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LTB 554 - Tag und Nacht im Einsatz
#1
Wieder einmal gibt es den Inhalt eines kommenden LTBs zu besprechen! "Tag und Nacht im Einsatz" heißt es dieses Mal, und wie es die mittlerweile fast schon Tradition will, ist Phantomias auf dem Cover. Der Inhalt hält ein paar Sachen bereit, die interessant werden könnten. In der Eröffnungsgeschichte gibts die Rückkehr von Dr. Dark, es folgen eine Art Adaption von Wells' Der Unsichtbare und dann eine Menge Standard und eine Schatzsuche nach Paititi von Vito Stabile. Und den Abschluss bildet eine Egmont-Einseiter, ist zwar nichts Supertolles oder so hab ich aber glaub ich noch nie erlebt :D

Nun ja, weitere Infos für Interessierte wie immer bei uns, ansonsten heißt es wie immer abwarten ob der Band dann nicht doch noch ne größere Überraschung bereithält!
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#2
Mich interessieren nur die Wells’ Adaption und die Paititi-GeschichteZwinkern
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#3
Mich ebenso. Bei der Recherche damals für die Adaptionsliste bin ich schon über die Wells-Adaption gestolpert und fand sie beim Blick in den Inducks interessant.
Phantomias-Geschichte von Pihl. Darf ich weinen?  Seufz
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#4
(01.12.2021, 15:40)McDuck schrieb: Phantomias-Geschichte von Pihl. Darf ich weinen?  Seufz

Ja, du darfst. Lass den Tränen freien Lauf.
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#5
Na ja, die beiden mit Dr. Dark waren nicht so schlecht, zumindest gemessen an Egmont'schen Verhältnissen. Aber wieso es immer wieder die dänischen Phantomiasgeschichten sind, die Cover/Titelstory werden, will mir auch nicht in den Sinn.
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#6
Habe das LTB schon durch und bereue es keinesfalls, mein Abo gekündigt zu haben. Zwinkern

So long, and thanks for all the fish!
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#7
(31.12.2021, 09:51)Mile schrieb: Habe das LTB schon durch und bereue es keinesfalls, mein Abo gekündigt zu haben. Zwinkern

So long, and thanks for all the fish!

Ach komm schon sei nicht so hart zu den Ltbs.
Wenn alle SO schlecht sind warum kaufst du dir dann welche.
Ich finde jedes Ltb hat seine guten und schlechten Seiten aber ein nur schlechtes Ltb gibt es nicht.
Habe das Buch zwar noch nicht und bin auch noch bei Ltb 553 aber ich denke auch das nächste Ltb wird gut werden.
Und warum ich es nicht habe ist ganz leicht zu erklären mein Abo beginnt erst im Februar.

Lg euer Reicher Dagobert.
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#8
Also für mich ist 2022 auf jeden Fall noch drinnen und es beginnt gut mit diesem Cover und der Inhalt gibt auch schon was her.
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#9
Hi, 

Kurzrezensionen des LTB 554:

Cover & Rückseite: „Tag & Nacht im Einsatz“ & „Ein nachtaktives LTB mit 11 tagesaktuellen Geschichten!“
Ein hübscher 313/X mit realistisch gestalteten Scheinwerfern und einem energisch entschlossen dreinschauenden Donald bzw. Phantomias. Sieht schon mal gut aus!

Preis: Deutschland: 7,99€, d.h. 14,3% mehr als noch für das Vorgänger LTB 553. Nun gut, es wurde schon lange nicht mehr erhöht, aber m.E. hätten auch 7,49€ gereicht. 14% sind schon frech! Rege ich mich auf? Wir Deutschen sind dabei noch gut bedient. Das Volk südlich von Bayern zahlt im schönen Österreich nun nicht mehr nur 1¢ mehr als in Deutschland (fand ich übrigens immer recht lächerlich). Nein, der neue Preis in Österreich ist jetzt sogar 8,50€ anstatt 7,00€ (+ 21,4%) Wäre ich Österreicher, würde ich mir das von Egmont erklären lassen. Und gut, dass ich kein Schweizer bin oder sind die alle so unsagbar reich? Eidgenossen zahlen jetzt 14,20 SFR (~ 13,70€) anstatt 12,50 SFR (12,06€), also moderate 13,6% mehr als zuvor (hüstel) für ein LTB. 

