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[Projekt] Lied des Monats
(06.09.2022, 13:29)Huwey schrieb: Zählt das noch wenn ich ganz lieb frage?
https://youtu.be/Elz6qd1eoLI
https://youtu.be/WizNXQGBMEk
Bitte immer Titel und Interpret dazuschreiben, sodass die Bewertung und Auswertung dank Copy & Paste etwas schneller geht.
Floyd Moneysac schrieb:Wäre es okay, wenn ich erst in den nächsten Tagen Songs nominiere? Hab zzt. viel zu tun ... 
OK, aber danach geht es auf jeden Fall in die Bewertungsphase! Automatisch! Bevor das hier noch ausufert  Zwinkern
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Neutral Milk Hotel – Communist Dauther
https://youtu.be/RAw7k6o03EI

The Smiths – Big-mouth Strikes Again
https://youtu.be/PtzhvJh9NRY

Ich hoffe, die Songs wurden in den bisherigen Runden noch nicht nominiert ...
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(08.09.2022, 07:49)Floyd Moneysac schrieb: Neutral Milk Hotel – Communist Dauther
https://youtu.be/RAw7k6o03EI

The Smiths – Big-mouth Strikes Again
https://youtu.be/PtzhvJh9NRY

Ich hoffe, die Songs wurden in den bisherigen Runden noch nicht nominiert ...

Hab mal kurz den Thread durchsucht und Neutral Milk Hotel tauchten noch nie auf. Der Smiths-Song wurde zumindest schon mal lobend von @Primus erwähnt.
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Na dann hoffe ich doch mal auf eine positive Bewertung von Primus! Frech Ich hatte vorher übrigens anstelle von „Bigmouth Strikes Again“ den Pixies-Song „Here Comes Your Man“ nominiert – bis mir auffiel, dass ich denselben Song bereits in der Runde vorher nominierte ... Klatsch
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Und jetzt ärgerst du dich wahrscheinlich, dass du nicht anstelle von Bigmouth den Titelsong des Albums nominiert hast Balken
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Ich könnte jetzt einen schlechten Scherz reißen, dass Bigmouth, seit ich in dem Forum wieder aktiv bin, einen ähnlich aktuellen Bezug wie „The Queen is Dead“ hat, aber ich lass es lieber.
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Dann fange ich mal an mit dem Bewerten:

Men at Work - No Sign of Yesterday 7
Joa, nicht schlecht, aber auch kein Knüller. Melodisch bleibt nicht viel hängen, aber immerhin klingt das Playback ganz gut.

Labi Siffre – I Got The... 9
Ganz schön listig, die abgeschnittene Version zu nominieren, weil das Original fast sechseinhalb Minuten lang geht. Jedenfalls hat mir die kurze Version so gut gefallen, dass ich mir danach gleich noch die längere angehört habe.
Und deutlich besser als das Eminem-Sample ist es allemal.

Steely Dan – Josie 4
Nee, nicht mein Geschmack.

LAUSSE THE CAT – Redstripe Rhapsody 3
Dem kann ich auch nicht viel abgewinnen.

Martin Solveig & GTA - Intoxicated 2
Der Text wurde wohl in einer Minute geschrieben und auch musikalisch ist das sehr eintönig. Den Aufwand für das Musikvideo hätte man lieber in die Komposition stecken sollen. Die 2 Punkte gibt es nur, damit es nicht auf einer Stufe mit dem ohrenkrebserregenden "Brighter Dayz" steht.

Prince - Purple Rain 7
Das wurde zumindest nicht innerhalb von einer Minute komponiert.

Shakira ft. Alejandro Sanz - La Tortura 12
Mein Lieblingssong auf dem Album, wenn nicht sogar mein Lieblingssong von Shakira. Mir gefällt das dialektische Format und die Instrumentation, da will man glatt mittanzen. Und der Text ist wirklich schön.

Shakira - Si Te Vas 11
Hat mindestens genauso viel Ohrwurm-Potenzial und wird hier schätzungsweise besser ankommen, da es rockiger ist.

Jeff Buckley - Dream Brother 5
Hat mich eher gelangweilt.

