Hallo, Gast!
Registrieren


Themabewertung:
  • 12 Bewertung(en) - 3.92 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Chatroom
Also für mich war Micky/Mickey immer männlichen Geschlechts. Keine Frage. Und Minni(e) seine Freundin/Frau. Micky ist ja auch Detektiv. Und das wird in den Comics auch immer so ge/beschrieben. "der Detektiv". Nicht "die Detektivin". So long....
„Erzittre, Diebesgesindel! Phantomias naht mit Brausen!“
(Sehr überlegener langjähriger Zeremonienmeister, Kenner und Organisator von Premieren und Feiern)
0 Orden
Zitieren
(11.10.2021, 23:19)Mindstorms schrieb: Wer sagt eigentlich, das Micky männlich ist? Ist es denn ganz ausgeschlossen, dass Micky und Minnie in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung stehen und beide weiblich sind?

Walt Disney sagt das. 

Mir ist es auch sehr schleierhaft, wie man auch nur im Entferntesten auf einen solchen absurden Gedanken kommen kann. Es sei denn, man ist ein Gefangener im Gängelwagen derer, die hierzulande mit ihrer neuen Identitätsideologie hausieren gehen. 

Mal abgesehen davon, spielte und spielt Sex im Disney-Universum nie eine Rolle. Und das ist auch gut so! In Entenhausen darf eine Ente einfach nur eine Ente, eine Maus einfach nur eine Maus sein.
0 Orden
Zitieren
(24.10.2021, 23:48)$crooge schrieb: Mal abgesehen davon, spielte und spielt Sex im Disney-Universum nie eine Rolle.
Zu seiner Verteidigung, das hat Mindstorms auch nicht behauptet. Ich bin zwar auch nicht sicher, wie er auf den Gedanken gekommen ist, dass Micky weiblich ist, aber nach der Cannabislegalisierung kann er uns das ja vielleicht offen sagen Greenie
0 Orden
Zitieren
(24.10.2021, 23:48)$crooge schrieb:
(11.10.2021, 23:19)Mindstorms schrieb: Wer sagt eigentlich, das Micky männlich ist? Ist es denn ganz ausgeschlossen, dass Micky und Minnie in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung stehen und beide weiblich sind?

Walt Disney sagt das. 

Mir ist es auch sehr schleierhaft, wie man auch nur im Entferntesten auf einen solchen absurden Gedanken kommen kann. Es sei denn, man ist ein Gefangener im Gängelwagen derer, die hierzulande mit ihrer neuen Identitätsideologie hausieren gehen. 

Mal abgesehen davon, spielte und spielt Sex im Disney-Universum nie eine Rolle. Und das ist auch gut so! In Entenhausen darf eine Ente einfach nur eine Ente, eine Maus einfach nur eine Maus sein.

Was denn nun? Sagt Walt Disney nun explizit, dass Micky männlich sei, oder "spielt Sex im Disney-Universum nie eine Rolle" bzw. ist "eine Ente einfach nur eine Ente, eine Maus einfach nur eine Maus"?

Ich finde die von Mindstorm aufgeworfene Frage eigentlich recht spannend; dass wir Micky (genauso wie Donald) intuitiv als männlich betrachten, hängt sicherlich auch mit einem androzentristischen Sichtweise zusammen (... wobei beide natürlich auch mit "er/ihn"-Pronomen angesprochen werden, deshalb ist Mindstorms These, Micky sei weiblich, auch etwas abwegig). Wenn wir Geschlecht allerdings nicht von der Geschlechtsidentität oder den X- btw. Y-Chromosomen, sondern von den Geschlechtsmerkmalen abhängig machen, kann man das Geschlecht von Micky (und Donald) sehr schwer bestimmen.
0 Orden
Zitieren
(Gestern, 15:05)Floyd Moneysac schrieb:
(24.10.2021, 23:48)$crooge schrieb:
(11.10.2021, 23:19)Mindstorms schrieb: Wer sagt eigentlich, das Micky männlich ist? Ist es denn ganz ausgeschlossen, dass Micky und Minnie in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung stehen und beide weiblich sind?

