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Umfrage: Wie fandet ihr das Interview!
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[Blog] Interview mit Boemund von Hunoltstein
#1
Zitat:Fast ein Jahr ist schon wieder verstrichen, als wir das Interview mit Fausto Vitaliano geführt haben. Nun haben wir endlich mal wieder ein neues Interview im Repertoire, das wir euch nun zu Heiligabend präsentieren wollen - diesmal nicht etwa mit einem Autor, Zeichner oder Übersetzer, sondern mit einem Fan. Allerdings nicht mit irgendeinem Fan: Boemund [...]

Hier geht's zum Eintrag im Blog!

Direktlink: http://www.fieselschweif.de/kuenstler/bhunoltstein/1/

Wie gesagt: Bitte sowohl an Umfrage teilnehmen, als auch einen Kommentar da lassen - auch die Meinungen von Gästen sind erwünscht. Fröhlich
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#2
Ich persönlich fand das Interview sehr schön, da es sich mit einem Thema beschäftigt hat, über das ich mir noch nie so wirklich Gedanken gemacht habe... auf die Idee mit den Verschlüsselungen in den Disney-Comics (dieses Thema fand ich besonderes interessant) muss man erstmal kommen, die Argumentation von Hunoltsteins´ war sehr schlüssig und ist mir jetzt auch (zumindest teilweise) klar geworden.

Und ich konnte sogar zu dem Interview beitragen, immerhin habe ich das Deiana-Panel rausgesucht... Greenie
Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß - aber man kann es erreichen (Bob Kelso)
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#3
Oh Mann, das wollt' ich schon im Tester-Forum loswerden; kommts jetzt halt hier her:

Ich bin begeistert! Der Kerl ist ein Unikat! Unmöglich, aber genial! Ganz herrliches Interview, grandios zu lesen. GutGut Total der Anti-Comicleser-Comicleser, sehr erfrischend. In meinen feuchten Träumen seh ich ein Reclam-Büchlein vor mir schweben: "Boemund von Hunoltstein - Disney, wie es ist". Mhhh
Ach ja, das Interview war auch gut. Greenie Schon sehr spannend, was man zu zu lesen bekommt, da ist es ein Segen, dass durch die Beantwortung der Fragen nur noch mehr Fragen kommen, liebend gerne würd ich noch mehr Interviews mit ihm sehen. Es gibt Dinge, da wird man zuerst total vor den Kopf gestossen, aber am Ende möchte man sie mit dem grössten Herzblut unterschreiben.
Da wäre es schon schön, könnte man seine einschlägigen DONALD-Publikationen auch noch irgendwie zu Gesicht bekommen. Manchmal ist die Fanwelt noch viel interessanter, als das, um was es eigentlich geht, selbst wenn man selber Fan ist. Fröhlich
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#4
Also teilweise muss ich ihm zustimmen und teilweise den Kopf schütteln. Die Meinung, dass Don Rosa "aus der Reihe tanzt" finde ich vollkommenen Blödsinn, weil Barks und Co. auch behauptet haben, dass Dagobert und Dorette Geschwister sind. Nur durch die Übersetzung ist dieses - mMn - Irrtum entstanden. Außerdem bin ich anders als Boemund der Meinung, dass jeder Zeichner sein eigenes Entenhausener-Universum hat, weil es einfach so viele Wiedersprüche gibt. Und warum stempelt Boemund etwas als "zu Barkslastig" ab, wenn er doch Donaldist ist. Und Disney-Comics kommen eben aus Amerika, da ist es doch völlig logisch, dass in Barks-Comics keine typisch deutschen Dinge vorkommen. Außerdem gibt es ja auch deutsche Comic-Zeichner, z.B. Ulrich Schröder.
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#5
Schönes Interview. Boemunds Meinung zu Disney Comics ist sicherlich etwas kontrovers, aber immer sehr gut begründet und lesenswert.

