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Unter- und überschätzte Künstler
#41
(02.05.2010, 22:22)xenon81 schrieb: hi,...bin neu hier,....bitte nicht gleich schlagen Zwinkern

Sei unbesorgt, jeder neue User ist stets willkommen.Fröhlich

Zu Deinen Fragen: Geschichten von Guido Scala findest Du vornehmlich in älteren LTBs (Beispiele: Nr. 5, 7, 21, 46, 48, 59, 63, 64, 70, 71, 84, 109...). In neueren Bänden ist der inzwischen verstorbene Italiener leider nur selten vertreten (Beispiele: Nr. 344, 348, 352). Bei solchen Fragen kann diese Seite sehr hilfreich sein.

(02.05.2010, 22:22)xenon81 schrieb: dann gabs da noch einen Zeichner,den Namen weiß ich allerdings nicht, weil mir seine Geschichten meistens zu "grob" waren, zB war da eine Geschichte, wo Donald el Kid (von einem Strauß angeblich aufgezogen) war, einen fliegenden Esel das Leben rette,weil ihn die zwei Figuren (ein Fuchs und ein Kater) aus Pinoccio gefangen hielten (als Zirkusattraktion),dann träumte el kid von einem Berg, der der Schutzgeist des Esels war, dort mußten sie dann hinfliegen......Dagobert kam auch darin vor,....
jedenfalls, jede Geschichte von diesem Zeichner, fand ich immer sehr überladen, Donald mußte immer sehr viel mitmachen (mehr als sonst), kann mir jemand sagen, wie dieser Zeichner heißt? (weil die kaufe ich dann nicht, aber interessieren würds mich schon )

Du meinst die Geschichte "El Cid Pampeador" aus LTB 58. Gezeichnet wurde diese literarische Parodie von Luciano Bottaro, der gemeinhin neben Scarpa und Carpi zu den "großen Drei" der ersten Generation italienischer Comiczeichner gezählt wird.

(02.05.2010, 22:22)xenon81 schrieb: Zeitweise denke ich mir,gerade bei neueren LTBs ob die Geschichtenerfinder echt auf einen LSD-Trip waren, da gibts eine, wo Micky eine wunderliche Professorin kennen lernt, weswegen er ziemlich viele "Pillchen" schluckte und sich jedes Mal verwandelte, einmal hat er Dumboohren und segelte über Entenhausen, dann ist sein Oberkörper normal hat aber Straußenbeine bekommen,...usw. Sind das jetzt noch immer italienische Zeichner,oder.....?
danke

Hier nimmst Du auf die legendäre Geschichte "Angriff der Riesenpinguine" Bezug, die von vielen Lesern als die schlechteste LTB-Geschichte aller Zeiten angesehen wird. Das 'Meisterwerk' wurde von Xavi, einem für Egmont arbeitenden Spanier, verbrochen.
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#42
Hallo xenon81 und herzlich Willkommen im Forum!

Eigentlich hat Kopekobert schon alles gesagt, was ich allerdings ganz interessant finde, dass Guido Scala im Prinzip der Schüler von dem von dir eher abgelehnten Luciano Bottaro war. Er begann als Tuschezeichner von Bottaro und sein Stil ähnelte dem von Bottaro anfangs auch schon ziemlich. Dann hat er mit der Zeit seinen eigenen unverkennbaren Stil entwickelt.

Ich persönlich bin nicht so der Scala-Fan, allerdings kommt es denke ich bei ihm auch darauf an, was für Geschichten er zeichnete. Denn sein märchenhafter Stil passt mMn einfach besser zu einer Fantasy- oder Liebes-Geschichte als jetzt z.B. zu einer Krimi-Geschichte oder zu einem Wirtschaftskampf von Dagobert und Klever.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#43
(02.05.2010, 22:22)xenon81 schrieb: Zeitweise denke ich mir,gerade bei neueren LTBs ob die Geschichtenerfinder echt auf einen LSD-Trip waren, da gibts eine, wo Micky eine wunderliche Professorin kennen lernt, weswegen er ziemlich viele "Pillchen" schluckte und sich jedes Mal verwandelte, einmal hat er Dumboohren und segelte über Entenhausen, dann ist sein Oberkörper normal hat aber Straußenbeine bekommen,...usw. Sind das jetzt noch immer italienische Zeichner,oder.....?

Willkommen!

