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LTB 550 – Reise zur Erdmitte
#21
Ist bei der Ausgabe dann wieder für die Abonnenten ein Abo+ drin?
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#22
Hier mal mein Kurzmeinung:

Die Titelgeschichte war leider die erwartbare Blaupause. An sich nicht schlimm, gut umgesetzt können auch die ältesten Storylines gut funktionieren. Aber hier haben mich die Logiklöcher, die fast 50km tief waren, gleich am Anfang rausgerissen. (Stichwort: Magma) Daher mit viel guten Willen Note 3

Zum Glück kam danach "Die Abenteuer des Sir Mausleton". Auch wenn ich den Titel schröcklich finde, ist die Nacherzählung der Endurance-Expedition in weiten Teilen gelungen. Sogar die realen Ortsnamen wurden verwendet (vermutlich weil "Grytviken" und "Elefanteninsel" schon Fantasievoll genug klangen). Die Zeichnungen sind Toll, wenn es Panoramen zu sehen gibt. Bei den Figuren (Goofy) leider weniger. Das völlig auf Spannungen innerhalb der Crew verzichtet wurde ist zum einen nachvollziehbar (immerhin ein Disneycomic) aber das ständige gut gelaunte Friede-Freude-Eierkuchen nervt auch etwas. Etwas Konfliktpotential hätte nicht geschadet. Wegen der genannten Schwächen Note 2 

Tja, am besten hätte ich das LTB nach dieser Geschichte zugeklappt, denn besser konnte es natürlich nicht mehr werden. Daher ganz knapp: Keine der restlichen Geschichten verdient mehr als eine 3, die meisten eher mit einer starken Abwärtstendenz.
Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#23
Vielleicht bereits gesehen: https://www.duckipedia.de/LTB_550:_Rezension
In Summe war ich etwas gnädiger als Mile, sehe aber die gleichen Kritikpunkte. Empfehlenswert eigentlich nur Motturas Antarktisabenteuer und wegen der Zeichnungen allenfalls die Titelstory.
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#24
(17.09.2021, 14:09)McDuck schrieb: Vielleicht bereits gesehen: https://www.duckipedia.de/LTB_550:_Rezension

Sehr schöne Rezension, der ich absolut zustimmen kann. "Die Abenteuer des Sir Mausleton" ist für mich ein Highlight, für den sich die Anschaffung des Bandes schon gelohnt hat. Und die beiden Geschichten "Der Antiglückszauber" und "Zwang und Zwietracht" haben mir durchaus Spaß gemacht und hätte ich auch mit "gut" bewertet.
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#25
Bin diesmal ganz schön spät dran wohl, aber leider nicht eher dazu gekommen wobei es mir bei LTB 550 wirklich Leid tut.