DJ Rashad - Brighter Dayz 1
Der Ersteindruck, der bei mir nach wenigen Millisekunden entstand, hat sich auch nach qualvollen 3 Minuten verfestigt: Damit kannst du mich aus dem Haus jagen.

Grimes - Genesis 4
Auch eher schwacher Gesang.

Neutral Milk Hotel – Communist Dauther 4
Das am Anfang klingt wie ein Tonfehler. Und der Text fremdet mich, auch nach Nachschlagen, eher an.

The Smiths – Big-mouth Strikes Again 7
Gefällt mir nach mehrmaligem Hören immer besser. Wird nach mehrmaligem Hören immer nerviger.

In dieser Staffel kannte ich, außer den von mir Nominierten, noch keinen Song. Positiv überrascht hat mich vor allem "I Got The...", aber auch der "Bigmouth" ist hängengeblieben. Die Songs mit Bewertung 5-7 sind beim einmaligen Hören vielleicht ganz ok bis nett, aber ich würde sie (wegen meines Geschmacks) nicht unbedingt mehrmals anhören. Die Songs unter 5 fand ich dann doch eher schwach.
Am Ende ist es dann aber doch eine Geschmacksfrage. Ich habe zwar versucht, die Texte in die Bewertungen einfließen zu lassen, aber letztlich ist das Gefallen der melodischen Komposition dann doch das Hauptkriterium.
Edit: Habe die Bewertung von "Bigmouth" um einen Punkt reduziert, da mir der Ohrwurm zu nervig war.
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Diesmal vergesse ich’s natürlich nicht zu bewerten!

Men at Work – No Sign of Yesterday: 7
Gefällt mir nicht schlecht, vor allem das Instrumental ist sehr dicht, aber leider auch ziemlich monoton. Die überzogene Theatralik erinnert aber eindeutig zu stark an Boomer-Rock, der von so Ende 50-jährigen Vätern gefühlt wird.

Labi Siffre – I Got The...: 5
Soul/Jazz trifft einfach meinen Geschmack nicht wirklich, der Song hat aber einen gewissen Reiz.

Steely Dan – Josie: 6
Das experimentelle Spiel mit unterschiedlichsten Genre-Elementen ist interessant, allerdings auch etwas anstrengend.

LAUSSE THE CAT – Redstripe Rhapsody: 4
Auch hier fällt das Unkonventionelle sehr positiv auf, aber wenn ich pseudo-melancholischen Rap hören möchte, kann ich auch auf genügend bessere Alternativen zurückgreifen.

Martin Solveig & GTA - Intoxicated: 1
Banale Lyrik, monotoner und simpler Beat. Und dann auch noch so schrecklich gemixt, dass das Zuhören Schmerzen bereitet.

Prince - Purple Rain: 6
Pathetischer Kitsch, der aber selbst mich berührt. Außerdem gefällt mir das ausgewogene Verhältnis zwischen harmonischen Repetitionen und rauen Rockelementen.

Shakira ft. Alejandro Sanz - La Tortura: 2
Der Beat gleicht dem jedes spanischen Sommerhits, Shakiras Stimme ist quälend pentrant und auch sonst zeichnet sich der Song durch kein Alleinstellungsmerkmal aus: weder beinhaltet er starke Kontraste noch hat er einen harmonischen Fluss, er ist einfach nur langweilig.

Shakira - Si Te Vas: 2
Gefällt mir genauso wenig; der Versuch den Zuhörer emotional mitzureißen scheitert.

Jeff Buckley - Dream Brother: 4
Der Song schafft es nicht die Spannung, der er aufbaut, auch zu halten. Irgendwann wirkt er nur noch öde.

DJ Rashad - Brighter Dayz: 1
Aua.

Grimes - Genesis: 3
Wenn ich zur Entspannung beim Lernen was hören will, würde ich eher den Lofi-Beats-Lifestreem öffnen. Zu was anderem taugt’s nicht.