Mich trifft es nur peripher, da ich als Abonnement gegen Vorkasse noch zum alten Preis kaufen konnte. Ob ich mein Abo verlängern werde, kann ich mir noch einige Zeit überlegen. 

Das alles hebt allerdings nicht gerade mein Rezensionslaunenbarometer, da bei der zuletzt niederen Qualität der Maus- und Entengeschichten eigentlich noch die Relation zum Geldbeutel gezogen werden sollte. 

Extra: (zumindest im Abo) Ein Kalender 2022 mit Erscheinungserinnerungen der vielen verschiedenen LTBs und seinen Ablegern (alle?) für die kommenden zwölf Monaten. Für mich ein nettes Lesezeichen. 

Comics:

1. „Tag & Nacht im Einsatz: Helden im freien Fall“
Lustige Titelgeschichte mit Phantomias und Dr. Dark im Weltall. Etwas 007 (1967, Man lebt nur zweimal) glaubte ich zu erkennen beim Versuch, die Weltherrschaft mittels Space Kidnappings zu erlangen. 
Idee: 8/10
Zeichnungen: 7/10
Spannung/Unterhaltung: 9/10
Spaßfaktor: 9/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 8/10

2. „Der fliegende Bläuling“
Klamauk bis zum Abwinken.  
Idee: 3/10
Zeichnungen 5/10
Spannung/Unterhaltung: 3/10
Spaßfaktor: 3/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 4/10. 

3. „Der unsichtbare Klecks“ Teil 1 & 2
Der erste Teil hat Längen und ist unlustig und auch nicht spannend. Micky gibt es erst auf der letzten Seite. Teil 2 ist besser, obwohl mich insgesamt qualitativ einige Zeichnungen ärgern (Beispiel Micky‘s Eierkopf auf Seite 82 oben links). 
Idee: 3/10
Zeichnungen: 4/10
Spannung/Unterhaltung: 5/10
Spaßfaktor: 3/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 4/10. 

4. „Ausgehext“
ist eine nette Gundelstory, die thematisch ins LTB 553 gepasst hätte. 
Idee: 7/10
Zeichnungen: 7/10
Spannung/Unterhaltung: 6/10
Spaßfaktor:  4/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 6/10. 

5. „Sparen um jeden Preis“. 
Faccini zeichnet ordentlich, wenn man von den Hauptcharakteren (Figuren mit Schnäbeln) absieht. 
Idee: 3/10
Zeichnungen: 3/10
Spannung/Unterhaltung: 3/10
Spaßfaktor: 4/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 3/10. 

6. „Kampf ums goldene Ei“ 
Ulkiger Klamauk ähnlich dem vorherigen Bläuling aber m.E. noch etwas lustiger. 
Idee: 3/10
Zeichnungen: 6/10
Spannung/Unterhaltung: 4/10
Spaßfaktor: 5/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 5/10. 

7. „Das Glück liegt auf Eis“
Unnötig viele Charaktere. Nette Story. 
Idee: 6/10
Zeichnungen: 6/10
Spannung/Unterhaltung: 5/10
Spaßfaktor: 5/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 5/10. 

8. „Das Mädchen mit der Tulpenkette“. 
Der holländische Vorfahre Dagobert van Duck ist in seine Gulden verliebt und lässt Donald die Münzen zeichnen. Dieser bevorzugt jedoch die liebliche Katrien zu porträtieren. Dagobert van Duck verhaspelt sich beim Rückkauf des zuvor verschmähtem Meisterwerks und bietet 50.000 Taler anstatt Gulden. 
Ansonsten sind die teilweise kurzen und kantigen Entenschnäbel nicht mein Ding. 
Idee: 6/10
Zeichnungen: 4/10
Spannung/Unterhaltung: 4/10
Spaßfaktor: 5/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 5/10.