"Reise zur Erdmitte" - 35 Seiten. Die Titelgeschichte hat mich mitgerissen, weil es waren die Ducks im klassischen Abenteuer und Gundel Gaukeley, für die ich immer etwas übrig habe und vor allem Micky Maus Magazin Nr. 19/2021 ist wirklich sehr gut geworden. Zu Ehren von 60 Jahre Gundel Gaukeley. Auch die Bewohner in der sogenannten Erdmitte haben mich nicht verstört.
"Das Quiz-Duell" - 20 Seiten, Tick, Trick & Track mitsamt Dieter Düsentrieb haben einen neuen Rektor Schnauzer bei dem sie viel lernen müssen. Am Ende bleibt die Lehre dass keine Erfindung das Lernen ersetzt. Nette Story mit Dieter.
"Die Abenteuer des Sir Mauseloton" - Teil 1-3 (Eisige Strandung / Ein Hoffnungsschimmer / Gischt & Gipfel) Kann die 76 Seiten lange Story nur empfehlen. Möchte nichts mehr dazu sagen, was nicht schon gesagt wurde. Definitiv ein Juwel 2021.
"Ein schmutziger Job" - 6 Seiten lang und eigentlich nur ein Füller. Die schwächste Phantomias Story seit langem.
"Im Sparverein" - 21 Seiten lang. eine typische Klaas Klever Dagobert Duck Rivalen Geschichte wo der Bürgermeister mitmischt, weil die Stadtkasse nicht prall gefüllt ist. Am Ende sind auch noch die Panzerknacker dabei und Dagobert als Emil Erpel. Eine sehr schnelle Story, die mir gefallen hat.
"Der Antiglückszauber" - 35 Seiten lang. Diese Story mit Daisy Duck, Gustav Gans, Donald Duck, Dagobert Duck sowie Gundel Gaukeley war frustrierend aber auch schön zugleich. Die Länge hat man hier doch deutlich angesehen, aber die Interaktionen der Charaktere hat mich doch beeindruckt.
"Auf dem Bauernhof - Eine ermüdende Aufgabe" - 1 Seite. Typisch Franz Gans mit Oma Duck. Ein kleiner Stimmungsmacher nach dieser langen Story war gut platziert.
"Zwang und Zwietracht" - 26 Seiten lang. Die Hüterin der Herzen ist wieder da. Die Geschichte mit Gitta Gans, Gundel Gaukeley, Dagobert Duck war doch am Ende sehr liebenswürdig. Gitta als Superheldin auf jeden Fall immer schön zu lesen. Drei mal Gundel Gaukeley in einem Band, das ist auch keine Selbstverständlichkeit.
"Der Schaffwandler" - die letzte Story mit 30 Seiten ist Dussel Duck gewidmet. Ne Story die doch einiges mitzieht an Figuren. Donald, Dussel, Primus, Dagobert, Tick, Trick & Track, Daniel Düsentrieb. Es war wie bei Zwang und Zwietracht am Ende doch sehr liebenswürdig.

Zum Band also insgesamt muss ich wirklich sagen, dass er besser war als LTB 549. Von mir gibt es 8 von 10.
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#26
Dann mal meine Meinung zu Band 550. Guckt der Leser am Ende in die Röhre, wie die Ducks auf dem Titelbild?
 
Reise zur Erdmitte
Nun, solche Reisen sind ein bekannter Plot. Jeder kennt den Klassiker von Barks mit dem ersten Auftritt der Kuller oder den wahnwitzigen Blankweg-Trip von Don Rosa. Ganz so überstrapaziert wie "Die Ducks stapfen durch den dichten Dschungel und suchen einen Schatz" ist das Thema aber nicht, man darf gespannt sein.
Gundel hat einen neuen teuren Selbstverwandlungsstab und unternimmt sogleich einen Angriff auf den Glückszehner. Der Stab ist nicht wirklich originell, denn Sich-selbst-Verwandeln ist eigentlich eine bekannte Fähigkeit von Gundel, was sie meist sogar ohne Stab hinkriegt. Die plumpe Attacke auf einer Tiefbohrungsbaustelle – sie schlägt Donald mit ihrer Handtasche - endet damit, dass Donald die Münze in ein 50km tiefes Loch fallen lässt. Sogleich unternehmen die Ducks per bemanntem Bohrer einen Bergungsversuch mit Gundel als blindem Passagier. Überraschenderweise (oder auch nicht) ist der Untergrund nicht ganz unbewohnt...
Die Geschichte ist wirklich gut gezeichnet, aber bar jedem originellen Gedanken. Jagd nach dem Glückzehner trifft auf verborgene Zivilisation, wobei man die Wesen und die routiniert abgespulten Kontakt-Missverständnisse auch in einer Weltraumstory hätte erwarten können. Immerhin bereichert die Story des Entenversum um die Erkenntnis, dass Gundel offenbar ausgesprochen feuerfest ist. So einen Ritt auf der Aussenhülle eines Erdbohrers durch eine Magmakammer ohne Schutzanzug schafft sicher nicht jeder. Auch später schmilzt zwar der Stein, auf dem sie steht, nicht aber die Hexe. Sollte Gundel mal Zeitreisen unternehmen, kann sie dem nächsten Scheiterhaufen gelassen entgegen sehen.

