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Die Drei Comic-Caballeros
#61
Folge 9 wird Delikat
https://youtu.be/foIy3wxG3go
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#62
Mann Lucky, ich hatte mich grad gefreut hier euer Video einzubinden. Whatever. Schaut euch das an! Und esst davor was, sonst werdet ihr massig Hunger kriegen!

Ich erspare mir jetzt mal zu sagen, wie gut mir die Folge geschmeckt hat, und will stattdessen noch ein paar Punkte herausgreifen und vertiefen. Unsere drei spanischen Freunde reden übers Essen in Entenhausen, über Lebensmittel, Getränke und dergleichen feine kulinarische Genüsse. Nun also zu ein paar der Lebensmittel und Produkte:

- Oma Ducks Apfelkuchen: Kann ich echt nicht sagen, wann der das erste Mal in Erscheinung tritt, aber höchstwahrscheinlich in einer Western-Story. Apple Pies sind bekanntlich wichtige Bestandteile der angloamerikanischen Küche. Ich hab jetzt mal spontan die Barks-Oma-Comics durchblättert und etwas gefunden, was sehr danach aussieht (und was Erika Fuchs mit "Auflauf" übersetzt). Da diese Geschichten alle nicht von Barks geschrieben wurden, hat er die Apfelkuchenidee aber definitiv nicht erfunden. Und Taliaferro war es auch nicht, zumindest soweit ich aus Inducks schließen kann. Was Leon im Video anspricht, ist die Geschichte Golden Apples, die von Western zensiert wurde und heute nur in einer Jippes-Fassung existiert.

- Emil Erpels Mais: Mais wie auch Truthahn ist deshalb so ein typisch amerikanisches Essen besonders zu Thanksgiving, weil laut einer Legende (ich hab persönlich keine Ahnung, ob das stimmt) die Pilgerväter im ersten harten Winter von den Indianern Mais bekommen haben und deshalb überlebten. Emil Erpel, den Barks ja etwas skurril in eine Mischung aus Trapperkleidung und Pilgerväteroutfit packt, reicht sicher wegen dieser Legende Mais. Für die Indianer war Mais das kosmische, lebensspendende Prinzip, ihre Hauptnahrung. Man hat ca. 3000 Jahre alte Statuen von Maisgöttern gefunden. Popcorn wurde im 19. Jahrhundert übrigens noch durch Stampfen hergestellt, also mechanischer Druck und nicht Wärme. Die Idee bei Rosa ist nett, aber mit der historischen Akkuratheit haut es nicht so ganz hin (eigentlich erstaunlich).

- Muskatnüsse: Oh, ganz tolles Thema, nicht nur, weil ich dazu meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Es gab früher zahlreiche Traktate, die die Anwendung der Muskatnuss für alle möglichen und unmöglichen Bereiche empfohlen haben, aber das einzige, was sie wirklich kann, ist ihre aphrodisierende Wirkung und eine Aufheizung des Körpers. Und natürlich ist es eine nicht ganz ungefährliche Droge. Barks hat übrigens nichts davon intendiert. Er hat eigentlich nur nach einer Möglichkeit gesucht, Dagobert nach Südamerika zu bringen und hätte lieber irgendein anderes Produkt gewählt, wenn er gewusst hätte, dass Muskatnüsse als Drogen verwendet werden.

- Backpflaumen: Interessant auch, dass Erika Fuchs die zweimal ganz anders übersetzt hat und sie erst in Die Riesenroboter Barks' Festlegung auf plumes gefolgt ist.
Ich erinnere mich an mindestens eine LTB-Geschichte, wo Karlos Lieblingsessen nicht Pichelsteiner Eintopf ist. Aber diesen Steckbriefen sollte man ohnehin nicht trauen, wie Lucky richtig sagt.