9. „Der Hennenflüsterer“. 
Kompletter Schwachsinn. Zeitverschwendung.
Idee: 2/10
Zeichnungen: 4/10
Spannung/Unterhaltung: 2/10
Spaßfaktor: 2/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 3/10.

10. „Die Entdeckung von Paititi“
Die Zerstörung von Weltkulturerbe kommt immerhin einem Duck‘schen Freizeitpark zu Gute. 
Idee: 5/10
Zeichnungen: 6/10
Spannung: 5/10
Spaßfaktor: 4/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 5/10

11. „Mit Stock, Charme und Zylinder: Voll im Trend“
Einseiter, der naturgemäß und glücklicherweise schnell vorbei ist. 
Idee: 2/10
Zeichnungen: 6/10
Spannung: 1/10
Spaßfaktor: 3/10 („Lustiges TB“)
Gesamt: 3/10.

Fazit: Durchwachsener Start ins neue Jahr. Die Titelstory war das Beste am LTB 554 aber eigentlich kein wirkliches Highlight für Top 100 Listen. 

Das Buch wird die Tage bei eBay landen. Vielleicht zahlt man mir jetzt 1 Euro mehr beim Verkauf. Damit würde ich die verlagsseitige Abzocke marktkonform weiterreichen. 

Es grüßt herzlich 
Bernie Blankoscheck
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#10
(02.01.2022, 02:25)Bernie Blankoscheck schrieb: Das Buch wird die Tage bei eBay landen. Vielleicht zahlt man mir jetzt 1 Euro mehr beim Verkauf. Damit würde ich die verlagsseitige Abzocke marktkonform weiterreichen. 

Es grüßt herzlich 
Bernie Blankoscheck
Eine Frage WOFÜR  kaufst du Ltbs um sie dann bei Ebay zu verkaufen.Wenn du echt so drüber maulst dann kauf sie halt nicht mehr.
Ich verstehe ja dass es schlechte Geschichten gibt aber SO schlcht dass man sie direkt verkauft ist mir unbegreiflich.
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#11
Insgesamt kein schlechter Band. Viel Durchschnittliches und Mittelmäßiges, aber nichts wirklich Schlechtes und vor allem mit Der unsichtbare Klecks eine Geschichte, die mir sowohl in der Atmosphäre, als auch in der Handlung und der Charakterisierung der Figuren sehr gut gefallen hat. Die Entdeckung von Paititi halte ich für verschenktes Potenzial: Stabile baut hier auf sehr vielversprechenden Prämissen auf, mit einer Schatzsuche, die gleich auf mehreren südamerikanischen Legenden fußt und einem sehr interessantenCharakterkonflikt zwischen Dagobert und seinem Begleiter, aber letztendlich ist die Geschichte dann doch deutlich zu kurz, um das Ganze zufriedenstellend auszuführen. Nicht, dass das Ergebnis schlecht ist, im Gegenteil, aber mit ein paar Seiten mehr hätte es halt richtig, richtig gut werden können.

Hier wieder meine ausführlicher ausgeführte Meinung (und andere) zum Band.
D.U.C.K. (Dedicated to Unca Carl and Keno)
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#12
Für mich das beste LTB seit einiger Zeit.
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#13
(05.01.2022, 17:23)Sergei schrieb: Insgesamt kein schlechter Band. Viel Durchschnittliches und Mittelmäßiges, aber nichts wirklich Schlechtes und vor allem mit Der unsichtbare Klecks eine Geschichte, die mir sowohl in der Atmosphäre, als auch in der Handlung und der Charakterisierung der Figuren sehr gut gefallen hat. Die Entdeckung von Paititi halte ich für verschenktes Potenzial: Stabile baut hier auf sehr vielversprechenden Prämissen auf, mit einer Schatzsuche, die gleich auf mehreren südamerikanischen Legenden fußt und einem sehr interessantenCharakterkonflikt zwischen Dagobert und seinem Begleiter, aber letztendlich ist die Geschichte dann doch deutlich zu kurz, um das Ganze zufriedenstellend auszuführen. Nicht, dass das Ergebnis schlecht ist, im Gegenteil, aber mit ein paar Seiten mehr hätte es halt richtig, richtig gut werden können.