Ich finde es gut das er so konsequent auf die Deutschen Übersetzungen schwört.
Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#6
Ich habe nur bis zu der Riesenaufzählung gelesen, bis dahin fand ich es ziemlich interessant. Es ist spannend, solche Überlegungen zu lesen. Andererseits - was erwartet man von einem Comic? Einer fiktiven Welt, in der dem Genre entsprechend alles grundsätzlich übertrieben dargestellt wird?
Einiges, was er anspricht, ist sicher wahr. Aber wahrscheinlich haben sich die Autoren damals nicht so viele Gedanken darüber gemacht bzw. hatten gar nicht die Absicht, so etwas zu kreieren, sondern es geschah eher beiläufig. Trotz allem schöne Denkanstöße.
Danke für das Interview!

EDIT: Wieso sind Goofy und Micky - zwei ganz unterschiedliche Charakter - beste Freunde?, stellt er als Frage hin. Aber ist es im wahren Leben nicht auch oft der Fall? Heißt es nicht auch bei Ehen, Unterschiede ziehen sich an?
[Bild: 343894.png]
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#7
@ BB:

Zitat:Die Meinung, dass Don Rosa "aus der Reihe tanzt" finde ich vollkommenen Blödsinn, weil Barks und Co. auch behauptet haben, dass Dagobert und Dorette Geschwister sind. Nur durch die Übersetzung ist dieses - mMn - Irrtum entstanden.

Du meinst vermutlich "weil Barks und Co. auch behauptet haben, daß Dagobert und Dorette keine Geschwister sind"? Andernfalls verstehe ich deine Aussage nicht.

Wieso Irrtum? Erika Fuchs hat nun mal frei übersetzt. Sie hat ein eigenes Kunstwerk geschaffen. Ich halte wie er nichts davon, alles zwanghaft originalgetreu zu machen, wie diese unerträglichen Barks-Neuübersetzungen im TGDD.

Im Übrigen tanzt Don Rosa sehr wohl aus der Reihe, da er der einzige lebende Künstler ist, der seine Geschichten in der Vergangenheit spielen lässt und sich NUR an Barks orientiert. Fast jeder andere lebende Künstler sieht Dorette als Dagoberts Schwester an.

Zitat:Außerdem bin ich anders als Boemund der Meinung, dass jeder Zeichner sein eigenes Entenhausener-Universum hat, weil es einfach so viele Wiedersprüche gibt.

Und wo hat er dem jetzt widersprochen? Klar, gäbe es keine Widersprüche, gäbe es nur ein Entenhausen-Universum, aber das wäre doch langweilig.

Zitat:Und warum stempelt Boemund etwas als "zu Barkslastig" ab, wenn er doch Donaldist ist.

Anders als viele Donaldisten sieht er eben nicht nur Barks als allein gültig an, sondern sieht seine Geschichten gleichwertig mit anderen amerikanischen oder italienischen Geschichten.

Zitat:Und Disney-Comics kommen eben aus Amerika, da ist es doch völlig logisch, dass in Barks-Comics keine typisch deutschen Dinge vorkommen.

Nein, ist es nicht. Erika Fuchs hat in einer Geschichte sogar eine Autobahntafel mit deutschen und schweizerischen Ortsnamen eingebaut. Donald zitiert bei ihr Goethe und Schiller, wo er im Original Shakespeare zitiert. Das Fuchs-Entenhausen liegt klar in Deutschland.

Zitat:Außerdem gibt es ja auch deutsche Comic-Zeichner, z.B. Ulrich Schröder.