Stimme dir absolut zu. Würde mal sagen, die haben nicht nur LSD, sondern zudem auch noch verdammt schlechtes LSD genommen ^^
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#44
wow,....ihr seid alle besser, als jedes Lexika, das (zumindest) ich kenne Fröhlich
Vielen Dank, (hab nicht mal gewußt,dass man auch schlechtes LSD nehmen kann,....scherz Zwinkern ), wobei, so schlecht fand ich "der Angriff der Riesenpinguine" nicht, weil es endlich mal eine Geschichte gab, in der Micky nicht immer der totale,kaum Fehler machende, perfekte Superheld ist, sondern (endlich mal) auch durch den Kakao gezogen wurde.(siehe Donald),also ich hab mich bei der Geschichte echt blöd gelacht.Gibts noch mehr Geschichten, wo Micky nicht immer perfekt ist?
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#45
Normalerweise ist Micky bei allen Kaschperl-Storys, also auch bei dieser der naseweise, alleswissende perfekte Typ. Daher hat die Welt auch diese verdammte Ansicht von Micky.
In guten Italo-Storys aber wie zum Bleistift von Tito Faraci oder Casty kann man das nicht sagen, sowie natürlich auch bei den alten Großmeister-Storys von Gottfredson & Co..

Edit: Mein 333. Beitrag.
Dieser Beitrag ist nur entstanden, um meine Beitragsanzahl zu erhöhen.
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#46
(05.05.2010, 18:53)FaraciFan schrieb: Normalerweise ist Micky bei allen Kaschperl-Storys, also auch bei dieser der naseweise, alleswissende perfekte Typ. Daher hat die Welt auch diese verdammte Ansicht von Micky.

Häääääää? Mickeymouse ist in Kaschperlstories sicher nicht Perfekt, eher das Gegenteil!
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#47
(05.05.2010, 16:31)xenon81 schrieb: wow,....ihr seid alle besser, als jedes Lexika, das (zumindest) ich kenne Fröhlich
Vielen Dank, (hab nicht mal gewußt,dass man auch schlechtes LSD nehmen kann,....scherz Zwinkern ), wobei, so schlecht fand ich "der Angriff der Riesenpinguine" nicht, weil es endlich mal eine Geschichte gab, in der Micky nicht immer der totale,kaum Fehler machende, perfekte Superheld ist, sondern (endlich mal) auch durch den Kakao gezogen wurde.(siehe Donald),also ich hab mich bei der Geschichte echt blöd gelacht.Gibts noch mehr Geschichten, wo Micky nicht immer perfekt ist?
Ja, in vielen neueren LTBs und zwar in allen Geschichten, in denen Micky in der kurzen roten Hose auftritt. Alle anderen Geschichten, wo Micky eine lange Hose und auch ein Shirt anhat, stammen aus Italien. Der Verlag Egmont hat Mitte der 90er-Jahre entschieden, Micky wieder an dem alten Bild Mickys des legendären Zeichners Floyd Gottfredson anzugleichen - genau aus dem Grund, weil viele Micky für zu spießig hielten. Dieser Schuss ging jedoch nach hinten los, weil die Geschichten einfach abgrundtiv schlecht waren und Micky zu einem zweiten Donald oder im schlimmsten Fall sogar zu einem zweiten Dussel wurde. Das hat Mickys Charakter vollkommen ad absurdum geführt... warum sollte Micky wie ein zweiter Donald agieren? Micky war seit jeher in den Comics ein aufgeweckter Detektiv und hat für spannende, unvorhersehbare Geschichten gesorgt. Wegen dieser groben Wandlung des Charakters wurde dieser idiotische Micky von Fans mit dem Namen "Kaschperl-Micky" versehen.
Ich kann dir diese Geschichten wirklich nicht empfehlen, stattdessen solltest du unbedingt mal einige tolle ältere Geschichten lesen, wo Micky zwar ein kluger Detektiv aber keinesfalls nervig und spießig war. Hier stellen wir jeden Monat einen der besten Maus-Comics vor.
Aber gut, es ist natürlich auch eine Geschmackssache, ob man mit Micky was anfangen kann oder nicht. Das Problem ist aber, dass viele die Micky-Geschichten dauernd mit den Duck-Geschichten vergleichen statt sie als guten ergänzenden Gegenpart dazu anzusehen.

