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LTB 514 - Der große Wurf
#1
Am 4.12.2018 erscheint LTB 514 mit dem Titel Der große Wurf :
Inhalt:
Der große Wurf
Story: Gorm Transgaard , Zeichnungen: Andrea Ferraris
Genre: Gagstory
Charaktere: Donald Duck
Code: D 2018-060
Originaltitel: A Simple Task
Ursprung: Dänemark
Erstveröffentlichung: 04.12.2018
Seitenanzahl: 30
5

Die Annalen der Zukunft
Story: Matteo Venerus , Zeichnungen: Nicola Tosolini
Genre: Kriminalgeschichte
Charaktere: Das Schwarze PhantomKommissar HunterMicky Maus und Minnie Maus
Code: I TL 3240-1
Originaltitel: Topolino e il retrofuturo
Ursprung: Italien
Erstveröffentlichung: 27.12.2017
Seitenanzahl: 34
35

Projekt „Superzelle“ Teil 1: Genie gegen Superhirn
Story: Bruno Enna , Zeichnungen: Giada Perissinotto
Genre: Superhelden
Charaktere: BürgermeisterDaisy DuckDaniel DüsentriebDestruktorDonald DuckHelferleinKlaas KleverDagobert Duck und Phantomias
Code: I TL 3126-1
Originaltitel: Paperinik e il protocollo Mad Ducktor
Ursprung: Italien
Erstveröffentlichung: 27.10.2015
Seitenanzahl: 22
69

Die 3000
Story: Enrico Faccini , Zeichnungen: Enrico Faccini
Genre: Gagstory
Charaktere: AchtmalachtDie PanzerknackerDussel Duck und Opa Knack
Code: I TL 3000-12
Originaltitel: La Banda Bassotti e il raduno dei 3000
Ursprung: Italien
Erstveröffentlichung: 28.05.2013
Seitenanzahl: 22
91

Kampf der Start-Apps
Story: Matteo Venerus
Genre: Wirtschaftskampf
Charaktere: Baptist Bernhard BrinksdinkDaisy DuckDaniel DüsentriebDie PanzerknackerDonald DuckDussel DuckFähnlein FieselschweifFranz GansFräulein Rita RührigGitta GansGundel GaukeleyGustav GansHabakukKlaas KleverOma Dorette DuckDagobert DuckPrimus von QuackTick, Trick und Track und Hund Tiger
Code: I TL 3202-2
Originaltitel: Zio Paperone e la Startpapp Cup
Ursprung: Italien
Erstveröffentlichung: 05.04.2017
Seitenanzahl: 30
113

Meisterschurken unter sich
Story: Gabriele Mazzoleni , Zeichnungen: Ettore Gula
Genre: Gagstory
Charaktere: Kater Karlo und Schnauz
Code: I TL 3230-2
Originaltitel: Gambadilegno e la corona del faraone nero
Ursprung: Italien
Erstveröffentlichung: 18.10.2017
Seitenanzahl: 26
143

Voller Energie
Story: Augusto Macchetto , Zeichnungen: Marco Gervasio
Genre: Gagstory
Charaktere: Daniel DüsentriebFranz GansOma Dorette Duck und Dagobert Duck
Code: I TL 2576-3
Originaltitel: Se sogni, se ridi...
Ursprung: Italien
Erstveröffentlichung: 12.04.2005
Seitenanzahl: 3
169

Projekt „Superzelle“ Teil 2: Genie gegen Superheld
Story: Bruno Enna , Zeichnungen: Giada Perissinotto
Genre: Superhelden
Charaktere: BürgermeisterDaisy DuckDaniel DüsentriebDestruktorDonald DuckHelferleinKlaas KleverDagobert Duck und Phantomias
Code: I TL 3126-2
Originaltitel: Paperinik e il protocollo Mad Ducktor
Ursprung: Italien
Erstveröffentlichung: 27.10.2015
Seitenanzahl: 22
172

Kosmische Tierwesen (und wo sie zu finden sind)
Story: Byron Erickson , Zeichnungen: Flemming Andersen
Genre: Gagstory
Charaktere: Donald DuckDussel Duck und Dagobert Duck
Code: D 2017-192
Originaltitel: Eggs From Outer Space
Ursprung: Dänemark
Erstveröffentlichung: 04.12.2018
Seitenanzahl: 37
194

Ein seltenes Stück
Story: Giorgio Figus , Zeichnungen: Andrea Lucci
Genre: Gagstory
Charaktere: Donald DuckKlaas KleverDagobert Duck und Tick, Trick und Track
Code: I TL 2962-5
Originaltitel: Paperino e il "pezzo" da collezione
Ursprung: Italien
Erstveröffentlichung: 04.09.2012
Seitenanzahl: 24
231

Engel Gut
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#2
Gegen Ferraris hab ich nichts, aber wenn der jetzt plötzlich die Egmont-Geschichte zeichnet, heißt das dann, dass Fecchi sich zurückzieht? Grübel
Das Leben ist zu kurz, um zu schreiben "Das Leben ist zu k
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#3
Nein glaube ich nicht. Ich glaube Ehapa hat im diese Geschichte beauftragt. Aber warum jetzt aufeinmal wieder 2 Dänische Gescchichten in einem LTB ?

Engel Gut
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#4
Endlich mal eine Darts-Geschichte. Fröhlich
Plus ca change

Plus c'est la meme chose
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#5
(06.11.2018, 14:45)Brisanzbremse schrieb: Gegen Ferraris hab ich nichts, aber wenn der jetzt plötzlich die Egmont-Geschichte zeichnet, heißt das dann, dass Fecchi sich zurückzieht? Grübel
Den Gedanken hatte ich spontan auch, da Fecchi gefühlt in den letzten Bänden nicht mehr so oft dabei war, die Zahlen geben das aber nicht unbedingt her: Bislang wurden vier Geschichten mit 2017er-Code im LTB veröffentlicht, das ist relativ normal, zumal ja eventuell noch welche hinzukommen. Ich könnte mir vorstellen, dass Ferraris hier ausnahmsweise eingesetzt wurde, weil er sich vielleicht besser mit Darts auskennt (ich nehme mal an bzw. hoffe, dass einige Spieler karikiert werden). Oder weil die Geschichte offenbar relativ kurzfristig produziert wurde und er halt frei war. Aber wer weiß, vielleicht sehen wir ihn jetzt auch noch öfter im LTB. Hab neulich eine Geschichte von ihm in der MM gelesen und seine Zeichnungen haben mir dort nicht besonders gut gefallen. Mal sehen, wie's im LTB aussieht.

Auf die Faccini-Geschichte freue ich mich natürlich auch.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#6
Also, ich bin froh, wenn neben den in letzter Zeit arg überstrapazierten Cavazzano/Andersen/Fecchi noch ein weiterer D-Code-LTB-Zeichner dazukommen sollte (Freccero ist ja auch nicht oft dabei).
Wissenschaftliche Experimente, doch was nützen die der Ente?
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#7
Die Rezension von Entenfan:

https://www.fieselschweif.de/publikationen/ltb-514/

Bei der Kritik an den beiden Egmont-Geschichten muss ich Entenfan wirklich recht geben. Darts wurde im Gegensatz zu anderen Sportarten noch nicht wirklich oft behandelt, sodass man hier durchaus eine frische Geschichte erzählen hätte können, stattdessen ist es eine x-beliebige Kriminalgeschichte, die mit dem Sport kaum was zu tun hat. Und leider finde ich die Zeichnungen sehr, sehr schwach - abgesehen von der Detailarmut sind es vor allem die Gesichtsausdrücke der Figuren, die keine Sprechblase haben. Starre Augen, seelenlose Gesichter... Ein paar Niveaustufen unter den drei Stammzeichnern.
Bei der OMA-Geschichte ist es wirklich der Plot, der so überhaupt nicht rund ist. Auf Donalds anfängliche Geschichte wird am Ende gar nicht mehr eingegangen, Klaas Klever taucht wider Erwarten gar nicht auf, alles läuft für Donald und Dussel ziemlich einfach, sodass es gar keinen richtigen Spannungsbogen gibt. Wirklich eine der schwächsten Teile.