Das Quizduell
Ein rabiater Rektor drillt die Drillinge und Daniel Düsentriebs Neffen Dieter mit Allgemeinwissensabfragen, damit sie bei einem Quizduell der Schule Ehre machen (und ihm eine Prämie vom Sponsor einbringen). Die Jugend verzweifelt, aber der Erfinder weiß mit einer wissenspeichernden Armbanduhr zu helfen. Deren Schummel-Einsatz wird von den Jungs abgelehnt, bis auf Trick, den das Gewissen eher nicht so plagt...
Nette Moralgeschichte, die man so wegliest. Dieses Quizformat, wo eine deutlich führende Partei noch mit der allerletzten Masterfrage abgefangen wird, ist blöd, aber gängig. Die Fähigkeiten der Uhr werden nicht ganz klar. Offenbar muss man sie mit Wissen füttern, das man dann wieder abrufen kann (siehe Szene wo Trick der Uhr etwas über den Mond vorliest). Im Einsatz wirkt sie aber eher wie eine allwissende Tickzwiebel irgendwo zwischen Ent-Net und Primus von Quack. Oder sollte Trick den Literaturpreisträger von 1971 tatsächlich mal gelernt haben?
 
Die Abenteuer des Sir Mausleton
Diese mit wundervollen Bildern geschmückte Geschichte erzählt die berühmte Antarktisexpedition von Ernest Shackleton aus der Mäuseperspektive. Dabei hält man sich recht stark an die historische Vorlage, von Feststecken der Polaris und deren Ende bis zur Rettungsmission im Ruderboot ist alles dabei. Okay, der olle Ernest hat vermutlich nicht nach einer "Hohlwelt" im heutzutage nicht mehr so ewigen Eis gesucht.
Gelungen, ja, bis auf die Kleinigkeit, dass es mitunter an Drama und Spannung fehlt. Es gibt keinen Antagonisten (ausser der wilden Natur) und die lustige Truppe bewahrt auch in der größten Krise die Gelassenheit eines Kegelklubsausflugs.
 
Ein schmutziger Job
Dagobert wurde von den Panzerknackern beraubt und Dussel und Donald machen sich Sorgen, dass dessen logischerweise schlechte Stimmung sich auf das Münzpolieren am nächsten Tag auswirkt. Donald beschließt, sein Alter Ego mit Maske auf die flüchtigen Schurken anzusetzen.
Hm, seit wann braucht Phantomias eigennützige Extramotivation, sich vom Sofa zu wuchten, um Panzerknacker zu jagen? Die sind dann schnell gestellt und die Geschichte ist auch schon vorbei. Leider ist das Münzpolieren am Folgetag dennoch nicht einfacher...
Kurze, eher schwache Geschichte. Dussel ist auch bloßes Beiwerk, den hätte man auch weglassen können.
 
Im Sparverein
Entenhausen plant wieder mal ein großes Jubiläumsfest, ist aber etwas klamm in der Stadtkasse. Der Milliardärsklub unter Klevers Federführung will sich nicht lumpen lassen und einen Vergnügungspark zum Thema sponsoren. Dagobert denkt gar nicht daran, sich finanziell daran zu beteiligen und gründet einen neuen Klub, der Sparsamkeit verpflichtet. Als Präsident desselbigen bringt er einen sparsamen Gegenvorschlag zur Veranstaltung ein...
Krude Geschichte mit nervig-übertriebenen Sparern, unspektakulären Panzerknackern und einem Fehler auf der vorletzten Seite: Der "Buchstabensparer" sah die ganze Story irgendwie anders aus. Das ist eindeutig der Schuhsohlensparer. Die Umsetzung des Festes wird gar nicht erst gezeigt. Tiefpunkt des Bandes.
 