Neutral Milk Hotel – Communist Dauther: 8
Der Song funktioniert nur im Kontrast zum ganzen Album, aber mir gefällt, wie der Low-quality-Beat sich eklektisch aus Indie-, Rock-, Folk- und Lofi-Elementen zusammensetzt und so überzogen schlecht aufgenommen wurde, dass man daran wieder Gefallen finden kann.

The Smiths – Bigmouth Strikes Again: 12
Ein Meisterwerk, Morrisseys hat eine fantastische Stimme und auch das Instrumental ist vielschichtig und anregend.
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Traurig 
(16.09.2022, 15:29)Floyd Moneysac schrieb: Shakira ft. Alejandro Sanz - La Tortura: 2
Der Beat gleicht dem jedes spanischen Sommerhits, Shakiras Stimme ist quälend pentrant und auch sonst zeichnet sich der Song durch kein Alleinstellungsmerkmal aus: weder beinhaltet er starke Kontraste noch hat er einen harmonischen Fluss, er ist einfach nur langweilig.

Shakira - Si Te Vas: 2
Gefällt mir genauso wenig; der Versuch den Zuhörer emotional mitzureißen scheitert.

Also erstens ist das nicht spanisch, sondern lateinamerikanisch. ("Der Besuch der alten Dame" ist ja auch nicht deutsch, sondern deutschsprachig.)
Zweitens vergleiche das bitte mal mit aktuellen Latino-(Sommer-)Hits: Den VMA-Preis in der Kategorie "Best Latin" gewann Anitta - Envolver. Gähnend langweilig, finde ich. Und aktuell ist Bad Bunny - Me Porto Bonito bei den Charts ganz oben. Schau dir alleine mal diesen platten, oberflächlichen Text an und vergleiche ihn mit dem Dialog, den Shakira in "La Tortura" kreiert hat.
Drittens, Bewertungen von Stimmen sind natürlich subjektiv (ich verstehe auch nicht, was an Morrisseys so "fantastisch" sein soll), aber hier zum Beispiel kommt Shakiras sängerisches Talent nochmal besser zur Geltung.
Außerdem noch eine Frage an dich, wie sehr fließt bei dir eigentlich ein Songtext in die Bewertung ein?
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Men at Work - No Sign of Yesterday 7
Recht entspannte Nummer, gefällt mir ganz gut. Vor allem die Gitarre(n) spielt angenehme Passagen.


Labi Siffre – I Got The...  8
Besonders schöne Einleitung, bis der Gesang beginnt. Auch die Auswahl der Musikinstrumente ist passend gestaltet. Doch die Musik ist nicht ausreichend genug, um die vollen 6 Minuten zu füllen, 5 Minuten hätten auch gereicht.

Steely Dan – Josie 6
Es klimpert die ganze Zeit etwas vor sich hin. Wenn man es so mag oder zur Entspannung hört, kann das passen, mir persönlich fehlt da die Action.

LAUSSE THE CAT – Redstripe Rhapsody  4
Bis das Lied erst einmal beginnt, vergeht schon über eine Minute. Auch der folgende Rap ist nicht ganz mein Geschmack. Dieses Lied ist mir ebenfalls zu lang, es zieht sich wirklich in die Länge, ohne dass sich die Melodie groß verändert.


Martin Solveig & GTA - Intoxicated  10
Ist musikalisch gesehen vielleicht nicht anspruchsvoll oder besonders kreativ, doch es verleiht eine angenehme, entspannte Stimmung.

Prince - Purple Rain 9


Shakira ft. Alejandro Sanz - La Tortura  11
Sehr schöne, eingängige Melodie, natürlich passend von Shakira gesungen. Was ich an Shakira am interessantesten finde, ist, dass sie es schafft, in allen möglichen Sprachen erfolgreich zu singen.

Shakira - Si Te Vas 8
Kannte ich noch nicht, klingt aber ganz angenehm.

Jeff Buckley - Dream Brother  3
Auch hier dauert es Ewigkeiten, bis das Lied richtig beginnt und leider kommt dann auch nicht viel. Ist nicht mein Geschmack.

DJ Rashad - Brighter Dayz 1
Ich muss ganz ehrlich sagen, es klingt gruselig. Alles ist abgehackt und ohne Melodie. Vor allem nimmt dies kein Ende, sondern plätschert die ganze Zeit so vor sich hin.


