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[Zeichner] Lavoradori: Schlechtester Zeichner je?
#1
Vielleicht sollte Ich mich zuerst einmal vorstellen: Ich bin eigentlich Kanadier, nicht Amerikaner wie mein Username sagt, aber weil ich in den Vereinigten Statten lebe passt es. Ich werde mich schon jetzt wegen das schreckliches Rechtschreiben und ungewöhliches Grammatik entschuldigen (Ich hab nur wenige Zeit in Österreich verbracht und das war schon zwölf Jahre her), und muss euch warnen das ich am diesen Keyboard keine Umlaute schreiben kann, und deshalb werden wahrscheinlich ein paar manchmal fehlen wenn Ich nicht immer genug Zeit hab um die manuell zu kopieren.

Also zum Thema:

Vor acht Jahre hab ich beim damaligem Ehapa Shop ein paar LTB Bände bestellt. Und Ehapa hat die mir ohne besondere Kosten nach der USA versandt. Es war wirklich sehr nett von ihnen. Und so bekam ich LTB Nr. 268, das das Millennium Band war. Und das hat mich sehr erschrocken wegen zwei Geschichten die von Alberto Lavoradori gezeichnet wurden.

Wenn ich es Recht verstehe gefällt vielen hier Flemming Andersens Stil ganz und gar nicht. Aber Lavoradori ist -zigmal schlechter! Der Mann ist ein Verbrecher! Hier sind ein paar Beispiele:

[Bild: cimg6524qr9.th.jpg][Bild: cimg6526tl8.th.jpg]

Dagegen ist Andsersen ganz gut und die Geschichten die ich kenne sind auch ganz akzeptabel, wzB:

[Bild: cimg6532bh9.th.jpg][Bild: cimg6531fv9.th.jpg]

Eigentlich finde ich meiste von den Neuen Zeichner und Autoren nicht schlecht, wzB:

A: Tito Farachi & Z: Lucio Leoni
[Bild: cimg6527vp8.th.jpg][Bild: cimg6528ed1.th.jpg]

Und Lara Molinaris Zeichnungen, die ich schon ein paar mal gesehen hab sind meiner Meinung nach sehr gut, auch wenn die Autoren nicht immer so gut sind:

[Bild: cimg6529jf1.th.jpg]

Natürlich gefallen mir die Klassiker am besten aber leider sind die genau das: Klassiker. Don Rosa war der beste, die Zeichnungen wahren so exakt und technisch und natürlich die Geschichten... der Mann war ein Genie (war, weil er nicht mehr Zeichnen will wegen seinen Augen und Egmont)

Ich hab Girogio Cavazzano fast vergessen! Ja, der ist sehr gut, bestimmt einer der besten aller Zeit.

Aber, zuruck zum Thema, dieser Lavoradori muss gefeuert sein. So etwas sollte mit fünf Jahren Zuchthaus bestraft werden.

Na, wenn ich nur von Ehapa wieder bestellen konnte! Aber leider wird dieser Wunsch nie erfüllt weil die jetzt nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz liefern.

Ciao,

Euer Amerikaner
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#2
Zuerst einmal möchte ich dich auch an dieser Stelle noch einmal herzlich Willkommen heißen. Wir freuen uns natürlich über jeden einzelnen Besucher, welcher sich auch hier im Forum registriert. Aber, dass wir jetzt schon einen User aus den USA haben, freut mich umso mehr - und noch mehr, dass du sogar deutsch kannst. Über deine Rechtschreibung und Grammatik wird dir hier sicherlich keiner böse sein. Du schreibst zumindest schon viel besser, als so mancher Deutsche. Greenie
Eine Frage würde mich aber vorweg interessieren: Und zwar, wie hast du den Weg hierher gefunden? Fröhlich

Ob Lavoradori wirklich der schlechteste Zeichner, der Welt ist, muss eigentlich jeder für sich selber entscheiden. Ich würde eher sagen, dass z.B. Perego schlechter zeichnet. Ich würde sagen, dass er kein allzu schlechter Zeichner ist - er hat eben nur seinen eigenen Stil entwickelt, welcher ein wenig sehr kantig ist, allerdings würde auch ich nicht sagen, dass ir seine Zeichnungen sonderlich gut gefallen. Das ist meiner Meinung nach eher unteres Mittelfeld...
Übrigens wurde hier in Deutschland nur in 15 Lustigen Taschenbüchern bzw. dessen Spezial einmal eine Geschichte von ihm veröffentlicht - das letzte Mal in LTB Spezial 14 im Jahre 2004. Ist also auch nicht allzu häufig. Zwinkern

Zitat:Na, wenn ich nur von Ehapa wieder bestellen konnte! Aber leider wird dieser Wunsch nie erfüllt weil die jetzt nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz liefern.
Hier würde ich es einfach einmal mit dem Telefon (würde allerdings recht teuer sein) und per EMail probieren. Vielleicht lässt sich hier noch einmal etwas darüber verhandeln...
Ansonsten musst du dich wohl mit eBay und co. zufrieden geben, wo man das LTB ja auch in Massen bekommen kann.

