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LTB 566 – Goldenes Jubiläum
#1
Zu Dagoberts 75. Geburtstag erscheint am 6. Dezember das LTB 566 "Goldenes Jubiläum". Eröffnet wird dieses von einer dänischen Dagobert-Geschichte, dann folgt gleich die erste positive Überraschung: der 18  Teil der Legende des erste Phantomias, es geht also ohne allzu große Unterbrechung weiter. Der wirkliche Hammer kommt aber erst darauf, denn die restlichen 190 Seiten (!) werden von einem gigantischen Abenteuer mit fünf Teilen plus Prolog aus der Feder Fabio Celonis (sowohl Story als auch Zeichnungen!) eingenommen, das anscheinend eine Fortsetzung des Klassikers Die Linsen aus Babylonien darstellt und wie schon die letzten Fußballgeschichten im LTB in Deutschland gleichzeitig wie in Italien erscheint. Damit enthält LTB 566, wenn man die zwei Einseiter mitzählt (keiner von Egmont, die Serie Mit Stock, Charmeur Zylinder pausiert zumindest) lediglich 5 Geschichten – das gab es seit LTB 452 nicht mehr. Man darf sehr gespannt sein!

Den kompletten Inhalt gibt es wie immer hier.
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#2
Wow das klingt ja super, das LTB könnte richtig gut werden. Dann bin ich gespannt wie man die Linsen aus Babylonien weiterführen wird.
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#3
Ich finde auch, das klingt mega. Hoffentlich geht es 2023 so weiter. Wenn, dann könnte es eine kleine oder vielleicht sogar große Goldene Ära (wieder) geben.
R.E.Z.E.N.S.E.N.T.
(Richtig eifriger Zeichnungen entdeckender Nachbesserer und sehr explizit nachschauender Taschenbuchfan)
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#4
Ich freue mich sehr auf diesen Band.
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#5
Krass ist allerdings, dass es lediglich zwei Seiten (!) Maus gibt… Keine Ahnung, wann es das das letzte Mal gab, gut möglich eigentlich dass es das erste Mal ist seit der Aufhebung der Duck-Maus-Trennung oder?
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#6
(08.11.2022, 06:56)Sergei schrieb: [...]die Serie Mit Stock, Charmeur Zylinder pausiert zumindest) [...]

Jauchzet, frohlocket! Ein echtes Weihnachtswunder.
*Comic-Analyst, Buchrezensent aus Leidenschaft, lebensfrohes Energiebündel, redegewandter Ordensträger (© by McDuck)
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#7
(08.11.2022, 22:15)Entenfan schrieb:
(08.11.2022, 06:56)Sergei schrieb: [...]die Serie Mit Stock, Charmeur Zylinder pausiert zumindest) [...]

Jauchzet, frohlocket! Ein echtes Weihnachtswunder.

Ich habe das neue LTB gestern schon im Briefkasten gehabt und bin sehr erfreut über die Geschichte "Das Spiel des Schicksals"(eine genauere Meinung zu der Story schreibe ich hier rein, wenn ich sie zu Ende gelesen habe).

Zu dem zitierten Beitrag von Entenfan: "Mit Stock, Charme und Zylinder" ist zwar nicht mit einem der üblichen Einseiter vertreten, allerdings stammt die erste Geschichte vom selben Duo und mir sind im Hintergrund etliche Anspielungen auf die diversen Einseiter aufgefallen.
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#8
(02.12.2022, 22:20)Comic Fan schrieb:
(08.11.2022, 22:15)Entenfan schrieb:
(08.11.2022, 06:56)Sergei schrieb: [...]die Serie Mit Stock, Charmeur Zylinder pausiert zumindest) [...]

Jauchzet, frohlocket! Ein echtes Weihnachtswunder.

Zu dem zitierten Beitrag von Entenfan: "Mit Stock, Charme und Zylinder" ist zwar nicht mit einem der üblichen Einseiter vertreten, allerdings stammt die erste Geschichte vom selben Duo und mir sind im Hintergrund etliche Anspielungen auf die diversen Einseiter aufgefallen.