Mit der Micky-Geschichte konnte ich nicht so viel anfangen wie Entenfan, er hat den Grund aber genannt: Die Zukunftsvisionen unterscheiden sich gar nicht von der tatsächlichen Vergangenheit. Schon von der Grundidee ist das ziemlich verkopft.

Am besten haben mir die Faccini- (unterhaltsam, wenngleich ich sie nicht als eine seine besten bezeichnen würde) und die Destruktor-Geschichte gefallen, da waren ein paar schöne Ideen drin. Die Zweit-Maus und die Start-App-Geschichte fand ich noch mit Abstrichen interessant, wobei gerade letztere noch mehr Potenzial, auch in den Dialogen, gehabt hätte. Die Abschlussgeschichte mit der Filmrolle war dann wieder langweilig.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#8
(19.12.2018, 15:29)313er schrieb: Bei der Kritik an den beiden Egmont-Geschichten muss ich Entenfan wirklich recht geben. Darts wurde im Gegensatz zu anderen Sportarten noch nicht wirklich oft behandelt, sodass man hier durchaus eine frische Geschichte erzählen hätte können, stattdessen ist es eine x-beliebige Kriminalgeschichte, die mit dem Sport kaum was zu tun hat. Und leider finde ich die Zeichnungen sehr, sehr schwach - abgesehen von der Detailarmut sind es vor allem die Gesichtsausdrücke der Figuren, die keine Sprechblase haben. Starre Augen, seelenlose Gesichter... Ein paar Niveaustufen unter den drei Stammzeichnern.
Bei der OMA-Geschichte ist es wirklich der Plot, der so überhaupt nicht rund ist. Auf Donalds anfängliche Geschichte wird am Ende gar nicht mehr eingegangen, Klaas Klever taucht wider Erwarten gar nicht auf, alles läuft für Donald und Dussel ziemlich einfach, sodass es gar keinen richtigen Spannungsbogen gibt. Wirklich eine der schwächsten Teile.

Moment, Euer Ehren! Das sehe ich dann aber wirklich etwas anders. Ja, Ferraris' Zeichnungen sind nicht wirklich gut (was er kann, hat man vor kurzem erst in Enten-Edition 59 sehen dürfen), aber inhaltlich fand ich den "großen Wurf" mit das Beste, was Transgaard im LTB in den letzten zwei Jahren fabriziert hat. Und die O.M.A. hätte zwar einen vernünftigen Schluss verdient, hat mir aber so oder so sehr gut gefallen (und aus dem CF ist das Echo auch positiv) - einer der schwächsten Teile? Böse Bärenbrüder? Kommando Krake? Geisterpiraten? Werwolf gesucht? Die Nymphen der Nacht? Das waren schwache Teile. Ich bleibe weiterhin Erickson-Fanboy, zumal er hier auch endlich mal mit der vorhandenen Kontinuität arbeitet und bekannte Figuren/Handlungselemente ein- bzw. fortsetzt.  (Das hat Jensen zwar auch getan, aber die Plots waren ja oft schauderlich schwach.) Hubertus Humbug kam immerhin in zwei Folgen vor und ist damit genauso wenig unnötig wie jeder neue One-Shot. Okay, ob es die Monster aus "Das Leuchten im Moor" gebraucht hätte, ist zweifelhaft, aber gestört hat mich dieses Handlungselement nicht.

Kurz gesagt: Früher fand ich die O.M.A. abschreckend und habe die Geschichten teilweise gar nicht richtig gelesen, heute freue ich mich auf jede neue Folge!

Und den Faccini fand ich ehrlich gesagt ziemlich stumpf und blödsinnig. ooo müsste "Ein ehrliches Landei" sein, aber irgendwie ist es mir egal. Und so dermaßen kreuzdämliche Sprüche wie "Ich bin... amused" gehören ja wohl verboten.  Kotz

Beim Abschluss stimme ich aber zu.

"Wenn man sich als Autor nur noch selbst feiert und einen Flickenteppich aus Rückblenden zusammennäht"

Das verstehe ich ehrlich gesagt gar nicht. Erstens besteht die Geschichte nicht nur aus Rückblenden - wirklich relevant für den Plot sind ja nur die Scharmützel mit Humbug und die Hologramm-Generatoren, und die hätten auch neu sein können - zweitens ist es erst die sechste OMA-Episode von Erickson, und drittens fand ich gerade den Autorenwechsel wichtig, denn Jensen hat sich am Ende doch fast andauernd wiederholt.

Überhaupt muss man sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Faccini verwendet viele Seiten NUR damit, die ganzen verschiedenen Panzerknacker vorzustellen (und für jemanden, der die Originalgeschichten nicht kennt, könnten dies auch alle für die Geschichte erfunden sein, denn auf die Handlung haben sie ja überhaupt keinen Einfluss), die eigentliche Handlung ist dünn wie eine Oblate. Im Vergleich: Erickson verwendet fast schon vergessene Figuren, lässt diese tatsächlich mit Donald und Dussel interagieren, bringt ansonsten so viele neue Ideen ein, dass der Rahmen der Geschichte fast gesprengt wird - und dann landet Faccini auf Platz 1 und Erickson auf dem (vor)letzten? Das kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Da traut man sich bei Egmont mal wieder was und liefert eine recht komplexe und unvorhersehbare Handlung und wird so abgestraft...
Wissenschaftliche Experimente, doch was nützen die der Ente?
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#9
(19.12.2018, 16:06)Spectaculus schrieb: Moment, Euer Ehren! Das sehe ich dann aber wirklich etwas anders. Ja, Ferraris' Zeichnungen sind nicht wirklich gut (was er kann, hat man vor kurzem erst in Enten-Edition 59 sehen dürfen), aber inhaltlich fand ich den "großen Wurf" mit das Beste, was Transgaard im LTB in den letzten zwei Jahren fabriziert hat. Und die O.M.A. hätte zwar einen vernünftigen Schluss verdient, hat mir aber so oder so sehr gut gefallen (und aus dem CF ist das Echo auch positiv) - einer der schwächsten Teile? Böse Bärenbrüder? Kommando Krake? Geisterpiraten? Werwolf gesucht? Die Nymphen der Nacht? Das waren schwache Teile. Ich bleibe weiterhin Erickson-Fanboy, zumal er hier auch endlich mal mit der vorhandenen Kontinuität arbeitet und bekannte Figuren/Handlungselemente ein- bzw. fortsetzt.  (Das hat Jensen zwar auch getan, aber die Plots waren ja oft schauderlich schwach.) Hubertus Humbug kam immerhin in zwei Folgen vor und ist damit genauso wenig unnötig wie jeder neue One-Shot. Okay, ob es die Monster aus "Das Leuchten im Moor" gebraucht hätte, ist zweifelhaft, aber gestört hat mich dieses Handlungselement nicht.

