für dich nur diese berühmten Autoren "reale" Geschichten schreiben? Die Qualität entscheidet also, ob sich ein Ereignis so zugetragen hat? Frech Kannst du mir diese Ungleichberechtigung erklären?

Oh, ich seh's schon, das wird ein sehr aktives Thema - allein acht Beiträge in unter einer Stunde!
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#9
(20.02.2017, 18:53)Topolino schrieb: Und warum dürfen für dich nur diese berühmten Autoren "reale" Geschichten schreiben? Die Qualität entscheidet also, ob sich ein Ereignis so zugetragen hat? Frech Kannst du mir diese Ungleichberechtigung erklären?
Naja, ich persönlich halte diese Autoren halt für die besten. Gegenfrage, laut deiner Aussage würde auch Rosa nicht zum Kanon gehören, obwohl viele Fans das so sehen. Diese Liste beruht komplett auf meiner subjektiven Meinung und ich denke, dass ist auch bei vielen anderen der Fall.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass alle anderen Geschichten schlecht sind oder nicht "real" sind. Für mich sind alle Geschichten "real" die nicht das Universum verdrehen und wenn eine Geschichte dies tut, heißt das noch lange nicht, dass ich sie schlecht finde, nur sie gehört m.E. halt nicht zum Kanon.
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#10
Wenn du sowieso alle Geschichten (die nicht das Universum verdrehen) als "real" empfindest, warum zählst du dann überhaupt nur so "wenige" Autoren auf? Frech Verrückt

Äh... und wo habe ich behauptet, Rosas Geschichten würden für mich nicht zum Kanon gehören?
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#11
(20.02.2017, 18:47)Topolino schrieb: Was mir dazu noch einfällt: In den Rahmengeschichten älterer LTBs hat man doch einige Geschichten für fiktiv erklärt! Sowas ist einfach zum Schaudern; die Autoren der Rahmengeschichten (haupts. Gian Giacomo Dalmasso) sollten nicht über die "richtigen" Geschichten von Cimino und Co. entscheiden. Ein "No-go"!

Ich möchte hierauf gerne noch einmal eingehen: So wie ich dich verstehe, ist es nicht akzeptable, wenn in Rahmengeschichten bestimmte andere in dem Buch enthaltene Stories für fiktiv erklärt werde?
Deine Kritik ist sicher berechtigt, lässt sich aber leicht entkräften: Die Rahmengschichten waren und sind dazu da, um die einzelnen, sonst lose und meist ohne Zusammenhang aneinander gereihten Geschichten zu verbinden. Das ist aufgrund der vielfältigen Themenbereiche häufig nur möglich, wenn die einzelnen Geschichten selbst als "fiktive Geschichte" erzäht werden. Die Storys werden damit nicht in der realen Welt (userer) als fiktiv erklrt, sondern nur in der oohnehin fiktiven Welt Entenhausens. Das ist berechtig und die Absicht der Rahmengeschichten.
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#12
(20.02.2017, 18:59)Huwey schrieb: Für mich sind alle Geschichten "real" die nicht das Universum verdrehen und wenn eine Geschichte dies tut, heißt das noch lange nicht, dass ich sie schlecht finde, nur sie gehört m.E. halt nicht zum Kanon.

Es ist doch aber so, dass die Geschichten, wie ich schrieb, überhaupt nicht real sein können, weil es schlicht und einfach auf logische Weise nicht möglich wäre. Vom Alter Tick, Trick und Tracks her wäre eine Zeitspanne von 3 bis 4 Jahren möglich, in der sich die Geschichten zutragen könnten. Und dann müssen noch alle Geschichten raus, die sich widersprechen. Da ist wohl kaum Platz für sämtliche Geschichten von sämtlichen Autoren. Das Argument, die Figuren würden beispielsweise unendlich lange leben und nicht altern, geht auch nicht, da sich dies mit dem widerspricht, was in den Geschichten selbst gesagt wird. Wie man es dreht und wendet ist es unmöglich, eine bestimmte Gruppe von Geschichten als „real“ zu bezeichnen. Man kann das ganze nicht rational betrachten und sollte einfach nicht zu viel darüber nachdenken, sonst verdreht es einem noch die Hirnwindungen. Frech
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#13
(20.02.2017, 19:04)Topolino schrieb: Wenn du sowieso alle Geschichten (die nicht das Universum verdrehen) als "real" empfindest, warum zählst du dann überhaupt nur so "wenige" Autoren auf? Frech Verrückt

Äh... und wo habe ich behauptet, Rosas Geschichten würden für mich nicht zum Kanon gehören?
1.) Weil ich diese am realsten empfinde und weil diese entweder neue, wichtige Figuren eingeführt haben oder auf andere Geschichten oder verweisen.
2.) Wo habe ich behauptet, dass du das tust?
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#14
(20.02.2017, 19:10)Huwey schrieb: 2.) Wo habe ich behauptet, dass du das tust?