Nur wenige, und ich weiß nicht, ob überhaupt noch einer von ihnen aktiv ist.
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#8
Schröder ist meines Wissens in Frankreich noch aktiv.
[Bild: 343894.png]
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#9
Boemund betreibt halt auch eine ganz andere "Art der Forschung" als andere. Er zieht alle Geschichten in einen Kanon und bearbeitet sie so. Er sieht das Disney-Comics-Universum als ganzes, als einen grossen Ort, wo alles reinpasst, und eigentlich ist es das auch. Es ist eine natürlich gewachsene Spielweise, auf der sich hunderte Künstler in den verschiedensten Richtungen ausgetobt haben.
Wenn man "seriöse", sich nicht widersprechende Ergebnisse haben möchte, die realistisch anmuten, dann geht das sowieso nicht, aber wenn man das will, steht man eh auf verlorenem Posten, wenn man alles betrachtet. Da muss man schon auf einzelne Künstler gehen.
Aber genau dass will Boemund ja auch gar nicht machen.....er mischt halt alles in einen Topf, so wie man es als Leser auch konsumiert...wir lesen ja theoretisch auch alle von allen verschiedenen Comics, welchem Stil sie jetzt auch immer entsprechen.
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#10
Das Interview hat mir sehr gut gefallen. Über die Verschlüsselungen hab ich eigentlich noch nie so richtig nachgedacht, aber demzufolge müsste Donald ja auch ein Kommunist sein, der sich jedoch von einem Kapitalisten, Dagobert, herumkomandieren lässt.
An einigen Stellen dachte ich auch "naja, wenn der das so sieht", finde also dass es sicherlich manchmal auch einwenig übertrieben war.
R.I.P Shoya Tomizawa 10.12.1990 - 5.10.2010 Seufz
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#11
(28.12.2010, 14:07)Dagobert Duck schrieb: Das Interview hat mir sehr gut gefallen. Über die Verschlüsselungen hab ich eigentlich noch nie so richtig nachgedacht, aber demzufolge müsste Donald ja auch ein Kommunist sein, der sich jedoch von einem Kapitalisten, Dagobert, herumkomandieren lässt.

Wieso müsste Donald ein Kommunist sein? Er steht eher für die unterdrückte Arbeiterklasse im Kapitalismus, die sich zwar ausgebeutet fühlt, aber dennoch ihren Großen Bruder (Kapitalismus) im Ernstfall gegen den Kommunismus (Gundel) verteidigt bzw. Angst vor diesem Kommunismus hat, ähnlich wie die Unterschicht und untere Mittelschicht Amerikas im Kalten Krieg.
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#12
(28.12.2010, 16:05)Derschwaflkop schrieb:
(28.12.2010, 14:07)Dagobert Duck schrieb: Das Interview hat mir sehr gut gefallen. Über die Verschlüsselungen hab ich eigentlich noch nie so richtig nachgedacht, aber demzufolge müsste Donald ja auch ein Kommunist sein, der sich jedoch von einem Kapitalisten, Dagobert, herumkomandieren lässt.

Wieso müsste Donald ein Kommunist sein? Er steht eher für die unterdrückte Arbeiterklasse im Kapitalismus, die sich zwar ausgebeutet fühlt, aber dennoch ihren Großen Bruder (Kapitalismus) im Ernstfall gegen den Kommunismus (Gundel) verteidigt bzw. Angst vor diesem Kommunismus hat, ähnlich wie die Unterschicht und untere Mittelschicht Amerikas im Kalten Krieg.
Weil er, wie im Interview Ede Wolf, faul ist, selten eine geregelte Arbeit hat (wenn er eine hat nicht für lange), und den ganzen Tag schläft.
R.I.P Shoya Tomizawa 10.12.1990 - 5.10.2010 Seufz
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#13
Rosas Stammbaum kommt doch in einem Comic vor: "Kein Tag Wie Jeder Andere"
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#14
Nun ja. Allerdings nur Linien und Kreise, schemenhaft, ohne die Namen der Personen. Also kein "richtiger", vollständiger Stammbaum.
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#15
Aber anhand dieses leeren Stammbaums und der Barks- und Rosa-Geschichten lässt sich der korrekte Stammbaum "rekonstruieren".
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#16
Ja, wobei man ihn sicherlich nicht vollständig rekonstruieren könnte, da soweit ich weiß v.a. einige der Erpel-Linie ja gar nicht vorkommen bzw. deren Verwandheitsgrad aus keinem Comic hervorgeht.


Danke an alle die abgestimmt haben, einen Kommentar abgegeben haben oder das noch zu tun gedenken (was natürlich sehr gerne gesehen ist Fröhlich). Freut mich, dass das Interview bei einem großen Teil sehr gut ankam. Wie auch schon gesagt wurde, sind BvHs Aussagen sicherlich kontrovers (ich hätte eigentlich eher gedacht, dass er vor allem mit seiner düsteren Zukunftsprognose polarisiert), aber genau das macht ja denke ich auch den Reiz eines solchen Interviews aus.