Kurz gesagt: Früher fand ich die O.M.A. abschreckend und habe die Geschichten teilweise gar nicht richtig gelesen, heute freue ich mich auf jede neue Folge!
Tja, da scheinen wir dann wirklich anderer Meinung zu sein. Ich war nie ein Fan der Serie, es gibt - egal ob von Jensen oder Erickson - wirklich nur sehr wenige Episoden, die mir wirklich gefallen haben. Zugegeben: "Der Angstschür" aus LTB 491 von Erickson ist eine davon. Ja, mag schon sein, dass es unter den mittlerweile wirklich vielen Geschichten viele ähnlich schlechte oder auch noch einige schlechtere gibt. Aber es war halt mein spontaner Eindruck, zumindest kann ich mich in den letzten Jahren an kaum eine schlechtere Episode erinnern.  Ich finde halt, dass diese Episode vom Aufbau bzw. der Thematik wirklich ziemlich unrund ist, gerade das erwähnte Versanden des Anfangs fand ich wirklich seltsam. Gerade das - die Einbindung von Donalds bzw. Dussels privater Probleme in Form von Dialogen - war bei Jensen finde ich immer relativ stimmig. Auch wenn bei Jensen meist, da muss ich dir wirklich recht geben, die eigentliche "Monster-Handlung" nicht wirklich überzeugend war.

Aber zu Erickson allgemein: Ich kann wirklich verstehen, dass man "Ein Rätsel zum Geburtstag", "Das schönste Geburtstagsgeschenk", das Täuschungsmanöver auch die Drachenritter mag. Aber in letzter Zeit? Ich kann mich in den letzten zehn Jahren an kein Highlight von ihm im LTB erinnern... aber ich mag mich täuschen: Was ist da denn - O.M.A. nun ausgenommen - die deiner Meinung nach beste Geschichte von ihm? Würde mich wirklich interessieren.  Zwinkern


Zitat:Überhaupt muss man sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Faccini verwendet viele Seiten NUR damit, die ganzen verschiedenen Panzerknacker vorzustellen (und für jemanden, der die Originalgeschichten nicht kennt, könnten dies auch alle für die Geschichte erfunden sein, denn auf die Handlung haben sie ja überhaupt keinen Einfluss), die eigentliche Handlung ist dünn wie eine Oblate. Im Vergleich: Erickson verwendet fast schon vergessene Figuren, lässt diese tatsächlich mit Donald und Dussel interagieren, bringt ansonsten so viele neue Ideen ein, dass der Rahmen der Geschichte fast gesprengt wird - und dann landet Faccini auf Platz 1 und Erickson auf dem (vor)letzten? Das kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Da traut man sich bei Egmont mal wieder was und liefert eine recht komplexe und unvorhersehbare Handlung und wird so abgestraft...
Ich finde nicht, dass man diese beiden Geschichten so vergleichen kann, wie du das tust. Faccinis Geschichte ist eine Gag-Geschichte, die muss nicht hochkomplex sein. Es ist eine gute Grundidee und wenn es lustig ist, die verschiedenen Panzerknacker vorzustellen, warum sollte man dann nicht mehrere Seiten verwenden? Faccinis Geschichte ist witzig und erfüllt damit die Anforderungen an ihr Genre. Entenfan und ich sehen die Anforderungen bei der OMA-Geschichte nicht erfüllt, deshalb ist es nachvollziehbar, wenn sie im Ranking unten steht.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#10
(20.12.2018, 21:19)313er schrieb: Tja, da scheinen wir dann wirklich anderer Meinung zu sein. Ich war nie ein Fan der Serie, es gibt - egal ob von Jensen oder Erickson - wirklich nur sehr wenige Episoden, die mir wirklich gefallen haben. Zugegeben: "Der Angstschür" aus LTB 491 von Erickson ist eine davon. Ja, mag schon sein, dass es unter den mittlerweile wirklich vielen Geschichten viele ähnlich schlechte oder auch noch einige schlechtere gibt. Aber es war halt mein spontaner Eindruck, zumindest kann ich mich in den letzten Jahren an kaum eine schlechtere Episode erinnern.  Ich finde halt, dass diese Episode vom Aufbau bzw. der Thematik wirklich ziemlich unrund ist, gerade das erwähnte Versanden des Anfangs fand ich wirklich seltsam. Gerade das - die Einbindung von Donalds bzw. Dussels privater Probleme in Form von Dialogen - war bei Jensen finde ich immer relativ stimmig. Auch wenn bei Jensen meist, da muss ich dir wirklich recht geben, die eigentliche "Monster-Handlung" nicht wirklich überzeugend war.

Das mit dem Anfang hat mich auch ein wenig gestört, aber ich vermute, dass die Seitenzahl aus irgendeinem Grund gedeckelt war und vielleicht wollte Erickson damit ja auch zeigen, dass er die Klischees über die Entenhausener gar nicht mehr lang auswalzen will. Dass sich Donald und Daisy nach irgendeinem Riesenbock wieder versöhnen, gab es ja schon x-mal und man kann sich vorstellen, wie das so abläuft, weil man es schon so oft gelesen hat.

Zitat:Aber zu Erickson allgemein: Ich kann wirklich verstehen, dass man "Ein Rätsel zum Geburtstag", "Das schönste Geburtstagsgeschenk", das Täuschungsmanöver auch die Drachenritter mag. Aber in letzter Zeit? Ich kann mich in den letzten zehn Jahren an kein Highlight von ihm im LTB erinnern... aber ich mag mich täuschen: Was ist da denn - O.M.A. nun ausgenommen - die deiner Meinung nach beste Geschichte von ihm? Würde mich wirklich interessieren.  Zwinkern
Manche Leute sagen auch, Faraci oder Casty würden nicht mehr so gut schreiben wie früher. Ich glaube, dass das auch immer eine Frage der Perspektive ist. Klar hat das "Täuschungsmanöver" bei mir einen Stein im Brett, weil ich die Geschichte schon lange kenne und weil sie sich damals wohltuend vom sonstigen D-Micky-Kram abgehoben hat. Und wahrscheinlich ist das auch meine Lieblingsgeschichte von ihm. In jüngerer Zeit haben mir aber "Der Klub der Entdecker" und das "Wikingerschiff aus dem Eis" gut gefallen, ansonsten erscheinen (O.M.A. ausgenommen) die meisten seiner Geschichte ja nach wie vor eher im MM-M, welches ich nicht oft lese. Zumindest an den Nebel-Zauber aus dem MMC kann ich mich noch erinnern und den fand ich auch ganz gut. Seine einzige andere LTB-Geschichte in jüngerer Zeit, "Entfesselte Zauberkräfte", ist zwar auch nicht schlecht, aber die Grundidee hatten wir schon öfters und teilweise auch witziger (z.B. in LTB 216).


Zitat:Ich finde nicht, dass man diese beiden Geschichten so vergleichen kann, wie du das tust. Faccinis Geschichte ist eine Gag-Geschichte, die muss nicht hochkomplex sein. Es ist eine gute Grundidee und wenn es lustig ist, die verschiedenen Panzerknacker vorzustellen, warum sollte man dann nicht mehrere Seiten verwenden? Faccinis Geschichte ist witzig und erfüllt damit die Anforderungen an ihr Genre. Entenfan und ich sehen die Anforderungen bei der OMA-Geschichte nicht erfüllt, deshalb ist es nachvollziehbar, wenn sie im Ranking unten steht.