(20.02.2017, 18:59)Huwey schrieb: Gegenfrage, laut deiner Aussage würde auch Rosa nicht zum Kanon gehören, obwohl viele Fans das so sehen.
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#15
(20.02.2017, 19:19)Topolino schrieb:
(20.02.2017, 19:10)Huwey schrieb: 2.) Wo habe ich behauptet, dass du das tust?

(20.02.2017, 18:59)Huwey schrieb: Gegenfrage, laut deiner Aussage würde auch Rosa nicht zum Kanon gehören, obwohl viele Fans das so sehen.
Da ich nicht genau wußte, wie ich deine Aussage interpretieren soll, habe ich einfach würde geschrieben. Desweiteren würde laut deiner Aussage, so wie ich sie interpretiert habe, niemand zum Kanon gehören, auch Rosa nicht.
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#16
Die ganze Diskussion zu einem Kanon erübrigt sich ja möglicherweise schon alleine aus dem Grund, dass auch innerhalb der Geschichten von Carl Barks nicht immer Konsens über bestimmte Themen herrschte. Auch Don Rosa musste bestimmte Aussprüche oder Geschichten für seine Biografie unberücksichtigt lassen oder zumindest stark verbiegen, damit alles in ein bestimmtes Bild passte.
Letztlich sind es die Figuren, ihre Charaktere (wobei es auch hier schon starke Unterschiede gibt) und einige ungeschriebene Regeln (zum Beispiel dass Dagobert eben die reichste Ente der Welt ist oder dass Donald in der Regel Pech hat), die ja letztlich jedem Comic zu Grunde liegen. Wie das im Detail ausgestaltet ist, ist bei fast jeder Geschichte anders und ich finde das durchaus gut so.
Natürlich sind gewisse Regelmäßigkeiten (zum Beispiel die Statue des Gründers von Entenhausen Emil Erpel) schön. Wenn diese aber aus irgendeinem Grund nicht in die Idee der Geschichte passen, dann habe ich nichts dagegen, wenn sich Autoren ihr Entenhausen kurzerhand noch einmal neu erfinden. Wichtig ist die Qualität des Ergebnisses - und das messe ich eigentlich nie daran, ob es in den "Kanon" passt.
Kurz noch zu den erwähnten Rahmenhandlungen der frühen Lustigen Taschenbücher: Hier ging es nicht darum, den Geschichten einen glaubwürdigen Hintergrund zu geben und somit Storys als Erfindungen der Entenhausener darzustellen, sondern nur um den praktischen Zweck die verschiedenen Comics in eine Handlung einzubetten. Und eine geschickte Lösung war nun einmal das Erzählen von Geschichten oder das Träumen einiger Comics. Dies macht die einzelne Geschichte ja nicht schlechter oder "nicht richtig".
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#17
Wahrlich ein höchst interessantes Thema zu dem ich im Folgenden ausführlich auch meinen Senf dazugeben will.

Ich stimme meinen Vorrednern zu, die meinten für Disney Comics lasse sich kein Kanon erstellen. Doch lassen sich meiner Meinung nach
verschiedene Universen beschreiben, die sich durch die unterschiedliche Darstellung von Schauplätzen, sowie die unterschiedliche Charakterisierung gleicher Charaktere differenzieren lassen.

Diese wären, selbstverständlich unterschiedlich bedeutend für Disney Comics allgemein:

1. Barks-Universum:
Vorrangig vierreihige Comics, die sich besonders stark von Barks, dessen Charakterisierungen und Charakteren, sowie dessen Entenhausen inspirieren lassen. Die Maus existiert in diesem Universum quasi nicht...
Zum Barks-Universum zähle ich: Barks (selbstverständlich), Rosa, aber auch Vicar oder van Horn.

