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Neue "DuckTales"-Folgen
Ja, höchstwahrscheinlich. Dieser „Nostalgie-Köder“ ist bei Disney ja momentan volles Problem, siehe die ganzen Remakes.
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DuckTales17 hat fast gar nichts mehr mit den Comics zu tun.

Ich kann die Serie aber gerade deswegen schauen und als "alternatives Universum" genießen.
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Nachdem 4 Monate lang Leerlauf war, werden nun die restlichen Folgen der 2. Staffel wieder innerhalb 2 Wochen versendet. https://www.reddit.com/r/ducktales/comme...criptions/

Am 3. September geht es weiter, am 12. September läuft schon das Staffelfinale. Die Synopsis liest sich schon mal ganz gut. Ich finde es auch nicht schlimm, dass soweit von den Comics abgewichen wird. Auch wenn mir die Neffen manchmal zu frech und Moneysac zu doof vorkommt. Die Charakterisierung Dellas ist jedoch bemerkenswert.

Außerdem gefällt es mir, dass Dagobert in Notsituationen nicht direkt aggressiv oder übermäßig hysterisch daher kommt, wie es manchmal bei Martina oder Cimino der Fall war, sondern eine gewisse "Coolness", im Sinne von entspannter Gelassenheit und Zuversichtlichkeit an den Tag legt. Es sollte natürlich nicht übertrieben werden.

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Mein Eindruck von den neuen DuckTales-Folgen:


[Bild: two_scrooge_s_by_mikkellll-dbkya6z.jpg]

Quelle:
Mikkel Hansen
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Das Ende der 2ten Staffel war echt genial und hat Barks-Niveau.
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Also ich habe meine Probleme mit den neuen DuckTales. Einerseits gefallen mir einige Folgen und Ideen ganz gut, aber andererseits gibt's Punkte, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die deutsche Synchro tut ihr Übriges...

Intro:
Also erstmal: Grauenvolle Übersetzung! Ich kenne auch niemanden, der Mark Forster abfeiert. Das Lied ist schlimm runtergeleiert von diesem Typen. Die Übersetzung ist im Vergleich zur alten Version zwar in einigen Punkten verbessert worden (Pluto und Goofy...), aber man merkt leider auch wieder die dämliche Einmischung des amerikanischen Konzerns, der seit den späten 90ern auf relativ wortgenaue Übersetzungen besteht, die logischerweise auf Deutsch nicht funktionieren. Das hat bei Arielle zu Recht im Hinblick auf die Neu-Synchro von 1998 für einen Shitstorm gesorgt, für DuckTales reicht aber schlicht die Fanbase nicht, zumal der alte Song halt schlicht Fehler hatte... Damit warm werde ich trotzdem nicht. Das Instrumental ist aber echt schön.

Zeichenstil & Produktion:
Ich verstehe nicht, was die Person genommen haben muss, die geschrieben hat, der Stil der Serie sei von Barks inspiriert. Die Person hat allerhöchstens die Ölgemälde gesehen, die tatsächlich teilweise der Serie ähneln, aber nicht einen einzigen Comic! Da war die Serie von 1987 deutlich näher an Barks. Nun muss man natürlich ehrlich sein und anerkennen, dass DuckTales (1987) als Fernsehcartoon deutlich überfinanziert war - man ist Staffel 1 damals aufgrund mangelnder Erfahrung mit Serien angegangen wie einen Disney-Kinofilm, entsprechend gibt es extrem hochwertige Hintergründe, tolle Animationen und eine traumhafte Orchestrierung. Dass sowas heute nicht mehr geht, liegt auf der Hand, allerdings hat man heutzutage ja auch viel Software bei der Produktion, die einem viel abnimmt. Allein das zeitraubende und teure Zwischenphasenzeichnen entfällt dadurch komplett, welches für die alte Serie noch zwingend von Hand ablief (die alte Serie wurde - wie alle klassischen Disney-Filme bis zu Arielle, dem letzten - mit einer klassischen Multiplan-Kamera aufgezeichnet). Insofern gibt es keine produktionstechnische Notwendigkeit für diesen minimalistischen und künstlerisch fragwürdigen Stil, der nichts mit den Comics, die man ja eigentlich mit der Serie stärker einbinden wollte, gemein hat. Er ist schlicht abstoßend und mein ästhetischer Kritikpunkt an der Serie, denn er hat auch zu einigen Verschandelungen geführt. Könnte man mit der Gestaltung von Dagobert und Donald noch irgendwie leben, sehen die Neffen aus wie auf Drogen. Aus Gundel Gaukeley, der Barks explizit als Gegenstück zu hässlichen Hexen ein attraktives Äußeres verpasst hat, wird ein bizarr grünhäutiger Malefiz-Verschnitt mit Echsenaugen. Ich sehe die Notwendigkeit dafür einfach nicht. Das Gleiche bei Moneysac: Bei der 87er-Version hatten ja Aussehen und die Umgestaltung des Charakters ihren Grund darin, dass damals noch Apartheid in Südafrika herrschte und der Staat international geächtet war, weshalb man Moneysac zum Schotten umgestaltete. Nun wäre die Chance dagewesen, mal den echten Moneysac darzustellen, und was kriegt man? Einen seltsam geformten Fettsack mit Fake-Bart (mehr zum Charakter unten...). Wie gesagt: Mit Dagoberts und Donalds Character Design kann ich leben, aber einige andere Charaktere sehen echt bizarr im Vergleich zu den Comics aus, die ja angeblich Pate stehen sollen...