Aaah, dann war die ganze Einseiter-Reihe nur eine Art Vorbereitung das ganze Jubiläums-Jahr über um auf die Jubiläumsgeschichte vorzubereiten?
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#9
Das 75.Jubiläum mit Teil 3 "Goldenes Jubiläum" - LTB 566 mit einem Juwel in dieser Ausgabe. Nach LTB Enten Edition & Micky Maus Magazin geht es jetzt in das Lustige Taschenbuch Original.
"Das Geschäft des Jahrzehnts" - Den Auftakt macht Gorm Transgaard und Andrea Ferraris aus dem Jahr 2022 wo es um den Titel Geschäftsmann des Jahrzehntes wieder verliehen wird auf 28 Seiten. Ein sehr schöner Einstand wo Dagobert sich nochmal beweist und man mit den Neffen und Klever ein gelungenes Ensemble hat.
"Kunst am Hund" - Pluto bekommt ein neues Halsband im Jahr 2017 von Alessio Coppola auf einer Seite das ein wenig überzieht.
"Die Legende des Ersten Phantomias - Das Gespenst von Notre Duck" - Auch die Legende geht weiter mit dem 18.Kapitel und 30 Seiten aus dem Jahr 2017 wo es klare Referenzen zu einer tollen Barks Geschichte gibt. Natürlich macht Marco Gervasio zahlreiche Referenzen auf frühere Kapitel. - Eine handsame und persönliche Story für den Ersten Phantomias.
"Weich gebettet" - Alessio Coppola zeigt diesmal Goofy auf 1 Seite aus dem Jahr 2021 wo er sich ein Bett aussucht.
"Das Spiel des Schicksals / Prolog / Teil 1 Geheimnis im Nebelwald / Teil 2 Die vollkommene Form / Teil 3 Der Brunnen zu Babel & Teil 4 Algen im All" - Fabio Celoni liefert aus dem Jahr 2022 zum Dagobert Duck Jubiläum auf 190 Seiten eine mega lange Story ab die zurecht auch mit Don Rosas Werken von Dagobert Duck Verglichen werden kann. Eindrucksvoll und gewaltig die Bilder geworden und die Familie Duck im Herzen sowie auch zahlreiche unterschiedliche Abenteuer mit enorm viel Herz"
Es ist die Beste Story wohl zum 75.Jubiläum von Dagobert Duck werden. Von meiner Seite ein sehr guter Jahresabschluss des Jahrganges 2022 und im Gegensatz zu anderen nehme ich nicht an dass Storys mit über 150 Seiten regelmäßig im LTB landen werden.
Jetzt ist erst einmal eine Pause mit dem Dritten Teil und der Vierte Teil ist die Jubiläumsbox 75 Jahre Dagobert Duck mit 44 Storys die aber jetzt einmal gut zehn Tage dauern wird, deswegen klicke ich mich vorerst für eine etwas längere Zeit aus.
Euch eine schöne Adventzeit und ich werde auch das LTB Advent am 24. Dezember mit allen Storys dann Revue passieren lassen.
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#10
Möglicherweise muss ich die lange Dagobert-Jubiläumsgeschichte noch mal lesen, aber eines stört mich daran vermutlich auch beim zweiten Mal.

Nämlich der Umstand, dass die Geschichte als unmittelbare Fortsetzung der "Linsen aus Babylonien" angelegt ist. Ein kleineres Problem ist, dass diese Geschichte den meisten aus LTB 74 bekannt ist, aber den wenigsten klar ist, dass die Geschichte mit der keimenden Linse auf der Fensterbank endet und Dagoberts Entdeckung der Linse nur zur Rahmengeschichte, die die Geschichte zwar logisch fortsetzt, aber genau genommen verändert.

