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LTB 545 - Die Duckyssee
#1
[Bild: LTB-545.jpg]
Inhalt des am 27.04.2021 erscheinden LTB's:
Die Duckyssee - Teil 1: 40.S (Gangor, Soffritti) https://inducks.org/story.php?c=I+TL+3272-1
O.M.A - Ein Mysteriöses Handicap 26.S (Jensen/Andersen, D 2020 - 074)
Schlemmen zum Nulltarif 30.S (Panaro/Franzo) https://inducks.org/story.php?c=I+TL+3271-4
Die Duckyssee - Teil 2: Zweites Buch Enthaka 40.S
Der Düsenschläger 11.S (Faccini) https://inducks.org/story.php?c=I+TL+3267-3
Das Onkel-Komplott 30.S https://inducks.org/story.php?c=I+TL+3331-3
Der Pechpilz und der Glücksvogel - Teil 1: Ferien mit Fortuna (Gerversio/Vian) 21.S https://inducks.org/story.php?c=I+TL+3377-1P
Sonntagsausflug mit Folgen  (Sio/Usai) 16.S https://inducks.org/story.php?c=I+TL+3162-3
Der Pechpilz und der Glücksvogel - Teil 2: Urlaub mit Ungemach 20.S (Gerversio/Vian)
Die Grenzen der Technik https://www.lustiges-taschenbuch.de/site...45_239.jpg 16.S
Engel Gut
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#2
Die Duckyssee sieht interessant aus. Könnte nach der 544 die zweite Ausgabe der Hauptreihe sein, die ich lesen will. Wobei der Rest des Bandes wieder nach Füllmaterial aussieht.
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#3
Nicht unbedingt – Der Pechpilz und der Glücksvogel ist wieder ein neuer Teil von Gervasios Phantomiaskonstrukt und wurde von NRW-Radler sehr gut bewertet. Frage ist, ob es stört, dass wieder ein Random Teil mitten in der Reihe vor den anderen abgedruckt wird (das ist jetzt Teil 5, Teil 2 und Teil 4 fehlen noch immer) – aber so wie ich das verstanden habe steht der auch so. Wie immer gibt es hier einen ausführlichen Artikel Zwinkern

Aber ich muss sagen, dass mich vor allem das Cover begeistert – das schönste seit langem Gut 
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#4
Das Cover von LTB 545 (Die Duckyssee) sieht sehr gut aus, ich kann mir vorstellen das dieses LTB ein Gutes wird da die Letzten Geschichten aus den LTBs 544,543,542 und 541 mich alle ganz überzeugt haben. Nun es ist halt wenigstens ein gutes Cover was wir bis jetzt sehen dürfen. Das von LTB 343 war ja mal echter Schrott. Nachdem ich LTB 544 mit dem Abo bekam und direkt Durchgelesen habe war ich davon so Positiv überrascht das es in meinen Augen das Beste LTB überhaupt ist (Fast Schon zu Furios) und deswegen kann LTB 545 nur gut werden, natürlich müssen wir da die Zeit abwarten aber vom Cover her schon sehr Vielversprechend.
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#5
Bin auch erstaunt, dass das LTB-Cover besser ist als das Original:

[Bild: it_tl_3272a_001.jpg&normalsize=1]

Und Jensen ist nach langer Zeit zurück bei der O.M.A., mal sehen, wie das wird.
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#6
Spitzenmäßig und eindeutig mein Highlight 2021 bisher. Freue mich sehr auf Duxkyssee und bin sehr gespannt auf die Umsetzung. April kann nicht früh genug kommen, und der Mai ist dann sowie vermutlich schon für die EM serviert und die Sommer Bände werden dann auch keine Titelgeschichten wohl kriegen. Insofern wird es wohl das vorläufige Highlight an TItelgeschichten sein.
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#7
Quak
NRW-Radler;5453713 schrieb:I TL 3272-1
Topodissea - Il ritorno del Topolinide
(Gagnor/Soffritti, erst mal 40 Seiten)