Storys & Charaktere:
Und hier kommen wir zu einer Sache, die ich einfach nicht verstehe: Es scheint, als ob sich die Macher nicht entscheiden können, was für eine Serie sie eigentlich machen wollen: Ein 87er-DuckTales-Reboot, ein Hommage an die originalen Comics oder eine Hommage an die Disney-Afternoon-Serien der 90er? Es wirkt so, als ob die Macher alles bedienen wollen, was natürlich nicht funktionieren kann, da der Disney-Afternoon der 90er sich nur in wenigen Punkten mit den Comics verträgt. Es ist bekannt, dass die Macher in der Ursprungsidee wohl vor allem auf die Comics hinauswollten, weshalb sogar jeder Mitarbeiter verpflichtet wurde, Lo$ von Don Rosa zu lesen - man wollte ja explizit die "Macken" der alten Show abstellen. Nun, in einigen Punkten hat das geklappt, in anderen überhaupt nicht.

Punkt 1: Überflüssige Charaktere
Die Macher scheinen sich etwas in der Masse an Charakteren verirrt und übernommen zu haben. Wenn ich Donald eine große Rolle zugestehe, benötige ich Fenton Crackshell nicht mehr, zumal dieser Charakter eh nie sonderlich beliebt war. Quack hat ebenfalls einen Part von Donald übernommen, ihn zu behalten war allerdings richtig, da er sich großer Beliebtheit erfreut und soweit ich mich erinnere die Idee eines solchen Piloten sogar von Barks geschätzt wurde. Für die Einbringung von Charakteren wie Dussel Duck oder Della Duck oder so besteht aber absolut kein Befürfnis - zumal ich bei Letzterer die Gestaltung des Charakters und den Ort des Verbleibens auf dem Mond als trashig empfinde. Wenn man Della bringt, hätte mir die (niemals weiter ausgearbeitete) Idee von Don Rosa, einen Zusammenhang mit Tralla La herzustellen, besser gefallen. Die Ankündigungen für die neue Staffel lassen leider auch nichts Gutes erahnen, man bringt wohl jetzt doch diesen idiotischen Höhlenmenschen Bubba (mit dem schon die Kollegen der Original-Serie nach dem Piloten der 2. Staffel nichts mehr anzufangen wussten) oder gar Chip & Chap...

Punkt 2: Verfälschte Charaktere
Zunächst einmal: Ich sehe die Notwendigkeit, Charaktere für Serien zu ändern. Barks und Rosas Onkel Dagobert ist in den Comics unterhaltsam, funktioniert aber im Fernsehen nicht, man würde ihn dort wohl eher hassen. Daher muss man ihm natürlich Ecken und Kanten nehmen, was man auch getan hat, auch wenn er mir doch etwas zu verjüngt vorkommt. Dass man den drei Neffen Individualität gibt und Nicky nicht mehr dieser stereotype und eindimensionale Daisy-Verschnitt ist, ist ebenfalls positiv hervorzuheben. Zwar werde ich mit den Neffen nicht so ganz warm, aber es ist zumindest ein Fortschritt zum vorhergegangenen Versuch in Quack Pack.
Sooo, was aber gar nicht geht, ist das, was man mit zwei Charakteren getan hat...