(So langsam wäre es aber gut, wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen...)
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#48
Wenn ich an verschiedenen Stellen des Forums lese, wie abfällig über Pier Lorenzo de Vita gesprochen wird, dann stehen mir alle Koteletten-Haare Dagoberts zu Berge. Augenrollen Selbst ein von mir äußerst geschätzter Kenner wie Kopekobert Dukofjew scheint Pier Lorenzos Zeichenstil gegenüber Vorurteile zu haben. Einzig der tapfere Derschwaflkop Gut verteidigt ihn, wenn ich das richtig gelesen habe.

Pier Lorenzo de Vitas Zeichenstil ist nicht wirr (wie das einige offenbar glauben), sondern auf eine hoch interessante, besondere, ja tolle Weise manieriert. Man könnte ihn als den El Greco oder den Parmigianino unter den Disney-Zeichnern bezeichnen. Das ist doch klar: eine jede Klassik (Barks etc.) bringt irgendwann sowohl eine Art von (künstlerischem) Manierismus als auch (eher unkünstlerisches) schlechtes Epigonentum, und leider meist auch irgendwann eine Art (völlig unkünstlerischen) Verfall hervor. Schlechtes Epigonentum finden wir viel bei den Disney-Zeichnern. Verfall auch: viele der heutigen Geschichten (nicht nur) italienischer Provenienz sind verweichlicht und verniedlicht gezeichnet, die "Überzeichnungen" sind immer schön rundlich und kindgerecht doof: Es entstehen keine Charaktere. Wie anders dagegen Pier Lorenzos Manierismus: Vor allem sein Micky- und Goofy-Geschichten, aber auch seine Ducks bringen auf der Ebene der Zeichnung kantige und spannende, äußerst variable und expressive Charaktere hervor, die weit von allen Mainstream-Kompromissen entfernt sind. Für mich ist Pier Lorenzo de Vita wahrscheinlich der am meisten unterschätzte Disney-Zeichner überhaupt.

So! Sagt was! Zwinkern
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#49
Naja, was soll ich sagen... studierst du zufälligerweise Kunst? Greenie

Nee, ich finde, dass du deine Meinung gut dargelegt hast. Ich verstehe nur nicht, warum du von Vorurteilen sprichst. Es ist nunmal die Meinung vieler - ich glaube, ich könnte die Zeichnungen von Pier Lorenzo De Vita eine halbe Stunde lang betrachten, würde sie danach aber immer noch schlecht finden.

Ich denke, es gibt halt immer irgendwo eine Grenze zwischen "ist ungewöhnlich, aber gefällt mir" und "ist mir einfach zu verrückt". Die Grenze liegt wohl bei jedem unterschiedlich, bei dir scheint sie allgemein höher zu liegen als jetzt z.B. bei mir. Ich habe nichts gegen in gewissem Maße indivuelle und ausdrucksstarke Zeichnungen, aber mir gefällt es z.B. nicht so sehr, wenn die Figuren von Silvia Ziche ihren Mund elend lang aufreißen. Oder eben auch der Stil eines Alberto Lavoradori - damit weicht man mMn einfach zu sehr von den für Disney-Comics üblichen Konventionen ab, ohne, dass ich jetzt behaupten würde, dass Zeichner wie Ziche oder Andersen technisch gesehen schlecht zeichnen würden.
Bei Pier Lorenzo De Vita verhält es sich da ähnlich. Gerade in der Mimik kann man ihm überhaupt keinen Vorwurf machen, aber es ist halt einfach der grundsätzliche Stil, der mir bei ihm nicht zusagt. Auch einige seiner Charaktere werden sehr ungewöhnlich und verzerrt dargestellt - zum Beispiel die Panzerknacker. Die Neffen haben meiner Meinung nach einen zu großen Kopf und Goofys Schnauze steht irgendwie komisch hervor (fast schon wie bei Xavi, aber nur fast). Deshalb empfinde ich seine Zeichnungen als unschön - oder teilweise sogar hässlich, um es mal direkt zu formulieren.
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#50
Silvia Ziche ist ein Superbeispiel:
   

Ich finde, eine solche Figur ist Ausdruck des Verfalls: Hier hat sich nicht jemand einen eigenen Stil angeeignet, sondern infantilisiert und trivialisiert Vorhergehendes. Einen entscheidenden Unterschied sehe ich auch in der Generation von Zeichnern wie Lavoradori oder Ziche und in der de Vitas d.Ä. De Vita hat mit seinem Stil wirklich Neuland erobert, Silvia Ziche oder Lavoradori perpetuieren nur.