Und danke euch ganz herzlich für diese sehr schöne und reichhaltige Folge, das Dessert (ihr wisst schon was) besorge ich euch irgendwann mal. Noch mal an die Mitlesenden: Schaut einfach mal rein! Und nein, ich werde für meine Werbung weder bezahlt noch bekocht  Greenie Zwinkern
C.A.R.L.B.A.R.K.S. (Comicliebende, außerordentlich redegewandte Leseratte, barksistischer Allroundexperte, Rottenführer kluger Schweiflinge)
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#63
   




Unsere nunmehr zehnte Folge dreht sich um unsere "Namensvettern" in spe: Wir haben allerhand spannende Infos über Donald, José Carioca und Panchito Pistoles zusammengetragen und besprechen, weshalb die drei munteren Gesellen so ein gutes Gespann abgeben.

An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön für euer reges Interesse hier und die vielen lieben Kommentare, gern auch fachlicher Natur! Wir freuen uns wirklich sehr, dass unsere Idee Anklang findet und sich die Mühen lohnen. Gut 
Für "Staffel 2" haben wir schon einige Ideen und hoffen, bald auch unseren ersten Gast begrüßen zu dürfen! Zwinkern
*Exorbitanter Poster entenstarker Rezensionen und toller Einschätzungen (© by McDuck)
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#64
Dann danke euch dreien für diese herausragende Folge, die nicht nur der Länge und des kleinen "Jubiläums" wegen eine ganz besondere ist. Nachdem ich nunmal die Aufgabe habe, hier zu promoten und euch damit zu nerven, noch mehr Infos rauszuwerfen, die keinen interessieren, gibt's wieder einmal was von mir hier. Das Pflichtprogramm vorweg: Zuhörempfehlung meinerseits, eine irre Anzahl an Infos gibt's im informellen Interessensaustausch der drei, bzw. zwei Caballeros (weil Leon nicht sooo viel zu sagen hat). Damit hab ich meinen Auftrag erfüllt, die obligate Alliteration reingeschmissen, und ran geht's an die Kür!

Bisher hab ich ja immer noch etwas Fachinfos ergänzen können, aber erstens haben Enti und Lucky das Feld schon derartig professionell abgedeckt, zweitens hab ich von vielen Bereichen wenig Ahnung und drittens hab ich noch nie in einem Caballeros-Podcast so viel Neues erfahren wie in diesem. Zu den Filmen kann ich also gar nichts mehr sagen und für die brasilianischen Comics kurvt hier im Forum ohnehin einer der wirklichen Experten rum, dem ich besser das Feld überlasse. Warum ich hier trotzdem sinnlos einen Text verfasse? Weil Enti mal wieder so nett war und mich "überredet" hat.

Ich will also nur zwei Kleinigkeiten ansprechen, wo ich mich doch etwas berufener fühle. Erstens Don Rosa. Zunächst mal fand ich sehr schön, dass ihr die Punkte kritisiert habt, die mich bei Rosa etwas stören. Dass er Donald oft sehr schlecht behandelt (man vergleiche das mal mit Barks und Donald in dessen Dagobert-Geschichten!) und dass es dann die eine Figur braucht, die alles weiß (ob es Tick, Trick und Track, Dagobert oder in den 3C-Geschichten Donald ist). Meine private Meinung, für die ihr mich jetzt steinigen dürft. Und noch zu den historischen Hintergründen: Ich weiß nicht ganz, wo Don seine Infos hergeholt hat, ich habe bei der Recherche für den Duckipedia-Artikel ganz andere aufgetan. Dass es die mexikanische Minenstadt in der ersten Geschichte wirklich gegeben hätte, dafür fehlen sämtliche plausiblen Quellen. Noch merkwürdiger ist die zweite, wo Don den Schauplatz kurzerhand nach Mato Grosso verlegt, auch wenn das Documento 512 auf einen Fundort der angeblichen Stadt in Bahía hinweist. Das in der Geschichte angegebene Datum stimmt im Übrigen überhaupt nicht (aber dies nur am Rande, weil es außer mir ohnehin keine Ente interessiert). Und man braucht äußerst viel Fantasie, um aus den Quellen, die Don anführt, einen Bezug zu den Phönikern herauszulesen (zumindest laut dem, was ich über den Inhalt dieses Dokuments gefunden habe).

