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[LTB] LTB 505 - Zutritt verboten!
#1
Am 27.03.2018 erscheint LTB 505. Titel: Zutritt verboten!
Produktseite mit Cover und Titelseiten hier einsehbar: Produktseite LTB 505

Inhalt:
Zutritt verboten!
Figus/Gula, 22 S.

Ausbruchsgeschichten: Opa Knack geht in die Luft
Sisti/Perissinotto, 17 S.

Beste Feinde
Mazzoleni/D'Ippolito, 25 S.

Verflixt und vergessen
Zemelo/Francesco D'Ippolito, 24 S.

Künstler im Geiste
Mastantuono/Mastantuono, 30 S.

Das Erfinder-Diplom
Gianatti/Barozzi, 13 S.

Randale rundum
Faccini/Faccini, 16 S.

Das Koffer-Komplott
L. Camerini/Piras, 14 S.

Planet Fieselschweif
Venerus/Picone, 28 S.

Geheimnisse in der Tiefe
Pihl/Cavazzano, 31 S.
Code: D 2017-033
Link zur Titelseite

Herzlich willkommen!
Fontana/O. Panaro, 30 S.

Interessanter Fakt: Das erste LTB seit Nr. 479, in dem eine dänische Geschichte die alleinige längste des Bandes ist.
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#2
Nachdem die letzten Ausgaben ziemlich stark waren, sieht das nun wieder mäßig aus. Da passt es mir gut, dass mein Abonnement gerade mit Band 504 endete.
[Bild: KUIuXQ]| INDUCKS

>>In omnibus requiem quaesivi, et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.>>
(Thomas a Kempis)
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#3
Ein sehr mittelmäßiges LTB, das langweiligste seit Langem, ohne wirkliche Höhepunkte.

Kurzbewertung:

Zutritt verboten! - Ein Klassischer Plot: Dagobert sichert seinen Geldspeicher mit einem neuen System ab, verliert selbst die Zugangsmöglichkeit und braucht Hilfe um wieder an seine Taler zu gelangen. Selten so lahm umgesetzt wie hier. Note: 4

Ausbruchsgeschichten: Opa Knack geht in die Luft - "Begnadigt" berichtet seinen Enkeln von einem seiner Ausbrüche. Ganz charmant gemacht. Note: 2-

Beste Feinde - Eine Maus-Geschichte die auch nur bekanntes wieder aufwärmt und zudem noch einige Logiklöcher aufweist. Note: 4

Verflixt und vergessen  - Donald/Phantomias muss sich nach einem Einsatz sein Gedächtnis zurückerarbeiten. Ganz OK. Note: 3

Künstler im Geiste - Sergei trifft einen alten, erfolgreichen Klassenkameraden und gibt sich als Kunstmaler aus. Das kann nicht gutgehen. Vorhersehbar. Mit das Beste sind noch die kurzen eingeschobenen "Comic-Strips", die das Geschehen begleitend kommentieren. Note: 3

Das Erfinder-Diplom - Primus stellt fest, dass es tatsächlich ein Diplom gibt (Inventologie), welches er noch nicht selbst sein Eigen nennt und will dies mit Düsis Hilfe nachholen. Note: 4

Randale Rundum - Dussel, mal ganz ohne Worte und daher auch nicht so nervtötend wie sonst.  Zwinkern Note: 3

Das Koffer-Komplott - Ganz schwache (aber zum Glück kurze) Issel-Story. Note: 4-

Planet Fieselschweif - Ächz, da musste ich mich durchquälen. Die Zeichnungen von Picone sind echt nicht meins (Gesichtsausdrücke der Neffen!) und die Story war *Gähn*. Note: 5

Geheimnisse in der Tiefe - Zum Glück gibt es Cavazzano. Fröhlich Das war eine Wohltat, nach der Story zuvor. Die Geschichte beginnt ganz gut, leider driftet der zweite Teil unter Wasser mit den typischen unbekannten Unterwasserwesen etwas zu sehr in die untiefen der ausgelatschten Storywege ab. Trotzdem Note:3

Herzlich willkommen! - Tatsächlich das Beste zum Schluss, auch wenn die eigentliche Geschichte um die Schilder vor Dagoberts Geldspeicher nicht unbedingt so toll erzählt ist, sind es hier ein paar kleine Details am Rande, die Spaß machen und vor allem Dagobert mal wieder in einem sehr sympathischen Licht erscheinen lassen. Note: 2
Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#4
Gerade habe ich meine Rezension zu diesem LTB abgeschlossen und gehe - wie so oft - mit Mile d'Accord.
Im Fazit habe ich die These aufgestellt, dass nach dem Jubiläumsjahr die Luft ganz schön raus ist. Wie seht ihr das?