Wenn man das weiß, kommt man zwar damit klar, dass Fabio Celoni genau auf dem eigentlichen Ende aufsetzt und davon ausgeht, dass der Konflikt noch gar nicht gelöst ist. Neben der Frage, ob das jetzt unbedingt nötig war (der Klassiker spricht doch für sich), verstört mich allerdings gewaltig, dass beide Geschichten in der jeweiligen Jetztzeit angesiedelt sind, aber schlappe 62 Jahre auseinander liegen. Was man an den technischen Möglichkeiten überdeutlich sieht. Auch der Umstand, dass die Stile von Scarpa und Celoni deutlich auseinander liegen, lädt nicht zum direkten Hintereinander-Lesen an.

Losgelöst ist die Geschichte sicherlich nicht schlecht aufgebaut, auch die Charakterisierung von Dagobert kann man so machen. Allerdings glaube ich, dass Vito Stabile Dagobert in "Die Krone der Wünsche" (zum 70. Geburtstag entstanden) auf einem Fünftel der Raums komplexer dargestellt hat.

Ich werde die Geschichte allerdings noch intensiver genießen können, denn im Topolino erscheint sie erst ab übernächster Woche. Und Einzelepisoden von 40+ Seiten füllen bereits mehr als ein Drittel der Ausgabe. Da wérde ich wohl genug Zeit haben, mir auch diese Geschichte noch mal näher anzusehen.
R.A.V.I.O.L.I. (Regelmäßiger Auswerter verschiedener italienischer Original-Literatur)
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#11
Habe den Band fertig gelesen. Hier mein Ranking:
5: Weich gebettet: Aufgrund der Tatsache dass es sich um einen Einseiter handelt sollte es niemanden überraschen dass diese Geschichte auf dem letzten Platz landet.

4: Der zweite Einseiter aus diesem Band landet auf Platz vier weil der andere Einseiter schlechter ist und es drei längere Geschichten gibt die dann doch deutlich Stärker sind.

3: Eine der eben erwähnten längeren Geschichten ist das Geschäft des Jahrzehnts in der Dagobert wieder einmal dass er der beste Geschäftsmann der Welt ist. Die Geschichte zeichnet sich vor allem durch Einfallsreichtum aus. Manche dieser Ideen werden gut umgesetzt(wie zum Beispiel die mit den Eisskulpturen) andere eher weniger gut(wie zum Beispiel die mit den Schokoriegeln auf dem Mars). Insgesamt ist die Geschichte okay.

2: Die Legende des Ersten Phantomias Teil 18 Das Gespenst von Notre Duck: Wie wir es von der Reihe gewohnt sind eine Richtig Starke Geschichte. Vor allem durch: Die Rückkehr von Henry, Die Parallelen zur Barks Geschichte und natürlich die Vereise auf Frühere Geschichten der Reihe.

1: Das Spiel des Schicksals: Meine Annahme dass dieses Jahr keine Geschichte mehr an die Fußballgeschichte herankommt war Falsch. Ein Meisterwerk von Fabio Celoni. Durch: die Charakterisierung von Dagobert, Dem Einfallsreichtum und dem ungewöhnlichen Zeichenstill.

Fazit: Ein sehr Starker Abschluss für dieses Jahr, vor allem durch Das Spiel des Schicksals und dem 18. Teil der Legende des ersten Phantomias
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#12
Das Spiel des Schicksals ist eine richtig starke Geschichte. Ich weiß nicht, ob ich die erste Geschichte damals gelesen habe, aber die Story hier war wirklich brilliant. Spannend, gut geschrieben und mit einem sehr kämpferischen Dagobert.

Dann hat mir noch die erste Geschichte mit dem Geschäft des Jahrzehnts gut gefallen. Interessante Ideen.

Der Rest war ok. Vom ersten Phantomias werde ich kein Freund mehr, auch wenn die Geschichten immer gut sind. Die Einseiter sind halt da.
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#13
Also, bei nur drei Geschichten (Einseiter zähle ich nicht) im Band und keine davon wirklich schlecht, kann man wohl leichten Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen.

Das Geschäft des Jahrzehnts

Der Titel ist etwas irreführend, denn es geht hier nicht um ein bestimmtes Geschäft, sondern Dagoberts generelle Fähigkeit, die unmöglichsten Dinge an den Kunden zu bringen.

