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Neue "DuckTales"-Folgen
Ja, höchstwahrscheinlich. Dieser „Nostalgie-Köder“ ist bei Disney ja momentan volles Problem, siehe die ganzen Remakes.
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DuckTales17 hat fast gar nichts mehr mit den Comics zu tun.

Ich kann die Serie aber gerade deswegen schauen und als "alternatives Universum" genießen.
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Nachdem 4 Monate lang Leerlauf war, werden nun die restlichen Folgen der 2. Staffel wieder innerhalb 2 Wochen versendet. https://www.reddit.com/r/ducktales/comme...criptions/

Am 3. September geht es weiter, am 12. September läuft schon das Staffelfinale. Die Synopsis liest sich schon mal ganz gut. Ich finde es auch nicht schlimm, dass soweit von den Comics abgewichen wird. Auch wenn mir die Neffen manchmal zu frech und Moneysac zu doof vorkommt. Die Charakterisierung Dellas ist jedoch bemerkenswert.

Außerdem gefällt es mir, dass Dagobert in Notsituationen nicht direkt aggressiv oder übermäßig hysterisch daher kommt, wie es manchmal bei Martina oder Cimino der Fall war, sondern eine gewisse "Coolness", im Sinne von entspannter Gelassenheit und Zuversichtlichkeit an den Tag legt. Es sollte natürlich nicht übertrieben werden.

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Mein Eindruck von den neuen DuckTales-Folgen:


[Bild: two_scrooge_s_by_mikkellll-dbkya6z.jpg]

Quelle:
Mikkel Hansen
»Manners. Maketh. Man.«
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Das Ende der 2ten Staffel war echt genial und hat Barks-Niveau.
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Also ich habe meine Probleme mit den neuen DuckTales. Einerseits gefallen mir einige Folgen und Ideen ganz gut, aber andererseits gibt's Punkte, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die deutsche Synchro tut ihr Übriges...

Intro:
Also erstmal: Grauenvolle Übersetzung! Ich kenne auch niemanden, der Mark Forster abfeiert. Das Lied ist schlimm runtergeleiert von diesem Typen. Die Übersetzung ist im Vergleich zur alten Version zwar in einigen Punkten verbessert worden (Pluto und Goofy...), aber man merkt leider auch wieder die dämliche Einmischung des amerikanischen Konzerns, der seit den späten 90ern auf relativ wortgenaue Übersetzungen besteht, die logischerweise auf Deutsch nicht funktionieren. Das hat bei Arielle zu Recht im Hinblick auf die Neu-Synchro von 1998 für einen Shitstorm gesorgt, für DuckTales reicht aber schlicht die Fanbase nicht, zumal der alte Song halt schlicht Fehler hatte... Damit warm werde ich trotzdem nicht. Das Instrumental ist aber echt schön.