Grimes - Genesis  7
Fand ich recht angenehm zu hören

Neutral Milk Hotel – Communist Dauther 6
Nicht ganz mein Geschmack, dennoch eingängig

The Smiths – Big-mouth Strikes Again 7
Hier gefällt mir die Idee des Liedes, würde ich ab und zu auch hören.

So, das war meine Bewertung für diesen Monat. Es sind einige Lieder dabei, die ich recht schön finde. Ein Super-Hit, den ich fantastisch finde gibt's dieses Mal nicht, dafür viel im Mittelfeld und einige wenige schlechte.  Fröhlich
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Men at Work – No Sign Of Yesterday (7)
Es geht mir wie meistens mit Spectaculus’ Nominierungen: Ich habe nichts daran auszusetzen, aber es begeistert mich auch nichts daran.

Labi Siffre – I Got The... (9)
Im Gegensatz zu Floyd entdecke ich immer mehr meine soulige/jazzige Seite. Besonders so gelungene Arrangements wie hier oder bei Frank Sinatra mag ich. Kein künstlerisches Meisterwerk, aber sehr angenehm zu hören.
Wie manche bemerkt haben, habe ich die gekürzte Radioversion nominiert, um innerhalb des Limits zu bleiben. Die sechseinhalbminütige Vollversion bringt nichts wesentlich anderes, lässt sich aber mit dem musikalischen Verlauf mehr Zeit.

Steely Dan – Josie (10)
Eigentlich stellvertretend für das ganze Album „Aja“ nominiert. Ähnlich wie oben mag ich diesen kontrollierten, geschmackvollen Jazz-Nichtjazz einfach sehr, der so reich arrangiert ist, dass es sich auszahlt, einen ganzen Durchgang lang z. B. nur auf den Bass oder nur auf die Drums zu hören. Man beachte auch die Bridge ab 2:15, die auf das Intro zurückgreift, ohne es zu wiederholen, und dann in das minimalistisch-abgefahrene Gitarrensolo von Walter Becker übergeht.
Empfehlenswert ist auch der Titelsong des Albums, wo Wayne Shorter (!) und Steve Gadd (!) gleichzeitig solieren.

Lausse The Cat – Redstripe Rhapsody (8)
Von Rap verstehe ich nicht viel, aber das gefällt mir atmosphärisch sogar. Der Text ist mir mit den einschlägigen Hilfsmitteln recht verständlich und gar nicht schlecht: Ich mag besonders, wie die Erzählweise in der Mitte des Songs surrealistisch wird, während das Erzählte weiter real bleibt (denke ich), und das eigentliche Zentralereignis sogar völlig ausgespart und nur instrumental symbolisiert wird (4:15–5:52), bevor das Ende wieder zum Realismus zurückkehrt.
Im Einzelnen habe ich aber Einwände. „Mood smooth like the sun played cello“ ist keine gute Line: Das Bild ist zu weit und zu offensichtlich des Reims wegen hergeholt. Und der Blick auf Frauen ist auch unangenehm sexualisierend.

Martin Solveig & GTA – Intoxicated (3)
Für reine Tanzmusik relativ musikalisch. Und der Text gibt immerhin nicht vor, mehr Inhalt zu haben, als er hat, wie so viele Popsongs.

Prince – Purple Rain (3)
Zum Beispiel dieser. Acht Minuten lang ganz viel warenförmige Emotion und absolut nichts, was davon ablenken könnte – die 90er-Powerballade ist ein Höllenkreis für sich. Allerdings ist auf dieser Version das Streicher-Outro weggeschnitten (man hört gerade noch eine Sekunde), das unvergleichlich viel besser ist als der eigentliche Song und dementsprechend mehr Punkte gebracht hätte. Prince war eben doch noch erheblich niveauvoller als etwa  Guns N’ Roses. (Die sind allerdings unterhaltsamer, unfreiwillig.)