I think the only difference between me and the other placeholder text is that I’m more honest and my words are more beautiful. If Trump Ipsum weren’t my own words, perhaps I’d be dating it.
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#3
Willkommen im Fieselschweif!

Ja, mir ist vor einiger Zeit auch diese Geschichte in LTB 268 ins Auge gesprungen und fand die Zeichnungen auch unglaublich schlecht.
Allerdings scheint Lavoradori in seinem Frühwerk deutlich besser gezeichnet zu haben. Schau mal hier. Oder hier. Oder hier. Da sehen die Zeichnungen wie ich finde deutlich besser aus. Zwinkern

Lavoradoris letzter Comic erschien übrigens bereits vor fast 5 Jahren, von daher ist er wohl nicht mehr für Disney Italia aktiv.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#4
Danke sehr.

Das ist aber interessant! Diese Beispiele von Inducks sind aber von einem ganz ordentlichen Stil. Eindeutig können alle Zeichner ganz "ordentlich" zeichnen, aber benutzen sie gerne ihren eigenen Stil, das manchmal nicht ganz im gewöhnlichem Geschmack ist, wenn man so etwas auch sagen darf/kann.

Und um noch CKone's Frage zu beantworten: Ich habe gestern Abend am Dachboden ein paar alte LTB's gefunden und ein bisschen durchgeschaut und dieses mal wollte ich etwas mehr über diesen Lavoradori wissen. Nach ein par anderen LTB Fan-seiten hab ich diesen gefunden und es hat mir sehr gefallen. Von was wenige ich gelesen hab scheinen die Mitglieder erstaunlich viel vom Thema LTB zu wissen.
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#5
Ganz meiner Meinung. Zufällig habe ich LTB Nr. 268 (aus der Zeit habe ich nämlich sonst kein einziges) und habe mich damals genauso erschrocken wie sicher viele Leser ebenso. Ich kann mich auch noch gut an diese "Juxfiguren-Jagd" erinnern, die nur aus Ecken und Kanten bestand. Komischerweise hat man danach auch nie mehr etwas (zumindest im LTB) von Lavoradori gehört.
Andersen, Leoni oder Molinari zeichnen zwar nicht schlecht, dennoch gibt es wohl weit aus bessere Zeichner. Meiner Meinung nach ist auch die mangelnde Zeit, die die Zeichner für ihre Geschichten haben, ein Grund. Don Rosa zum Beispiel braucht(e) immer sehr lang für seine Zeichnungen, gilt aber als der beste lebende Zeichner.
Picture the morning, taste and devour...
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#6
Nein, meiner Meinung nach ist die Zeit kein besonders großer Faktor. Barks, Scarpa, Vicar - das sind alles Gegenbeispiele von Zeichnern, die ein sehr schnelles Arbeitstempo haben/hatten und trotzdem unglaublich gut gezeichnet haben.

Und die Beispiele aus dem Inducks belegen ja eigentlich, dass es bei Lavoradori eine Frages des Stils ist - technisch scheint er nicht schlecht zu sein. Genauso ist es auch bei Andersen. Ich mag seine Zeichnungen in seinen frühen Comics sehr ("Das Hexenlicht", ect.), aber dann hat sich sein Stil verändert und ab da hat er dann polarisiert. Technisch gesehen hat es der Mann wirklich drauf! Da gibt auch noch so andere Zeichner, deren Stil mir nicht allzu sehr gefällt, gerade die hier genannte Lara Molinari. Bei anderen Zeichner ist es halt irgendwie auch die Technik die fehlt, gerade bei solchen Amerikanern wie Bradbury oder DeLara. Oder ein aktuelles Beispiel: Destuet.

Ich würde Lavoradori nun auch nicht wegen diesen einem (oder meinetwegen auch zwei, drei) nicht als den schlechtesten einstufen, die anderen sehen zumindest annehmbar aus. Hab eigentlich sowieso nie wirklich überlegt, welchen Zeichner ich wirklich am schlechtesten finde - liegt vielleicht auch daran, dass ich mich mit den schlechten nicht so intensiv beschäftige.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#7
Ich kenne von Lavoradori nur die früheren Stories von ihm - also die die 313er schon verlinkt hat wie ''Eine Farbe verschwindet'' oder ''Die Farbe des Geldes'' und, die die ich eben noch in meiner Sammlung habe.