Trotzdem hast du natürlich recht, 313er, dass das mit den "Vorurteilen" so eine Sache ist. Man muss natürlich nichts und niemanden mögen. Ich habe aber einen Kultur-Begriff, der davon ausgeht, dass nicht alles bloß die "Geschmackssache" eines Einzelnen ist, sondern dass eine Experten-Gruppe (also Leute wie z.B. die Fieselschweiflinge oder die Donaldisten, die sich wirklich für eine Sache interessieren) im Dialog Kritierien für "gut" und "schlecht" entwickelt. Jetzt kann ich natürlich nicht für mich beanspruchen, das Ergbebnis des Dialogs vorwegzunehmen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass bei genügender Beschäftigung mit der Sache jeder die Überlegenheit eines Pier Lorenzo de Vita über eine Silvia Ziche anerkennen wird. Man kann de Vitas Zeichnungen dann immer noch subjektiv "hässlich" finden (im Vergleich zu Barks oder Gottfredson sind sie das ja gewissermaßen auch - und zwar ganz bewusst), aber sie stellen eben eine echte Leistung dar. Ziche mag technisch ok sein, aber sonderliche Kreativität im Umgang mit dem Material sehe ich da nicht am Werk. Im Gegenteil: Ein Bild wie das oben gezeigte zieht Donald eigentlich auf Fernseh-Comedy-Format herab.
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#51
Ich muss zugeben, bei "perpetuieren" musste ich nachschlagen! Greenie
Aber: Was genau findest du an Lavoradori oder Ziche perpetuierend? Ich finde gerade diese beiden Zeichner sind Paradebeispiele für völlig abstruse- und verrückte Zeichnungen! Lavoradori mit seinem "eckigen" und "cybermodern" und Ziche mit ihren großen Augen usw.! Zwar finde auch ich Pier Lorenzo di (oder de?) Vita sehr gut, noch besser finde ich allerdings seinen Sohn, den du ja auch schon lobend erwähnt hast. Wirklich überschätzt finde ich eigentlich nur Carl Barks, und zwar aus dem Grund, dass manche Leute, *räusper* Donaldisten *räusper*, meinen müssen, ihn vollkommen trocken und auch wirklich langweilend zu erforschen! Auch diese Fuchs Anhimmelung verstehe ich nicht ganz, nur weil Erika Fuchs "Duck" und nicht "Duck" gesagt hat, heist das doch noch lange nicht, dass jeder das so machen muss. Unterschätzt werden auf jeden Fall Claudio Sciarrone, Guido Scala, Flemming Andersen (obwohl, mittlerweile), Giuseppe Perego und Luciano Bottaro. Sciarrone hat einen sehr harmonischen fast schon malerisch-, impressionistischen Stil, eines (entschuldigt, das ich einen non-Comicmaler einbringe) Gaugin, auch in seiner erst letztens im LTB erschienen Geschichte "Die Stadt unter der Stadt". Guido Scala, wird aufgrund seines Stiles, wie er Menschen zeichnet oft abgelehnt. Doch gerade diesen Punkt, finde ich sehr interessant! Teilweise wirken sie schon fast so gleich, wie aus der Schablone gemalt. Flemmis Zeichnungen stechen hauptsächlich durch seine "Brutalität" hervor. Das mag' ich. Giuseppe Perego hat markante Merkmale, wie den unter Kennern genannten "Perego-Luftsprung". Zwar zeichnet er seine Figuren fast imer aus Schablonen, doch trotzdem finde ich sie sehr gut. Bottaros "ausgefransten Stil mag' ich sehr!
"Er [Ayran] kuriert auch den Kater der urbanen Bohemiens, die am Vorabend ein Craftbeer zu viel hatten und nun kaum einen klaren Gedanken für ihren Modeblog fassen können."
Zwischen den Panels
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#52
(26.04.2016, 21:19)Huwey schrieb: Wirklich überschätzt finde ich eigentlich nur Carl Barks, und zwar aus dem Grund, dass manche Leute, *räusper* Donaldisten *räusper*, meinen müssen, ihn vollkommen trocken und auch wirklich langweilend zu erforschen! Auch diese Fuchs Anhimmelung verstehe ich nicht ganz...