Zweitens wollte ich darauf hinweisen, dass gerade die Goodwill-Tour im Rahmen einer postkolonial-neomarxistischen Herangehensweise nicht ganz so positiv gedeutet wurde, wie Enti das im Podcast tut. Ich beschlagworte Kulturimperialismus, Kulturindustrie, soft power und Antonio Gramsci und will das gar nicht mehr weiter ausführen. Die Deutung des Disney-Konzerns im Rahmen dieser Kategorien haben dann Dorfman und Mattelart vorgenommen und Donald Duck gerade in Bezug auf die Filme eine Funktion in der hegemonialen Aufrechterhaltung des US-Imperialismus vorgeworfen. Woraufhin die Leute in Chile auf die Straße zogen mit Plakaten "Viva el Pato Donald" und sich ihren Lieblingserpel nicht madigmachen lassen wollten. Soviel dazu.
C.A.R.L.B.A.R.K.S. (Comicliebende, außerordentlich redegewandte Leseratte, barksistischer Allroundexperte, Rottenführer kluger Schweiflinge)
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#65
Meine Güte, wenn man in eine Südamerikareise Donalds Kulturimperialismus interpretiert, muss man schon sehr voreingenommen sein. Zumal das Verbreiten von Kultur ja nicht per se etwas schlechtes ist (Amerikanische Comics nach Europa), (Mangas aus Japan nach Europa) usw….
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#66
Ja, du hast natürlich völlig recht und genauso haben das die Chilen:innen auch gesehen. Ich hab das hauptsächlich deshalb erwähnt, weil diese Interpretationslinie von Disney-Comics und -Filmen sehr einflussreich war im letzten Jahrhundert. Das beginnt irgendwo bei Horkheimer und Adorno (wobei ich gar nicht weiß, ob die Disney selbst erwähnen - vielleicht kann Floyd das aufklären) und geht über Dorfman/Mattelart bis hin zu David Kunzle. Wenn man sich etwas intensiver mit Disney beschäftigen will, kommt man irgendwann um diese Interpretation nicht herum.

Ich versuche trotzdem mal die Herangehensweise zu erklären. Zunächst mal hat Gramsci darauf hingewiesen, dass eine Herrschaft (bei ihm geht es um die Klassen) nicht nur durch Zwang sondern auch durch Kooptierung der Unterschichten aufrechterhalten wird. Die Kooptierung läuft über Kultur, Massenmedien usw, dh den Leuten wird das aktuelle System als erstrebenswert eingetrichtert. So kommt keine (Klassen)Opposition auf. Aktuelle Beispiele gibt es zuhauf, zB Autowerbungen. Dieses Modell wird auf die Aufrechterhaltung eines Imperiums, in dem Fall die USA, umgelagert und auch hier ist die Kultur (= die soft power nach Joseph Nye) ein wichtiges Mittel zur Aufrechterhaltung der (imperialen) Ordnung.

Und jetzt muss man bedenken, dass die lateinamerikanischen Erfahrungen mit dem Big Brother USA ganz andere als die europäischen sind. Die USA haben insgesamt 80 Mal militärisch in den Ländern Süd- und Mittelamerikas interveniert (am häufigsten in Panama mit 16 Mal). Für linke progressive Regierungen in Lateinamerika sind die USA aufgrund ihrer historischen Erfahrung zumindest ein Unsicherheitsfaktor, wenn nicht gar ein Feind. Das ist in etwa der Hintergrund, warum Dorfman und Mattelart auch die amerikanische Kultur ablehnen und sie als Form der Herrschaft empfinden.
C.A.R.L.B.A.R.K.S. (Comicliebende, außerordentlich redegewandte Leseratte, barksistischer Allroundexperte, Rottenführer kluger Schweiflinge)
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#67
Auch wenn ich damit nicht übereinstimme, kann ich den Standpunkt jetzt halbwegs verstehen.
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#68
Wie gesagt, es ist auch nicht mein Standpunkt und ich finde den Imperialismus-Vorwurf gegenüber Donald sogar einigermaßen absurd. Aber ich versuche ihn trotzdem zu verstehen und nachzuvollziehen. Ist ja eine der wesentlichen Aufgaben eines Historikers.
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#69
(10.09.2021, 06:58)McDuck schrieb: Ja, du hast natürlich völlig recht und genauso haben das die Chilen:innen auch gesehen. Ich hab das hauptsächlich deshalb erwähnt, weil diese Interpretationslinie von Disney-Comics und -Filmen sehr einflussreich war im letzten Jahrhundert. Das beginnt irgendwo bei Horkheimer und Adorno (wobei ich gar nicht weiß, ob die Disney selbst erwähnen - vielleicht kann Floyd das aufklären)