Ich denke, die Parodie wird insgesamt ganz gut: Roberto Gagnor, Sohn von Altphilologen und daher gut mit der Odyssee vertraut, bleibt nahe am Original (so weit das geht, wenn man ein Epos mit 12.000 Versen auf 80 Seiten komprimiert) und baut ein paar anachronistische Gags ein - manche gut, manche nicht so.
Es ist ein Crossover mit vielen Entenhausenern, wobei tendenziell die Ducks den Olymp bewohnen und Mickys Umfeld die Menschen spielt. Ganz wird das allerdings nicht durchgehalten: Zu Micky (Odysseus) und Goofy (Homer) gesellt sich Donald, der als Gefährte irgendwo zwischen den Welten steht. Und die Nebenhandlung um Odysseus' Sohn Telemachos, der seinen Vater sucht, wird von Tick, Trick, Track, Mack und Muck ausgefüllt.
Es bleiben so zwar ein paar Handlungen deutlich auf der Strecke, aber für ein ersten humorvollen Einstieg reicht es auf jeden Fall. Mehr dann nächste Woche.
NRW-Radler;5451478 schrieb:I TL 3271-4
Zio Paperone e la cena dei cento
(C.Panaro/Franzò, 30 Seiten)

Dagobert hat sich zu einer abenteuerlichen Wette gegenüber Klaas Klever verleiten lassen: Er will die 100 reichsten Milliardäre zum Essen einladen, ihren Anspruch erfüllen und dabei nur 100 Taler ausgeben. Nicht neue Grundidee, aber recht spannend in der Umsetzung.

NRW-Radler;5455493 schrieb:I TL 3272-1
Topodissea: Libro secondo - Topolitaca!
(Gagnor/Soffritti, 40 Seiten von insgesamt 80)

Also gut, es gibt einige Anachronismen in Gagnors Odysse-Adaption, die mir eher schwer im Magen liegen. Es gibt aber auch einige sehr witzige und poetische Stellen, und vor allem: Strukturell ist Gagnor sehr nahe an der originalen Kompsition geschrieben, wir haben hier also eine humorvolle, disneyartige Kurzzusammenfassung eines antiken Meisterwerks vor uns. Das lädt zum Lesen ein - sowohl des Originals als auch der Parodie. Wird mal wieder Zeit für ein langes Crossover im LTB, nicht wahr?
NRW-Radler;5443593 schrieb:I TL 3267-3
Rilassati, Archimede!
(Faccini, 11 Seiten)

Es sieht so aus, als würde uns Enrico Faccini durch die nächsten Wochen begleiten. Zu dieser Geschichte gehört ein vierwöchiges Rätsel, das in den nächsten Geschichten fortgesetzt wird. Daniel Düsentrieb spielt zur Erholung Golf und beginnt natürlich gleich damit, etwas zu erfinden, was das Golfen einfacher machen könnte... es müsste halt nur klappen, und das tut es auf desaströse Weise nicht.
Ehrlich gesagt: Das kann Faccini besser.

NRW-Radler;5569779 schrieb:I TL 3331-3
Qui, Quo, Qua e il patto dei cugini
(C.Panaro/Urbano, 30 Seiten)

Und auch Carlo Panaro scheitert gewissermaßen an der Auflösung. Da haben Tick, Trick und Track entdeckt, dass Donald, Dussel und Gustav ein Geheimnis haben und die drei offenkundig schlecht anschwindeln - und als die drei mit Baptists Hilfe entdeckt haben, welches düstere Geheimnis die drei Onkel vereint, ist das nicht düster, sondern... Nein, ich verrate nichts, aber die Auflösung ist gut gemeint, passt aber gar nicht zum aufgebauten Ambiente.
NRW-Radler;5648912 schrieb:A propos Gervasio, von dem gibt es gleich einen vollen Phantomias-Zweiteiler:

I TL 3377-1P
Paperinik e la vacanza di fortuna
(Gervasio/Vian, 41 Seiten)

Gustav hat mal wieder eine Reise für zwei gewinnen und will dazu Daisy einladen. Die Chancen scheinen günstig, denn ein Ausflug mit Donald ist mal wieder seinem Pech zum Opfer gefallen. Aber als die beiden Vettern sich so richtig in den Haaren liegen, greift Daisy durch: Die beiden sollen die Reise gefälligst zusammen antreten und sich benehmen, ansonsten wolle Daisy beide nicht mehr sehen.
Natürlich verläuft die Reise nicht ohne Spannungen, vor allem weil quasi jede gemeinsame Situation zum schicksalhaften Kampf zwischen Donalds Pech und Gustav Glücks wird - mit absonderlichen Folgen. Aber auch, weil Schmuggler schon seit einiger Zeit immer wieder Diebesgut in Gustavs Koffer verstecken und am Zielort an sich nehmen, ohne dass er das merkt. Dieses Mal aber erwischen sie Donalds Koffer, ohne es zu wissen, und finden nichts. Also werden die Gangster handgreiflicher und bringen erst Donald, dann Gustav in Gefahr. Donald will ihn retten, was aber für einen Pechvogel wie ihn nicht zu stemmen ist, oder? Ja, mit Phantomias-Kostüm...
Aber, Moment... Donald ist doch Phantomias - warum soll es er nicht versuchen? Und plötzlich nimmt die Geschichte eine ganz andere Wendung, und zwar eine mit viel Tiefgang...