Ja, sehe ich auch so, das sind mit Abstand die besten Geschichten in diesem Band.
Leider war die Klecks-Geschichte fürr mein Dafürhalten nicht dramatisch genug inszeniert, so schrecklich konnte mich die Atmosphäre gar nicht beeindrucken. Jedenfalls nicht durchgängig, da war mir irgendwie zu viel bunte blümchenwiese.

Ja, ich verstehe, was du bei Paititi meinst. Alle Figuren, die eine größere Rolle spielen, sind super in Szene gesetzt und auch die Interaktionen bieten viel Potenzial. Allerdings ist die eigentliche Schatzsuche etwas unspektakulär: Dschungel, Fluss, Berg, Höhle. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht und nicht besonders gehaltvoll miteinander verbunden.

Wie fandet ihr die Gustav-Geschichte mit dem Eishotel? Waren die Namen der Schauspieler etc. irgendwelche Anspielungen, die man hätte verstehen sollen? Hä?
*Exorbitanter Poster entenstarker Rezensionen und toller Einschätzungen (© by McDuck)
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#14
(12.01.2022, 20:14)Entenfan schrieb: Wie fandet ihr die Gustav-Geschichte mit dem Eishotel? Waren die Namen der Schauspieler etc. irgendwelche Anspielungen, die man hätte verstehen sollen? Hä?

Gut, Oli Stein ist relativ klar (Oliver Stone). Den Rest kann ich nicht deuten (was Wunder), manches kommt mir vage bekannt vor.
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#15
Und das ist noch der einzige, der im Deutschen einen deutlich anderen Namen bekommen hat - im Original heißt er Phil Maty (filmati = Aufnahmen). Lediglich Peter Ko(h)l hat der Übersetzer noch ein H spendiert.
Ich glaube nicht, dass da konkrete Schauspieler persifliert werden sollten.
R.A.V.I.O.L.I. (Regelmäßiger Auswerter verschiedener italienischer Original-Literatur)
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#16
Das Erste Lustige Taschenbuch im neuen Jahr 2022. Nr. 554 "Tag & Nacht im Einsatz" - Das LTB kriegt von mir gleich vorweg 7 von 10 Punkten. Es ist ein guter Einstand in das Jahr 2022 das möchte ich schon ganz klar sagen.