In "Dialektik der Aufklärung" werden Donald Duck bzw. seine Kurzfilme zumindest in einem Satz erwähnt. Eben als Teil der Kulturindustrie, die nach Adornos Auffassung  hauptsächlich systemstützende Funktion hatte. Hatte den Satz glaube ich schon mal in irgendeinem Thread zitiert.
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#70
Dankeschön  Gut Ich hatte mir fast gedacht, dass Adorno das erwähnt hat, aber ich war mir nicht mehr sicher.
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#71
Bin mit dem neuen Podcast noch nicht ganz durch, mehr als zwei Stunden finde ich auch generell für einen Podcast viel zu lang (ca. eine Stunde fände ich ideal).

Ihr sprecht natürlich sehr detailliert über die Filme und das ist auch alles sehr interessant und für mich zum Teil neu. Bei den (Nicht-Rosa-)Comics, die ihr ja deutlich schneller abgehandelt habt, waren eure Infos aber teilweise falsch oder ungenau: Die ersten Caballeros-Comics waren durchaus aus US-Produktion. Es gibt eine comic-book-Adaption des Films von Walt Kelly und die ersten Solocomics von José und Panchito erschienen jeweils im Silly-Symphonies-Sonntagsstrip (teilweise von Paul Murry gezeichnet, einige Einseiter waren im deutschen "Die besten Geschichten von..."-Band abgedruckt). In den Niederlanden erschienen nicht nur vereinzelt Eigenproduktionen mit den beiden Figuren, sondern bis heute relativ regelmäßig (geschätzt je 5 bis 10 Kurzgeschichten pro Jahr im DD weekblad), teilweise von nicht ganz unbekannten Zeichnern wie Jippes. Eine (übrigens sehr sozialkritische) niederländische José-Geschichte gab es im ECC-Band "Wundervolles Weihnachtsfest" zu lesen.

Generell finde ich es schön, wenn ihr euch auch solchen abseitigeren Themen und Figuren annimmt und eben nicht immer nur über Barks und die anderen üblichen Verdächtigen sprecht. Die 3 Caballeros finde ich sympathische Figuren und was ich von der Trickserie gesehen habe, gefiel mir ganz gut (und viel besser als die neuen DuckTales).
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#72
Hallo! Das ist mein erster Beitrag hier im Fieselschweif, nachdem ich lange genug “Schweiger” war. Einige haben mich vielleicht schon beim Bertel-Express oder auf Discord gesehen.

@McDuck schrieb: “[…] und für die brasilianischen Comics kurvt hier im Forum ohnehin einer der wirklichen Experten rum, dem ich besser das Feld überlasse.” - McDuck meinte in diesem Beitrag höchstwahrscheinlich mich. Deshalb will ich hier jetzt auch noch ein paar Rückmeldungen zur Folge 10 des Podcasts abgeben, @Entenfan, @Dümpelfried und @Luckywitz

Ich hätte mir etwas mehr Talk zu den Comics gewünscht (vorallem den brasilianischen!) und etwas weniger zu den zwei Caballero-Filmen. Falls es euch an Material der brasilianischen Geschichten mangelt, wäre ich bereit Fragen zu beantworten oder auch Geschichten zu scannen (oder auch Übersetzen?). Wie es meine Sammlung (auf Inducks unter “Luphibaer” betrachtbar) beweist, habe ich genügend Carioca-Material. Trotzdem erfuhr ich im Podcast auch einige neue Informationen zu den brasilianischen Comics.