Sagen wir's so: Ich hätte es deutlich besser gefunden, wenn die vielen Panzerknacker auch wenigstens irgendwie Einfluss auf die Handlung nehmen würden. Es ist ja im Prinzip völlig irrelevant, ob es die spezifischen Panzerknacker schon vorher gab oder ob Faccini diese jetzt erfunden hat, denn es kommt kaum zu irgendwelchen Interaktionen, die Charakterisierung bleibt sehr blass. Die Schotten-Gruppe hatte ihr Debüt in einer Geschichte von Gervasio, in der es ziemlich heftig zwischen ihnen und den Entenhausenern zuging, aber darauf wird hier nicht eingegangen. Genauso frage ich mich, wieso unsere bekannten Knacker nicht mal wenigstens IQ um Rat fragen, bevor sie auf ihre glorreiche Idee mit der Polizei kommen. Wieso denn nicht? IQ hat doch oft mit den normalen Panzerknackern zusammengearbeitet, auch bei Faccini.

Außerdem habe ich in der Rezension einige Fehler entdeckt. Es heißt "das" Alter Ego, Tosolini (nicht Tosolino), und das Verderberlein ist nur ein umprogrammiertes Helferlein, nicht etwa eine separate Figur (könnte natürlich sein, dass Destruktor sich in der nächsten Geschichte sein eigenes Helferlein bauen will). Abgesehen davon verstehe ich diesen Satz grammatikalisch nicht: "Inwieweit die digitale Revolution aber ein eigenständiges Genre für Comics aus Entenhausen bilden wird und ob dies überhaupt notwendig wird, ist ein längst begonnener Prozess in den bunten Heftchen."

Und den Titel der O.M.A. kann man weder Erickson noch Andersen vorwerfen, das englische Original lautet nämlich schlicht "Eggs from Outer Space", also Eier aus dem Weltraum.

Davon abgesehen verstehe ich nicht, wieso die Karlo-Geschichte schlechter sein soll als die Titelstory oder die Erstmaus (welche ja beide in den Rezensionen durchaus kritisiert wurden). Für mich stellt "Meisterschurken unter sich" neben der O.M.A. das Highlight des Bandes dar.
Wissenschaftliche Experimente, doch was nützen die der Ente?
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#11
(26.12.2018, 10:32)Spectaculus schrieb:
Außerdem habe ich in der Rezension einige Fehler entdeckt. Es heißt "das" Alter Ego, Tosolini (nicht Tosolino), und das Verderberlein ist nur ein umprogrammiertes Helferlein, nicht etwa eine separate Figur (könnte natürlich sein, dass Destruktor sich in der nächsten Geschichte sein eigenes Helferlein bauen will). Abgesehen davon verstehe ich diesen Satz grammatikalisch nicht: "Inwieweit die digitale Revolution aber ein eigenständiges Genre für Comics aus Entenhausen bilden wird und ob dies überhaupt notwendig wird, ist ein längst begonnener Prozess in den bunten Heftchen."

Und den Titel der O.M.A. kann man weder Erickson noch Andersen vorwerfen, das englische Original lautet nämlich schlicht "Eggs from Outer Space", also Eier aus dem Weltraum.

Davon abgesehen verstehe ich nicht, wieso die Karlo-Geschichte schlechter sein soll als die Titelstory oder die Erstmaus (welche ja beide in den Rezensionen durchaus kritisiert wurden). Für mich stellt "Meisterschurken unter sich" neben der O.M.A. das Highlight des Bandes dar.

- Unbeabsichtigte Vertipper, die passieren können.
- Habe ich bezüglich Verderberlein etwas anderes gesagt?
- Stimmt, der Satz ist etwas holperig geraten, aber ich wollte damit ausdrücken, dass es vielleicht mehr solcher Geschichten geben wird, die Social Media und technische Trends beinhalten und daraus ein eigenständiges Genre geben werden kann, da es ja schon ein paar dieser Art Geschichten gibt. Leg doch bitte nicht alles auf die Goldwaage.

- Habe ich gelesen, ja. Trotzdem wird man durch den deutschen Titel bewusst fehlgeleitet und nur ein unnötiger Bezug zum neuen Kinofilm dargestellt.

- Mag schon sein. Es gelingt mir nicht immer ausreichend, positive und negative Aspekte einer Geschichte zu "gewichten", wenn ich sie allgemein oder nur für mich persönlich feststelle. Es ist nunmal nicht einfach, objektiv zu bleiben und gleichzeitig (zumindest ab und zu) meine subjektiven Ansichten einzubeziehen.

- Okay, um nicht noch einmal das Goldwaagen-Sprüchlein zu bemühen, frage ich dich lieber ganz direkt: Möchtest du die Platzierungsliste in den Fazits künftig noch lesen oder nicht? Wenn nicht, kann ich mir das nämlich sparen und derartig unnötige Diskussionen ("Wieos ist das Platz 6 und nicht Platz 5!?" vermeiden. Und außerdem wollte ich gerade in diesem Fazit von LTB 514 zum Ausdruck bringen, dass die Platzierungen überhaupt nicht so wichtig sind, weil es einfach viel Mittelmaß gab.
»Manners. Maketh. Man.«
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#12
Mir gefällt das abschließende Fazit mit der Rangliste immer sehr gut, auch wenn es, wie ja oft genug auch erwähnt wird, nicht immer leicht ist, die Geschichten in eine bewertende Reihenfolge zu bringen. Mit "Abstrafen" hat das ja nichts zu tun - das ist eine Rezesion und damit eine subjektive Meinung. Und wenn dadurch Diskussionen über die Geschichten ausgelöst werden - umso besser.
Das Herauspicken von unwichtigen Fehlern finde ich bei den aufwendigen Texten, die uns Enti hier monatlich vorlegt, übrigens etwas unnötig.
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#13
(26.12.2018, 13:43)Entenfan schrieb: - Unbeabsichtigte Vertipper, die passieren können.
- Habe ich bezüglich Verderberlein etwas anderes gesagt?
- Stimmt, der Satz ist etwas holperig geraten, aber ich wollte damit ausdrücken, dass es vielleicht mehr solcher Geschichten geben wird, die Social Media und technische Trends beinhalten und daraus ein eigenständiges Genre geben werden kann, da es ja schon ein paar dieser Art Geschichten gibt. Leg doch bitte nicht alles auf die Goldwaage.

- Habe ich gelesen, ja. Trotzdem wird man durch den deutschen Titel bewusst fehlgeleitet und nur ein unnötiger Bezug zum neuen Kinofilm dargestellt.

- Mag schon sein. Es gelingt mir nicht immer ausreichend, positive und negative Aspekte einer Geschichte zu "gewichten", wenn ich sie allgemein oder nur für mich persönlich feststelle. Es ist nunmal nicht einfach, objektiv zu bleiben und gleichzeitig (zumindest ab und zu) meine subjektiven Ansichten einzubeziehen.

- Okay, um nicht noch einmal das Goldwaagen-Sprüchlein zu bemühen, frage ich dich lieber ganz direkt: Möchtest du die Platzierungsliste in den Fazits künftig noch lesen oder nicht? Wenn nicht, kann ich mir das nämlich sparen und derartig unnötige Diskussionen ("Wieos ist das Platz 6 und nicht Platz 5!?" vermeiden. Und außerdem wollte ich gerade in diesem Fazit von LTB 514 zum Ausdruck bringen, dass die Platzierungen überhaupt nicht so wichtig sind, weil es einfach viel Mittelmaß gab.

"dass Destruktor jetzt auch ein kleines, rotleuchtendes "Verderberlein" anstelle des fröhlichen Helferleins hat" hört sich (speziell wenn man den Band noch nicht hat, und an solche richtet sich die Rezension ja wohl auch) für mich zumindest etwas missverständlich an.