"Tag & Nacht im Einsatz - Helden im freien Fall" - Die Rückkehr von Dr. Dark steht an in der Titelstory gleich am Anfang. Das Abenteuer im Weltraum mit dem 313 bzw. X war mit den 26 Seiten zwar relativ kurz, doch es war ein schöner Abstecher und die letzte Seite war schön.
"Der fliegende Bläuling" - Endlich bekommt die Ziege Billy mal eine richtige Story und die kann sich sehen lassen mit 16 Seiten und der Familie Duck wirklich ne gemütliche Story.
"Der unsichtbare Klecks" - Ein sonderbarer Gast & Gekränktes Genie - Die Micky Maus Story mit 48 Seiten wieder extra lang und lesenswert. Mit dem Schwarzen Phantom als Klecks sowie den bekannten Mauscharakteren in neuem Umhang.
"Ausgehext" - Was wäre wenn Gundel ihre Magie verliert, das erfährt man in dieser 24 Seiten starken Geschichte und dass Gundel Knoblauch sehr mag und auch ohne Magie erfolgreich wäre.
"Sparen um jeden Preis" - nach Gundel widmet man sich hier Dagoberts nächsten Feind nämlich Klaas Klever der fordert Dagobert in der Sparsamkeit heraus in 30 Seiten. Die Story hat ihre Höhen und Tiefen.
"Kampf ums goldene Ei" - Den Preis für die lustigste Story geht an Kater Karlo und Schnauz die sich in 8 Seiten mit einem Adler anlegen.
"Das Glück liegt auf Eis" - Definitiv für mich das Highlight die Vetterngeschichte mit Gustav Gans, Dussel Duck und Donald Duck. Die 26 Seiten haben mir gut gefallen und die Kombination war toll.
"Das Mädchen mit der Tulpenkette" - Dann geht es ab in die Vergangenheit in 30 Seiten wo man in die Niederlande reist und dort erfährt man wie das Bild des Mädchens mit der Tulpenkette entstanden ist. Recht solide Arbeit und die verschiedenen Ducks waren auch ulkig.
"Der Hennenflüsterer" - Leider der Tiefpunkt für mich mit Dussel Duck auf 15 Seiten wie Dussel von einem Zauberer die Macht über Hennen kriegt und Donald mit reinzieht.
"Die Entdeckung von Paitit" - Eine Abenteuerstory mit Dagobert und Donald sowie einem neuen Geschäftsmann. Mit 26 Seien genauso lang wie die Titelstory aber um eine Spur besser.
"Mit Stock, Charme & Zylinder: Voll im Trend" - sehr ungewöhnlich gibt es am Schluss noch einen 1 Seiter mit Dagobert, was ich nicht gebraucht hätte.
Somit muss ich am Ende sagen, dass dieser Band sehr abwechslungsreich war und wirklich gut ins neue Jahr startet. Wenn alle Bände zumindest dieses Niveau halten, dann wird 2022 sicher nicht schlecht.
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#17
Das aktuelle LTB ist kein fieser Vollflop, hat andererseits aber auch keine besonderen Highlights. Typischer Durchschnittsband, der je nach Anspruch folglich etwas enttäuscht oder befriedigt. Ich würde ihn als ganz ordentlich werten, glaube aber auch nicht, dass irgendeine Geschichte am Jahresende in einer Best-of-Übersicht erscheint.


"Tag & Nacht im Einsatz - Helden im freien Fall" 
Phantomias bekommt es erneut mit Dr. Dark zu tun. Selbiger mopst sich das Heldenmobil, um damit ins All zu fliegen und eine örtliche Raumstation um eine höchst dämliche "Superwaffe" zu erleichtern. Unser aller Lieblingsrächer eilt als blinder Passagier auf der Aussenseite einer Versorgungsrakete hinterher.
Die Story ist natürlich ziemlich gaga, aber das passt ja zu Dr. Dark. Selbiger ist - lässt man das skurrile Äussere als Raubkatze mal beiseite - eigentlich ein typischer Vertreter der Gattung "Beklopptes Genie", das sich für gewitzter hält, als es ist. Allein schon die Waffe, auf die er es abgesehen hat, sollte er als böses Superhirn eigentlich an einem lauen Samstagabend selbst zusammenklöppeln können. Aber, wie gesagt, die Story passt schon zu Dr. Dark und erhebt selbst wohl kaum Ansprüche, ein literarischer Geniestreich zu sein. Bonuspunkte gibt es für die zwei lustigen Bürokraten in der Raumstation.


"Der fliegende Bläuling"
Donald und Ziege Billy jagen einen kostbaren fliegenden blauen Trüffel. Ja, wirklich. Dabei passiert Donald natürlich so manches Ungemach.
Eine Gag-Story, die streckenweise auf jeden Text verzichtet. Zieht sich etwas und, naja, herumfliegende Pilze, die wie blau gefärbte Kartoffeln aussehen muss man akzeptieren. Vielleicht gibt es ja mal eine Fortsetzung mit einer fliegenden lila Zeppelin-Wassermelone.


