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Der Glückstaler - Dagoberts Nummer eins
#21
Wenn man sich mal die erste gundelgeschichte durchliest sagt dagobert aber auch das ersei vermögen nich dem "glücks"zehner zu verdanken hat und er (der zehner) war auch noch nich so geschützt, mit knoblauch tätertreter u.v.m.
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#22
Habe letztens die Barks- Geschichte "Wunder der Tiefsee" gelesen.
Dabei hat sich mir wieder die Frage gestellt, ob Dagoberts erste Münze nun wirklich Glück bringt oder nicht.
Rosa, der sich ja immer an Barks hielt, sagte ja immer wieder, dass diese Münze kein Glücksbringer ist. Auf jeden Fall ohen magische Kräfte. Aber in eben jener Barks- Geschichte verliert Dagobert den Zehner und verliert dabei auch wirklich sein Glück.
Aus diesem Anlass dachte ich mir, dieses Thema mal wiederzubeleben, es wurde ja auch in erster Linie um Dagoberts Art den Zehner zu behandeln geredet. Das mit dem Glück wurde ja eher angestochen.
Also, was stimmt denn nun? Oder besser gesagt, was meint ihr?
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#23
Der Glückszehner ist fast so mächtig wie der Eine Ring. ;)
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#24
So wie Rosa Dagobert gerne sieht (also wie im "Armen alten Mann"), hat Barks ihn halt eben nicht immer auftreten lassen, er war da nicht so streng mit sich. Das beste Beispiel für die Antithese zu Rosas "Glücks"zehner-Mythos ist ja die Geschichte mit der magischen Sanduhr, die er bewusst ignoriert hat.
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#25
"Die magische Sanduhr" war eine Geschichte, die Barks gezeichnet hat, bevor er sich mit Dagobert mehr auseinandersetzte.
Es ist ein Donald Duck- Klassiker, hat aber keine große Bedeutung für Dagobert Duck.
Aber in der späteren Geschichte "Wunder der Tiefsee" ist die Wirkung der Sanduhr mit der des ersten Talers zu vergleichen.
Barks hat das alles wohl weniger Ernst genommen.
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#26
(23.09.2012, 12:42)FAB schrieb: Barks hat das alles wohl weniger Ernst genommen.
Und das war auch sein gutes Recht! Eine der größten Stärken von Barks war meiner Meinung nach das Spiel mit dem Zufall, und da passt ein Gegenstand wie der Glückszehner wunderbar hinein. Ausgerechnet wenn Dagobert seinen Zehner verliert, ereilt ihn eine Schreckensnachricht nach der anderen - so ein Zufall. Das war eben Barks' Art von Humor. Er hat die Dinge der jeweiligen Geschichte angepasst, die er erzählen wollte. Das gilt insbesondere auch für die Figuren. Gerade Dagobert hat Barks von vielen unterschiedlichen Seiten gezeigt, die dann von verschiedenen Autoren später wiederaufgenommen wurden: In älteren italienischen Geschichten (bspw. bei Martina) ist Dagobert eher der harte Knochen, bei Cimino oder auch Pezzin wird dann eher Dagoberts Extravaganz herausgestellt. Und so weiter.

Insofern ist das, was Rosa macht, eben nur eine Interpretation von Barks. Es stellt sich vielleicht die Frage, ob es generell sinnvoll ist, Barks' Werk so genau auszulegen, wo es doch voller Widersprüchlichkeiten steckt, aber es ist in jedem Fall Rosas gutes Recht. Und speziell beim Glückszehner finde ich Rosas Interpretation auch gut nachvollziehbar. Aber man muss sich halt im Klaren sein, dass Barks sich in vielen solchen Fragen meist nicht festgelegt hat - zum Glück, denn sonst wäre Entenhausen heute sicherlich längst nicht so vielseitig.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#27
Ja, da gebe ich dir Recht!
Das war sein Humor, der Humor, der eben seine Geschichten ausmacht.
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#28
Gute Analyse!
Barks war experimentierfreudig, weil der Kosmos, der ihm übertragen wurde, irgendwann nicht mehr gross genug war für folgende Geschichten und deswegen hat er ihn ausgebaut - Schritt für Schritt, ohne zu planen. Und all seine Nachfolger haben sich an der einen oder anderen seiner unterschiedlichen Versionen orientiert. Da ist Barks einzigartig und jeder gute Autor weiss ihn zu interpretieren (und die schlechten erzählen einfach unbewusst die Topos gewordenen Versionen herunter).
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#29
Manchmal heißt der Glückstaler Glückstaler und manchmal Nummer eins und manchmal noch anders...
Konnte man nich eine einheitliche Übersetzung wähen?
Weiß jemand woran dsa liegt?
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#30
In amerikanischen Comics ist es glaube ich meist ein Zehner. Bei den Italienern oft auch ein Taler.
Aber das liegt ja an den Übersetzern.
Für mich persönlich ist es ein Kreuzer. Finde ich irgentwie witziger als einen Taler. Ich meine, es ist wirklich nur ein alter Kreuzer!
Mit dem Inhalt Dagoberts Geldspeicher ist es genau so. Mal ist alles voll mit Goldmünzen, bezw. Goldtalern. Manchmal allerdings sind es nur Kreuzer. Auch das finde ich dann wieder witziger. Wer ist schon so geizig und hebt jeden Kreuzer auf???

Aber ich schaue noch mal in Barks Geschichten, wie "Der Midas- Effekt" oder "Der zweitreichste Mann der Welt", die von der Münze handeln, nach, ob es ein Kreuzer oder Taler ist...

Also in Geschichten, wie "Der zweitreichste Mann der Welt", "Die Irrfahreten des Dagobert Duck" oder "Wunder der Tiefsee" wird von einem Zehner gesprochen. In Geschichten, wie "Der Midas- Effekt", "Anschlag auf den Glückstaler" oder "Die vielen Gesichter der Gundel Gaukeley" wird von einem Taler geredet.
Wie gesagt, ich denke da ist beides richtig.
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#31
Dann bleibt auch noch die Frage, wie sich Barks das im Original gedacht hat. Sollte es ein Zehner oder Taler sein? Man kann ihn ja nicht mehr fragen Balken
Und ob Frau Fuchs da nicht ein bisschen frei war....wer weiß....
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#32
In der englischsprachigen Version handelt es sich um einen sog. Dime, ein Zehn-Dollar-Cent-Stück.
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#33
Ich finde es passend, wie Dagobert seine Nummer eins behandelt und ehrt. Was ich nur nicht leiden kann, ist dieser Glückmythos. Es gab ja schon einige Geschichten, wo Dagoberts Kreuzer entwendet worden ist und plötzlich viele seiner Firmen rote Zahlen schreiben oder sogar pleite gehen - einfach so. Das ist mir wirklich zu viel des Guten, da er ja sonst äußerst kompetent wirkt, wenn es um Finanzen geht. Da empfinde ich es einfach als unstimmig, wenn sein Vermögen einfach nur auf Glück basiert und er es sofort verliert, wenn er seine Nummer eins nicht mehr hat.

Allerdings hatte ich heute erst eine Geschichte gelesen, wo er den Kreuzer verliert und es erstmal bergab mit seinen Firmen geht. Jedoch hat sich Bertel nach einer Weile gefangen und konnte wieder Gewinne erzielen, bevor er seinen Kreuzer wieder bekam. Das gefällt mir schon eher, weil man so interpretieren könnte, dass Dagobert selber davon überzeugt ist, dass sein Vermögen auf den Glückstaler beruht, aber es zum einen gar nicht der Fall ist und zum anderen er sowas gar nicht nötig hätte.
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