NRW-Radler;5189810 schrieb:I TL 3162-3
Pippo e la pentacicletta (18 Seiten)
Fans des schrägen Humors dürfen sich freuen, dass der Blogger Sio seit einiger Zeit als Autor für das Topolino arbeitet. Er hat auch schon in Kombination mit Silvia Ziche und Tito Faraci gearbeitet, hier ist aber Luca Usai der Zeichner.
Schön skurril wird es trotzdem, wenn Micky auf einer Radtour das Fünfrad ausprobieren muss, das ein Vorfahr Goofys erfunden hat - ein gefährt mit Verdeck und Räder unten und oben, das also nach einem Überschlag weiterfahren könnte (und kann!). Und mit diesem abenteuerlichen Gefährt ist noch nie ein Unfall passiert, nur mit den neun anderen Prototypen. Aber die Statistik lässt sich korrigieren...

NRW-Radler;5602087 schrieb:I TL 3349-3
Il coding a Paperopoli - Nonna Papera in... finchè c'è l'appetito
(Sisti/Soldati, 16 Seiten)

Jetzt wird es allerdings unglaubwürdig: Das Informatik-Konzept der verschiedenen Schleifen wird ausgerechnet mit Hilfe von Oma Duck und einem Vertreter für Landmaschinen erklärt. Dass Oma eine patente Frau ist, wird niemand ernsthaft bestreiten. Aber dass sie programmieren kann?
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#8
Ich schrieb es ja bereits vorhin. Aber gerne nochmal an angemessener Stelle. Mir gefällt das Cover sehr gut. Einzig eine Sache: warum muss, nun zum dritten Male in Folge, Donald so grimmig schauen? Diesmal wäre es doch thematisch durchaus möglich gewesen ihm ein freundliche(re)s Gesicht zu verpassen.

Man muss nicht alles verstehen...
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#9
Roberto Gagnor ist ja, wie NRW-Radler schon angemerkt hat, Sohn von Altphilologen, insofern überrascht es nicht, dass er sich an einer Adaption der homerschen Odyssee versucht. Die Abenteuer des griechischen Helden Odysseus, König von Ithaka, wurden bereits viermal umgesetzt, aber, soweit ich weiß, nie derart nah an der literarischen Vorlage. Gewiss kommt es in der Geschichte zu Kürzungen. Die Odyssee ist ein Epos mit etwa 12.000 Versen, nicht alles lässt sich auf 80 Seiten unterbringen. Bei den Irrfahrten von Odysseus werden etwa die Episoden mit den Lotophagen oder Odysseus Besuch der Unterwelt ausgelassen. Die Telemachie, in der Telemachos nach seinem Vater sucht, wird fast vollständig ausgelassen. Und auch die Geschehnisse in Ithaka sind sehr verkürzt. Dafür aber folgt der Gagnor der interessanten Struktur der Vorlage: Wir finden Mickysseus zunächst auf der Insel der Trudypso, dann wird ihre Reise zu den Phaiaken geschildert. Der Rest der Reise, der Weg zu Trudypso, ist ein Einschub, der erst dann und durch die Erzählung von Mickysseus erfolgt. Eingedenk dessen, dass die allermeisten modernen Bearbeitungen der Erzählstruktur Homers NICHT folgen und die Telemachie ebenfalls extrem verkürzen, finde ich die Umsetzung doch erstaunlich akkurat.

Ja, die Geschichte wimmelt von Anachronismen. Und ja, sehr viele brutale Elemente des Epos werden ausgeklammert (die Gefährten des Odysseus werden reihenweise aufgefressen), was aber für Disney sowieso ein No-go wäre. Die Verfünffachung von Telemachos finde ich etwas merkwürdig, dass Mickysseus von Donylochos und Goofher begleitet wird, ebenfalls. Aber egal, es ist ja nur ein Comic. Und die Anachronismen finde ich gar nicht mal sooo schlimm, weil es in Homers Vorlage ebenfalls Anachronismen gibt. Wieso das?

Ich möchte ein paar Hintergründe zur Vorlage und ihrem "Autor" sagen: Zunächst die Feststellung, dass es Homer nie gegeben hat. Die Figur des blinden Sängers ist eine spätere Erfindung. Wir können uns heute ziemlich sicher sein, dass die 16.000-versige Ilias und die 12.000-versige Odyssee von verschiedenen Personen stammen, die Odyssee außerdem erst zwei bis drei Generationen später entstanden ist. Es gibt zudem endlose Debatten darüber, ob es sich überhaupt um einen Odyssee-Autor handelt oder ob beide Werke nicht wesentlich später, vielleicht im Athen des 6. Jahrhunderts v. Chr. kompiliert wurden.