"Der unsichtbare Klecks"
Der "Unsichtbare" ist eine weitere Literatur-Adaption. Ein vollständig in Bandagen gehüllter Fremder mit ausgesprochen schlechter Laune steigt Achtzehnhundertobak in einem Dörfchen im Gasthaus ab und will sich dort seinen Experimenten widmen. Geduld gehört dabei nicht zu seinen Stärken und bald schreckt er auch vor Verbrechen nicht zurück. Wie fängt man aber nun einen Unsichtbaren?
Im Prinzip gut gelungen. Welche moderne Figur sich hinter dem Unsichtbaren verbirgt, ist leider schon früh klar. Groß, dünn, und dann noch der Titel der Geschichte... nunja. Der Unsichtbare ist nicht nur Täter, sondern auch Opfer (seiner eigenen Experimente), das verleiht der Figur etwas Tiefe. Kater Karlo besticht in einer Nebenrolle als kleiner Gauner.
Es gab sicher schon bessere Literatur-Geschichten, aber ich habe an dieser eigentlich auch nichts groß zu kritisieren.


"Ausgehext"
Gundel wird mal wieder wegen ihrer Unfähigkeit, den Glückszehner zu stehlen, vom Hohen Hexenrat bestraft und muss ohne Magie auskommen. Erstaunlicherweise gelingt ihr der Übergang ins bürgerliche Leben ganz gut. Als Vertreterin für (unmagische) Besen tingelt sie von Tür zu Tür und geniesst in ihrer Freizeit köstliche Knoblauchgerichte. Als Nicht-mehr-Hexe ist sie gegen die Knolle nicht mehr allergisch. Das friedliche Dasein wird gestört, als sich eine junge Hexe aufmacht, die einst begehrte Münze zu erbeuten. Das kann Gundel nun auch nicht zulassen und so verbündet sie sich mit Dagobert.
Nette Geschichte mit einer symphatischen Gundel im Knoblauchglück. Allerdings hat die grundsätzliche Story mit einer zur Strafe degradierten Gundel einen gewissen Bart. Passiert fast so oft wie Gustav, der plötzlich glücklos ist. Dazu später mehr. Der Hohen Hexenrat besteht in dieser Geschichte aus zwei männlichen Hexen. Mir gefällt die weibliche Variante in z.B. "Einer gegen Alle" besser. 


"Sparen um jeden Preis"
Ein offensichtlich masochistisch veranlagter Klaas Klever fordert Dagobert in einen Spar-Wettbewerb heraus. Allerdings geht es dabei nicht um eingespartes Geld, sondern um fünf andere Dinge, die man sparen kann. Zum Beispiel Wasser oder Worte. Primus von Quack leitet den Wettstreit als Aufgabensteller und Schiedsrichter. Gelingt es Klever in nur einer Disziplin siegreich zu sein, winkt ihm eine Million Taler Wetteinsatz. Tatsächlich stellen einige Aufgaben Dagobert theoretisch vor größere Probleme...
...die er gewitzt angeht. Während Klever die Sachen in Angriff nimmt, wie sie eigentlich gemeint sind, legt Dagobert die Aufgaben sehr frei aus und treibt den Gegner so zum Wahnsinn. Die Zeichnungen passen gut zu der skurrilen Geschichte. Als kleiner Minuspunkt sei erwähnt, dass der Schiedsrichter Primus Dagobert jeden Trick durchgehen lässt. So tut einem der im Sinne des Wettbewerbs überraschend sauber kämpfende Klever fast leid.


"Kampf ums goldene Ei"
Karlo und Schnauz balgen sich mit einem Adler um ein gestohlenes goldenes Ei, das vom Federvieh natürlich im eigenen Nest beschützt wird.
Harmlose Geschichte mit einem grenzdebilen Schnauz. Karlos schickes Adlerkostüm ist allerdings ein Hingucker.