Walt Disney sagt das. 

Mir ist es auch sehr schleierhaft, wie man auch nur im Entferntesten auf einen solchen absurden Gedanken kommen kann. Es sei denn, man ist ein Gefangener im Gängelwagen derer, die hierzulande mit ihrer neuen Identitätsideologie hausieren gehen. 

Mal abgesehen davon, spielte und spielt Sex im Disney-Universum nie eine Rolle. Und das ist auch gut so! In Entenhausen darf eine Ente einfach nur eine Ente, eine Maus einfach nur eine Maus sein.

Was denn nun? Sagt Walt Disney nun explizit, dass Micky männlich sei, oder "spielt Sex im Disney-Universum nie eine Rolle" bzw. ist "eine Ente einfach nur eine Ente, eine Maus einfach nur eine Maus"?

Ich finde die von Mindstorm aufgeworfene Frage eigentlich recht spannend; dass wir Micky (genauso wie Donald) intuitiv als männlich betrachten, hängt sicherlich auch mit einem androzentristischen Sichtweise zusammen (... wobei beide natürlich auch mit "er/ihn"-Pronomen angesprochen werden, deshalb ist Mindstorms These, Micky sei weiblich, auch etwas abwegig). Wenn wir Geschlecht allerdings nicht von der Geschlechtsidentität oder den X- btw. Y-Chromosomen, sondern von den Geschlechtsmerkmalen abhängig machen, kann man das Geschlecht von Micky (und Donald) sehr schwer bestimmen.

Ich weiß nicht so recht, aber mich deucht, dass der Bruder meines Vaters, also der Onkel an sich, stets ein Mann war und hoffentlich noch ist. "Onkel" Donald und "Onkel" Micky sind somit nicht nur vom Genus her, sondern auch vom Sexus eindeutig maskulin. Aber ich kann mich natürlich irren. In unserer heutigen Welt, in der uns die Hohepriester der neuen Identitätspolitik stets einzureden versuchen, das Geschlecht habe nichts mit der Biologie zu tun, sondern sei ausschließlich ein soziales Konstrukt, ist ja alles möglich. Wir müssen dabei achtsam bleiben, sonst landen die Comics mit Donald, Micky und Co. morgen schon auf dem Index der Sittenwächter, denn das transportierte Weltbild könne sexistisch und diskriminierend sein. Ich denke, es dauert nicht mehr lange, und diese Debatten werden auch diesen Bereich der literarischen Welt erreichen. Erni und Bert aus der Sesamstraße wird heutzutage in aller Ernsthaftigkeit eine homosexuelle Beziehung unterstellt. Und gewissermaßen haben diese Debatten unseren Bereich der Kunst schon erreicht, wenn man die Eingangsfrage betrachtet. Und das finde ich keinesfalls witzig - und erst recht nicht spannend, sondern bestenfalls beängstigend.
0 Orden
Zitieren
(Gestern, 18:01)$crooge schrieb: Ich weiß nicht so recht, aber mich deucht, dass der Bruder meines Vaters, also der Onkel an sich, stets ein Mann war und hoffentlich noch ist. "Onkel" Donald und "Onkel" Micky sind somit nicht nur vom Genus her, sondern auch vom Sexus eindeutig maskulin.

Da würde ich auch uneingeschränkt zustimmen, dieses Argument habe ich ja schon im letzten Beitrag antizipiert (wobei ich mich dort nur auf den Genus, nicht auf den Sexus bezogen habe, insofern: wichtige Ausführung des Arguments deinerseits.)


(Gestern, 18:01)$crooge schrieb: Aber ich kann mich natürlich irren. In unserer heutigen Welt, in der uns die Hohepriester der neuen Identitätspolitik stets einzureden versuchen, das Geschlecht habe nichts mit der Biologie zu tun, sondern sei ausschließlich ein soziales Konstrukt, ist ja alles möglich. Wir müssen dabei achtsam bleiben, sonst landen die Comics mit Donald, Micky und Co. morgen schon auf dem Index der Sittenwächter, denn das transportierte Weltbild könne sexistisch und diskriminierend sein. Ich denke, es dauert nicht mehr lange, und diese Debatten werden auch diesen Bereich der literarischen Welt erreichen. Haben sie ja gewissermaßen schon, wenn man die Eingangsfrage betrachtet. Und das finde ich keinesfalls witzig - und erst recht nicht spannend, sondern bestenfalls beängstigend.