Wer Fan der Einseiter "Mit Stock, Charme und Zylinder" ist - und wer ist das nicht!? - bekommt nun das Prinzip in Storylänge. Dagobert wird im Milliardärsklub wider Erwarten nicht zum "Geschäftsmann des Jahrzehnts" gekürt, da die Herstellerin einer Fitness-App in der letzten Dekade mehr Umsatz gemacht hat. (Gut, der Gedanke ist recht absurd, wie soll man mit einer einzelnen App mehr Kohle machen als das gigantische Duck'sche Finanzimperium in 10 Jahren zusammen?) Der in seiner Verkäuferehre gekränkte Dagobert bekommt jedenfalls einen Wutanfall und behauptet, in der Wüste Sand verkaufen zu können, am Nordpol Eis und auf dem Mars Marsriegel, äh, Schokoriegel. Prompt wird er auf Agitation von Klaas Klever wegen "maßloser Übertreibung" aus dem Klub geworfen. Der Ausschluss wirkt sich sehr negativ auf Dagoberts Geschäfte aus und so schickt er sich an, die Behauptungen wortwörtlich umzusetzen und zu beweisen, dass er mit seinem Geschäftssinn keineswegs übertrieben hat.

Die Story ist nicht super-originell, Wettstreits im Milliardärsklub rund um den Titel "Geschäftsmann des Jahres" oder die Präsidentenschaft oder einfach um des Wettstreits Willen gab es schon ungezählte. Was die Geschichte etwas positiv abhebt ist, dass sie als Fortsetzung der Reihe "Mit Stock, Charme und Zylinder" tatsächlich alle dort zuvor getätigten Geschäfte als Hintergrund-Gags eingebaut hat. Nett.
Leider bleibt Klaas Klever recht zahm (er unternimmt nur einen kleinen Sabotageversuch), sodass der Story etwas der Pfeffer fehlt, um in höhere Bewertunssphären vorzudringen. Trotzdem ein "Gut".
Wer die "Mit Stock, Charme und Zylinder" Geschichten eher fade findet, dürfte ein Minus hinzufügen.


Das Gespenst von Notre Duck

Noch mehr Fanservice? Bitte! Die vorliegende Geschichte des ersten Phantomias bedient sich eines klassischen Barks, nämlich "Das Münstermännchen".

Lord Quackett sieht sich gleich zwei Mysterien gegenüber: Zum einen haust in der Kathedrale von Entenhausen offenbar ein Gespenst, zum anderen wildert ein Schurke in seinem Revier, dessen Diebstähle unerfreulicherweise Phantomias zugeschrieben werden. Eine erste Konfrontation mit dem Rivalen endet mit dessen Entkommen. Tags drauf findet sich in Phantomias Geheimversteck eine geschriebene Warnung... ein schlagender Beweis, dass der geheimnisvolle Dieb weiß, wer Phantomias ist und wie man ihn besucht. In den Zeiten vor der Erfindung der "Vergall-Pille" eine ernstzunehmende Bedrohnung. Die Spur führt schliesslich (wer hätte es gedacht?) zur Kathedrale Notre Duck und ab da übernimmt Barks. Zwinkern

Ja, es kommt alles vor: Der Wunschbrunnen, der Geheimgang, die Verfolgung über die Dächer, die Orgelpfeifen und sogar das Modell des "Münsters" im Keller aus tausenden von Münzen. Auch des Outfit des Diebes ist original "Münstermännchen". Die Auflösung am Ende ist etwas sehr erzähllastig (und das Vorgehen des Diebes nicht wirklich logisch), bietet aber noch eine Verbindung zu einer anderen Geschichte des ersten Phantomias. Auch ein "Gut".


Das Spiel des Schicksals

auch Story Nummer 3 bedient sich eines Vorgängers, nämlich den "Linsen aus Babylonien" von Scarpa. Das vorliegende Brett von 190 Seiten stellt dabei einen direkten Nachfolger dar, was man mitunter kritisieren mag. Dazu später mehr.