"Das Glück liegt auf Eis"
Gustavs Glück beschert ihm ein Hotel, ganz aus Eis erbaut. Zunächst wenig begeistert (Hotelleiter klingt verdächtig nach Arbeit), bessert sich seine Laune spontan, als sich eine Film-Crew einquartieren möchte, um dort einen Spionage-Thriller zu drehen. Dabei die verehrte Actress Betty Bell. Der Glücksgockel heuert Donald und Dussel als Gehilfen an und während die das Hotel während der Dreharbeiten trotz einiger Pannen am Laufen halten, versucht Gustav überraschend pechverfolgt, die Schauspielerin zu umgarnen.
Nun, die 43.679te Story über einen temporär glücklosen Gustav mit einer Auflösung, die auch schon x-mal so ähnlich da war. Immerhin ein unverbrauchtes Ambiente und die Zeichnungen von Fecchi sind routiniert gelungen.


"Das Mädchen mit der Tulpenkette"
Donald, gegabter Maler im Holland das 17. Jahrhunderts, fristet sein freudloses Dasein als Auftragsmaler für Dagobert. Selbiger will ausnahmslose Bilder von Gulden, Guldenbergen und Guldenmeeren gefertigt wissen und entsorgt andere Werke kurzerhand im Keller. Donald künstlerische Seele hellt sich auf, als er ein holdes Mädchen erblickt... ok, er rennt es um... die ihm zudem einige besonders intensiv farbige Tulpen zeigt. Trotz seines grätigen Brötchengebers macht er sich daran, mit den Tulpenpigmenten ein Meisterwerk zu erschaffen.  Dessen Reaktion ist vorhersehbar - ab in den Keller mit dem Geschmiere. Aber wahre Kunst findet ihren Weg, oder?
Das Bild und die Geschichte ist natürlich eine Anspielung auf das berühmte Werk "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" von Jan Vermeer, das auch heute noch durch seine bezaubernden Farben beeindruckt. Ruhig erzählt mit einem hübsch verbohrten Dagobert, der nur Münzen für künstlerisch wertvoll ansieht. Nicht schlecht.


"Der Hennenflüsterer"
Ein Magier verleiht Dussel für 12 Stunden die Fähigkeit, Hühner schweben zu lassen. Der sieht sich mit dieser Gabe schon auf dem Weg zur Weltkarriere auf der Bühne und natürlich wird Donald wie gewohnt gekonnt und widerwillig ins Dussels Chaos hineingezogen. Man kann auch sagen, er steckt mit dem Kopf voll drin. 
Puh. Also ich mag ja Faccini und er passt vortrefflich zu Dussel, aber die Geschichte ist überraschend fade. Dem Autor fiel zu der merkwürdigen Gabe wenig mehr ein, als Donald hühnerumflort durch die Gegend schweben zu lassen. Naja, was fällt einem auch zu schwebenden Hühnern ein?! Warum Dussel eine Karriere aufgrund einer 12-Stunden-Magie plant, bleibt sein Geheimnis.


"Die Entdeckung von Paitit"
Eine weitere Stadt aus Gold wartet in Peru auf ihren Entdecker. Bewacht von einem goldenen Vogel gilt sie als Mythos, bis ein Kollege von Dagobert im Milliardärsklub mit dem Nachweis einer Feder aufkreuzt. Man tut sich für eine Expedition zusammen, wobei es Dagorbert wie üblich um das Gold geht, dem dicken Kollegen aber um den Ruhm der Entdeckung (und den Neid der anderen). Die Stadt wird auch prompt gefunden, erweist sich aber als nicht ganz so verlassen wie erhofft.
Schade. Die Geschichte macht zunächst Spaß aufgrund des Geplänkels zwischen dem geltungsbewußten Milliardärskollegen und dem wertbewußten Dagobert, flacht dann aber stark und nachhaltig ab. Die goldene Stadt wird viel zu leicht entdeckt und die letztliche Katastrophe wird von allen Beteiligten erstaunlich emotionslos registriert. Schön, dass der Kollege zwar nicht sehr symphatisch rüberkommt, aber auch nicht als klassischer Schurke missbraucht wird. Trotzdem, da war deutlich mehr drin.
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#18
Ich wurde nun beim Lesen wegen Krankheit des Kinds um 6 Tage zurückgeworfen, sonst wäre ich bereits fertig. Aber davon abgesehen:
Wer sich bisher zu fein war, den Band im Kiosk zu kaufen, dem kann ich ein Buch anbieten. Ich habs nämlich doppelt. Ist bei mir definitiv günstiger als im Laden. Ungelesen