Der Antiglückszauber
Gundel will mit einem Anti-Glückszauber den Glückstaler zum Taler hexen, erwischt aber den bekannten Erpel mit den Schillerlocken. Der nun glücklose Gustav sieht sich zwar seiner Glücksgöttin beraubt, dafür entwickelt Daisy eine ungeahnte Fürsorge für den Armen. Sehr zu Donalds Missvergnügen. Die erste Schadenfreude weicht also dem Plan, Gundel dazu zu bringen, Gustav wieder in den alten Glücksgockel zurückzuverwandeln.
Leider drehen sich gefühlt 50% aller Gustav-Gans-Geschichten um einen entweder gewollten oder ungewollten Glücksentzug. Dabei kamen schon Wünsche, Amulette, viele Flüche, noch mehr Zauber, Sternenkonstellationen, ein Geburtstags“segen“, Gegenpole wie Superpechbringer, Gleichpole wie Superglückspilze, oder eine x-fach gebrauchte Finte der Glücksgöttin („Herzlichen Glückwunsch! Sie sind unser „Pechvogel des Monats“ und gewinnen eine tolle Weltreise!“ ) zum Einsatz. Möglicherweise gibt es auch eine Story um ein verwunschenes Stück Feldweg , da bin ich aber nicht sicher. Die Sache ist ausgelutschter als eine Mandarine im Affenkäfig. Die Zeichnungen sind ganz nett, der übermäßige Einsatz von herumschreienden Figuren nervt etwas.  
 
Zwang und Zwietracht
Gittas Superheldinnenidentität als (unter anderem) „Hüterin der Herzen“ sieht sich in diesem Abenteuer ihrer bislang stärksten Gegnerin in ihrer bislang schwächsten Story gegenüber. Gundel hypnotisiert ihre Umgebung mit einer Art Phrasenzauber und ein Bündnis mit dem leider etwas sehr bekloppten Schurken „Zwietracht“ muss her, um Bertilieb und den Glückzehner zu beschützen. Die Geschichte ist etwas wirr (Warum gibt Gundel so schnell auf?) und lebt vom Wortwitz des verbalen Schlagabtauschs. Der ist tatsächlich sehr gelungen. Generell ist die „Romantische Rächerin“ eine sympathische Figur, eine gutherzige Nervensäge, die Gitta wie auf den Leib geschrieben ist.
 
Der Schaffwandler
Dussel entpuppt sich als Schlafwandler, der nächtens alles repariert, was sein waches chaotisches Selbst tagsüber angerichtet hat. Mehr noch: Was er eigentlich tun wollte, das vollendet er nun in perfekter Art und Weise. Als Donald auf den Trichter kommt, nutzt er das natürlich schamlos aus. Bald ist an Donalds Domizil nichts mehr zu verbessern, was ihn auf eine eher ungute Idee bringt…
Hübsche Geschichte zum Abschluss. Kein großes Kino, aber auch nichts zum Einschlafen.



Fazit: Solider Band mit nur einen Totalausfall. Allerdings auch ohne ganz großes Highlight. Wer die rächende Hüterin der romantischen Herzen mag, fügt dem Kaufanreiz ein Schipplein Motivation zusätzlich zu.

(17.09.2021, 14:09)McDuck schrieb: Vielleicht bereits gesehen: https://www.duckipedia.de/LTB_550:_Rezension
In Summe war ich etwas gnädiger als Mile, sehe aber die gleichen Kritikpunkte. Empfehlenswert eigentlich nur Motturas Antarktisabenteuer und wegen der Zeichnungen allenfalls die Titelstory.

Sehr schön geschrieben! Gut

Zwei Kleinigkeiten:
* In der ersten Geschichte stößt Gundel Donald meiner Meinung nach nicht unabsichtlich, sondern greift ihn gezielt an (auf denkbar plumpe Art).
* Gundelchen feiert erst ihren 60ten, nicht 80ten.
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#27
Oh man, danke für den Hinweis. Ich bin echt schlecht im Kopfrechnen  Seufz Klatsch
Das mit dem unabsichtlich Stoßen würde ich allerdings trotzdem so sehen. Gundel wird abgelenkt, nur deshalb holt sie mit ihrer Tasche aus, trifft Donald und befördert den Zehner ins Loch. Natürlich wollte sie ihn vorher angreifen, aber das Stoßen passiert nicht mit voller Absicht (und dumm wäre sie ja auch). Plump ist das richtige Adjektiv für die ganze merkwürdige, unoriginelle Geschichte.  Nerv
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#28
Nicht kriegsentscheidend. Greenie  Sieht für mich vom Gesichtsausdruck von Gundel her gewollt aus, aber kann auch am ungewohnten Gesicht liegen.
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