Die Ilias behandelt nicht den Fall Trojas, sondern nur zehn Tage aus dem neunten Jahr, in dem die Griechen die Stadt belagern. Es ist ein häufiges Missverständnis, den Trojanischen Krieg mit der Ilias gleichzusetzen. Ilias und Odysssee waren Bestandteile des Trojanischen Sagenkreises, zu dem eine ganze Reihe von Epen gehörten, die uns alle nicht erhalten sind.

Ilias und Odyssee gaukeln vor, in einer für die Griechen mythischen Vorzeit zu spielen. Besonders in der Ilias gibt es archaisierende Elemente. Der Trojanische Krieg wurde in der Antike etwa auf 1200 v. Chr. datiert, die Epen entstanden aber erst etwa 800-750 v. Chr. Und sehr viel, was in den Epen beschrieben wird an alltäglichen Lebenssituationen entspricht den Bedingungen zur Entstehungszeit der Epen und nicht denen des mykenischen Griechenlands. Die Herangehensweise der Dichter dieser Epen ist also keine grundsätzlich andere als die von Gagnor. Beide verbinden Archaismen mit Aktuellem, Anachronismen gibt es sowohl in der Odyssee wie in der Duckyssee.

Ich will jetzt noch einiges zur altgriechischen Sängertradition sagen, ohne die die Epen wenig verständlich sind. Der angebliche Homer lebte in einer Zeit, in der es sehr üblich war, dass Königshöfe Sänger/Dichter hatten, die bei Mahlen Epen oder mythische Erzählungen vortrugen. Dies in Versform, im Hexameter. Diese Epen wurden auswendig vorgetragen. Dichter mit schlechtem Gedächtnis wie Goofher, der im ganzen Comic nicht über den ersten Vers hinauskommt, hätten in dieser Welt keine Chance gehabt. Es erscheint uns kaum vorstellbar, aber es ist tatsächlich möglich, Epen in der Länge der Odyssee auswendig zu rezitieren. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde noch in Serbien ein Sänger gefunden, der solch einen Epos rezitieren konnte. Der war allerdings längst nicht so komplex wie Ilias oder Odyssee.

Wie funktioniert das? Die Epensänger verfügten über einen Korpus an vorgeformten Versen, die mit leichten Adaptionen verwendet werden konnten. Der Sonnenaufgang wird immer sehr ähnlich beschrieben, auch Gastmähler sind sehr ähnlich. Weiters gab es vorgeformte schmückende Beiwörter (Fachausdruck epitheton ornans, in der scheußlichen humanistischen Praxis, Altgriechisch und Latein in einen Terminus zusammenzustoßen). Das wäre etwa der listenreiche Odysseus, der duldende Odysseus, die rosenfingrige Eos, die kuhäugige Hera (das war damals ein Kompliment!). Wenn der Sänger solche Bausteine verwendete, gewann er etwas Zeit und konnte nebenher überlegen, was als nächstes drankam.

Ich schreibe hier ständig Sänger und die Odyssee ist auch in 24 Gesänge aufgeteilt. Aber wieso das, es ist doch ein Epos? Weil Altgriechisch eine Tonsprache war, so wie heute Chinesisch. Die Epen wurden tatsächlich gesungen. Wenn ihr eine vage Ahnung bekommen wollt, wie das geklungen hat: https://www.youtube.com/watch?v=XZCjKIYIozM. Das war der berühmte Althistoriker Konrat Ziegler mit dem Vorwort der Odyssee, also dem, was Goofher nie schafft, fertig zu singen. Es klingt schräg, to say the least.