Dagobert hat in "Linsen aus Babylonien" sein gesamtes Vermögen an die Panzerknacker verloren. Mittellos geworden lassen ihn die Knacker im Firmenhochhaus wohnen, wo Dagobert (vergeblich) Trost in der Trophäenkammer sucht. Der von einer verständlichen Existenzkrise gegramte Greis sieht sich zu allem Unheil dort einem Gespenst gegenüber, der sich als  "Geist seines Schicksals" vorstellt. Die unheimliche Gestalt hat jedoch nicht etwa Zuspruch zu bieten, sondern verhöhnt Dagobert und droht, ihm auch noch all seine Erinnerungen zu rauben. Da erwacht noch einmal der Kampfgeist des Schotten und eine Wette folgt: Binnen eines Monats muss Dagobert sein Vermögen zurück gewinnen, sonst erhält der Geist die Erinnerungen und von Dagobert bleibt... naja, vermutlich nichts mehr.

Der  Scarpa-originalen Lösung des Problems wird gleich mal ein Riegel vorgeschoben. Wir erinnern uns: Ein zusätzlicher Vertrag mit den Panzerknackern besagt, dass Dagobert seinen Besitz zurück erhält, wenn auch nur eine einzige Linse aus Babylonien keimt. Das passiert in der luftigen Höhe des Geschäftsgebäudes tatsächlich, nur bemerkt es hier Dagobert nicht. Wohl aber ein Panzerknacker, der den Topf mit Pflanze postwendend entwendet. Dagobert muss sein Vermögen wohl auf klassische Art zurück gewinnen und das meint: Profitable Expeditionen zu den merkwürdigsten Gegenden und Völkern, die man sich denken kann...

Jedes Völkchen zu beschreiben, auf das die Ducks in den folgenden Kapitel treffen, sprengt den Rahmen der Rezension. Sie sind allerdings skurril in bester Barks-Tradition. Celoni hat sich die Mühe gemacht, nicht den einfachen Weg zu gehen und im Dschungel Eckenhausener oder im Erdinneren Kullern auftreten zu lassen, sondern hat seine eigenen Wesen erschaffen, die - wie gesagt - in ihrer fantasievollen Fremdartigkeit in bester Tradition daher kommen. Der Zeichner selbst ist in Hochform. Ohnehin könnte er vermutlich auch ein Gänsburger Telefonbuch zeichnerisch umsetzen und man würde trotzdem staunen. Allein die Eröffnungssequenz mit Dagobert und dem Geist ist ganz großes Kino.

Perfekte Geschichte? Nicht... ganz.

Zum einen könnten konservative Leser bemägeln, dass die "Linsen aus Babylonien" zwar als Aufhänger dienen, der Geist (sic!) der Geschichten aber unterschiedlich daher kommt. Scarpas Original enthält wenig "Phantastisches". Die Grundlage ist ein krummes, aber sehr irdisches Geschäft, das Dagobert letztlich um sein Vermögen bringt. Alles Übernatürliche sind technische Gaunereien. Die Geschichte lebt von den gelungenen Einblicken in die Psyche der Ducks, besonders natürlich Dagoberts, und dem für den Leser rätselhaften Gebahren der Panzerknacker und Dagoberts leichtfertiger Interaktion mit ihnen. Celoni hingegen schickt die Ducks auf eine märchenhafte mehrteilige Abenteuerreise, bei der die Panzerknacker nurmehr als Rahmenfiguren auftreten.

Ein (unnötiger) Bruch zwischen den beiden Geschichten ist auch, dass Celoni ohne Erklärung in die Gegenwart springt. Das Original spielt in den 60er Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Bei Celoni gibt es Computer, Handys und Baptist arbeitet als Butler (er war damals anno Scarpa noch nicht einmal erfunden).

Wer die Geschichten direkt hintereinander liest, liest zwar zwei gute Geschichten, hat aber nicht unbedingt das Gefühl, dass sie allzu viel gemein haben. Ausser, dass Dagobert Linsen mit sich rumträgt.