Den neuen Lavoradori-Stil finde ich jetzt nicht unbedingt soooo dramatisch - immerhin ist man ja diese ausgefallenden Zeichnungen in den neuen LTB's gewohnt. Aber gefallen tut es mir nicht so...z. B. in dem Scan von American, die erste Seite 5.Bild - der Kragen voN Tick (kleines Edit: nein, nicht nur der - der ganze Tick - so, weiter mit dem urspünglichen Beitrag). Das ist ja alles eckig und kantig. Naja, bin mal gespannt wie's weiter geht mit der Juxfigurenjagd...Zwinkern


Eine Frage hab ich noch: Was hat der Mann in den blauen Klamotten (die Ente) auf dem ersten Bild im Gesicht - sind das Haare????
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#8
Ich sehe das als Mütze, wenn ich die gleiche Person meine, wie du.
Picture the morning, taste and devour...
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#9
Diese Story von Lavoradori kenn ich auch. Mir gefällt der Zeichenstil auch nicht so toll, aber als schlecht würd ich ihn nicht bezeichnen, eher als mittelmässig. Es gibt viel schlechtere Zeichner, vor allem Peregro oder auch Destuet. Und einige Amerikaner gefallen mir gar nicht, z.B. Bradbury, Strobl oder DeLara.
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#10
Bastian schrieb:Ich sehe das als Mütze, wenn ich die gleiche Person meine, wie du.

Aber neben dem Auge, dort ist doch so etwas weißes, spitzt-kantiges? Donald hat ja vorne seine Haare - aber dieser Man......Es ist das erste Bild von oben....

Die Mützte ist ebenfalls auch sehr kantig-spitz


Ich finde Perego nicht schlecht. Ich mag seine Stories und Vorgeschichten in den früheren LTB's. Schließlich waren sie ein Teil der LTB-Geschichte----ich mag ihn....Zwinkern
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#11
Also ich muss sagen, dass der Zeichenstil doch ganz ordentlich ist! Fröhlich
Da bin ich vllt. ein Außenseiter, aber ich liebe solche kantigen zeichnungen! Sowas wie Andrea Freccero und so!
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#12
Ich finde aber, dass das ein anderes Kaliber wie Intini, Freccero & Co. ist. Man sieht ja hier, dass sich noch sehr viele an diese Geschichte erinnern können, obwohl sie bereits vor über 8 Jahren veröffentlicht wurde. Bei den oben genannten ist es mMn nicht so, dass man sich gar nicht mehr auf die Story konzentrieren kann, bei dieser Geschichte schon.

Ich bin der Meinung, dass ein derartiger Stil nicht für Comics verwendet werden dürfte. Der Stil würde irgendwie zu der Sichtweise von jemanden, der auf Drogen ist, passen Greenie - aber nicht zu Disney-Comics. Dürfte aber mal wieder - wie fast immer - Geschmackssache sein. Zwinkern
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#13
Meine Meinung zu Lavoradoris Stil:

Nun, ich fange mal etwas anders an. Wären die Zeitungsstrips von Charles Alfred Taliaferro jemals so beliebt geworden, wenn sich der Donald aus seinem ersten Film optisch nie gewandelt hätte? Wohl kaum. Der erste Donald sah unförmig aus, doch Taliaferro gab ihm im Laufe der Zeit ein ansprechendes Aussehen. Wären jedoch die Comics von Carl Barks jemals so beliebt geworden, wenn er nur die ganze Zeit Taliaferros Donald kopiert hätte? Wohl kaum. Sein Stil hat sich verändert, die Schnäbel und Hälse wurden kürzer, die sichtbaren Wangenknochen bei den Neffen verschwanden.
Jeder berühmte Zeichner, ob Taliaferro, Barks, Rosa, Van Horn oder Vicar hat Donald auf seine Art verändert und sein Aussehen angepasst.
Ihr habt die Geschichten in jenem Millenium-Band angesprochen. Nun, ein Millenium bedeutet, dass ein neues Jahrtausend kommt, und das ist doch DIE Gelegenheit, um etwas zu verändern. Lavoradori zeichnet zweifellos in einem sehr speziellen Stil, doch der passt perfekt ins neue Jahrtausend! Dinge müssen sich verändern, sonst rosten sie ein, das gilt auch für Comicfiguren.