Aber: Ich kann Fehler durchaus für mich behalten; dachte, ich könnte hier hilfreich sein bzw. du würdest das vielleicht noch gerne ausbügeln wollen. Zumindest mir geht es oft so, dass ich froh bin, wenn jemand in einem meiner Texte einen Fehler entdeckt, weil ansonsten vielleicht noch viel mehr Leute diesen Fehler lesen, was mir deutlich peinlicher wäre Erstaunt

Es ist auch kein Problem, subjektive Ansichten einzubeziehen, davon lebt eine Rezension ja auch. Mich persönlich stört es aber, wenn diese dann als objektiver Fakt formuliert ist (okay, mache ich auch manchmal, versuche es aber zu vermeiden), oder ein Konsens impliziert wird, den es so nicht gibt - außer vielleicht zwischen dir und @313er. Ich meine, Sätze wie "Kein Wunder, dass sich bei emsigen Lesern das Gefühl aufdrängt, die witzig-spritzige Dynamik der O.M.A.-Episoden ist irgendwie verbraucht und die Luft schon seit geraumer Zeit raus." führen zu nichts außer Streit. Ich bin ein "emsiger Leser", ich sammle das LTB seit Band 297 und habe auch die ersten beiden Episoden später kennenlernen "dürfen". Und zumindest ich fand es nie so witzig, wenn Donald und Dussel sich mal wieder durch pure Dummheit in irgendwelche groteske Gefahrenlagen manövriert haben. Andersen hat seine Schwächephase (2007 bis 2012) in meinen Augen mittlerweile glücklicherweise überwunden, diese miesen Zeichnungen haben ja selbst inhaltlich gute Geschichten wie "Einsatz in Brutopia" fast völlig ruiniert.

Und sorry, dass ich nachfrage, wenn mir die Reihung nicht nachvollziehbar erscheint. "Meisterschurken unter sich" habe ich nicht wirklich als Mittelmaß empfunden und in der Rezension zur Story liest sich das auch nicht so ("erstaunlich frisch, Spaßig angelegt, hübsch gezeichnet und sehr kurzweilig, bitte mehr dieser Art"), während die ersten beiden Geschichten ja (durchaus zu Recht) kritisiert werden ("Etwas seltsam, überhastet, grotesken Kulleraugen und Schnäbel sowie die größtenteils leeren Hintergründe, ziemlich hanebüchen, Schwacher Auftakt" // "Etwas schwerfällig, ausbaufähig"), und dann trotzdem höhere Platzierungen bekommen.

Ob du die Platzierungsliste weiterhin schreiben wirst oder nicht, ist mir im Prinzip völlig egal, und sollte auch nicht davon abhängen, ob jetzt ein einzelner User dich dafür kritisiert oder nicht. Ich finde es aber gewagt, einerseits so zu tun, als ob man für die gesamte Fan-Community spricht, und dann andererseits eine Diskussion darum als unnötig bezeichnet. Und noch einmal Entschuldigung, aber wenn mir eine Argumentation schwach erscheint, dann werde ich darauf hinweisen, egal von wem diese Argumentation stammt. Das sehe ich nicht zuletzt als meine ganz persönliche Hauptaufgabe an, nicht nur hier, sondern in diversen anderen Foren. Wenn dir das nicht passt, dann kannst du mich gerne auf die Ignore-Liste setzen...  Teufel  und damit ist die Diskussion von meiner Seite aus auch beendet. Guten Rutsch.  Balken

(26.12.2018, 16:34)FAB schrieb: Und wenn dadurch Diskussionen über die Geschichten ausgelöst werden - umso besser. 
Das Herauspicken von unwichtigen Fehlern finde ich bei den aufwendigen Texten, die uns Enti hier monatlich vorlegt, übrigens etwas unnötig.

Dass ich die Fehler hier gepostet habe, steht in keinem Zusammenhang damit, dass ich mit großen Teilen der Rezension absolut nicht einverstanden bin.
Wissenschaftliche Experimente, doch was nützen die der Ente?
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#14
(26.12.2018, 16:35)Spectaculus schrieb:
(26.12.2018, 16:34)FAB schrieb: Und wenn dadurch Diskussionen über die Geschichten ausgelöst werden - umso besser. 
Das Herauspicken von unwichtigen Fehlern finde ich bei den aufwendigen Texten, die uns Enti hier monatlich vorlegt, übrigens etwas unnötig.

Dass ich die Fehler hier gepostet habe, steht in keinem Zusammenhang damit, dass ich mit großen Teilen der Rezension absolut nicht einverstanden bin.

Das war so auch nicht gemeint und sollte nur eine Randnotiz sein.
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#15
(26.12.2018, 16:35)Spectaculus schrieb: "dass Destruktor jetzt auch ein kleines, rotleuchtendes "Verderberlein" anstelle des fröhlichen Helferleins hat" hört sich (speziell wenn man den Band noch nicht hat, und an solche richtet sich die Rezension ja wohl auch) für mich zumindest etwas missverständlich an.

Die Rezensionen richten sich an alle, die sie gern lesen. Egal, ob unregelmäßig oder allmonatlich. Ich gebe mir Mühe, "für alle" zu schreiben, ob man den Band nun schon gelesen hat oder nicht beseitzt oder sich nur allgemein informieren möchte. Darum kann ich auch nicht alles an Handlung einer Geschichte auswälzen und spoilern möchte ich natürlich gleich gar nicht.

Dass es in deinen Augen hier unglücklich formuliert ist, ist schon okay, aber für den Gesamtkontext nicht relevant. Meines Erachtens hatte das Verderberlein noch nie einen Auftritt - und da es auch handlungsrelevant ist (es ertappt Phantomias in Düsentriebs Werkstatt), habe ich dieses Detail gern erwähnt. Es wird sich jedoch niemand, der die Geschichte NICHT kennt, die Frage stellen, ob das Helferlein nun umprogrammiert wurde oder das Verderberlein eine eigenständige Erfindung von Destruktor ist. Wer die Geschichte gelesen hat, weiß bescheid. So einfach ist das.

(26.12.2018, 16:35)Spectaculus schrieb: Aber: Ich kann Fehler durchaus für mich behalten; dachte, ich könnte hier hilfreich sein bzw. du würdest das vielleicht noch gerne ausbügeln wollen. Zumindest mir geht es oft so, dass ich froh bin, wenn jemand in einem meiner Texte einen Fehler entdeckt, weil ansonsten vielleicht noch viel mehr Leute diesen Fehler lesen, was mir deutlich peinlicher wäre
Nein, versteh mich nicht falsch! Es ist doch toll, wenn die Rezensionen dazu anregen, sich auszutauschen und seine Meinungen zu äußern! Wenn man am Rande noch eine kleine Anmerkung zum Text an sich hat, ist das doch kein Problem - schon gar nicht, wenn es um Vertipper, Logikfehler oder grammatikalische Stolpersteine geht. Manchmal lösche ich auch ganze Absätze wieder, weil sie mir nicht gefallen oder grüble minutenlang darüber, wie ich mich ausdrücken kann/möchte. Zudem sollte auch 313ers Mühe und stete Arbeit gewürdigt werden, der ja alles noch Korrektur liest und erst dafür sorgt, dass diee Rezension hier auf der Seite erscheint. Beinahe monatlich lese ich von ihm ein knappes "[...] aber ich weiß noch nicht, ob ich's bis [hier bitte Stichtag einfügen] schaffe". Wenn man dann auf einen substantiellen Fehler hingewiesen wird, ist das weder für ihn noch für mich "peinlich". Man sollte sich aber fragen, ob man immer alle Texte "zerpflücken" muss oder sich auch einmal sagt: Okay, das klingt hier etwas holperig, aber man kann die Grundaussage nachvollziehen.