Shakira – La Tortura (4)
Shakira – Si Te Vas (4)
Nicht so aggressiv trashig wie Alvaro Soler oder Topolinos Vergleichshits, aber immer noch herzlich langweiliger Latinopop, bei „Si Te Vas“ mit Rockanstrich.
Aber ich merke schon, du bist jemand, der an Musik vor allem das Visuelle schätzt.

Jeff Buckley – Dream Brother (4)
Carl Dahlhaus schrieb:Ist demnach die „prosaische“ Musik trivial, ohne es zu verleugnen, so entsteht der Kitsch gleichsam durch ästhetische Usurpation. Er ist „prosaische“ Musik, die sich als „poetische“ maskiert. Der Griff zum Höchsten aber, der Versuch, Kunstcharakter zu erreichen, ohne daß der ästhetische Anspruch, die Attitüde, kompositorisch fundiert wäre, mißlingt. Und wenn die Draperie zerreißt, tritt die Trivialität, die verdeckt werden sollte, um so schäbiger hervor. Kitsch ist der Parvenu der Kunst.
Carl Dahlhaus: Analyse und Werturteil. Mainz: Schott 1970 (Musikpädagogik 8), S. 45f.

DJ Rashad – Brighter Dayz (6)
Amüsant! Ich mag die rhythmische Manipulation und die Verweigerung jedes Inhalts zugunsten der Struktur.

Grimes – Genesis (3)
Elektronische Musik trifft Kinderlied. Hinweise, wozu das gut sein soll, dringend erbeten.

Neutral Milk Hotel – Communist Daughter (5)
Floyds Nominierungen haben immer etwas Nostalgisches für mich, weil er im Abstand unserer Altersdifferenz die Spur meiner Indie-Phase ziemlich genau nachzieht. Das Album ist sicher künstlerisch ambitionierter als vieles in dieser Runde Nominierte und origineller als die Indie-Musik, die seit zwanzig Jahren davon abschreibt – allerdings trifft darauf zu, was Karl Kraus ungerechterweise von Heine behauptet: Die Epigonen haben die Masche so perfektioniert, dass das Original daneben stümperhaft wirkt. Und letztlich gibt es so wenig her, dass ich wirklich nicht weiß, warum man sich ausgerechnet mit dieser Ecke der Musik beschäftigen sollte, wo es so viele begeisterndere gibt.
Ob eine Zeile wie „Semen stains the mountain tops“ so geschmackvoll ist, kann man sich übrigens auch fragen.

The Smiths – Bigmouth Strikes Again (8)
Einer von Morrisseys besseren Songtexten (die insgesamt nicht so gut sind wie man behauptet) und die Gitarren gefallen mir immer noch. Aber ich finde auch immer noch, dass die Smiths etwas Billiges haben, und es nervt, dass Morrissey wichtige Teile der Melodie bloß auf das Äquivalent von „lalala“ singt.

Am liebsten würde ich das mit den Nummern hinter den Songs ja einfach lassen, aber es gehört halt dazu.



Bonus: Highlights aus den Genius-Erklärungen zu den Songs! (Hervorhebungen von mir)

Zitat:[Zu „Your eyes to the ground and the world spinning round forever“:] A stunning image describing the disorientation and despair a child feels when abandoned. Perhaps this line was directly from Buckley’s experience.
Zitat:THE MOST TERRIFYINGLY PROPHETIC LINE IN ROCK HISTORY

Zitat:The heart never feels, sees, or knows. These are sense [sic] left up to the hands, the eyes, and the brain. Regardless, we tend to attribute these emotions to the heart, when in fact, the heart merely gets us into trouble and the other vital organs suffer the consequences. [Folgt anatomische Darstellung eines Herzens.]

Zitat:As fascism swept through Europe in the middle of the 20th century, the communists were often the good guys. Fascists believed in order and hierarchy while communists believed in equality and brotherhood and such. Historically, communists have fought on the front lines against fascism, the rise of which has often been enabled by liberal or social democratic governments who sought to preserve the status quo. Therefore, the communist daughter is a girl who is rather idealistic about politics and doesn’t understand why people are so violent toward each other.



