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Wie sieht euer prozentualer Anteil verschiedener Faktoren für einen guten Comic aus?
#21
Ich könnte da jetzt für mich keine bestimmten Zahlen nennen: Es gibt solche, solche und solche Geschichten, da können jeweils ganz unterschiedliche Faktoren im Gesamteindruck hervor- oder zurücktreten.

Allgemein gilt für mich: Die Atmosphäre muß stimmen, die Geschichte muß mich gedanklich fordern (da gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten), die Handlung darf nicht belanglos sein.
Die Zeichnungen gewichte ich allgemein eher untergeordnet, ist mir nicht so wichtig, wenngleich z.B. Andersen latürnich schon ein Durchfallkriterium ist, da kann die Story sein, wie sie will.

Was ich auch wichtig finde und hier noch nicht so sehr angesprochen wurde: Die Übersetzung! Hat mMn einen gewaltigen Anteil am Gesamteindruck, den ich fast schon mit den Zeichnungen gleichsetzen, wenn nicht gar drüberstellen möchte. Kann man z.B. an der Dussel-Theaterspektakel-Story von Alberto Savini sehen, die von zwei Zeichnern umgesetzt zwei mal im LTB erschien. Die erste Version ist trotz identischer Story im Gesamteindruck nun wirklich um Längen besser als die zweite, und das liegt eher an der pointierteren Übersetzung als an den (auch) besseren Zeichnungen, würde ich behaupten.

Richard
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#22
Hier ist mal meine Einteilung:

15 % Gag/Witz/Humor
20 % Spannung
30 % Zeichnung (ganz klar: Die Zeichnungen sind sehr wichtig.)
35 % Idee (die Idee zählt meiner Meinung nach am meisten.)

So sähe für mich ein guter Comic aus.
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#23
So sieht meine Einteilung aus:
Zeichung: 50%
Story: 50% davon:
  • Witz: 45%
  • Spannung, Action, Logik 5%
Für mich sind Zeichung und Story eigentlich gleich gut, da ein gut gezeichneter Comic eine schlechte Story oft ausgleichen, z.B. durch versteckte Witze in der Zeichung wie bei Don Rosa, aber eine schlechte Zeichnung auch einen guten Comic "verderben" kann.
Bei der Story ist für mich eigentlich nur der Witz wichtig, da ich die Comics lese um zu lachen und nicht unbedingt um Spannung zu bekommen, dafür lese ich andere Sachen.
Oliver Kahn - Ein Titan geht, eine Legende bleibt!
<center>[Bild: ajv6-6.gif][Bild: ajv6-8.png]</center>
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#24
Ich sehs so:
-Story:40%
-Zeichnung:30%
-Witz:20%
-Logik/Hinergründe:10%
D.O.N.A.L.D.
(Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus)
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#25
Und bei mir wär´s so:

22,5 % Humor (Es ist ein Comic und da sollte man wenigstens auch mal schmunzeln können)
15 % Spannung (Eine gute Geschichte muss nicht immer zwingend spannend sein)
30 % Zeichnungen (Na klar, gut gezeichnet ist natürlich immer ein Pluspunkt
32,5 % Idee (Wenn die Idee blöd ist, na dann Prost..)
»Manners. Maketh. Man.«
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#26
Ich teile das auf in

60% Story/Handlung
und
40% Zeichnungen

Erst knöpfe ich mir die Handlung vor:
30% Originalität / frische Ideen
20% Logik
20% Spannung
12% Aufbau / Struktur, z. B. zu schneller / langsamer Verlauf an einer Stelle, die Story darf auch nicht zu "zäh" sein
10% Witz / Humor
5% Text / Übersetzung / Schriftart Soundwords
3% gelungenes Ende der Geschichte


Und jetzt die Zeichnungen:
(Bei mir ist es oft so, dass mir die Handlung nur wegen der Zeichnungen besser gefällt, bin da also ziemlich parteiisch...)
30% Zeichenstil
20% Details
25% Atmosphäre
15% lebensecht / realistisch
10% Kolorierung


Hoffentlich nichts vergessen...
Topolina, Paperopoli und Jungle Town | INDUCKS
»[D]enn es gibt keine tierische Unvernunft auf Erden, die nicht von der Torheit der Menschen unendlich übertroffen wird.«
(Herman Melville — „Moby Dick“)
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#27
50% Story/Handlung
und
50% Zeichnungen

Handlung:

30% Originalität / frische Ideen
10% Logik
30% Spannung
5% Aufbau / Struktur, z. B. zu schneller / langsamer Verlauf an einer Stelle, die Story darf auch nicht zu "zäh" sein
10% Witz / Humor
5% Text / Übersetzung / Schriftart Soundwords
10% gelungenes Ende der Geschichte



Zeichnungen:

39% Details
24% Atmosphäre
9% lebensecht / realistisch
19% Kolorierung
9% Grafik


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#28
40 % Story
und
60 % Zeichnungen

Story
20 % Sinn
30 % Länge
10 % Humor
40 % Kreativität

Zeichnungen
10 % Kolorierung
50 % Zeichenstil
40 % realistisch
"Er [Ayran] kuriert auch den Kater der urbanen Bohemiens, die am Vorabend ein Craftbeer zu viel hatten und nun kaum einen klaren Gedanken für ihren Modeblog fassen können."
Zwischen den Panels
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#29
40% Story
und
60% Zeichnungen

Story
25% Sinn
10% Humor
5% Spannung

Zeichnungen
50% Zeichenstil (20% lustiger Zeichenstil, 30% realistischer Zeichnenstil)
7% Kolorierung
3% Tusche/Tuschezeichnungen (nicht zu dick getuscht...)
Bertel-Express-Redaktionsforum

Liste aller Zeichner von ...
Egmont
Sanoma
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#30
Also, was in allen so Comics, Bücher und Filmen wichtig ist, sind vorallem zwei Dinge:

1. Story
2. Charaktere

Je nach Story kann der prozentuale Anteil von diesen Faktoren variieren. In allen Fällen muss die Story jedoch nachvollziehbar sein und die Charaktere einführen können. Im klassischen Geschichtenerzählen braucht es eine Einführung, ein Mittelteil und ein Ende. Es kann auch experimentell gehen, wo eine Story keine klare Handlung hat, aber wie eine Traumerfahrung die Gefühle eines Charakters beschreibt.

Die Charaktere müssen eine Persönlichkeit haben und man muss in sie einfühlen können. Die Story hilft, den Charakter kennen zu lernen. Die Charaktere müssen in der Story bestimmte Ziele haben; wie sie das Ziel erreichen, macht ihre Persönlichkeit aus.

Für mich ist es schwierig zu sagen, welche prozentuale Faktoren  (Spannung, Humor, etc) nun wichtig sind, denn diese können sich überschneiden. ZB eine Story hat null Logik, ist aber gerade deswegen umso humorvoller und folglich auch spannender oder auch origineller. Was aber jedenfalls gebraucht wird, ist gewisse Kreativität. Denn es gibt unzählige Klischees von Geschichten und Charakteren, von denen man langsam die Nase voll hat. Wenn man langweilige Klischees benutzen möchte, dann sollte man diese variieren, indem man zB sie parodiert.

Story und Charaktere können mit vielen Mitteln gut dargestellt und ausgeschmückt werden. Je nach Story passt ein anderer Zeichnungsstil besser. Der Text kann Story und Charaktere auch beeinflussen; gewisse rhetorische Stilmittel können dabei helfen, dürfen aber nicht von der eigentlichen Handlung ablenken.
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#31
(26.07.2016, 18:23)Aspikomet schrieb: Die Charaktere müssen eine Persönlichkeit haben und man muss in sie einfühlen können. Die Story hilft, den Charakter kennen zu lernen. Die Charaktere müssen in der Story bestimmte Ziele haben; wie sie das Ziel erreichen, macht ihre Persönlichkeit aus.


Der Text kann Story und Charaktere auch beeinflussen; gewisse rhetorische Stilmittel können dabei helfen, dürfen aber nicht von der eigentlichen Handlung ablenken.

Ist es nicht spannend, wenn diese Diktate der klassichen Erzählkunst aufgebrochen werden? Ich denke z.B. die Filme der Neuen Wellen in Europa nach dem zweiten Weltkrieg oder auch später in den USA die des New Hollywood sind, gerade weil die Protagonisten nicht problemorientiert durch den Film streifen, interessant. So sind nicht selten tiefere Einblicke in den Charakter der gezeigten Figuren möglich.
Deine Punkte erinnern mich an die Vorgaben der großen Zeit der Hollywoodstudios,. Ohne Frage sind in der Zeit etliche Meisterwerke entstanden, aber mit der Zeit nutzen sich Konzepte ab und verkommen zu Klischees und um solche Strukturen zu brechen ist die Freiheit nötig sich radikal von Vorgaben lösen zu können. Also z.B. ohne Handlung oder ohne nachvollziehbare Charaktere zu erzählen.

Ähnlich sehe ich das mit Stilmitteln. Wo verläuft die Grenze zwischen Form und Inhalt? Ich denke das Verhältnis ist zu komplex um dem einen grundsätzlichen Vorrang vor dem Andern zu zugestehen. Natürlich wird ein Werk nicht zu einem gelungenen Kunstwerk, weil es formal experimentierfreudig ist aber im Umkehrschluss zu erwarten, dass sich jeder Wille zu Form, der den Fluss der Handlung unterbricht und damit meist ein bisschen mehr Mühe vom Rezipienten erfordert, unterlassen wird, halte ich nicht für sinnvoll.