2. Topolino-Universum:
Dazu zähle ich eigentlich alle Dreireiher die in Italien produziert wurden. Barks Charaktere werden verwendet, aber bis auf gewisse Grundmerkmale anders interpretiert. So ist Dagobert oft weniger sentimental und Donald aggressiver, es gibt spezielle Figurenmerkmale, wie den von Gläubigern verfolgten Donald. Die Maus zählt hier zum Universum, wobei sie im italienischen Original ja nicht in Entenhausen lebt. Entenhausen ist eher eine beschauliche Kleinstadt, als die Metropole, die uns Barks präsentierte (Stichwort Emil-Erpel Park, Donalds Wohnsiedlung, auch Dagoberts Geldspeicher hat architektonische Feinheiten und ist nicht der tristgraue Betonklotz, wie wir ihn von Barks und Rosa kennen). Die Comics wirken allgemein viel bunter und das bekannte Figurenspektrum wird um Charaktere wie Klaas Klever (als Moneysac Ersatz, ja ich weiß, dass er von Barks erfunden wurde), Gitta, Phantomias oder Baptist erweitert.
An Künstlern hervorzuheben sind hier meiner Meinung nach: Scarpa, Martina, Cavazzano und in jüngerer Zeit Vitaliano, Casty und natürlich Faraci und Mastantuono.

3. Egmont-Universum Übel
Vorwiegend skandinavische Produktionen: KuHo Micky, Micky/Donald COs, Doktor Zweistein... hierzu kann ich nicht wirklich viel sagen. Ich akzeptiere dieses Universum, Egmont produziert mitunter sehr gute Comics, sowohl im vierreihigen, als auch im dreireihigen Bereich. Aber für mich wirkt es von den drei Universen am ungeschliffensten, die Charaktere haben die wenigste Tiefe. Es ist wie eine Mischung aus Barks- und Topolino-Universum und es kommt etwas sehr merkwürdiges dabei heraus.
Wichtigste Künstler: Fecchi, Andersen, McGreals

Kanons:
Neben diesen Universen, die ich unterscheiden kann, existieren für mich tatsächlich mehrere Kanons, die sich in diese Universen eingliedern, dessen Geschichten aber theoretisch auch funktionieren, ohne sie einem Kanon zuzuordnen. Kanons definieren sich für mich als solche, wenn sie eine klare Zeitlinie verfolgen oder wenn einzelne Geschichten einem übergeordneten Handlungsverlauf zugeordnet werden können.

Nur ein paar Beispiele:

Don Rosa-Kanon:
Enthält alle Geschichten Rosas, sowie alle Geschichten von Barks, zu denen es Verweise bzw. Anspielungen in Rosas Geschichten gibt. 

Phantomias-Kanon:
Hier wird's kompliziert. Für mich zählen zum Phantomias-Kanon alle Geschichten von Martina, sprich die Frühen, in denen es noch Verweise untereinander gab. Später bricht der Kanon mit der Weiterentwicklung Phantomias' zum Superheld auf.

DoppelDuck-Kanon:
Auch ein interessanter Fall. Im LTB werden die Geschichten ja immer noch durchnummeriert, aber für mich zählen zum DoppelDuck Kanon ersteinmal alle Geschichten, die von Vitaliano oder Bosco geschrieben wurden. Ich stelle fest, das mit der DoppelDuck Reihe grade etwas ähnliches geschieht, wie mit Phantomias: Geschichten schießen aus dem Boden, nicht immer von berauschender Qualität und die übergeordnete Handlung, deren Rätsel noch lange nicht alle gelüftet sind, wurde in den letzten Jahren bedauerlicherweise vernachlässigt. Das kommende PKNA/DoppelDuck CO bringt meiner Meinung nach in dieser Hinsicht das Fass zum Überlaufen, aber wie dem auch sei...

Spezialfälle:

Spezialfälle bilden bestimmte Geschichten und Serien, die evtl. einen Kanon bilden, aber keinem Universum zuzuordnen sind, z.B. PKNA, Micky Mystery, Micky X, WoM oder die Drachengold Saga, da sich Charaktere anders verhalten, als in ihrem Universum üblich, bzw. sie ein komplett anderes Universum behandeln. Dazu zähle ich auch Literatur-/Filmparodien oder historische/Science-Fiction Geschichten, vorausgesetzt Charaktermerkmale weichen von ihren Vorlagen ab.