Noch ein paar Kleinigkeiten zur Comic-Umsetzung: Erstmal Kompliment an den Übersetzer – ich vermute mal, dass es Daibenzeiher war –, er konnte sich austoben. Die Reime sind natürlich nicht ganz das Wahre, weil in der Antike nie gereimt wurde. Dann verbrät er immerhin auch noch Goethes Faust II und seine Übertragung der Aeneis auf Seite 1 (im Original direktes lateinisches Zitat aus Vergil), sowie den Anfang der Lieder-Edda. Er verwendet auch ein paar altgriechische Wörter. Aber, lieber Übersetzer, Kouri ist nicht das Wort für Knaben. κοῦρος bildet den Plural κοῦροι (sprich: kúros, respektive kúroi). Kouri ist überhaupt nichts!
C.A.R.L.B.A.R.K.S. (Comicliebende, außerordentlich redegewandte Leseratte, barksistischer Allroundexperte, Rottenführer kluger Schweiflinge)
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#10
Deiner Einleitung zur Struktur und deiner abschließenden Einschätzung zur Sprache kann ich gut folgen und ich sehe das ähnlich.
Aber sind deine drei Anmerkungen im Mittelteil nicht etwas zu absolut formuliert? Dem Comic ist es doch egal, ob es nun einen Homer gab oder nicht und jeder Befragte auf der Straße könnte zuordnen, dass Odysseus Irrfahrten nach dem Fall Trojas spielen.

Die Übersetzung empfand ich als sehr passend und größtenteils gelungen, wobei man das wohlwollend dank der vielen Gags und Anspielungen betrachten sollte.
*Exorbitanter Poster entenstarker Rezensionen und toller Einschätzungen (© by McDuck)
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#11
(25.04.2021, 12:32)Entenfan schrieb: Deiner Einleitung zur Struktur und deiner abschließenden Einschätzung zur Sprache kann ich gut folgen und ich sehe das ähnlich.
Aber sind deine drei Anmerkungen im Mittelteil nicht etwas zu absolut formuliert? Dem Comic ist es doch egal, ob es nun einen Homer gab oder nicht und jeder Befragte auf der Straße könnte zuordnen, dass Odysseus Irrfahrten nach dem Fall Trojas spielen.

Die Übersetzung empfand ich als sehr passend und größtenteils gelungen, wobei man das wohlwollend dank der vielen Gags und Anspielungen betrachten sollte.

Ja, du hast natürlich recht. Und dass es Homer nicht gegeben hat, ist für den Comic völlig egal. Ich fände es sogar eher schwierig, wenn sich Gagnor sklavisch an die Vorlage gehalten hätte. Ich wollte eigentlich nur ein paar Hintergrundinfos geben, von denen ich dachte, dass sie ein paar von euch interessieren. Und außerdem: Wenn ich ein bisschen Kritik übe, dann auf einem wirklich hohen Niveau, weil mir die Geschichte und auch die Übersetzung (dieses Aufgreifen des epitheton ornans ist grandios!) sehr, sehr gut gefallen hat, und halt als jemand, der vom Fach kommt und der sie doch mit etwas anderen Augen liest.

Noch eine klitzekleine Kleinigkeit: Die Odyssee ist nicht der erste Roman der Weltliteratur. Es ist ein Epos und auch davon gibt es in Mesopotamien noch weitaus ältere (Gilgamesch). Nochmal gesagt: Das tut der Geschichte überhaupt keinen Abbruch, es stört auch vermutlich nur mich und sonst niemanden.
C.A.R.L.B.A.R.K.S. (Comicliebende, außerordentlich redegewandte Leseratte, barksistischer Allroundexperte, Rottenführer kluger Schweiflinge)
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#12
Habt ihr eigentlich schon die Umfrage gemacht. Finde auch das neue LTB 545 wirklich sehr gelungen, und diese Titelstory ist die Beste 2021 bisher. Vielleicht kommt ja noch etwas. Es ist wirklich großartig gemacht diese Story.
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#13
Jo, ich muss auch sagen vor allem Die Duckyssee war wirklich sehr gut gelungen! So eine lustige und trotzdem ganz und gar nicht triviale und offenbar gut recherchierte Geschichte habe ich wirklich schon lange nicht mehr im LTB gesehen. Meiner Meinung nach ist es genau so etwas, was diese Reihe braucht! Obwohl vor allem die Anachronismen dann teilweise doch ein wenig übertrieben waren (in der Regel aber einfach zum Schießen – "Unfreundlich! Mieser Service! Nie wieder!"  Greenie). Die Übersetzung fand ich auch sehr gelungen, auch wenn ich noch nicht so recht weiß, ob mich Goethes Verse in Charybdis' Fresse begeistern… Allerdings gibt es einen ärgerlichen Logikfehler:
Spoiler:
Warum erkennen die Neffen ihre Onkel (die sie seit JAHREN nicht mehr gesehen haben können, sie müssen also bei deren Abfahrt noch seeehr klein gewesen sein…) sofort wieder und Minnelope nicht ihren Verlobten?
Aber gut, Erbsenzählerei, ansonsten ist die Story nämlich wirklich gelungen.