Goldie/Nelly
Die Verhunzung eines meiner Lieblingscharaktere bei Barks/Rosa werde ich denen nie verzeihen! Ich verstehe zwar, dass die Macher die Vorlage schlicht nicht umsetzen können - die Darstellung der Entführung von Goldie wie in der Rückblende von "Wiedersehen mit Klondike" oder die Ereignisse in "Die Gefangene am White Agony Creek" inkl. der zumindest für die meisten Leser angedeuteten sexuellen Beziehung würde ein mediales Erdbeben in den USA auslösen und so niemals von Disney freigegeben werden fürs Kinderfernsehen! - aber wenn ich das nicht so umsetzen kann, dann sollte ich schlicht auf den Charakter soweit wie möglich verzichten und ihn nicht umschreiben zu einem Batman-/Catwoman-Verschnitt, zumal damit für mich auch der Name sinnlos wird. Wofür steht denn dann noch "Glittering Goldie", wenn sie keine Tänzerin, sondern offensichtlich Abenteurerin ist? Ich werde daraus nicht schlau.

Mac Moneysac
Hier zeigt sich, dass die Macher die Comics nicht verstanden haben. Aus Moneysac solch einen Hanswurst zu machen, dessen Motiv völlig schwachsinnig sind und der NUR nervt, verstehe ich absolut nicht. Mac Moneysac sollte eigentlich ein gleichwertiger, intelligenter und skrupelloser Gegenspieler zu Dagobert sein, aber er ist einfach nur eine Witzfigur. Hätte man dafür nicht Klaas Klever (warum auch immer er im Deutschen den amerikanischen Namen John D. Rockerduck behalten hat) nehmen können? Der ist eh schon von den Italienern deutlich trashiger angelegt worden und böte für eine solche Charakterisierung viel mehr Raum. Aber nein, man verwendet ihn als Wegwerfcharakter in einer einzigen Episode völlig ohne Not!

Andere Charaktere
Auch bei Daniel Düsentrieb und Gundel Gaukeley hat man seltsame Charakterveränderungen vorgenommen, die sich mir nicht erklären. Dass man aus Frieda eine Ex-Geheimagentin gemacht hat finde ich persönlich unnötig und eher schwach, aber der Charakter tritt zum Glück auch nicht so oft auf. Insgesamt fällt mir auf, dass die klassischen Gegenspieler allesamt deutlich idiotischer erscheinen als in der 87er-Version und den Comics.

Ich will auch nicht alles madig machen - die Serie hat ihre Momente und es gibt auch einige Anspielungen auf die Comics (z.B. die Carl-Barks-Gemälde bei Dagobert oder das Gletschermonster, dass erkennbar bei Don Rosa abgezeichnet ist). Aber die eigenständig vorgenommenen Veränderungen haben so viele Schwächen, dass ich dem Reboot weniger abgewinnen kann als der Originalserie und ich den Eindruck gewinne, dass die angekündigte Anlehnung an die Comics entweder gar nicht ernsthaft gewollt war oder die Macher schlicht die Comics nicht verstanden haben - vielleicht auch beides. Für mich ist die Serie daher schwer zu verdauen und ich muss da doch dem 87er-Original den Vorzug geben. Ich gebe sie mir zwar und freue mich darüber, dass so viele Amerikaner offensichtlich Gefallen daran finden, aber bei der Gelegenheit versuche ich eigentlich stets, die Leute irgendwie zu den Comics zu bringen...
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Haben uns zum Start von Disney+ gleich mal das Probeabo für ein Jahr gegönnt - klar könnte ich dort die neuen Duck-Tales-Folgen schauen, aber allein der Look schreckt mich davon leider total ab. Viel besser ist es da, dass auch die alte Serie enthalten ist - Mann, das ist Jahre her, seit ich das letzte Mal "Duck Tales - Uuhuu" gehört hab. Greenie
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Es wurde nun der 1.offiziele Trailer der 3.Staffel veröffentlicht : https://www.youtube.com/watch?v=p0sO2vwA0uY
Staffelstart in den USA ist am 04.04.2020

Engel Gut
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Nur die erste Staffel ist ja bisher auf Disney+ zu sehen. Gibt es Folgen, die man als Comic-Kenner -und Fan gesehen haben sollte? Gegen den Zeichenstil habe ich nichts und die englischen Stimmen sind ja wirklich phantastisch. Die alte Serie habe ich nur zu kleinen Teilen gesehen, bin ich aber nicht soo interessiert dran. Die neue Serie scheint ja einige Einflüsse insbesondere auch von Rosa genommen zu haben. Oder irre ich mich da?
G.R.I.F.F.E.L C.: GRoßer Internationaler Fan der Fantastischen Eindrucksvollen Lobenswerten Comics