(26.12.2018, 16:35)Spectaculus schrieb: Es ist auch kein Problem, subjektive Ansichten einzubeziehen, davon lebt eine Rezension ja auch. Mich persönlich stört es aber, wenn diese dann als objektiver Fakt formuliert ist (okay, mache ich auch manchmal, versuche es aber zu vermeiden), oder ein Konsens impliziert wird, den es so nicht gibt - außer vielleicht zwischen dir und @313er. Ich meine, Sätze wie "Kein Wunder, dass sich bei emsigen Lesern das Gefühl aufdrängt, die witzig-spritzige Dynamik der O.M.A.-Episoden ist irgendwie verbraucht und die Luft schon seit geraumer Zeit raus." führen zu nichts außer Streit. Ich bin ein "emsiger Leser", [...]
Das ist in der Tat eine große Herausforderung für jeden Rezensenten. Bevor ich mich mit dem neusten LTB an meinen Laptop setze, gehe ich immer etwas in mich und freue mich über das große Vertrauen, dass 313er in mich gesetzt hat (bzw. setzt), als er mich gefragt hat, ob ich die Rezensionen hier schreiben möchte. Selbstverständlich habe ich mich auch vorher schon gern zum LTB geäußert - aber wenn man genau weiß, okay, dieser Text wird dann "offiziell" auf dieser Fanpage veröffentlicht, ist es für mich einfach etwas anderes. Etwas, das mich auch ein bisschen stolz macht. Trotzdem bedeutet das niemals, dass ich mich hier über die Meinung oder das viel fundiertere Fachwissen von anderen stelle. Leute, die ich sehr gern als "Liebhaber und leidenschaftliche Leser" bezeichne. Oder eben auch "emsige Leser". Es ist knifflig, die Eindrücke von anderen aufzunehmen und zu transportieren, denn im Grunde sind das oft "gefühlte Meinungen". Bei dem von dir zitierten Satz habe ich diese "gefühlte Meinung" als sehr stark empfunden; wie du schon sagst als "Konsens". Darunter leidet zu bestimmten Teilen die Neutralität, ganz klar. Dass ich mich 313er oft auf einer gefühlten Wellenlänge liege, ist schön, das kann ich aber genau so gut auf andere übertragen. Trotzdem kann man nicht immer einer Meinung sein und ich finde etwas blöd von dir, dich hier (teilweise) angegriffen zu fühlen, wenn du anderer Meinung bist.

Ich möchte mich an dieser Stelle nicht fundiert zur O.M.A. äußern (das machen wir ein anderes Mal), aber mit dem o.g. Satz war es nicht im geringsten meine Abssicht, für Streit zu sorgen - schon gar nicht speziell mit dir. Darüber habe ich mir in der Sekunde überhaupt keine Gedanken gemacht, nein, vielmehr habe ich mich an ein Gespräch mit einem (realen) Kumpel erinnert (ich glaube das war zu der OMA-Geschichte aus LTB 500?), in dem er ebenfalls dazu neigte, die neueren Geschichten als langweilig und aufgewärmt anzusehen.


(26.12.2018, 16:35)Spectaculus schrieb: Ob du die Platzierungsliste weiterhin schreiben wirst oder nicht, ist mir im Prinzip völlig egal, und sollte auch nicht davon abhängen, ob jetzt ein einzelner User dich dafür kritisiert oder nicht. Ich finde es aber gewagt, einerseits so zu tun, als ob man für die gesamte Fan-Community spricht, und dann andererseits eine Diskussion darum als unnötig bezeichnet. Und noch einmal Entschuldigung, aber wenn mir eine Argumentation schwach erscheint, dann werde ich darauf hinweisen, egal von wem diese Argumentation stammt. Das sehe ich nicht zuletzt als meine ganz persönliche Hauptaufgabe an, nicht nur hier, sondern in diversen anderen Foren. Wenn dir das nicht passt, dann kannst du mich gerne auf die Ignore-Liste setzen... und damit ist die Diskussion von meiner Seite aus auch beendet. Guten Rutsch.
Abschließend zu den Platzierungen: Ja, damit habe ich oft genug meine Probleme. Bevor ich die Platzierungen mache, lese ich mir nicht noch einmal alles Vorherige durch, sondern habe meine ersten zwei-drei Plätze schon im Kopf. Dabei ist es mir wichtig, auch kurzen Gaggeschichten etc. die Chance auf eine Treppchenplatzierung zu geben. Manchmal kann eine Geschichte noch so clever und innovativ sein: Wenn ich mit einer unterhaltsamen Kurzgeschichte mehr Spaß hatte, rückt sie auf. Das ist auch mein Recht als ungebundener Autor, denn eine Rezension ist eben an die Meinung des Autors gebunden - am stärksten beim Fazit! Nungut, jedenfalls setze ich dann die Nieten-Geschichten schon weit runter und packe dann das "Mittelmaß" dazwischen.

In LTB 514 weise ich explizit darauf hin: "...und selten bereitete mir die Platzierung so Kopfzerbrechen. Das liegt selbstverständlich an dem breiten Mittelfeld, wo die bekannten Übergänge zwischen "Gut" und "Mittelmaß" oft einfach fließend sind. " --> Das sollte eigentlich jedem klar sein, ABER ich wollte dieser Selbstverständlichkeit bewusst Nachdruck verleihen, um die "Unwichtigkeit" der Mittelplatzierungen zu unterstreichen.

(26.12.2018, 16:35)Ich selbst schrieb: "Jedoch starke Geschmackssache - und mit viel gutem Willen mogelt sich die Titelgeschichte (die es zumindest sein will) dazwischen."
So viel noch dazu. Die Karlo-Geschichte habe ich nicht erwähnt, ja. Wahrscheinlich hab ich sie hier einfach vergessen und daher überhaupt nicht begründet, warum mir die Titelgeschichte besser gefallen hat.
Und: Das "bitte mehr dieser Art" bezog sich einzigst auf die Charakterisierung von Schnauz.

Wie bereits dargelegt liegt es mir fern, "für die Fan-Community" zu schreiben, aber ich schreibe für die, die hier im Fieselschweif meine Rezensionen gern lesen und auch kommentieren. Dafür bin ich dankbar. Auch für einen konstruktiven Kommentar in Bezug auf eine "schwache Argumentation". Wenn du das als deine Pflicht ansiehst, ist das für mich okay; aber ich muss mich auch nicht immer zu jedem Kommata rechtfertigen. Wegen gut gemeinter Ratschläge setze ich doch keinen auf die Ignoriertliste!? Ich bitte dich, für derart selbstgefällig kannst du mich doch gar nicht halten. Greenie Hoffe ich!

Vor allem interessiert mich dann aber auch, WARUM ihr anderer Meinung seid und ich bewundere Leute wie FAB, 313er, Mile und viele andere hier, die das kurz und knapp hinbekommen. DAS sind die Diskussionen, die ich mir wünsche - und nicht die um die doofen Platzierungen. Bei denen werde ich mir künftig eben noch mehr Mühe geben, ich nehme das als Ansporn, klar!