Nebel schelmenzünftich. 1 erster DianenSchlag; (LerchenPrikkel). Gestier von JungStieren. Und Dizzyköp gstes schüttelt den Morgen aus. / (Aber Sie, noch vomvor—4benomm’m,shudderDemitden(echtn!)Bakk’n)
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#32
(28.07.2016, 12:55)Milou schrieb:
(26.07.2016, 18:23)Aspikomet schrieb: Die Charaktere müssen eine Persönlichkeit haben und man muss in sie einfühlen können. Die Story hilft, den Charakter kennen zu lernen. Die Charaktere müssen in der Story bestimmte Ziele haben; wie sie das Ziel erreichen, macht ihre Persönlichkeit aus.


Der Text kann Story und Charaktere auch beeinflussen; gewisse rhetorische Stilmittel können dabei helfen, dürfen aber nicht von der eigentlichen Handlung ablenken.

Ist es nicht spannend, wenn diese Diktate der klassichen Erzählkunst aufgebrochen werden? Ich denke z.B. die Filme der Neuen Wellen in Europa nach dem zweiten Weltkrieg oder auch später in den USA die des New Hollywood sind, gerade weil die Protagonisten nicht problemorientiert durch den Film streifen, interessant. So sind nicht selten tiefere Einblicke in den Charakter der gezeigten Figuren möglich.
Deine Punkte erinnern mich an die Vorgaben der großen Zeit der Hollywoodstudios,. Ohne Frage sind in der Zeit etliche Meisterwerke entstanden, aber mit der Zeit nutzen sich Konzepte ab und verkommen zu Klischees und um solche Strukturen zu brechen ist die Freiheit nötig sich radikal von Vorgaben lösen zu können. Also z.B. ohne Handlung oder ohne nachvollziehbare Charaktere zu erzählen.

Ähnlich sehe ich das mit Stilmitteln. Wo verläuft die Grenze zwischen Form und Inhalt? Ich denke das Verhältnis ist zu komplex um dem einen grundsätzlichen Vorrang vor dem Andern zu zugestehen. Natürlich wird ein Werk nicht zu einem gelungenen Kunstwerk, weil es formal experimentierfreudig ist aber im Umkehrschluss zu erwarten, dass sich jeder Wille zu Form, der den Fluss der Handlung unterbricht und damit meist ein bisschen mehr Mühe vom Rezipienten erfordert, unterlassen wird, halte ich nicht für sinnvoll.

Du hast vollkommen recht. Was ich gemeint habe mit den Stilmitteln ist, man soll diese benutzen, aber je nach dem nicht übertreiben. Zum Beispiel in einem Film gibt es Situationen, wo Computeranimationen lieber mit Puppen ersetzt werden sollen. Oder Kamerawinkel mit naher Einstellung sind ein gutes Stilmittel für unangenehme Momente, aber zu viel davon kann störend sein. Man sollte ein Gleichgewicht finden zwischen Form und Inhalt finden. Mit den "Zielen" meinte ich alle möglichen Situationen, die ein Charakter begegnet. Das muss nicht unbedingt nach aristotelem Schema verlaufen, indem der Protagonist eine Aufgabe lösen muss. Schon eine Szene, wo ein Charakter nur gemütlich vor dem Kamin sitzt und keine richtige Handlung stattfindet, kann eine Persönlichkeit beschreiben.
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#33
Besonders Wichtig sind mir in Disney-Comics die Länge (ü. 12 S.), Handlung, Spannung und Emotion. In Don-Rosa-Comics treffen diese Sachen zu – die Comics sind lang, haben meistens eine gute Handlung und sind emotional. Ich glaube „Unter-neun-seiter“ gibt’s bei Don Rosa nicht. Eine richtige Handlung hat so gut wie jeder Don-Rosa-Comic, und emotional ist auch fast jeder Comic von Don Rosa. Vor allem wenn Nelly, der Stern des Nordens vorkommt. Floyd Gottfredson hingegen zeigt weniger Emotionalität, dafür sind seine Strips noch länger. Und spannender geht’s meistens gar nicht!

Also, hier ist meine Statistik. Also meine neue Statistik. Ich habe ja das hier schon mal gemacht.
Story
Gute Handlung: 40 %
Emotionalität: 20 %
Spannung: 30%
Ausgeprägte Charakter: 10 %

Zeichnung
Genauigkeit: 60 %
Mimik: 10 %
Perspektivenwechsel: 10 %
Übersichtlichkeit: 20 %

Kolorierung
Klare/Helle Farben oder dunkle/schattige Farben, je nach Geschichte unterschiedlich: 40%
Passende Farben (also nicht rosa Himmel und so Frech): 60 %

Übersetzung
Originalgetreu: 70 %
Humorvoll: 30 %


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