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https://twitter.com/DisneyTVA/status/129...85/photo/1




Das mit dem Bild einfügen hat jetzt zwar nicht geklappt, aber immerhin gibts dafür den richtigen Link und ich schreibs auch noch mal  auf ^^
Neue Folgen kommen ab September mit folgenden Titeln:

21.9. - The Phantom and the Sorceress

28.9. - They put a Moonlander on the Earth

5.10. - The trickening (Halloween Episode)

12.10 - The forbidden fountain of the Foreverglades

19.10. - Let´s get dangerous (Hour-long-Episode)

26.10. - Escape from the Impossibin

Also ich bin auf folgende drei Episoden gespannt. Einmal die erste mit dem schwarzen Phantom, der wahrscheinlich auch noch Gundel an seiner Seite hat. Dann auf die Halloween-Episode, weil ich solche Folgen einfach liebe. Und dann noch die einstündige Darkwing-Duck-Episode. Da werden sie sicherlich noch ein paar andere Gegner von Darkwing auffahren außer Fieso Duck. Vielleicht plant man ja ein Spin-Off und probiert sich hier schon mal aus.
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Vor gut zwei Wochen ist das Finale der dritten (und letzten) Staffel erschienen und ich habe tatsächlich in letzter Zeit dann noch mal alle Staffeln in Ruhe geguckt. 

Was man auf jeden Fall festhalten muss ist, dass die Serie auf eine extrem positive Resonanz gestoßen ist.  Auf IMDb hat die Serie sage und schreibe eine Wertung von 8,3(/10) bekommen. Das ist, wenn man sich mal auf Disney+ umschaut, dieselbe Bewertung, die auch "Star Wars: The Clone Wars" und "How I met your Mother" bekommen haben. Zudem ist diese Bewertung auch besser als die der original Ducktales-Serie und die große Episodenanzahl spricht ja ebenfalls für eine große Resonanz. Ganz unabhängig von meiner persönlichen Meinung muss ich sagen, dass die große Aufmerksamkeit mMn sehr positiv zu bewerten ist, da so auch sicherlich neue Leser für die Comics gewonnen werden können. 

Nun denn, ich muss allerdings sagen, dass ich diese extrem positive Bewertung persönlich nicht teile, dafür hat die Serie für mich zu viele Schwächen. Welche das sind werde ich mal versuchen anzureißen. Ich nehme mein Fazit mal direkt vorweg: es hat schon meistens Spaß gemacht die Serie zu gucken (klar ansonsten hätte ich mir auch nicht alle Folgen angeguckt). Aber die Serie hat für mich das große Problem, dass sie einfach zu viel möchte:
Sie möchte 1. eine Weiterführung einer erfolgreichen Serie sein
2. wollte man das Setting und auch die Figuren extrem modernisieren
3. wollte man Don Rosas Comics mit in die Handlung einfließen lassen (diverse Bezüge auf SLSM, Suche nach Della usw.)
4. wollte man auch diverse 1990er Disney Zeichentrickserien und deren Fans durch Cameos glücklich stellen
Am Ende dabei rausgekommen ist ein Kompromiss der mich nicht immer glücklich gestellt hat. Aber im Detail: 

1. Zeichenstil
Den Zeichenstil fand ich von Anfang an tatsächlich sehr gut. Ich würde tatsächlich sogar soweit gehen und sagen dass ich diesen Zeichenstil besser finde als den der 1987er Serie. Natürlich wirkt auch für mich Mac Moneysac etwas missgestaltet und die Hintergründe sind recht einfach gehalten, gerade im Gegensatz zu den extrem aufwändig gestalteten von früher. Aber beim ursprünglichen DuckTales sahen die Figuren halt letztlich einfach nur die ein schlechter, ungelenkiger Abklatsch der Barks-Vorlagen aus. Hier hat man von Anfang an einen eigenen Style durchgezogen der die Story unterstreicht.