Wer soll das denn sein, die "Hohepriester der neuen Identitätspolitik", die uns "stets einzureden versuchen, das Geschlecht habe nichts mit der Biologie zu tun, sondern sei ausschließlich ein soziales Konstrukt"? Irgendwelche überdrehten Queerfeministinnen auf Twitter und Tumblr? Oder imaginäre Strohmänner? Wenn man sich ein wenig mit der Queer- und der Gender-Theorie auseinandersetzt, merkt man, dass die wenigsten in dieser Disziplin behaupten, Geschlecht habe nichts mit der Biologie zu tun. Nehmen wir bspw. Judith Butler, die bekannteste Vertreter*in der Queer-Theorie. Them geht es ja um nichts weniger als einen "Sozialkonstruktivismus" o. Ä., sondern darum, biologische Fakten als Ergebnis von Erkenntnispraktiken (cf. Rheinberger) und Gegenstand von Instrumentalisierung zu betrachten. Das bedeutet: Noch bevor wir uns auf uns selbst beziehen, sogar bevor wir geboren sind, repetiert und materialisiert sich eine geschlechtliche Identität: durch den Arzt, die Eltern, die Verwandten. Das Biologische ist so immer schon normativ aufgeladen. Abgelehnt wird also nicht die Biologie, sondern die starre Dichotomie zwischen Biologie und Sozialem/Normativität (vgl.: Gender-Trouble/Bodies That Matter). Die ganze Thematik ist jedoch wirklich komplex und dementsprechend lohnt es sich auch, sich mit der Primärliteratur diesbezüglich auseinanderzusetzen, anstatt irgendwelchen NZZ-Artikeln nachzuplappern.

Und selbstverständlich transportieren viele Micky-Maus- und Donald-Duck-Comics sexistische Weltbilder, aber das ist eigentlich ein anderes Thema.
3 Orden
Zitieren
Wenn im Englischen ein Wort im Singular auf "y" endet, so endet es im Plural auf "ie"

Beispiele:
Story - Stories
Body - Bodies

Man muss nicht jedem gefallen und darum auch so geil. So what? Ich mag das Gendergehabe auch nicht. Muss ich auch nicht. Für mich ist das eine Verhunzung von Sprache, die nur die Amis und wir Deutschen ausfechten. Anderssprachige Völker lachen uns aus.

Im übrigen noch was: ohne Sex keine Kinder. Isn Fakt. Zwinkern
„Erzittre, Diebesgesindel! Phantomias naht mit Brausen!“
(Sehr überlegener langjähriger Zeremonienmeister, Kenner und Organisator von Premieren und Feiern)
0 Orden
Zitieren
Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang die Darstellung von Minnie und Daisy: Die beiden werden durch betonte Wimpern und riesige Haarschleifen eindeutig als Frauen markiert. Donald und Micky kommen ohne solche Markierungen aus – sie werden schon automatisch als männlich wahrgenommen. Was sagt uns das über unsere Wahrnehmung?

Rein auf die Quasi-Stummfilme (ohne verständliches Sprechen) bezogen, in denen die Figuren eingeführt wurden: Die könnte man tatsächlich solcherart gegen den Strich sehen, wie Mindstorms vorschlägt. (Und natürlich auch mit der Theorie, dass Minnie ein Transvestit ist und eine männlich-homosexuelle Beziehung zu Micky hat). Aber über Kleidung und Rollenbilder geben die Filme die Geschlechterverteilung so klar vor, dass die erstmalige Verwendung von männlichen Pronomen für Micky und weiblichen für Minnie für niemanden aus dem zeitgenössischen Publikum eine Überraschung gewesen sein kann.

(Vor 11 Stunden)Mattes schrieb: die nur die Amis und wir Deutschen ausfechten. Anderssprachige Völker lachen uns aus.