(18.09.2022, 20:10)Poco23 schrieb: Labi Siffre – I Got The...  8
Besonders schöne Einleitung, bis der Gesang beginnt. Auch die Auswahl der Musikinstrumente ist passend gestaltet. Doch die Musik ist nicht ausreichend genug, um die vollen 6 Minuten zu füllen, 5 Minuten hätten auch gereicht.
Nominiert habe ich ja (um die Regeln einzuhalten) die knapp vierminütige Radioversion.
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Der Monat neigt sich dem Ende zu! Ich glaube, es fehlen noch ein paar Bewertungen.  Erstaunt
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Men at Work – No Sign of Yesterday: 6
Cooler Gitarrensound, aber insgesamt finde ich nicht viel Interessantes am Lied. Es geht alles ziemlich schleppend voran.

Labi Siffre – I Got The... : 9
Außergewöhnlich raffiniert und groovy, gefällt mir.

Steely Dan – Josie: 7
Es wundert mich, dass dieses Lied so oft als Jazz Rock oder Jazz Fusion beschrieben wird, oberflächlich betrachtet hätte ich gesagt, das ist einfach ein bisschen jazzig angehaucht, aber noch weit von den obigen Genres entfernt. Im Vergleich zum obigen Lied wirkt das hier doch wesentlich unkreativer, ist aber immer noch sehr gut hörbar und von der Soundqualität her wie bei Steely Dan zu erwarten erste Sahne.

Lausse The Cat – Redstripe Rhapsody: 2
Acht Minuten Easy-Listening-Lounge-Rap, der mit plump aufgepappten Spezialeffekten auf unkonventionell getrimmt werden soll – wirkt sehr forciert. Wie Floyd Moneysac schon sagte, da kann ich mir genausogut einfach die nächstbeste „Lofi Hip Hop to study“-Playlist auf YouTube anknipsen und hab ungefähr das Gleiche, nur ohne genervt zu werden.

Martin Solveig & GTA – Intoxicated: 1
Klingt, als ob es für die Verwendung in YouTube-Werbungen gemacht wurde. Die möchtegern-abgedrehte Hipsterästhetik des Videos bestätigt mich da; es hätte mich nicht gewundert, wenn am Ende ein weißer Schriftzug mit einer abgewracken Corporate-Phrase wie „Enjoy Smart“ aufgeploppt wäre. Ist das alles computergeneriert worden?

Prince – Purple Rain: 8
Die ersten vier Minuten haben wirklich überhaupt kein Fleisch dran, gähnende Leere, extreme Langeweile ... und dann kommt die zweite Hälfte, die mehr als grundsolide ist. Eigentlich ist die zweite Hälfte sogar richtig klasse, aber man muss sich eben erst durch diesen völlig schnarchigen ersten Teil kämpfen.

Shakira feat. Alejandro Sanz – La Tortura: 3
Warum hat der männliche Part bei Reggaeton eigentlich immer diesen krächzend-brüllenden Gesangsstil, der nach Machismo klingt? Wer ein paar andere Reggaeton-Songs wie Gasolina oder Danza Kuduro kennt, weiß wahrscheinlich, was ich meine. Wenn ich diesen Song höre, sehe ich förmlich vor mir, wie Alejandro Sanz und seine Kumpels auf der Straße laut Frauen hinterherrufen. Ich hab mir mal das Video angeguckt und ... naja, nicht ganz, aber ich bin schon ziemlich nah dran. Der Song ist wie für Reggaeton typisch musikalisch höchst uninteressant, aber Shakiras Parts werten das Ganze dann immerhin noch etwas auf.

Shakira – Si Te Vas: 7
Hübscher Pop-Rock-Song, die zweite Hälfte mit Solo und Outro gefällt mir besonders gut. Natürlich nichts Weltbewegendes, aber gute Qualität ohne irgendwelche Makel. Wenn solche Songs im Radio liefen anstelle von Ed Sheeran und Shawn Mendes, könnte ich mir das vielleicht sogar mal anhören, ohne mich erschießen zu wollen.