Versteht mich nicht falsch: Auch ich finde Barks' Donalds schöner. Aber ewig daran festzuhalten (in modernen Comics), wäre ein Fehler.

Derschwaflkop
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#14
(01.08.2008, 15:13)grischi schrieb: Also ich muss sagen, dass der Zeichenstil doch ganz ordentlich ist! Fröhlich
Da bin ich vllt. ein Außenseiter, aber ich liebe solche kantigen zeichnungen! Sowas wie Andrea Freccero und so!

Ich bin ganz deiner Meinung. Gut
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#15
(19.12.2009, 12:40)Derschwaflkop schrieb: Versteht mich nicht falsch: Auch ich finde Barks' Donalds schöner. Aber ewig daran festzuhalten (in modernen Comics), wäre ein Fehler.

Genau der Meinung bin ich auch.
Klar ein Barks und Rosa sind klasse.
Aber: Barks ist tot. Rosa ist inzwischen in Rente.
Also wenn man ewig nur auf diese Leute baut von denen nichts mehr kommt zerstört man die Zukunft.
Man sollte mMn auch den neueren im Geschäft die noch Perspektive haben eine Zukunft geben. (z.B. Cavazzano.) und nicht ständig sich nur um diese etwas älteren Leute kümmern.
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#16
(19.12.2009, 13:54)Pfennigfuchser schrieb: Man sollte mMn auch den neueren im Geschäft die noch Perspektive haben eine Zukunft geben. (z.B. Cavazzano.) und nicht ständig sich nur um diese etwas älteren Leute kümmern.

Huch, äh, haha! Zwinkern

Cavazzano ist keinesfalls neu im Geschäft! Er zeichnet schon seit den 60ern Disney Comics und ist schon 60. Wenn du das als "neu im Geschäft" siehst, möchte ich nicht wissen was bei dir alt ist!

Abgesehen davon hast du natürlich recht. es gibt viele hochtalentierte Italiener, die viele "4-Reiher-Fanatiker" nie anschauen würden, schon allein von dem Format her. Aber keine Anschuldigungen, hier, falls verstanden.Balken
Augenrollen----Augenrollen
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#17
Um genau zu sein ist er 62 Jahre alt, aber das kommt sich nichts. Laut lustige-Taschenbücher.de hat er sogar mit Abstand am meisten Comics im LTB veröffentlicht, wobei mir das ein wenig komisch vorkommt. Die Zahl meine ich. da steht, dass er etwas über 330 Comics (oder so) veröffentlicht hat. Kommt das hin?


Wer ist eigentlich so "neu" im Geschäft? Mit 41 Jahren ist Mau Heymans der jüngste Zeichner, dessen Alter ich kenneGreenie
[Bild: bannerklein.jpg]

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#18
Ich persönlich mag zwar Lavoradoris Zeichenstil ganz und gar nicht, doch im Allgemeinen finde ich es ganz gut, wenn Künstler einen eigenen Stil entwickeln und die Zeichnungen nicht einfach von anderen Zeichnern abgucken und diesen dann übernehmen.
Deshalb kann ich jetzt nicht behaupten, dass Lavoradori ein Verbrecher ist, er hat halt einfach wie andere Zeichner (zum Beispiel Freccero) einen ausgefallen Zeichenstil, der mir nicht unbedingt gefallen muss, was ich aber trotzdem tausendmal besser finde als abschauen und kopieren.

Hier finde ich seine Zeichnungen gar nicht schlecht:
http://coa.inducks.org/story.php?c=I+TL+2083-5
Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß - aber man kann es erreichen (Bob Kelso)
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#19
Die Frage kann "Ist Lavoradori der schlechteste Zeichner ever?", kann ich nur ganz laut bejahen.
Sein Zeichenstil ist so schrecklich Klatsch Klatsch Klatsch Klatsch Klatsch Klatsch Klatsch ....

Aber ich kann einfach nicht glauben, dass er es war der Geschichten wie "Alpträume aus der Traumfabrik" (LTB Ultimate 11) oder "Der gewaltige Zing Zong"
(LTB 209),... gezeichnet hat Hä? .

Er hat 2016 auch eine neue Serie im Universum P.K.N.A. (Der neue Phantomias) heraus gebracht:  PK Tube:

https://coa.inducks.org/subseries.php?c=PK+Tube

Donald-Phantomias
Donald-Phantomias

Spoiler:
Casty!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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#20
Alberto Lavoradori.

Tja, das ist ja ein Name, der immer wieder fällt... auch wenn damit meistens nicht viel Positives verbunden wird! :D Trotzdem rechtfertigt das einen eigenen Thread für den Kerl, dessen Disney-Debüt inzwischen auch schon 27 Jahre zurückliegt.