Sicher, dass du weißt, wovon du redest?

(Vor 11 Stunden)Mattes schrieb: Im übrigen noch was: ohne Sex keine Kinder. Isn Fakt. Zwinkern

Stimmt heutzutage auch nicht mehr...
2 Orden
Zitieren
(Vor 11 Stunden)Primus schrieb: Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang die Darstellung von Minnie und Daisy: Die beiden werden durch betonte Wimpern und riesige Haarschleifen eindeutig als Frauen markiert. Donald und Micky kommen ohne solche Markierungen aus – sie werden schon automatisch als männlich wahrgenommen. Was sagt uns das über unsere Wahrnehmung?
Werden sie das? Das kann man eigentlich nur herausfinden, indem man einem Kind, das noch nie von Donald oder Micky gehört hat, Bilder dieser zeigt (ohne irgendwelche weiteren Informationen) und fragt, welches Geschlecht sie haben. Ausschließen würde ich das nicht (vielleicht hat das Kind viel KiKa gesehen und denkt sich „wenn sie nicht männlich wären, würden sie pink tragen“), aber auch nicht davon ausgehen. Die Dame heißt übrigens Minni.
0 Orden
Zitieren
Mattes schrieb:Wenn im Englischen ein Wort im Singular auf "y" endet, so endet es im Plural auf "ie"

Beispiele:
Story - Stories
Body - Bodies

Ich habe mich hier wohl verschrieben. Gemeint war selbstverständlich Butlers Buch "Bodies That Matter".

(Vor 10 Stunden)Luk schrieb: Die Dame heißt übrigens Minni.

Nein:

Duckipedia schrieb:Ihre heutige offizielle Schreibweise bei Ehapa lautet seit 2014 „Minnie“, dennoch rutschen mitunter immer noch Geschichten mit der Version „Minni“ durch.
0 Orden
Zitieren
(Vor 10 Stunden)Floyd Moneysac schrieb: Nein:

Duckipedia schrieb:Ihre heutige offizielle Schreibweise bei Ehapa lautet seit 2014 „Minnie“, dennoch rutschen mitunter immer noch Geschichten mit der Version „Minni“ durch.

Diese Änderung wurde von Disney aufgezwungen, damit es keinen Unterschied mehr zum englischen Minnie gibt, von wegen einheitlichere Vermarkung usw. Ist mir neu, dass die Marketingabteilung dummer Großkonzerne das Recht hat, aus wirtschaftlichen Gründen den Vornamen einer über-80-jährigen Bürgerin zu ändern Frech
0 Orden
Zitieren
(Vor 10 Stunden)Luk schrieb: Werden sie das? Das kann man eigentlich nur herausfinden, indem man einem Kind, das noch nie von Donald oder Micky gehört hat, Bilder dieser zeigt (ohne irgendwelche weiteren Informationen) und fragt, welches Geschlecht sie haben. Ausschließen würde ich das nicht (vielleicht hat das Kind viel KiKa gesehen und denkt sich „wenn sie nicht männlich wären, würden sie pink tragen“), aber auch nicht davon ausgehen.

Berechtigter Einwand. Ich fasse es präziser: Die Entwickler der Figuren hielten es offensichtlich nicht für nötig, Donald und Micky durch besondere Merkmale als männlich auszuzeichnen. Daisy und Minnie dagegen werden über solche identifiziert (ihre Gesichter sind die von Donald und Micky, aber mit langen Wimpern und Haarschleife – beides im Übrigen keine biologischen Unterschiede zu Männern, sondern solche der Mode). Die Gesichter von Donald und Micky sind an sich völlig neutral, aber sie werden für männliche Figuren eingesetzt, deren weibliche Gegenstücke besonders gekennzeichnet sind. Darauf wollte ich hinaus.

So, jetzt muss ich mich wieder in die Vorlesung zur Handschriftenkultur des Mittelalters verabschieden.
1 Orden
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste
Zum korrekten Funktionieren dieser Seite werden Cookies benötigt. Durch die weitere Nutzung erklärst du dich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Weitere Informationen