Zeichenstil & Produktion:
Ich verstehe nicht, was die Person genommen haben muss, die geschrieben hat, der Stil der Serie sei von Barks inspiriert. Die Person hat allerhöchstens die Ölgemälde gesehen, die tatsächlich teilweise der Serie ähneln, aber nicht einen einzigen Comic! Da war die Serie von 1987 deutlich näher an Barks. Nun muss man natürlich ehrlich sein und anerkennen, dass DuckTales (1987) als Fernsehcartoon deutlich überfinanziert war - man ist Staffel 1 damals aufgrund mangelnder Erfahrung mit Serien angegangen wie einen Disney-Kinofilm, entsprechend gibt es extrem hochwertige Hintergründe, tolle Animationen und eine traumhafte Orchestrierung. Dass sowas heute nicht mehr geht, liegt auf der Hand, allerdings hat man heutzutage ja auch viel Software bei der Produktion, die einem viel abnimmt. Allein das zeitraubende und teure Zwischenphasenzeichnen entfällt dadurch komplett, welches für die alte Serie noch zwingend von Hand ablief (die alte Serie wurde - wie alle klassischen Disney-Filme bis zu Arielle, dem letzten - mit einer klassischen Multiplan-Kamera aufgezeichnet). Insofern gibt es keine produktionstechnische Notwendigkeit für diesen minimalistischen und künstlerisch fragwürdigen Stil, der nichts mit den Comics, die man ja eigentlich mit der Serie stärker einbinden wollte, gemein hat. Er ist schlicht abstoßend und mein ästhetischer Kritikpunkt an der Serie, denn er hat auch zu einigen Verschandelungen geführt. Könnte man mit der Gestaltung von Dagobert und Donald noch irgendwie leben, sehen die Neffen aus wie auf Drogen. Aus Gundel Gaukeley, der Barks explizit als Gegenstück zu hässlichen Hexen ein attraktives Äußeres verpasst hat, wird ein bizarr grünhäutiger Malefiz-Verschnitt mit Echsenaugen. Ich sehe die Notwendigkeit dafür einfach nicht. Das Gleiche bei Moneysac: Bei der 87er-Version hatten ja Aussehen und die Umgestaltung des Charakters ihren Grund darin, dass damals noch Apartheid in Südafrika herrschte und der Staat international geächtet war, weshalb man Moneysac zum Schotten umgestaltete. Nun wäre die Chance dagewesen, mal den echten Moneysac darzustellen, und was kriegt man? Einen seltsam geformten Fettsack mit Fake-Bart (mehr zum Charakter unten...). Wie gesagt: Mit Dagoberts und Donalds Character Design kann ich leben, aber einige andere Charaktere sehen echt bizarr im Vergleich zu den Comics aus, die ja angeblich Pate stehen sollen...

Storys & Charaktere:
Und hier kommen wir zu einer Sache, die ich einfach nicht verstehe: Es scheint, als ob sich die Macher nicht entscheiden können, was für eine Serie sie eigentlich machen wollen: Ein 87er-DuckTales-Reboot, ein Hommage an die originalen Comics oder eine Hommage an die Disney-Afternoon-Serien der 90er? Es wirkt so, als ob die Macher alles bedienen wollen, was natürlich nicht funktionieren kann, da der Disney-Afternoon der 90er sich nur in wenigen Punkten mit den Comics verträgt. Es ist bekannt, dass die Macher in der Ursprungsidee wohl vor allem auf die Comics hinauswollten, weshalb sogar jeder Mitarbeiter verpflichtet wurde, Lo$ von Don Rosa zu lesen - man wollte ja explizit die "Macken" der alten Show abstellen. Nun, in einigen Punkten hat das geklappt, in anderen überhaupt nicht.

Punkt 1: Überflüssige Charaktere
Die Macher scheinen sich etwas in der Masse an Charakteren verirrt und übernommen zu haben. Wenn ich Donald eine große Rolle zugestehe, benötige ich Fenton Crackshell nicht mehr, zumal dieser Charakter eh nie sonderlich beliebt war. Quack hat ebenfalls einen Part von Donald übernommen, ihn zu behalten war allerdings richtig, da er sich großer Beliebtheit erfreut und soweit ich mich erinnere die Idee eines solchen Piloten sogar von Barks geschätzt wurde. Für die Einbringung von Charakteren wie Dussel Duck oder Della Duck oder so besteht aber absolut kein Befürfnis - zumal ich bei Letzterer die Gestaltung des Charakters und den Ort des Verbleibens auf dem Mond als trashig empfinde. Wenn man Della bringt, hätte mir die (niemals weiter ausgearbeitete) Idee von Don Rosa, einen Zusammenhang mit Tralla La herzustellen, besser gefallen. Die Ankündigungen für die neue Staffel lassen leider auch nichts Gutes erahnen, man bringt wohl jetzt doch diesen idiotischen Höhlenmenschen Bubba (mit dem schon die Kollegen der Original-Serie nach dem Piloten der 2. Staffel nichts mehr anzufangen wussten) oder gar Chip & Chap...