Jeff Buckley – Dream Brother: 12
Dass dieser bis ins letzte Detail perfekte Song, bei dem jede Note ein Erlebnis ist, hier einstimmig als „langweilig“ gebrandmarkt wird, beweist wohl, dass er seine Wirkung vor allem im Kontext des Albums entfaltet, das er abschließt. Die „Durchkomponiertheit“ des Songs, die überirdische Gesangsleistung und die brillant konstruierte unheilvolle Atmosphäre dieses Songs müssten aber auch so als genial erkannt werden, was beweist, dass der mangelhafte Geschmack der Nutzerschaft hier auch eine Rolle spielt Balken Spaaaß.

@Primus Ein simples „Pseudobedeutende Musik ist schlechter als einfach unbedeutende Musik“ oder ein noch simpleres „Prätentios“ hätte auch genügt und zudem den Vorteil gehabt, dass du deine Universitätsbibliothek nicht nach passenden Textstellen hättest durchsuchen müssen Frech Kannst du auch erläutern, warum das deiner Meinung nach auf diesen Song zutrifft?

DJ Rashad – Brighter Dayz: 2
Ganz clever, aber um aufzuwiegen, dass das Endprodukt nun einmal ziemlich unangenehm zu hören ist, müsste es noch wesentlich cleverer sein.

Grimes – Genesis: 3
Bäh, Grimes. Iiiihh. Wie kann ich meine Abneigung gegenüber dieser Person und ihrer Musik am besten zum Ausdruck bringen? Sagen wir mal so, wenn man mir gesagt hätte, dass eine Musikerin sich mit Elon Musk liiert und mit ihm ein Kind gekriegt hat und dann die Idee bekommen hat, dieses Kind „X Æ A-XII“ zu nennen, und ich hätte raten sollen, welche es ist, hätte ich höchstwahrscheinlich als erstes auf Grimes getippt. Diese süß-weirde Persona, die durch die gummigen Elektrobeats in Verbindung mit lispelnder Piepsstimme erzeugt werden soll, kauf ich ihr einfach null ab. Es ist, als hätte jemand das Indie-Genre parodieren wollen.

Neutral Milk Hotel – Communist Daughter: 3
Ach komm. Ein Album mit so vielen interessanten Songs und DAS HIER nominierst du für den Song des Monats? Der Text, der in anderen Songs des Albums zwar auch nicht immer sinnvoll, aber durch kryptische tiefenpsychologische Symbolik oder Anspielungen auf Anne Frank zumindest fast immer irgendwie interessant ist, erreicht hier das Level eines dummen und zum Fremdschämen einladenden „Semen stains the mountain tops“ – das nenne ich einen Tiefpunkt. Die Vortragsweise von Jeff Mangum, die sonst immer sehr energisch, emotional und aufrichtig ist und einem zu verstehen gibt, dass ihm die Sache wirklich am Herzen liegt und er uns irgendetwas sagen will, ist nur noch ein unmotiviertes Gemurmel. Und die Musik, die auf den Höhepunkten des Albums verschiedenste obskure Instrumente durcheinandermischt und übersteuert, ist jetzt ein bisschen Feedback, ein bisschen langweiliges nichtssagendes Gitarrenspiel und am Ende ein bisschen Gedudel, fertig. Alle Schwächen des Albums vereinen sich in einem einzigen grauenvollen Song.

The Smiths – Bigmouth Strikes Again: 11
Eine schmissigere Variante des klassischen Smiths-Sound; klingt wahnsinnig gut.
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(30.09.2022, 06:46)Luk schrieb: Jeff Buckley – Dream Brother: 12
Die „Durchkomponiertheit“ des Songs, die überirdische Gesangsleistung und die brillant konstruierte unheilvolle Atmosphäre dieses Songs müssten aber auch so als genial erkannt werden, was beweist, dass der mangelhafte Geschmack der Nutzerschaft hier auch eine Rolle spielt Balken Spaaaß.
Schöne Anführungszeichen!