Man war das viel. Hat aber Spaß gemacht Greenie! Was sagt ihr zu diesem Konzept?
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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#18
(21.02.2017, 20:12)G.R.I.F.F.E.L. C. schrieb: Zum Barks-Universum zähle ich: Barks (selbstverständlich), Rosa, aber auch Vicar oder van Horn.
Das macht insofern keinen Sinn, dass Vicar nie (oder zumindest höchst selten) Storys geschrieben hat, vielmehr stammen seine Geschichten von über 100 verschiedenen Autoren. Logischerweise hat der Storyschreiber wesentlich mehr Einfluss auf die „Universeneinordnung“ als der Zeichner, zumindest glaube ich nicht, dass du dir die Universen nur nach den Zeichnungen geformt hast. Also müsste man hier Autoren auflisten und nicht Zeichner.
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#19
Ich finde das Konzept toll - es ist ja in der Tat so, dass sich die Geschichten aus der Ära Van Horn/Branca/Rosa/Vicar (u.a.) eher an die Geschichten von Barks halten, während sich viele der Taschenbuch-Storys an einem "anderen", expandierterem Universum zu orientieren scheinen. Hier tauchen ja tatsächlich gewissen Figuren, Situationen und Konstellationen immer wieder auf, die es bei den vierreihigen Geschichten so kaum gibt. Witzig sind hier deshalb besonders jene Geschichten, die den Versuch unternehmen, beide Universen miteinander zu verbinden, wie es beispielsweise in "Alle gegen einen" gemacht worden ist. Hier tauchen Moneysac, Klever, Phantomias, die Kuller, Gitta Gans usw. alle in einer Geschichte auf - das Ergebnis ist ein bisschen bizarr, aber in diesem Falle absolut gelungen und empfehlenswert.
Dass die Geschichten innerhalb dieser verschiedenen Kategorien aber nun wirklich so etwas wie einen Kanon bilden, bezweifle ich weiterhin. Ich sehe wie gesagt auch innerhalb der Barks-Geschichten keinen Kanon. Diesen herzustellen macht wie schon gesagt Spaß und ist interessant. Letztlich haben Disney-Geschichten einen Kanon aber einfach nicht nötig - warum also sich unnötig in der Kreativität einengen lassen.
Und noch schnell angemerkt: Natürlich geht es hier eigentlich immer um die Autoren der Geschichten, nicht um die Zeichner. Ich muss jedoch zugeben, dass ich außerhalb der selbst schreibenden Zeichner, kaum Autoren beim Namen kenne. Diese arbeiten ja aber oft auch mit bestimmten Zeichnern zusammen, so dass man sicherlich zumindest grob auch anhand der Zeichner Geschichten kategorisieren kann.
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#20
(21.02.2017, 20:54)FAB schrieb: Natürlich geht es hier eigentlich immer um die Autoren der Geschichten, nicht um die Zeichner. Ich muss jedoch zugeben, dass ich außerhalb der selbst schreibenden Zeichner, kaum Autoren beim Namen kenne. Diese arbeiten ja aber oft auch mit bestimmten Zeichnern zusammen, so dass man sicherlich zumindest grob auch anhand der Zeichner Geschichten kategorisieren kann.

Ich finde gerade nicht, dass man Geschichten nur anhand ihrer Autoren in bestimmte Kategorien eintragen kann. Die Zeichner tragen einen mehr als wesentlichen Teil zur Geschichte bei, z.B. die Umgebung, die Athmosphäre, das Charakterdesign. Branca, Van Horn und auch Vicar haben (behaupte ich) einen stark von Barks inspirierten Stil, der sich stark auf den Gesamteindruck der Geschichte auswirkt (Entenhausen als Metropole, saubere, nicht überladene Zeichnungen). Dieser unterscheidet sich stark von dem vor allem von Cavazzano, aber auch Scarpa oder De Vita geprägten italienischen Stil, der, wie schon gesagt, bunter und überladener daherkommt (Das soll nicht heißen, dass ich einen der beiden Stile dem anderen vorziehe, es lassen sich einfach Unterschiede feststellen). Das selbe Skript könnte von Cavazzano oder Vicar umgesetzt werden und es kämen zwei grundverschiedene Geschichten bei raus.
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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