Kannst Du nicht ernst meinen, ist doch 'n' Späßchen, oder?! Wenn nicht, bewegst Du dich auf gaaanz dünnem Eis. Nein. Ich korrigiere mich: Du bist eingebrochen und versinkst unweigerlich. Auf eine rettende Hand kannst Du da nicht hoffen.
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#53
Überschätzung im eigentlichen Sinn ist eine relative Beurteilung. Gemessen wird, so objektiv wie möglich, die qualitative Leistung des Künstlers an der allgemeinen Wahrnehmung von diesem. Und Barks wird innerhalb großer Teile der Disneycomic-Leser als über allem thronender Gott gesehen. Mindestens genauso verzerrt gestaltet sich die Wahrnehmung in comickundigen Kreisen außerhalb der Disney-Leserschaft. Werden Disney-Comics überhaupt ernstgenommen, dann ist es immer Barks' Name, der als Begründung auftaucht, gelegentlich dürfen sich Gottfredson, Taliaferro oder Scarpa über Randbemerkungen freuen. Selbstverständlich gibt es löbliche Ausnahmen, tendenziell aber wird das umfangreiche Feld Disneycomics-Schaffender, die so einige Meisterwerke, unabhängig von Barks, zustande gebracht haben, missachtet.
Grund hierfür ist natürlich nicht zuletzt Barks Brillanz, deshalb klingt der negativ konnotierte Begriff "Überschätzung" auch so falsch in Kombination mit seinem Namen. Ändert aber nichts daran, dass das ein legitimes Urteil ist.


Nebel schelmenzünftich. 1 erster DianenSchlag; (LerchenPrikkel). Gestier von JungStieren. Und Dizzyköp gstes schüttelt den Morgen aus. / (Aber Sie, noch vomvor—4benomm’m,shudderDemitden(echtn!)Bakk’n)
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#54
Kann mal bitte jemand den Threadtitel korrigieren? Es müsste "überschätzte" heißen, nicht "überschätze".

Edit: Ist korrigiert.
Meine Ernennung zum E.I.G.E.N.L.O.B.

"Da ergiebt sich, daß Moral-Predigen leicht, Moral-Begründen schwer ist." (Arthur Schopenhauer)
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#55
So, hier geb' ich nun meinen Senf dazu. Greenie

Unterschätze Autoren:

William Van Horn: Die Gagstorys von ihm sind auf jeden Fall super. Gut
Da er bei manchen als Zeichner nicht beliebt ist, mögen sie ihn auch als Autor nicht.

Andreas Phil: Er ist im Gegensatz zu anderen ein sehr guter Autor.

Überschätze Autoren:

Don Rosa: Das dürfte wohl der größte Fall von Überschätzung sein. Als Zeichner ist er super. Als Autor ganz i. O.


Unterschätze Zeichner:

Jan Gulbransson: Er wird meiner Meinung nach sehr stark unterschätzt.

Überschätze Zeichner:

Carl Barks: -

Floyd Gottfredson: Als Autor ist er mit Rosa und Barks die Top 3 der Autoren. Da er so gute, lange und trotzdem spannende Geschichten schreibt wird er als Autor zurecht geschätzt, als Zeichner jedoch überschätzt.
Bertel-Express-Redaktionsforum

Liste aller Zeichner von ...
Egmont
Sanoma
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#56
(10.05.2016, 16:56)Donald Duck34 schrieb: [...] Carl Barks: Er wird sowohl als Autor wie als Zeichner überschätzt.
[...]
Überschätze Zeichner:
[...]
Carl Barks: -

Floyd Gottfredson: Als Autor ist er mit Rosa und Barks die Top 3 der Autoren. Da er so gute, lange und trotzdem spannende Geschichten schreibt wird er als Autor zurecht geschätzt, als Zeichner jedoch überschätzt.
Du wiedersprichst dir selbst, wenn Carl Barks überschätzter Autor ist, wieso ist er dann in den Top Drei?
"Er [Ayran] kuriert auch den Kater der urbanen Bohemiens, die am Vorabend ein Craftbeer zu viel hatten und nun kaum einen klaren Gedanken für ihren Modeblog fassen können."
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#57
Du meinst Don Rosa Huwey, oder?

Allemal eine eigenartige Ansicht. Rosas Zeichnungen sind mit Sicherheit nicht seine Stärke, bewundernswert ist doch eher wie er mit seinen sympathischen, aber technisch limitierten Stil seine Stories gelungen zu illustrieren vermag.
Wenn dann ist er als Zeichner überschätzt.