1990-1993: Die Anfangsphase. Lavoradoris frühe Zeichnungen sind dem klassischen Stil verpflichtet und weisen den Einfluss von Cavazzano auf. In diese Phase fallen neben seiner einzigen Mausgeschichte Klassiker wie "Die rätselhaften Zwillingsvölker" oder "Der goldene Totempfahl". Letzteres ist eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten und Lavoradoris Zeichnungen darin gefallen mir deutlich mehr als die von Mastantuono oder Intini. Die Hintergründe sind schön, die Gesichtsausdrücke witzig und die Bewegungen markant ("ein Schrubhauber?!"). Wäre er auf diesem Level geblieben, wäre er heute ein Star...

1994-1996: Übergangsphase. Die Zeichnungen werden langsam eckiger und simpler, auf den Titelseiten der drei Weltraumgeschichten "Chaos im Kosmos", "Ein eigenartiger Planet" und "Chaos im Kosmos" (alle drei geschrieben von Salvagnini - und zwei mit identischem deutschen Titel!)  ist der Hang zu parallelen geraden Linien schon deutlich sichtbar. "Der gewaltige Zing Zong" (wieder ein Cimino) sticht heraus, da es sich hier um die einzige "echte" Airbrush-Geschichte Lavoradoris handelt. In diese Phase fällt auch "Evronianer!", der Beginn der Geschichten rund um den "neuen" Phantomias. Warum ausgerechnet dieser doch, nun... sagen wir... idiosynkratische Zeichner den Beginn einer derart wichtigen und langlebigen Serie wie PKNA illustrieren durfte...

1997-1999: Kritische Phase. Die Bilder werden immer chaotischer und verzerrter, teilweise auch (der zweite PKNA-Beitrag "Gerissen") brutaler. Seine letzten beiden Disney-Comics "Garstige Gäste" und "Juxfiguren-Jagd" (beide in LTB 268 direkt hintereinander abgedruckt!) sind so grausam gezeichnet, dass sie jahrelang immer wieder als Gradmesser herangezogen werden, wenn es um besonders schlechte Zeichnungen geht. Man kann gar nicht mehr wirklich erkennen, was da eigentlich auf den Bildern zu sehen sein soll, und die Figuren werden bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Dass wir danach erst einmal nichts mehr von ihm gesehen haben, hat wohl die wenigsten gestört...

2003: In einer 13-jährigen Disney-Pause gibt es nur einmal Neues von Lavoradori, und zwar im Universum des neuen Phantomias. "Protospecie" ist ein Beitrag zu PK3 (PK - Pikappa), der Reboot-Serie zu PKNA. Zu den Zeichnungen kann ich wenig sagen, die Titelseite sieht aber nicht so schlecht aus.

2012-heute: Manche Comebacks sind heiß ersehnt, dieses hier war es aber wohl eher nicht. Lavoradoris Zeichnungen sind noch eckiger und liebloser geworden. So grauenhaft ich die Bilder in LTB 268 fand, zumindest waren manche der Hintergründe noch ganz nett anzuschauen und vor allem auch ansprechend koloriert. Aber jetzt gibt es nur noch wild verteilte Striche und so etwas wie Realismus will nicht mal mehr ansatzweise aufkommen. Auffällig: Fast alle seiner neuen Geschichten haben Phantomias in der Hauptrolle. Darunter ist auch die Serie PKTube, die in Zusammenhang mit den neuen PKNE-Geschichten steht. Immerhin werden diese sechs Kurzgeschichten von einer hervorragenden Kolorierung einigermaßen gerettet, was man von seinen sonstigen neuen Machwerken aber leider nicht sagen kann. Schaut euch nur "Die Liste des Schreckens" aus LTB 502 an...

Es gibt ja die unterschiedlichsten Entwicklungskurven von Zeichnern - solche, die eher schwach anfangen und sich langsam steigern; solche, die nach einem Tief wieder zur Hochform finden (z.B. Flemming Andersen); und leider auch solche, die gut anfangen und dann immer schlechter werden. Momentan gehört Lavoradori in meinen Augen leider eindeutig zur dritten Kategorie, zumal ich nicht mal den Ansatz einer Besserung erkennen kann.

Wie seht ihr das?

PS: Ich wollte einen Thread aufmachen, dann habe ich aber gesehen, dass es schon diesen gibt!

Hier ein von Lavoradori gezeichneter Neffe - oder was er dafür hält  Frech :[Bild: ala_bxkgmz.jpg]
Wissenschaftliche Experimente, doch was nützen die der Ente?
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