Ansonsten hat mir vor allem die Phantomias-Story gefallen. Mich hat es eh schon seit Ewigkeiten genervt, dass Phantomias in so vielen Geschichten nur dank seiner zahlreichen Superwaffen gewonnen hat – der Edelmann hinter der Maske ist dabei immer total in den Hintergrund getreten. Damit räumt Gervasio hier endlich auf: Er zeigt, dass Phantomias mehr ist, als nur ein hochausgerüsteter Volltrottel und dass in ihm wirklich ein Superheld steckt! Die Zeichnungen von Vian sind hier übrigens ein Augenschmaus  Fröhlich

Wer meine ganze Meinung lesen will, der schaue hier (falls es jemanden nervt, dass McDuck und ich immer auf die Duckipedia verlinken, der soll sich bitte melden es tut mir Leid aber ich muss Traffic generieren  Greenie Greenie Greenie)
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#14
Ich fand das LTB nur guten Durchschnitt. Die Duckysee war gut, zu einer wirklichen Topgeschichte reicht es für mich aber nicht, vor allem der Schluss war dann doch sehr konstruiert, bzgl. des Inhaltes der Tasche. Der beste Gag waren natürlich die Verwandlungsversuche von Circe (Zirzel = selten blöder Name) an Goofy und Donald.
Abgesehen von der Duckysee gab es auch einige Ausfälle, wie das übel konstruierte und kläglich hingebogene Milliardärsessen. O.M.A. war auch bestenfalls ausreichend. Düsenschläger war totaler murks, ebenso das Onkel-Komplott, wobei die Grundidee ganz nett war, aber die Ausführung  … na ja.
Die Phantomias-Story war gut, aber hätte gerne noch mehr Seiten vertragen können. Die zweite Maus war schön skurril und Oma Duck am Ende war ziemlich mau.
Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#15
(26.04.2021, 10:52)Mile schrieb: Ich fand das LTB nur guten Durchschnitt. Die Duckysee war gut, zu einer wirklichen Topgeschichte reicht es für mich aber nicht, vor allem der Schluss war dann doch sehr konstruiert, bzgl. des Inhaltes der Tasche. Der beste Gag waren natürlich die Verwandlungsversuche von Circe (Zirzel = selten blöder Name) an Goofy und Donald.
Abgesehen von der Duckysee gab es auch einige Ausfälle, wie das übel konstruierte und kläglich hingebogene Milliardärsessen. O.M.A. war auch bestenfalls ausreichend. Düsenschläger war totaler murks, ebenso das Onkel-Komplott, wobei die Grundidee ganz nett war, aber die Ausführung  … na ja.
Die Phantomias-Story war gut, aber hätte gerne noch mehr Seiten vertragen können. Die zweite Maus war schön skurril und Oma Duck am Ende war ziemlich mau.

Grundsätzlich bin ich einverstanden, wobei ich das Onkel-Komplott doch ziemlich gut fand. Ich fand die Geschichte ziemlich spannend (auch wenn das Ende absehbar war, hin und wieder gabs doch Elemente, die einen haben stutzen lassen), also auch die Ausführung sehr gut – nur nicht die Auflösung. Ich habe immer noch nicht ganz verstanden,

Spoiler:
wozu jetzt diese Feier überhaupt da war. Geburtstag ja nicht, der wurde mit keinem Wort erwähnt. Weil sie dem Fähnlein beim Medaillenrekord geholfen haben? So wird es ja gesagt, aber a) warum ist dann die ganze Familie da aber so gut wie keiner vom Fähnlein und b) was haben Dussel, Donald und Gustav mit ihrer Band damit zu tun? Insgesamt fand ich die Idee, dass sie wegen der Band die ganze Zeit nachts unterwegs waren auch ein bisschen seltsam… wieso dürfen die Neffen davon nichts erfahren, die Band dient ja nicht nur zum Spielen von Fähnleinsliedern und für die sollte man keine ganzen Nächte brauchen zum Lernen…