Wie zum Beispiel, dass in einigen Geschichten in Brasilien Micky durch José ersetzt wurde. Wisst ihr da in welchen Geschichten das der Fall war? Vielleicht besitze ich sogar so eine und könnte sie mit dem Original vergleichen.

Was mich aber wirkich enttäuscht hat, ist dass es in Brasilien tatsächlich wieder monatliche Disney-Comics gibt und ihr das offenbar nicht wusstet/nicht erwähnt habt! - (Korrigiert mich bitte, falls ich mich verhört habe!) Auf Duckipedia habe ich jetzt in José Cariocas Seite einen Absatz hinzugefügt der das wichtigste in Zusammenhang mit ihm zusammenfassen sollte. Nebenbei: der neue Verlag heisst Culturama.


Alles in allem finde ich euren DDCC-Postcast noch ganz gut (obwohl ich mir noch nicht alle Folgen angehört habe). Und die Länge von einer bis zwei Stunden stört mich nicht wirklich. Aber an den Aussprachen einiger (Figuren-)Namen (auf Portugiesisch und Italienisch!) könntet ihr noch arbeiten… ;)

Ich wäre sicherlich auch für eine Episode, in der es nur um José geht! (Vielleicht könntet ihr dann für Panchito und Donald auch einzelne Folgen reservieren…)

Ich hoffe, dass mein Feedback verständlich und konstruktiv genug war. :) ?
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#73
Muchas Gracias für eure lieben und aufschlussreichen Kommentare! Gut

Es freut uns sehr, dass gerade die letzte Folge viele Leute angeregt hat, sich mit den drei Caballeros und den Umständen deren Entwicklung zu beschäftigen. :) Wenn wir in einer späteren Folge - Psssssst! -
Spoiler:
über die verschiedenen Comic-Schmieden weltweit
schnattern, werden wir mit Sicherheit noch mehr zu den brasilianischen Comics recherchieren. Wir kennen ja jetzt einen Experten dazu! Zwinkern  Tatsächlich sollte der Fokus mehr auf den Filmen als auf den Comics liegen.

@McDuck: Du schriebst, ich hätte die Goodwill-Tour zu positiv gedeutet. Es kann sein, dass das so herübergekommen ist, obwohl ich es natürlich nicht politisch betrachtet habe. Vielmehr wollte ich herausstellen, dass die Tour viele interessante und nennenswerte künstlerische Aspekte hervorgebracht hat. Weniger ging es darum, sämtliche historischen Hintergründe im Detail zu beleuchten und zeitgeschichtlich einzuordnen.

@Horaz: Danke für deinen tollen Kommentar und dein Lob! Was die Länge angeht: Das lief tatsächlich etwas unglücklich. Vielleicht ist die Folge etwas zu lang geraten, aber ich hoffe, sie ist nicht unbedingt langatmig zum Hören. Dass die ersten Comics mit José und Panchito aus den USA stammten, ist natürlich absolut richtig. Du hast recht, da hätten wir noch etwas mehr im Vornherein recherchieren sollen, dann hätten wir das bestimmt nicht so schnell "abgefackelt". Oh, und das Jippes auch niederländische José-Comics beigesteuert hat / beisteuert, habe ich tatsächlich auch nach der Aufnahme irgendwo gelesen und mir dann gedacht "Hättest du das mal früher gewusst!". Greenie 

@DerBaer: Hi, danke für dein konstruktives Feedback! Sobald wir mehr über brasilianische Comics wissen wollen, fragen wir dich gern um rat! Leider habe ich bis zu deinem Kommentar tatsächlich nicht gewusst, dass es "wieder" Comics in Brasilien gibt... Das ist natürlich ein sehr positives Zeichen! Während der Aufnahme war ich mir zu unsicher. Was die Geschichten angeht, in denen Micky ersetzt wurde: Nein, konkret habe ich da keine Beispiele gefunden. Da müsste man sicher noch einmal in Ruhe gucken, ob es dazu Infos gibt. du hast recht, das wäre wirklich spannend!