Nebel schelmenzünftich. 1 erster DianenSchlag; (LerchenPrikkel). Gestier von JungStieren. Und Dizzyköp gstes schüttelt den Morgen aus. / (Aber Sie, noch vomvor—4benomm’m,shudderDemitden(echtn!)Bakk’n)
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#58
(10.05.2016, 23:27)Milou schrieb: Du meinst Don Rosa Huwey, oder?
Nein, er hat das editiert.
"Er [Ayran] kuriert auch den Kater der urbanen Bohemiens, die am Vorabend ein Craftbeer zu viel hatten und nun kaum einen klaren Gedanken für ihren Modeblog fassen können."
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#59
Unterschätzte Künstler

- Kari Korhonen ist ein Zeichner und vor allem Autor für die Zukunft!
- Flemming Andersen zeichnet sehr schön, doch viele meinen, er würde grottenschlecht zeichnen.
- Sergio Asteriti ist ein sehr wichtiger Zeichner, da er sehr viele italienische Maus-Comics zeichnet.
- Corrado Mastantuono ist ein unglaublich begabter Zeichner!
- Don Rosae Zeichnungen finde ich besser als Carl Barks'!


Überschätzte Künstler

- von einem gewissen Forumsmitglied (Frech) werden die Egmont-Kaschperl-Autoren zu sehr vergöttert.
- Vicar; ich finde, er zeichnet nicht sooo super, wie manche meinen.
- William Van Horn wird vor allem als Zeichner überschätzt. Das kann er nämlich nicht besonders gut.
- Ebenso Tony Strobl, siehe Beitrag hier.
- Claudio Sciarrone von manchen Forumsmitgliedern
- Rodolfo Cimino auch von einem gewissen Forumsmitglied (Greenie)
- Maurizio Amendola vom Verlag
- Ebenso die beiden Panaro
Topolina, Paperopoli und Jungle Town | INDUCKS
»[D]enn es gibt keine tierische Unvernunft auf Erden, die nicht von der Torheit der Menschen unendlich übertroffen wird.«
(Herman Melville — „Moby Dick“)
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#60
(12.05.2016, 17:28)Topolino schrieb: - Flemming Andersen zeichnet sehr schön, doch viele meinen, er würde grottenschlecht zeichnen.
Da stimme ich dir nur insofern zu, als er nicht grottenschlecht zeichnet, aber "sehr schön" ist der falsche Ausdruck für seinen heutigen Stil. Sein früherer (z. B. "Das Hexenlicht") gefällt mir und vielen anderen weit besser.

Zitat:- Sergio Asteriti ist ein sehr wichtiger Zeichner, da er sehr viele italienische Maus-Comics zeichnet.
Und deshalb ist er gut? Was ist denn das für ein Argument? (wobei man nicht sagen kann, dass ich Asteritis Zeichnungen nicht mag)

Zitat:- Corrado Mastantuono ist ein unglaublich begabter Zeichner!
Ja, finde ich auch.

Zitat:- Don Rosae Zeichnungen finde ich besser als Carl Barks'!
Das wiederum finde ich übertrieben. Ich finde sowohl Rosae als auch BarkisGreenie Zeichnungen auf ihre Art wunderbar.

Zitat:- Vicar; ich finde, er zeichnet nicht sooo super, wie manche meinen.
Ganz meine Meinung, ich finde seine Zeichnungen ziemlich langweilig.

Zitat:- Ebenso Tony Strobl, siehe Beitrag hier.
Den finde ich jetzt nicht so schlimm. Gut, er ist kein Genie, aber auch nicht so furchtbar, wie ihn viele finden.

Zitat:- Claudio Sciarrone von manchen Forumsmitgliedern
Nur weil du ihn nicht magst (das weiß ich schon aus dem DCF), heißt das noch lange nicht, dass er überschätzt ist. Auch ich mag seinen speziellen PKNA-Stil sehr (auch wenn es Schwankungen gibt)

Zitat:- Maurizio Amendola vom Verlag
- Ebenso die beiden Panaro
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass der Verlag die Geschichten danach auswählt, wie gut die Zeichner sind?
Meine Ernennung zum E.I.G.E.N.L.O.B.

"Da ergiebt sich, daß Moral-Predigen leicht, Moral-Begründen schwer ist." (Arthur Schopenhauer)
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