Punkt 2: Verfälschte Charaktere
Zunächst einmal: Ich sehe die Notwendigkeit, Charaktere für Serien zu ändern. Barks und Rosas Onkel Dagobert ist in den Comics unterhaltsam, funktioniert aber im Fernsehen nicht, man würde ihn dort wohl eher hassen. Daher muss man ihm natürlich Ecken und Kanten nehmen, was man auch getan hat, auch wenn er mir doch etwas zu verjüngt vorkommt. Dass man den drei Neffen Individualität gibt und Nicky nicht mehr dieser stereotype und eindimensionale Daisy-Verschnitt ist, ist ebenfalls positiv hervorzuheben. Zwar werde ich mit den Neffen nicht so ganz warm, aber es ist zumindest ein Fortschritt zum vorhergegangenen Versuch in Quack Pack.
Sooo, was aber gar nicht geht, ist das, was man mit zwei Charakteren getan hat...

Goldie/Nelly
Die Verhunzung eines meiner Lieblingscharaktere bei Barks/Rosa werde ich denen nie verzeihen! Ich verstehe zwar, dass die Macher die Vorlage schlicht nicht umsetzen können - die Darstellung der Entführung von Goldie wie in der Rückblende von "Wiedersehen mit Klondike" oder die Ereignisse in "Die Gefangene am White Agony Creek" inkl. der zumindest für die meisten Leser angedeuteten sexuellen Beziehung würde ein mediales Erdbeben in den USA auslösen und so niemals von Disney freigegeben werden fürs Kinderfernsehen! - aber wenn ich das nicht so umsetzen kann, dann sollte ich schlicht auf den Charakter soweit wie möglich verzichten und ihn nicht umschreiben zu einem Batman-/Catwoman-Verschnitt, zumal damit für mich auch der Name sinnlos wird. Wofür steht denn dann noch "Glittering Goldie", wenn sie keine Tänzerin, sondern offensichtlich Abenteurerin ist? Ich werde daraus nicht schlau.

Mac Moneysac
Hier zeigt sich, dass die Macher die Comics nicht verstanden haben. Aus Moneysac solch einen Hanswurst zu machen, dessen Motiv völlig schwachsinnig sind und der NUR nervt, verstehe ich absolut nicht. Mac Moneysac sollte eigentlich ein gleichwertiger, intelligenter und skrupelloser Gegenspieler zu Dagobert sein, aber er ist einfach nur eine Witzfigur. Hätte man dafür nicht Klaas Klever (warum auch immer er im Deutschen den amerikanischen Namen John D. Rockerduck behalten hat) nehmen können? Der ist eh schon von den Italienern deutlich trashiger angelegt worden und böte für eine solche Charakterisierung viel mehr Raum. Aber nein, man verwendet ihn als Wegwerfcharakter in einer einzigen Episode völlig ohne Not!

Andere Charaktere
Auch bei Daniel Düsentrieb und Gundel Gaukeley hat man seltsame Charakterveränderungen vorgenommen, die sich mir nicht erklären. Dass man aus Frieda eine Ex-Geheimagentin gemacht hat finde ich persönlich unnötig und eher schwach, aber der Charakter tritt zum Glück auch nicht so oft auf. Insgesamt fällt mir auf, dass die klassischen Gegenspieler allesamt deutlich idiotischer erscheinen als in der 87er-Version und den Comics.

Ich will auch nicht alles madig machen - die Serie hat ihre Momente und es gibt auch einige Anspielungen auf die Comics (z.B. die Carl-Barks-Gemälde bei Dagobert oder das Gletschermonster, dass erkennbar bei Don Rosa abgezeichnet ist). Aber die eigenständig vorgenommenen Veränderungen haben so viele Schwächen, dass ich dem Reboot weniger abgewinnen kann als der Originalserie und ich den Eindruck gewinne, dass die angekündigte Anlehnung an die Comics entweder gar nicht ernsthaft gewollt war oder die Macher schlicht die Comics nicht verstanden haben - vielleicht auch beides. Für mich ist die Serie daher schwer zu verdauen und ich muss da doch dem 87er-Original den Vorzug geben. Ich gebe sie mir zwar und freue mich darüber, dass so viele Amerikaner offensichtlich Gefallen daran finden, aber bei der Gelegenheit versuche ich eigentlich stets, die Leute irgendwie zu den Comics zu bringen...
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