Also wie gesagt, Auflösung absoluter Murks, aber der Rest meiner Meinung nach doch recht gut.
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#16
Nachdem Sergei die Duckipedia-Rezi übernommen hat, gebe ich doch noch ganz kurz hier meine Meinung kund:
Erstmal kann ich Mile nur beipflichten. O.M.A. war mäßiges Mittelmaß mit etwas kurioser Auflösung und hat Ganoven wiederverwendet, die vermutlich den meisten Lesern genau nichts mehr sagen. Düsenschläger ... also ich weiß nicht, und ich verstehe v.a. nicht, wieso ein spinnender Satellit die Kleider und Ausrüstungsgegenstände von Menschen auf der Erde verändert (der sollte doch höchstens wild zwischen verschiedenen Übertragungen wechseln können, oder?). Schlechtes Mittelmaß oder gutes Schlecht, je nachdem.
Onkel-Komplott: Idee ganz gut, Ende miserabel und die Zeichnungen von Urbano gefallen mir immer weniger, weil auch die Köpfe der Neffen von Geschichte zu Geschichte zu wachsen scheinen. Die sind hier doch so groß wie der restliche Körper. Wie sollen denn Tick, Trick und Track solche Köpfe durch die Gegend schleppen?
Phantomias: Gervasio liefert gewohnt gute Arbeit ab, die Geschichte hätte länger sein können. Warum Donald erstmal nicht schnallt, dass er selber Phantomias ist, verstehe wer will. Vian sehe ich lieber bei den Mäusen, aber auch hier zeichnet er schön. Nur Gustavs Haar gefällt mir nicht ganz. Und der Vergleich mit der vorherigen Geschichte zeigt mal wieder schön die Inkongruenzen von Charakteren. Gustav kann doch nicht gleichzeitig total nett sein und mit Donald gemeinsam in einer Band spielen und sich am Anfang der nächsten Geschichte mit ihm prügeln.
Sio liefert eine gewohnt skurrile Geschichte und Omas plötzliche Programmierfähigkeit stört wohl jeden hier.
Und an Egmonts Auseinanderreißen von Geschichten kann und will ich mich nicht gewöhnen.


Milliardärsessen hatte ich vergessen: Also, Dagoberts Wetten mit Klaas Klever sind ja ein eigenes Genre, aber wurden sehr oft schon wesentlich besser eingeleitet. Hier schlägt Dagobert doch völlig grundlos Bedingungen vor, an denen er nur scheitern kann. Und die Auflösung ergibt für mich gar keinen Sinn. Ja, Dagobert bekommt Geld wegen der Panzerknacker (kann mich übrigens nicht erinnern, dass jemals so viel Geld auf sie ausgesetzt worden wäre). Aber das ändert doch nichts daran, dass er Klever für das Essen bezahlen muss und deshalb seine Wette verloren hat.
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#17
(26.04.2021, 11:52)McDuck schrieb: Nachdem Sergei die Duckipedia-Rezi übernommen hat, gebe ich doch noch ganz kurz hier meine Meinung kund:
Erstmal kann ich Mile nur beipflichten. O.M.A. war mäßiges Mittelmaß mit etwas kurioser Auflösung und hat Ganoven wiederverwendet, die vermutlich den meisten Lesern genau nichts mehr sagen. Düsenschläger ... also ich weiß nicht, und ich verstehe v.a. nicht, wieso ein spinnender Satellit die Kleider und Ausrüstungsgegenstände von Menschen auf der Erde verändert (der sollte doch höchstens wild zwischen verschiedenen Übertragungen wechseln können, oder?). Schlechtes Mittelmaß oder gutes Schlecht, je nachdem.
Onkel-Komplott: Idee ganz gut, Ende miserabel und die Zeichnungen von Urbano gefallen mir immer weniger, weil auch die Köpfe der Neffen von Geschichte zu Geschichte zu wachsen scheinen. Die sind hier doch so groß wie der restliche Körper. Wie sollen denn Tick, Trick und Track solche Köpfe durch die Gegend schleppen?
Phantomias: Gervasio liefert gewohnt gute Arbeit ab, die Geschichte hätte länger sein können. Warum Donald erstmal nicht schnallt, dass er selber Phantomias ist, verstehe wer will. Vian sehe ich lieber bei den Mäusen, aber auch hier zeichnet er schön. Nur Gustavs Haar gefällt mir nicht ganz. Und der Vergleich mit der vorherigen Geschichte zeigt mal wieder schön die Inkongruenzen von Charakteren. Gustav kann doch nicht gleichzeitig total nett sein und mit Donald gemeinsam in einer Band spielen und sich am Anfang der nächsten Geschichte mit ihm prügeln.
Sio liefert eine gewohnt skurrile Geschichte und Omas plötzliche Programmierfähigkeit stört wohl jeden hier.
Und an Egmonts Auseinanderreißen von Geschichten kann und will ich mich nicht gewöhnen.


Milliardärsessen hatte ich vergessen: Also, Dagoberts Wetten mit Klaas Klever sind ja ein eigenes Genre, aber wurden sehr oft schon wesentlich besser eingeleitet. Hier schlägt Dagobert doch völlig grundlos Bedingungen vor, an denen er nur scheitern kann. Und die Auflösung ergibt für mich gar keinen Sinn. Ja, Dagobert bekommt Geld wegen der Panzerknacker (kann mich übrigens nicht erinnern, dass jemals so viel Geld auf sie ausgesetzt worden wäre). Aber das ändert doch nichts daran, dass er Klever für das Essen bezahlen muss und deshalb seine Wette verloren hat.