Stichwort "Mühe". FAB hat's ja angesprochen: Das Verfassen der Rezensionen ist für mich ein Aufwand. Ein Aufwand, den ich sehr gern mache - und das monatlich. Es ist jetzt schon knapp zwei Jahre her, aber 313ers Texte hatten stellenweise auch mehr Tiefsinn und mehr "Intellekt", was Ausdruck etc. angeht. Ich darf aber wohlgemerkt daran erinnern, dass es aber auch Lücken gab, in denen keine Rezensionen erschienen. Sei es aus Zeitnot heraus gewesen oder weil ein lahmes Sommer-LTB einfach kein Anlass war, sich hinzusetzen und ein paar Zeilen zu verfassen. Bei "ein paar Zeilen" ist es eben nur selten geblieben - und rein mengenmäßig sind die Rezensionen angewachsen. Ich recherchiere gern etwas nach, sei es zum Inhalt oder zu den Künstlern oder wie auch immer. Zum Beispiel bei LTB 513 und Mausopolis. Dann bin ich auch zufrieden mit meinen Texten (z.B. zu LTB 503, 506 oder 512), wenn alles schön eine Einheit bildet und ihr hoffentlich auch Spaß beim Lesen habt. Das ist mein Ziel, nichts anderes.

Wir wollen als Team sowieso in naher Zukunft mehr für die Rezensionen auf dieser Seite (aber auch viele andere spannende Ideen/Projekte) tuen. An konkreten Plänen arbeiten wir, um nicht schon alles vorweg zu nehmen. Das wird nicht ohne die Unterstützung einzelner Rezensenten und aller "emsigen" Fiesel-Leser funktionieren. Dafür werbe ich und dafür möchte ich auch gern dich, lieber Spectaculus, gewinnen.
»Manners. Maketh. Man.«
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#16
@Spectaculus, zu den formalen Fehlern: Ich lese die Texte in der Regel immer nur einmal durch und da gibt es dann halt immer was, was ich übersehe. Bei anderen Texten gebe ich mir da mehr Mühe, aber die sind halt quasi "tagesaktuell", weshalb ich sie so schnell wie möglich veröffentlichen möchte. Peinlich ist mir da überhaupt nichts. Danke jedenfalls für die Hinweise auf die Fehler! Du kannst die Fehler auch in Zuknft hier in den Thread schreiben, noch besser wäre es wohl aber, wenn du (oder irgendjemand anderes, der welche findet) mir einfach kurz eine PN schickst, das ist quasi kein Mehraufwand und dann kann man sich hier ganz auf den Inhalt konzentrieren. Zwinkern 

@Entenfan, zum Ranking: Ich habe mich in dem Fall auch gewundert, warum du die Karlo-Geschichte vor dem großen Wurf gesetzt hast. Ich weiß natürlich auch aus eigener Erfahrung, dass das mit der Rangliste nicht immer einfach ist. Du kannst sie auch weglassen, ich finde aber schon, dass man dadurch einfach einen besseren Überblick hat - gerade wenn man sich ein paar Monate später die Rezension nochmal anschaut, kann das schon hilfreich sein.
Dass man nicht über die Rangliste diskutieren sollte, finde ich nicht. Gerade deshalb, weil es ist so schwierig ist, Kunst anhand einer Liste zu bewerten (weshalb sie ja auch nur Beiwerk ist), können daraus interessante Diskussionen entstehen.


Zitat:Es ist auch kein Problem, subjektive Ansichten einzubeziehen, davon lebt eine Rezension ja auch. Mich persönlich stört es aber, wenn diese dann als objektiver Fakt formuliert ist (okay, mache ich auch manchmal, versuche es aber zu vermeiden), oder ein Konsens impliziert wird, den es so nicht gibt - außer vielleicht zwischen dir und @313er. Ich meine, Sätze wie "Kein Wunder, dass sich bei emsigen Lesern das Gefühl aufdrängt, die witzig-spritzige Dynamik der O.M.A.-Episoden ist irgendwie verbraucht und die Luft schon seit geraumer Zeit raus." führen zu nichts außer Streit. Ich bin ein "emsiger Leser", ich sammle das LTB seit Band 297 und habe auch die ersten beiden Episoden später kennenlernen "dürfen".
Ja, ich verstehe schon, was du da meinst - warum das unweigerlich zu Streit führen muss, aber nicht. Entenfan hat ja jetzt schon was dazu geschrieben, es ist halt wirklich nicht immer einfach, das richtig einzuschätzen. Ich würde sogar sagen, dass man nie einen Konsens formulieren kann, sondern allenfalls Tendenzen - und da halt auch nur des sehr kleinen Teils der Leserschaft, die in Internet-Foren ihre Meinung kundtut. Es ist ja vollkommen klar, dass man eben nicht für alle spricht. Das entnehme ich jetzt auch dieser Formulierung nicht, auch wenn hier sicherlich hätte dezenter formulieren können. Aber grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, dass Entenfan diese tendenzielle Stimmungslage von den Fans auch in die Rezension mitaufzunehmen versucht...


Um aber noch kurz inhaltlich zu werden: Bei der Bewertung der Geschichte ist unsere Einschätzung ähnlich, bei der O.M.A. generell gibt es aber keinen Konsens zwischen Entenfan und mir, weil mir die Serie wie gesagt noch nie so wirklich gefallen hat und ich sie nie als "witzig-spritzig" beschrieben hätte. Zwinkern


Zitat:Manche Leute sagen auch, Faraci oder Casty würden nicht mehr so gut schreiben wie früher. Ich glaube, dass das auch immer eine Frage der Perspektive ist. Klar hat das "Täuschungsmanöver" bei mir einen Stein im Brett, weil ich die Geschichte schon lange kenne und weil sie sich damals wohltuend vom sonstigen D-Micky-Kram abgehoben hat. Und wahrscheinlich ist das auch meine Lieblingsgeschichte von ihm. In jüngerer Zeit haben mir aber "Der Klub der Entdecker" und das "Wikingerschiff aus dem Eis" gut gefallen, ansonsten erscheinen (O.M.A. ausgenommen) die meisten seiner Geschichte ja nach wie vor eher im MM-M, welches ich nicht oft lese. Zumindest an den Nebel-Zauber aus dem MMC kann ich mich noch erinnern und den fand ich auch ganz gut. Seine einzige andere LTB-Geschichte in jüngerer Zeit, "Entfesselte Zauberkräfte", ist zwar auch nicht schlecht, aber die Grundidee hatten wir schon öfters und teilweise auch witziger (z.B. in LTB 216).
Ja, da sind wir wohl tatsächlich unterschiedlicher Meinung. Wenn ich sehe, dass es im nächsten LTB eine Geschichte von Faraci oder Casty gibt, freue ich mich immer, bei Erickson ist es mir relativ egal. Auch "Der Klub der Entdecker" und "Das Wikingerschiff" fand ich eher mittelmäßig. Es scheint aber auch so zu sein, dass dir die jetzigen Egmont-Geschichten generell (nicht nur die von Erickson) meist besser gefallen als mir. Klar, es sind nicht mehr so viele furchtbare Geschichten dabei wie noch in den 300ern, aber ich finde einfach, dass da unabhängig vom Autor sehr viele nach Schema F verlaufende Abenteuergeschichten dabei sind, die allenfalls ganz nett, dann aber schnell vergessen sind. Irgendwie scheint mir da das Korsett in punkto Genre, auftauchende Figuren und Seitenzahl zu eng zu sein. Teilweise war ja so, dass die Egmont-Geschichte immer 30 Seiten hatte. Das ist mittlerweile zum Glück nicht mehr so, trotzdem könnte man ja auch einfach mal wieder die eine oder andere 50+-Geschichten produzieren.
In den 400ern haben mir ja "Die Jagd nach dem Falken" und "Mit Charme und Schnauze" mit am besten gefallen - und das waren Geschichten, die sich von den üblichen Pfaden ein bisschen weggebewegt haben.
"Zwei notwendig entfernte Zeitpunkte in ein und ebendasselbe Gemälde bringen, [...] heißt ein Eingriff des Malers in das Gebiete des Dichters, den der gute Geschmack nie billigen wird." (Gotthold Ephraim Lessing)

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#17
Ich bin wieder da!