Leider geht es genauso weiter, wie vergangene Woche. Ich bin bisher nur bis zur Geschichte "Das Glück liegt auf Eis" gekommen.

Aber bis dahin haben mir die Geschichten ausgesprochen gut gefallen. Insbesondere Geschichten um Gundel Gaukeley gefallen mir i.d.R. sehr gut, auch, wenn sie nicht mein Lieblingscharakter ist (lang lebe Donald. Zwinkern ). Aber besser als LTB 553 zu sein ist auch nicht schwer.
Daher kann ich eine sogenannte Rezension wie von Bernie Blankoscheck absolut nicht nachvollziehen und halte es wie schon Der Reiche Dagobert: Kauf dir lieber keine Lustigen Taschenbücher, wenn Du sie allgemein so schlecht findest. Und niemand wird für ein Buch einen Euro mehr zahlen, als im Laden. Ich krieg ja nicht mal meins los, das ich doppelt habe. Ich gebe es unter Wert her, aber es loszuwerden ist schwer.
„Erzittre, Diebesgesindel! Phantomias naht mit Brausen!“
(Sehr überlegener langjähriger Zeremonienmeister, Kenner und Organisator von Premieren und Feiern)
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#19
Die Rezension von Entenfan:

https://www.fieselschweif.de/publikationen/ltb-554/


Ich muss sagen, dass mich die Paititi-Story nicht so richtig überzeugt hat, da seh ich es ähnlich wie Sergei und Eifelschaf, das war mir zu kurz, zu hektisch. Ich hoffe, die Stabile-Geschichte im nächsten Band ist besser, auf die Zusammenarbeit mit Rota bin ich jedenfalls gespannt. Auch für den Unsichtbaren konnte ich mich nicht begeistern. Bei "Ausgehext" und "Sparen um jeden Preis" bin ich aber Entenfans Meinung, die fand ich beide auch unterhaltsam, mit schönen Ideen. Mit der Titelgeschichte konnte ich nichts anfangen, irgendwie scheint das so ein Ding bei Egmont zu sein, Phantomias ins All zu schicken, zumindest kam das jetzt gefühlt schon häufiger vor. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass Fecchi für Panini leicht anders zeichnet, kann es aber schwer benennen. Oder bilde ich mir das ein?
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#20
(03.01.2022, 20:07)Der Reiche Dagobert schrieb: Eine Frage WOFÜR  kaufst du Ltbs um sie dann bei Ebay zu verkaufen.Wenn du echt so drüber maulst dann kauf sie halt nicht mehr.
Ich verstehe ja dass es schlechte Geschichten gibt aber SO schlcht dass man sie direkt verkauft ist mir unbegreiflich.

@ Der Reiche Dagobert


Jeder definiert ‘Sammeln’ anders. Aufgrund eines langen Auslandsaufenthalts hatte ich 1990 eine vollständige LTB Sammlung bis auf wenige Ausnahmen auf dem Flohmarkt verkauft.
2019 kam ich zurück und wollte wieder LTBs haben, doch mittlerweile gab es über 500 Ausgaben. Deshalb stelle ich mir heutzutage nur noch gute und unterhaltsame Comics ins Regal und keine Lückenfüller. Jetzt habe ich nur ca. 100 klassische LTBs und ca. 30 Nebenreihen-LTBs. Dieses Forum hier ist für mich sehr hilfreich bei der Auswahl, welche Bücher sich lohnen und welche nicht. 

Es grüßt herzlich 
Bernie Blankoscheck
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