Ich setze meine Erwartungen alle in LTB 506 - da muss definitiv mehr kommen!

Oh, und erinnern euch die letzten Panels mit Dagoberts Erinnerungen auch so sehr an SLsM Kapitel 11 wie mich? Zwinkern


Spoiler:
   
»Manners. Maketh. Man.«
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#5
Mir hat der Band mehr gefallen als 504. Und auch im Jubiläumsjahr gab es eher schwache Bände wie 496 und 498. Das nicht vorhandene Niveau der jüngeren Vergangenheit (sprich: vieles vor 487) wird aber immer noch locker getoppt.
Wissenschaftliche Experimente, doch was nützen die der Ente?
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#6
Ich fand den Band ebenfalls nicht so schlecht. Bei der Sergei Geschichte musste ich laut lachen und trotz der vielleicht etwas flachen Handlung kann ich von Mastantuono einfach nicht genug bekommen. Und "Herzlich Willkommen" hatte wirklich Charme und vor allem endlich mal wieder ein paar Einblicke in Dagoberts tieferen Charakter. Solche Momente gibt es mMn im LTB viel zu selten, dabei werten sie Geschichten für mich immer sehr auf, egal wie viele Seiten sie nun haben. Das letzte mal gab es so einen Moment in "Der unbezwingbare Berg". Also sehr schön! Der Rest des Bandes ist leider vergessenswert.
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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#7
Entenfans Rezension:

http://www.fieselschweif.de/publikationen/ltb-505/


Mit dem ersten Platz gehe ich auf jeden Fall d'accord... und mit dem letzten wohl auch, diese Fieselschweif-Geschichte fand ich auch sehr merkwürdig. Die Titelgeschichte war wirklich extrem langweilig (ein Tunnel? Das war jetzt die geniale Idee?!), wie auch die Egmont-Geschichten, die nach Schema F aufgebaut ist und bei der ich mich trotz der begrüßenswerten Botschaft genau wie beim letzten Band wieder frage, ob das nicht viel zu naiv erzählt wird ("Wir hassen euch!" - zwei Panels später - "Ok, ihr seid unsere besten Freunde"). Die Sergei-Story fand ich hingegen nicht so schlecht. Mich wundert es zwar auch, warum man in den letzten Bänden immer eine alte Sergei-Story gepackt hat (hätte man ja auch auf einen längeren Zeitraum verteilen können), diese hier fand ich davon aber am besten. "Beste Feinde" fand ich auch noch ganz ok, ist aber schnell vergessen. "Randae rundum" war ein netter Lückenfüller. Mit Abstand am besten aber wie gesagt "Herzlich willkommen!", wirklich eine charmante Geschichte zum Abschluss mit einem unverbrauchtem Thema. Aus diesem Grund hat mir der Band auch klar besser gefallen als der letzte, auch wenn er für sich gesehen natürlich auch kein großer Wurf ist.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#8
Wieder eine sehr schöne Rezension! Nur eine Frage bleibt offen: Wie zur Hölle kann man D'Ippolito mögen? Der ist schlimmer als Lavoradori zu seinem abstraktesten Zeiten!
Meine Ernennung zum E.I.G.E.N.L.O.B.

"Da ergiebt sich, daß Moral-Predigen leicht, Moral-Begründen schwer ist." (Arthur Schopenhauer)
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#9
Zitat:Ist nach dem Jubiläumsjahr 2017 etwa die Luft schon komplett raus!?
Mir hat das LTB-Jahr 2018 bis zu diesem LTB ziemlich gut gefallen. Vor allem die Maus-Storys. Ich hoffe mal, dass geht mit LTB 506 wieder so weiter wie mit LTB 502 und 503 (und auch 504 war okay). Sieht ja aber ganz gut aus.
Donald-Phantomias

Spoiler:
Casty!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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#10
Wie immer vielen Dank für eure Anerkennung. Fröhlich 