Ich hoffe, dass nicht wieder ein Jahr bis zum nächsten Interview verstreicht... ich werde mich zumindest bemühen. Zwinkern
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#17
Ich fand das Interview auch sehr interessant. Es ist schön mal mehr von von Hunoltstein zu lesen, da er ja sicherlich ein hochinteressanter Experte auf dem Gebiet der Disney-Comics ist, wie man ja öfters mal im DCF oder im TGDD lesen kann. Seine Zukunftsprognose ist zwar wirklich düster, aber so wie ich vermute leider auch wahr. Man sollte allerdings nicht aufhören neue Geschichten zu produzieren, solange das Geschäft rentabel ist, sollte man weiterhin Comics zeichnen lassen und veröffentlichen.

Die Sache mit den Verschlüsselungen ist natürlich auch interessant, wobei ich hier ein wenig der Meinung bin, dass man alles belegen kann, wenn man lange genug nach passenden Stellen sucht.
[Bild: 8dcc-s.png]
"Dummheit, die man bei andern sieht, wirkt meist erhebend aufs Gemüt" - Wilhelm Busch
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#18
Ich fand das Interview auch gut, am Anfang habe ich gedacht, Ein Interview von Fan zu Fan?, aber dann war es von Satz zu Satz interessanter.

Die Comicproduktion einzustellen finde ich aber nicht so gut - wenn man nur noch alte Comics veröffentlichen würde, würden sich viele Sammler ärgern - stellt euch vor, die MM-M's und TGDDSH's werden eingestellt und ihr würdet ab Band 20 gesammelt haben - dann würdet ihr euch doch ärgern, dass nur noch 260 euch bekannte Bände in Umlauf gebracht werden.

Neue Comics sind immer gut, immerhin gibt es auch noch jede Menge Gutes von Casty und anderen Autoren.

Die Verschlüssungungsfragen war eigentlich auch ganz interessant durch zu lesen. Manches kann aber auch nur mit ,,Ist einfach so'' beantworten, zum Beispiel den Schrei in höchster Not. Das ist einfach ein Gag.

Ansonsten, gerne wieder so ein Interview, wobei eines mit einem Disneykünstler auch nicht schlecht wäre. Habt ihr da schon eins geplant? Zwinkern
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#19
Zitat:Aber wahrscheinlich haben sich die Autoren damals nicht so viele Gedanken darüber gemacht bzw. hatten gar nicht die Absicht, so etwas zu kreieren, sondern es geschah eher beiläufig.

@ Pikkolo
Es ist m.E. völlig egal, welche Gedanken sich die Autoren gemacht haben. BvHs Fragen und Verschlüsselungstheorien ergäben auch Sinn, wenn sich die Autoren gar nichts gedacht hätten, denn das Werk ist ja nun mal bekanntlich klüger als sein Autor. In einer Zeit wie etwa der McCarthy-Ära hat sicherlich das Unterbewusstsein eine Menge an den Stories um Dagobert oder Ede Wolf mitgeschrieben, so dass ich BvHs Thesen in der Tat sehr bedenkenswert finde. Hä? Besonders schlagend ist in diesem Zusammenhang seine Analyse, wie sich Ede Wolf und Schweinchen Schlau unter veränderten welthistorischen Bedingungen entwickelt haben - auch hier gehe ich nicht davon aus, dass dem Autor der Geschichte das vollkommen bewusst unterlaufen wäre.

Ich würde allerdings gerne Genaueres über den Kommunsimus Gundel Gaukeleys erfahren: Ihre Fixiertheit auf den Glückstaler scheint mir kaum in ein wie auch immer geartetes kommunistisches Denksystem zu passen. Ich bin mir sicher, dass sie für etwas Anderes steht - ich weiß allerdings auch noch nicht, für was. Erstaunt
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#20
Du kannst über alles einen 400-seitigen Doktorbericht schreiben. Aber Comics sind doch nunmal krankte Phantasien, abstrakteste Figuren - erwartet man da nicht, dass einige Charakter eintönig sind bzw. zieht nicht genau das?
[Bild: 343894.png]
Houston! We got a problem! Our computer just started burning!
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