Letzter Kritikpunkt: Die Auflösung, will hier nicht spoilern, wie Dagobert sein Vermögen zurück gewinnt, ist etwas... fantasielos. Schade, bei einer so "phantastischen" Geschichte.
Dennoch "Sehr gut", sollte man gelesen haben!
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#14
Die Einseiter sind beide ganz lustig geworden. Ansonsten ist der 18. Teil der Legende des Ersten Phantomias auf jeden Fall lesenswert. Das Geschäft des Jahrzehnts ist eine sehr kreative Idee. Die Dagobert-Geschichte sollte man sicherlich gelesen haben.

Eine vollständige Rezension kommt hoffentlich in den nächsten Tagen auf Duckipedia.
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#15
Hab endlich auch mal wieder ein LTB gelesen. Und dieser Band ist wirklich sehr schön, vor allem wegen der wenigen, langen Geschichten. "Das Spiel des Schicksals" hat mich gut unterhalten (tolle Zeichnungen und Farben!), aber so richtig vom Hocker gehauen hat mich die Geschichte nun auch nicht. Ich kann aber nicht so recht erklären, woran das liegt. Vielleicht weil das ganze Szenario zu stark moralisch aufgeblasen und zu wenig humorvoll beschrieben ist? Oder weil das Treffen von gleich vier unbekannten Zivilisationen einfach zu viel für eine Geschichte ist? Oder weil Dagoberts Erfolge am Ende eigentlich mehr auf glückliche Fügungen basieren als auf eigenen Leistungen? Ich weiß es nicht, aber irgendwas hat mich an der Geschichte gestört. Aber im Grunde genommen ist das ein Meckern auf hohem Niveau.
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#16
Ich möchte mal wieder die Möglichkeit nutzen, auf eine Rezension in der Duckipedia zu verlinken, in der drei von uns ihre Meinung zum aktuellen Band abgegeben haben: https://www.duckipedia.de/LTB_566:_Rezension
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#17
Diese Ausgabe des LTB knüpft wahrlich an die goldenen Zeiten an. "Das Spiel des Schicksals" ist eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Spannend geschrieben, sehr niveauvoll in die Rahmenhandlung integriert und auch zeichnerisch gut umgesetzt. Mir hat die Sepiafärbung gefallen, so dass dem Leser eine tolle Atmosphäre geboten wurde, die einem das Gefühl eines Rückblicke gab. Die einzelnen Kapitel, in denen seltsame Fabelwesen den Ducks begegneten ,waren in bester Barks-Tradition. Besser geht es nicht. Nach all den flachen Ausgaben in diesem Jahr ein sehr versöhnlicher Abschluss.
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#18
Diese Rezension - https://www.fieselschweif.de/publikationen/ltb-566/ - erzählt von der 190-seitigen Fortsetzung eines Scarpa-Klassikers... und stammt von einem Entenfan, der... naja, vielleicht nicht seine ganze, aber zumindest viel Hoffnung auf sie gesetzt hatte!
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#19
Schöne Rezension, besonders der Teil das Spiel des Schicksals. Fast schon eine Doktorarbeit, die alle Aspekte des Werks gut einfängt.

Beim Münstermännchen kann ich so auch mitgehen. Tolle Barks-Referenz, eher maue Auflösung (von der Motivation und Vorgehensweise der Personen).

Das "Geschäft des Jahrzehnts" gefiel mir etwas besser, ich mag so Details wie das Auftauchen der Einseiter-Geschäfte als Hintergrund-Gags. Die Story an sich (Klub-Wette, die Dagobert locker gewinnt) hat natürlich einen (Backen-)Bart.
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#20
(23.01.2023, 09:56)Eifelschaf schrieb: Schöne  Rezension, besonders der Teil das Spiel des Schicksals. Fast schon eine Doktorarbeit, die alle Aspekte des Werks gut einfängt.

Herzlichen Dank Fröhlich  Genau dies war mir auch ein besonderes Anliegen
*Comic-Analyst, Buchrezensent aus Leidenschaft, lebensfrohes Energiebündel, redegewandter Ordensträger (© by McDuck)
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