So, und jetzt dürft ihr euch schon einmal auf morgen freuen - denn dann gehen wir mit Folge 11 an den Start und begrüßen zum ersten Mal einen grandiosen Gast! Gut

   
*Exorbitanter Poster entenstarker Rezensionen und toller Einschätzungen (© by McDuck)
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#74
(13.10.2021, 17:21)Entenfan schrieb: @McDuck: Du schriebst, ich hätte die Goodwill-Tour zu positiv gedeutet. Es kann sein, dass das so herübergekommen ist, obwohl ich es natürlich nicht politisch betrachtet habe. Vielmehr wollte ich herausstellen, dass die Tour viele interessante und nennenswerte künstlerische Aspekte hervorgebracht hat. Weniger ging es darum, sämtliche historischen Hintergründe im Detail zu beleuchten und zeitgeschichtlich einzuordnen.

Das hab ich nicht geschrieben/schreiben wollen. Ich wollte nur ein bisschen über euren Podcast hinausgehen und nur darauf hinweisen, dass die Goodwill Tour negativ gedeutet wurde. Ich würde sie nicht so deuten. Ich hoffe, das ist auch klar geworden. Ich habe auch weder erwartet noch gewünscht, dass ihr die politische Ausdeutung vornehmt. Das hätte zu weit geführt und hätte sicher viele gestört.
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#75
Klar ist das klar geworden, ich würde sogar sagen, jetzt ist alles klar! Frech
*Exorbitanter Poster entenstarker Rezensionen und toller Einschätzungen (© by McDuck)
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#76
Wow, da habt ihr aber echt den coolsten Gast überhaupt! Fröhlich Jetzt erstmal durchhören.

Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#77
Sehr gute Folge Gut Schön das unser Promi 313er dabei war. Ich finde ihr habt vor allem die Thematik der Nebenreihen gut beleuchtet. Interessant wäre es wirklich mal zu sehen, was für Käufergruppen sich die verschiedenen Nebenreihen zulegen. 

Ich finde es auch schade, dass die Kommunikation zwischen dem Verlag und den Fans nicht mehr wirklich stattfindet. Aber ihr habt ja beschrieben, dass zumindest in den sozialen Medien oder in den Foren ja noch genug unter den Fans kommuniziert wird. Und das kriegen ja bestimmt auch ein paar Mitarbeiter des Verlages mit.

Allerdings finde ich immer noch, dass die Internetpräsenz von Ehapa eher schlecht ist. 313er hatte es ja angesprochen, dass der Verlag gefühlt immer nur eine jüngere Zielgruppe mit seinen Posts ansprechen möchte  Greenie
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#78
Achso, jetzt wo ich durch bin (müsst ihr denn immer so lange Folgen machen!?! Zwinkern ) wollte ich mich noch dafür entschuldigen, dass sich hin und wieder mein knarzender Schreibtischstuhl zu Wort gemeldet hat. Aber gut, seine Beiträge waren deutlich pointierter als meine. Balken
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#79
Kleiner Kommentar: In der aktuellen Folge meintet ihr, ihr würdet Schulgeschichten und sonstige Geschichten mit Kindern vermissen. Ich glaube, da kann ich euch beruhigen: In der italienischen Produktion scheinen die Neffen in letzter Zeit so häufig vertreten zu sein, dass sich ein richtiges neues jugendliches Universum um sie aufgebaut hat und sie teilweise schon als neue Protagonisten des Topolino bezeichnet werden. Ein paar Vorboten waren bei uns ja auch schon zu sehen, mal schauen wann es dann richtig losgeht mit der Kinderflut Greenie
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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