Stimmt Urbanos Zeichnungen haben teilweise sehr seltsame Proportionen und auch Gesichtsausdrücke (Baptist :-/), aber das hat mich jetzt in dem Fall nicht so gestört, weil die Wirkung stimmt Zwinkern

Ich glaube das mit Phantomias muss man so verstehen: Für Donald ist Phantomias ein Donald (der nichts kann) mit einer Superheldenausrüstung (die alles macht). Wenn die nicht da ist, ist Phantomias auch nicht da. Dann fällt ihm eben auf, dass das wichtigste an einem Helden vielleicht doch nicht die Ausrüstung ist (in dem Fall würde es heißen "Phantomias ist die Ausrüstung", weil sie ihn ausmacht), sondern doch eher der der dahinter steckt. Ich hoffe, das leuchtet ein… ich jedenfalls finde es sehr logisch und schön gemacht, aber gut  Greenie

Beim MilliaRdärsessen finde ich die Auflösung auch unzureichend, zumal die Milliardäre ja noch gar nicht gegessen haben, das heißt die Wette ist gar nicht abgeschlossen, denn wer weiß ob ihnen gerüffelte Eier nach Kaiserart (buärks) überhaupt schmecken?
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#18
Schön, dass wir uns hier weitestgehend einig sind. Zwinkern

Ja, der Plot beim Komplott der Onkel war ja grundsätzlich ok, aber für meinen Geschmack viel zu lang und der Sinn einer geheimen Party für die Fieselschweiflinge ist schlicht unlogisch. Das Fähnlein würde aus so was einen "Staatsakt" machen, mit dem Einladen von G.A.G. und S.Ü.L.Z.K.O.P.F. und anderen hohen Würdenträgern. Da wäre eine Überraschungsparty zum Geburtstag irgendwie logischer gewesen.

Das Ende vom Milliardärssessen kommt in meine Top 10 der schlechtesten Comicenden EVER. Da passte einfach gar nichts. Angefangen bei der Belohnung für die PK, wie auch alles, was danach folgte. Dann lieber mal eine der seltenen Storys, bei denen Klever triumphiert.
Plus ca change

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#19
(26.04.2021, 13:42)Mile schrieb: Das Ende vom Milliardärssessen kommt in meine Top 10 der schlechtesten Comicenden EVER. Da passte einfach gar nichts. Angefangen bei der Belohnung für die PK, wie auch alles, was danach folgte. Dann lieber mal eine der seltenen Storys, bei denen Klever triumphiert.

Das wäre mir als Abwechslung zum Dagobert-gewinnt-immer-Einheitsbrei auch lieber gewesen. Oder das ist das heutigen Comiclesern nicht mehr zumutbar?
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#20
(26.04.2021, 13:51)McDuck schrieb:
(26.04.2021, 13:42)Mile schrieb: Das Ende vom Milliardärssessen kommt in meine Top 10 der schlechtesten Comicenden EVER. Da passte einfach gar nichts. Angefangen bei der Belohnung für die PK, wie auch alles, was danach folgte. Dann lieber mal eine der seltenen Storys, bei denen Klever triumphiert.

Das wäre mir als Abwechslung zum Dagobert-gewinnt-immer-Einheitsbrei auch lieber gewesen. Oder das ist das heutigen Comiclesern nicht mehr zumutbar?

Das ist meiner Meinung nach eines der größten Probleme der aktuellen Comics: Die Hauptfiguren verlieren nie. Während zum Beispiel bei den Barks-Zehnseitern Donald (der ja die Hauptfigur war) auch gerne mal verlor und am Ende dumm dastand, so kann man heute bei einem Dagobert/Klever Wettkampf mit 100% Wahrscheinlichkeit voraussagen, dass der eine mit einem Lächeln um den und der andere mit einer Melone im Mund enden wird. Vor allem bei recht unwichtigen Wetten (ob man die jetzt dazuzählt oder nicht weiß ich allerdings nicht – ein Jahr lang keine Geschäfte mit den 100 reichsten Leuten der Welt ist schon hart!) wäre es tatsächlich mal ganz interessant, Klever gewinnen zu sehen! Bei großen Wetten ist das halt schwierig, weil man dann Gefahr läuft, Klever zum reichsten Mann der Welt zu machen und so kann eine Geschichte meiner Meinung nach dann doch nicht enden.
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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