Ich habe wohl etwas überreagiert. Aber im Einzelnen:

(26.12.2018, 23:43)313er schrieb: @Spectaculus, zu den formalen Fehlern: Ich lese die Texte in der Regel immer nur einmal durch und da gibt es dann halt immer was, was ich übersehe. Bei anderen Texten gebe ich mir da mehr Mühe, aber die sind halt quasi "tagesaktuell", weshalb ich sie so schnell wie möglich veröffentlichen möchte. Peinlich ist mir da überhaupt nichts. Danke jedenfalls für die Hinweise auf die Fehler! Du kannst die Fehler auch in Zuknft hier in den Thread schreiben, noch besser wäre es wohl aber, wenn du (oder irgendjemand anderes, der welche findet) mir einfach kurz eine PN schickst, das ist quasi kein Mehraufwand und dann kann man sich hier ganz auf den Inhalt konzentrieren. Zwinkern 
Mache ich in Zukunft. Vielleicht reicht ja auch ein privater Shout (wenn ich bis dahin nicht wieder vergessen habe, wie das geht Klatsch )

Zitat:Ich weiß natürlich auch aus eigener Erfahrung, dass das mit der Rangliste nicht immer einfach ist. Du kannst sie auch weglassen, ich finde aber schon, dass man dadurch einfach einen besseren Überblick hat - gerade wenn man sich ein paar Monate später die Rezension nochmal anschaut, kann das schon hilfreich sein.
Dass man nicht über die Rangliste diskutieren sollte, finde ich nicht. Gerade deshalb, weil es ist so schwierig ist, Kunst anhand einer Liste zu bewerten (weshalb sie ja auch nur Beiwerk ist), können daraus interessante Diskussionen entstehen.

An sich finde ich Ranglisten auch nicht schlecht und tue mich gleichzeitig ebenfalls schwer damit. Es würde vielleicht helfen, am Ende des jeweiligen Einzeltexts eine Benotung abzugeben, das würde der Rangliste zumindest etwas mehr Gewicht verleihen.

Zitat:Ja, ich verstehe schon, was du da meinst - warum das unweigerlich zu Streit führen muss, aber nicht. Entenfan hat ja jetzt schon was dazu geschrieben, es ist halt wirklich nicht immer einfach, das richtig einzuschätzen. Ich würde sogar sagen, dass man nie einen Konsens formulieren kann, sondern allenfalls Tendenzen - und da halt auch nur des sehr kleinen Teils der Leserschaft, die in Internet-Foren ihre Meinung kundtut. Es ist ja vollkommen klar, dass man eben nicht für alle spricht. Das entnehme ich jetzt auch dieser Formulierung nicht, auch wenn hier sicherlich hätte dezenter formulieren können. Aber grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, dass Entenfan diese tendenzielle Stimmungslage von den Fans auch in die Rezension mitaufzunehmen versucht...

Das ist aber das Problem: Es hört sich für einen Außenstehenden (und das kann durchaus auch jemand vom Verlag sein, denn wir wissen ja, dass die Rezis gelesen werden) so an, als ob es da einen Konsens gäbe. Den gibt es aber zumindest in diesem Fall nicht: Im CF-Thread gab es mehrere positive Rückmeldungen zu der Geschichte, und generell kommen die neueren Folgen nicht schlecht an - kater karlo hat z.B. ähnlich wie ich gemeint, dass er eigentlich kein Fan der Reihe ist, ihm Ericksons Geschichten aber gefallen. (Okay, das war bei LTB 497 und hat sich vielleicht mittlerweile geändert.)

Es gibt momentan leider keine andere Rezensionsseite mit ähnlich viel Verbreitung wie diese, und wenn man dann schon eine "allgemeingültige Meinung" bietet, sollte diese auch (in meinen Augen) differenzierter formuliert sein. Entenfans Rezension ging mir (nur bei diesem Comic!) eindeutig zu sehr in Richtung Polemik, und das steht ihm nicht gut zu Gesicht und kannte ich bis dahin von ihm auch nicht... i.m.h.o.

Zitat:Ja, da sind wir wohl tatsächlich unterschiedlicher Meinung. Wenn ich sehe, dass es im nächsten LTB eine Geschichte von Faraci oder Casty gibt, freue ich mich immer, bei Erickson ist es mir relativ egal. Auch "Der Klub der Entdecker" und "Das Wikingerschiff" fand ich eher mittelmäßig. Es scheint aber auch so zu sein, dass dir die jetzigen Egmont-Geschichten generell (nicht nur die von Erickson) meist besser gefallen als mir. Klar, es sind nicht mehr so viele furchtbare Geschichten dabei wie noch in den 300ern, aber ich finde einfach, dass da unabhängig vom Autor sehr viele nach Schema F verlaufende Abenteuergeschichten dabei sind, die allenfalls ganz nett, dann aber schnell vergessen sind. Irgendwie scheint mir da das Korsett in punkto Genre, auftauchende Figuren und Seitenzahl zu eng zu sein. Teilweise war ja so, dass die Egmont-Geschichte immer 30 Seiten hatte. Das ist mittlerweile zum Glück nicht mehr so, trotzdem könnte man ja auch einfach mal wieder die eine oder andere 50+-Geschichten produzieren.
In den 400ern haben mir ja "Die Jagd nach dem Falken" und "Mit Charme und Schnauze" mit am besten gefallen - und das waren Geschichten, die sich von den üblichen Pfaden ein bisschen weggebewegt haben.

Wie du schon selbst sagtest, hat Egmont ja sehr viel Furchtbares (und gerade im längeren Bereich) verbrochen, und vielleicht kann ich mich deswegen mit den aktuellen Geschichten anfreunden. Schönere Kolorierung, die Tatsache, dass Andersen wieder viel schöner zeichnet als in seiner mittleren Phase, der Wegfall von K-Micky und Zeichnern wie Miguel (ok, der kommt jetzt wieder), Bancells und Pasquale spielt natürlich auch eine Rolle. Wirklich gut finde ich allerdings tatsächlich nur die meisten von Erickson und ein paar von Transgaard sowie Pihl. Die McGreals haben in letzter Zeit gar nichts Erwähnenswertes geschaffen, Snejbjerg sehe ich auch kritisch, Troelstrup macht sich, aber auch er bietet nicht durchgehend Niveau.

Im aktuellen MMC ist übrigens gerade wieder ein Erickson-Kurzgeschichte erschienen, die zeigt, warum ich ihn als Autor mag - sympathische Charakterisierung, hübscher Aufbau, interessante Grundidee. Und Ferraris zeichnet mehrere Qualitätsstufen über dem "großen Wurf"! Vergessen habe ich auch das Weihnachtscrossover (kein Wunder, bei dem Titel...). Das würde ich sogar zu meinen großen Favoriten zählen, wenn es um Ericksons Geschichten geht, neben Täuschungsmanöver und Geburtstagsgeschenk.

Mit den Drachenritter konnte ich dafür nix anfangen! Und die "Jagd nach dem Falken" fand ich nicht soooo toll; als Experiment interessant, aber das Ergebnis hat mich nicht unbedingt vom Hocker gehauen.

Da fällt mir auf: Wann kam eigentlich das letzte Mal Faraci im LTB? Muss ja schon mehrere Jahre her sein, oder?! Kriminell...
Wissenschaftliche Experimente, doch was nützen die der Ente?
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