Um auf deine Frage zurückzukommen, Primus: Dem Vergleich von D'Ippolito und Lavoradori muss ich entschieden widersprechen. Obwohl wir bei solchen Diskussionen oft genug und völlig zu recht betonen, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind und der eine diesen, der andere jenen Stil "mehr mag" - was man eben auch nicht immer so richtig begründen kann.
Und ich denke, es ist dir und vielleicht auch anderen Fieselschweiflingen aufgefallen, dass ich lieber die inhaltliche Schiene einer Geschichte mit all ihren Facetten beleuchte als das ich mich darauf einlasse, zu begründen, warum ich Zeichnungen gelungen oder eben nicht gelungen finde. Damit tue ich mich schwer, ja. Aber ich bin der Meinung, dass das schon in Ordnung geht und ihr Verständnis dafür habt.

Zurück zu D'Ippolito. Er ist ein Künstler, der immer in meinem Gedächtnis bleiben wird wegen seiner grandiosen Beiträge zur Serie um DoppelDuck. Wenn ich ehrlich bin ist mir sein Name auch erst seit etwa 2008 - also seit DoppelDuck in Deutschland erschien - wirklich ein fester Begriff. Er hat viel getan für den Erfolg der Serie (in meinen Augen zu Recht). Es gibt ein paar Gründe, warum ich diese Geschichten so sehr in positiver Erinnerung behalte: Die vielseitigen Figuren bzw. Tierarten, die faszinierenden Hintergründe bei all den Reisen um die Welt, die aufwendig Bildkomposition/-konstellation (ausgefallene Panelformen an jeder Ecke), Licht- und Schatteneffekte und die Tatsache, dass D'Ippolito immer die Balance schafft zwischen dialoglastigeren Szenen, in denen die Zeichnungen auch einen Ruhepol schaffen sollten und etwas unaufgeregter sein sollten, gleichzeitig aber in die Actionsequenzen - von denen es bei DoppelDuck ja nun so einige gibt - ziemlich viel Bewegung einbringen kann. Das ist für mich ein krasser Gegensatz zu Lavoradori, bei dem mir im Grunde alles sehr hektisch und dynamisch erscheint.

Was ich an D'Ippolito aber am meisten schätze, ist die Wiedergabe von Emotionen in der Mimik der Figuren. Dabei spreche ich besonders gern die Augen, genauer gesagt die Pupillen, der Figuren an. Diese sind eben nicht immer kreisrund (naja, eher oval ^^) sondern bestechen durch Lichteinschlüsse und Spiegelungen - Da stehe ich wieder vor dem Problem, dass ich nicht so recht ausdrücken kann, was ich meine. Darum ein kurzer Beispielscan:
[Bild: de_ltb_413p005_001.jpg&normalsize=1]

Wie gesagt, diese Ausdrucksweise der Gefühlswelt der Figuren, ist für mich felsenfest eine Stärke von D'Ippolito. Gelassenheit, Wut, Freude: Ich kann an den Augenpartien eines Charakters sofort erkennen, was im Inneren vorgeht. Ob jemand auf pure Rache aus ist oder einfach nur in der Gegend herum schaut.

Ja, D'Ippolito gehört zu den modernen Disney-Künstlern mit einem modernen Stil. Lavoradori auch. Ich habe auch durchaus was für moderne Künstler offen. Dennoch, D'Ippolitos Stil ist angekommen. Er hat sich bewährt und ist (u.a.) ein Aushängeschild für DoppelDuck geworden. Das muss man erstmal vorweisen können. Was kann Lavoradori vorweisen? Klar, es wäre falsch und ungerecht, D'Ippolito auf DoppelDuck zu reduzieren. Das liegt mir auch fern, es ist nur das beste Beispiel, die Unterscheidungen deutlich zu machen. Im Moment kann ich mich nicht erinnern, ob ich mich zu Lavoradori bzw. zu dessem Stil schon einmal ausgelassen habe. Jedenfalls halte ich ihn auch für "schlecht", also für Disney-Comics ungeeignet. Er überdehnt sehr gerne Proportionen aus, hebt Formen und Flächen krass hervor und reduziert dafür andere Dinge wie z.B. die oft angesprochenen Autoreifen oder macht Extremitäten unnatürlich schlank/dünn/steif. Andere Leute können besser als ich einschätzen, ob man das "avantgardistisch" nennt (weil ich diesen Begriff in der Rezi einfach auch mal verwendet habe...), ich kann damit allerdings bei Donald und Co. nichts anfangen. Lavoradori hat neben Disney auch andere Projekte, wo der Stil womöglich besser passt und ankommt.