Zitat:@Primus Ein simples „Pseudobedeutende Musik ist schlechter als einfach unbedeutende Musik“ oder ein noch simpleres „Prätentios“ hätte auch genügt und zudem den Vorteil gehabt, dass du deine Universitätsbibliothek nicht nach passenden Textstellen hättest durchsuchen müssen Frech Kannst du auch erläutern, warum das deiner Meinung nach auf diesen Song zutrifft?
Es ging mir um die Bestimmung von Kitsch als Musik (gilt aber auch für die anderen Kunstformen), die Erhabenes und Gewichtiges ausdrücken will, aber die Mittel dazu nicht hat. Wie hier zum Beispiel: Es soll ganz dramatisch sein, ist aber eine Aneinanderreihung musikalischer Klischees. Dazu kommt die blecherne Produktion.

Zitat:Grimes – Genesis: 3
Bäh, Grimes. Iiiihh. Wie kann ich meine Abneigung gegenüber dieser Person und ihrer Musik am besten zum Ausdruck bringen? Sagen wir mal so, wenn man mir gesagt hätte, dass eine Musikerin sich mit Elon Musk liiert und mit ihm ein Kind gekriegt hat und dann die Idee bekommen hat, dieses Kind „X Æ A-XII“ zu nennen, und ich hätte raten sollen, welche es ist, hätte ich höchstwahrscheinlich als erstes auf Grimes getippt.
Ach du heilige. Und kennengelernt haben sie sich auch noch über Roko’s Basilisk. Huwey, du hättest uns warnen sollen!
Um zurückzuschocken, muss ich wohl auf die Pitchfork-Rezension des Albums verlinken. Grimes ist wirklich nicht gut, aber solche Abgründe wie dieser Text kann Musik überhaupt nicht erreichen.

Edit: r/sneerclub liefert.

Zitat:Neutral Milk Hotel – Communist Daughter: 3
Der Text, der in anderen Songs des Albums zwar auch nicht immer sinnvoll, aber durch kryptische tiefenpsychologische Symbolik oder Anspielungen auf Anne Frank zumindest fast immer irgendwie interessant ist, erreicht hier das Level eines dummen und zum Fremdschämen einladenden „Semen stains the mountain tops“ – das nenne ich einen Tiefpunkt.
Interessant, dass wir uns an der gleichen Zeile stoßen.
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(30.09.2022, 08:27)Primus schrieb: Um zurückzuschocken, muss ich wohl auf die Pitchfork-Rezension des Albums verlinken. Grimes ist wirklich nicht gut, aber solche Abgründe wie dieser Text kann Musik überhaupt nicht erreichen.
Pitchfork und generell einen großen Teil des modernen Musikjournalismus finde ich einfach unerträglich. Was sagst du eigentlich zu „Poptimism“, falls du je davon gehört hast? Das ist eine Bewegung von Musikjournalisten, die fanden, Rockmusik würde ein zu hoher Stellenwert eingeräumt, und es deshalb für die logische Gegenmaßnahme hielten, Popmusik einen zu hohen Stellenwert einzuräumen. Das Lustigste daran ist, dass sie andauernd vergessen, dass es neben Rock und Pop noch andere Musikgenres gibt.

(30.09.2022, 08:27)Primus schrieb: Edit: r/sneerclub liefert: https://old.reddit.com/r/SneerClub/comme...p_fallout/
Dass ich ungefähr weiß, worum es in diesem kleinen Subreddit geht, ist wirklich reiner Zufall und pures Glück, ansonsten hätte ich wahrscheinlich Stunden gebraucht, um herauszufinden, worum es da geht. So ganz geht das aber immer noch nicht in meinen Kopf hinein: Derselbe Primus, der in ausschweifenden Nebendiskussionen im Fähnlein-Fieselschweif-Forum seitenlange Beiträge mit Fußnoten (!) verfasst, findet die 280-Zeichen-Plattform Twitter geeignet für „fruchtbaren und lehrreichen Austausch“ und verbringt seine Freizeit in Reddit-Circlejerks? Wie passt das zusammen? Ich merke ja schon, wie meine psychische Gesundheit nachlässt, mein Intellekt einrostet und alles an mir abstumpft, wenn ich nur etwas länger auf Twitter oder Reddit lese. Was macht jemand wie du freiwillig auf Social Media? Das ist mir ein großes Rätsel.
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