Das Problem ist doch, dass man die Disney-Figuren sofort erkennt und jeder auf der Straße ein ziemlich klares Bild davon hat, wie jede Linie aussehen muss. Würde man den Leuten auf der Straße ein Panel von D'Ippolito zeigen, würde sicher die Mehrheit sagen: Okay, das sieht nicht haargenau aus wie der Donald von 1937, aber da steckt ein moderner Touch dahinter, der (gut) funktioniert. An solchen Stellen benutze ich gern das Gefüge "behutsam modernisiert". Lavoradori modernisiert ohne Zweifel auch: Aber eben nicht "behutsam". Sondern "extrem", "extravagant". Dabei möchte ich den Zeichnern ihren Stil auch nicht absprechen (Wiederhole ich mich?! xD), aber hier ging es ja nun speziell um D'Ippolito und Lavoradori, die sich schon seeehr unterscheiden. Wenn du meinst, du kannst Lavoradoris Enten (oder Mäuse??) nicht ersehen, kann ich damit leben. Aber nicht damit, ihn auf eine Stufe mit Lavoradori zu stellen (Und ja, der war früher auch krasser drauf als heute...).

Übrigens: D'Ippolito arbeitet in einem Studio mit Faccini, Freccero und De Lorenzi (steht zumindest hier).  Das sind alles Künstler, die ich a) einer neuen Generation zuordnen würde und die ich b) sehr schätze.

Okay, das war meine nicht so kurze Antwort auf die "einzig offen gebliebene" Frage aus der Rezension zu LTB 505. Frech


P.S. @Auto:  Dann müsste nur noch die Startseite zu LTB 505 und nicht 504 verlinken, danke Zwinkern
»Manners. Maketh. Man.«
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#11
Klasse Beitrag, volle Zustimmung! Wenn jetzt noch jemand Primus’ Beitrag „Amendola, der Schreckliche“ in gleichem Maße seziert, ist die Gerechtigkeit wiederhergestellt!
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#12
(08.04.2018, 11:06)Luk schrieb: Wenn jetzt noch jemand Primus’ Beitrag „Amendola, der Schreckliche“ in gleichem Maße seziert, ist die Gerechtigkeit wiederhergestellt!
Du willst doch wohl keine Lanze für Amendola brechen? Erstaunt Der Mann scheint mir fast universell missachtet und allseits gehasst. In gewissem Maße ist das in Anbetracht seiner furchtbar langweiligen Zeichnungen auch angebracht und verständlich!
Ain't a thang but a chicken wang!
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#13
(08.04.2018, 13:26)Huwey schrieb: Du willst doch wohl keine Lanze für Amendola brechen? Erstaunt
Natürlich will ich das.
(08.04.2018, 13:26)Huwey schrieb: Der Mann scheint mir fast universell missachtet und allseits gehasst.
Das „Universum“ besteht in diesem Fall ja auch nur aus ein paar Usern in Internetforen.
(08.04.2018, 13:26)Huwey schrieb: In gewissem Maße ist das in Anbetracht seiner furchtbar langweiligen Zeichnungen auch angebracht und verständlich!
Das Frühwerk von Amendola ist einzigartig und unverkennbar, und seit seiner Zusammenarbeit mit Romano Scarpa entspricht sein Stil in etwa dessen Spätwerk. Lieber langweilig und klassisch als sowas Hypermodernes wie in „Planet Fieselschweif“.
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#14
Also gut:

(08.04.2018, 10:31)Entenfan schrieb: Um auf deine Frage zurückzukommen, Primus: Dem Vergleich von D'Ippolito und Lavoradori muss ich entschieden widersprechen. Obwohl wir bei solchen Diskussionen oft genug und völlig zu recht betonen, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind und der eine diesen, der andere jenen Stil "mehr mag" - was man eben auch nicht immer so richtig begründen kann.
Und ich denke, es ist dir und vielleicht auch anderen Fieselschweiflingen aufgefallen, dass ich lieber die inhaltliche Schiene einer Geschichte mit all ihren Facetten beleuchte als das ich mich darauf einlasse, zu begründen, warum ich Zeichnungen gelungen oder eben nicht gelungen finde. Damit tue ich mich schwer, ja. Aber ich bin der Meinung, dass das schon in Ordnung geht und ihr Verständnis dafür habt.
Ja, so geht es mir auch. Trotzdem: Lavoradori hat früher sehr unauffällig gezeichnet, dann etwas gewagter und dann immer ausgefallener. Er kann also auch anders zeichnen und hat sich wohl bewusst für diesen Stil entschieden. Dieser Stil ist für Disney-Comics sehr ungewöhnlich und kann auch nicht als schön im klassischen Sinn bezeichnet werden, aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr empfinde ich ihn als künstlerisch wertvoll. Warum das bei D'Ippolito, dessen Fall sehr ähnlich liegt, nicht passiert, kann ich nicht sagen. Aber ich kann beschreiben, was mich an ihm stört: Die Nebenfiguren und der Strich. Der böse Professor zum Beispiel, der in "Angriff aus der Luft" aus LTB 400 auftritt, sieht einfach so seltsam aus, dass man ihn nicht als Figur wahrnimmt, sondern eher als eine Art Totempfahl. Solche Figuren tauchen bei D'Ippolito ständig auf, und selbst wenn jemand einmal normal aussieht, ist da immer noch der inkonsistente, kritzelige Strich, der mir beim Betrachten wirklich wehtut - und zwar seit ich "Angriff aus der Luft" mit nicht einmal neun Jahren zum ersten Mal gelesen habe. Es ist wirklich eine reine Geschmacksfrage, aber ich hasse D'Ippolito, seit ich auf die Künstlernamen zu achten begonnen habe, und war in der Zeit, als ich DoppelDuck gelesen habe, jedes Mal schwer enttäuscht, wenn eine Episode von ihm gezeichnet war.

(08.04.2018, 11:06)Luk schrieb: Klasse Beitrag, volle Zustimmung! Wenn jetzt noch jemand Primus’ Beitrag „Amendola, der Schreckliche“ in gleichem Maße seziert, ist die Gerechtigkeit wiederhergestellt!
Das kannst du doch wohl nicht ernst meinen? Amendolas Zeichnungen sind so unglaublich fade, dass man ihn in der Zeit, als er in jedem LTB gefühlt zweimal vertreten war, wirklich den Schrecklichen nennen musste.
Meine Ernennung zum E.I.G.E.N.L.O.B.

"Da ergiebt sich, daß Moral-Predigen leicht, Moral-Begründen schwer ist." (Arthur Schopenhauer)
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#15
Thomie.TV hat nun ein Video zu LTB 505 veröffentlicht:





Leider diesmal mit kleinen inhaltlichen Lücken: Nelly war bereits im LTB und wurde nicht von Don Rosa erfunden!
[Bild: KUIuXQ]| INDUCKS

>>In omnibus requiem quaesivi, et nusquam inveni nisi in angulo cum libro.>>
(Thomas a Kempis)
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#16
Letzteres stimmt, die junge Nelly hatte allerdings tatsächlich ihren ersten Auftritt in der Hauptreihe. Zuvor war nur die heutige Nelly in „Der Vater der Ducks“ aus LTB 196 zu sehen.
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#17
(08.04.2018, 08:18)Primus schrieb: Wieder eine sehr schöne Rezension! Nur eine Frage bleibt offen: Wie zur Hölle kann man D'Ippolito mögen? Der ist schlimmer als Lavoradori zu seinem abstraktesten Zeiten!
Also, das halte ich auch für eine Übertreibung. D'Ippolito zeichnet wenigstens nicht alles mit dem Lineal. Allerdings fand ich seine Zeichnungen in LTB 505 in der Tat sehr schwach, deutlich schlechter als in allen DoppelDuck-Folgen und auch verglichen mit seinen ganz frühen Werken (in den frühen 300ern).

Zu Amendola: Seine frühen Zeichnungen sind in der Tat genial, seine heutigen erinnern zwar tatsächlich leicht an Scarpa, aber verhalten sich zum Großmeister in meinen Augen ungefähr genauso wie Vicars Spätwerk zu Barks' Hochphase.
Wissenschaftliche Experimente, doch was nützen die der Ente?
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