2. Hauptfiguren
Die Hauptfiguren sind, bis auf zwei Ausnahmen, für mich die größte Stärke der Serie. Gerade die Entscheidung den Neffen jeweils eine andere Persönlichkeit zu geben und in jeder Staffel einen anderen Neffen in den Fokus zu stellen, ist neu und bereichernd für die Serie. Das war tatsächlich eine komplette Abweichung von den Comics die trotzdem passend und gut war. Und Niki wirkt hier viiiel sympathischer und emanzipierter als früher und sticht eben nicht mehr wie früher (negativ) total aus der Gruppe Abenteurer heraus. Für eine Serie die lose auf den Comics basiert, ist das für mich genau die richtige Mischung: es gibt deutliche Charakterveränderungen, trotzdem erkennt man (anders als beispielsweise bei "Quack Pack!") immer noch die ursprünglichen Figuren. Nur mit Donalds Interpretation konnte ich nicht wirklich viel anfangen. Seine Charakterisierung ist am Ende für mich doch zu eindimensional (von Charakterentwicklung mal ganz zu schweigen) und dieser 30er Jahre Humor wirkt halt auf Dauer doch zu ausgelutscht. Ich bin zwar generell nicht der größte Fan der Krach-Bumm-Ente, aber wenn man die schon zurück bringen möchte, warum streicht man dann nicht zumindest Fenton aus der Serie? Ich meine der war im Original-DuckTales doch von Anfang an nur ein Donald-Platzhalter. Donald als Krach-Bumm-Ente und wie das insbesondere seine Beziehung zu Tick verändert wäre da zumindest deutlich interessanter gewesen. Und Della will mir als Hauptcharakter auch nicht recht gefallen. Es gibt einfach schon echt viele Hauptfiguren (acht!) und sie unterscheidet sich charakterlich einfach zu wenig von Niki, als das sie die Story inhaltlich groß bereichern würde.

3. Handlung 
Mein vorgezogenes Fazit findet ebengenau hier Anwendung. Viele Episoden der ursprünglichen DuckTales (zumindest der ersten Staffel) waren einfach klassische Schatzsuchen mit Dagobert, Quack, Niki und den Neffen. Von solchen Folgen gibt es einfach zu wenige. Gerade in Staffel 2 gab es da fast gar nichts. Natürlich ist es schwerer in solchen Folgen eine Storyline weiterzuführen oder eine Charakterentwicklung aufzuzeigen, aber dann sollen sich die Autoren halt mal bisschen anstrengen. :D Acht solcher Folgen pro Staffel (= ein Drittel der Folgen) wäre für mein Geschmack angebracht gewesen, stattdessen wird oftmals häufiger über Schatzsuchen geredet, als das tatsächlich gesucht würde. 
Die Don Rosa Bezüge sind gerade zu Begin der ersten Staffel wirklich nett eingebaut und die Suche nach Della, DIE eine Story die Don noch gerne erzählt hätte aber nicht konnte, weil es zu Kontinuitätsproblemen geführt hätte, als große Storyline über zwei Staffeln zu spannen ist (zumindest von der Idee her) mMn extrem genial. Aber im Weiteren Verlauf wird halt deutlich, dass man sich wirklich nur sehr lose auf Don Rosa beziehen möchte. Das enttäuscht zum einen Erwartungen, die ich zu Begin der Serie hatte, ist aber auch darüber hinaus für jeden der die Comics kennt nicht gut gelöst. "Ein Brief von Daheim" war der erste Comic von Don Rosa, den ich damals mit acht Jahren das erste Mal vollständig gelesen habe. Dieser Comic faszinierte mich so sehr, dass ich beschloss noch ehrgeiziger auf Flohmärkten nach alten Comicheften zu suchen um noch mehr Geschichten von diesem Künstler zu finden und der mich schließlich auch zur Disneycomic-Internetcommunity führte, da man auf Fanseiten Infos über Don Rosas Gesamtwerk und alle Veröffentlichungen der einzelnen Geschichten erhielt. Warum erzähle ich das?  Diese Story stach für mich damals so extrem aus der breiten Masse heraus. Jeder andere 08/15 Autor hätte vermutlich Dagobert den Brief einfach in der vorletzten Kammer finden lassen und so viel Zeichenarbeit erspart. Doch so hätte das Gespräch nicht nur keine Atmosphäre gehabt sondern die komplette Schatzsuche wäre zusätzlich zur Farce verkommen (okay vielleicht habe ich das mit acht in einem etwas anderen Wortlaut gedacht). Lustiger- oder eher traurigerweise macht die Episode "The Secret(s) of Castle McDuck!"genau das, sie nimmt diese super geniale Vorlage und macht eine extrem unspektakuläre Folge daraus. Zudem haut man dann dadurch dass Dagoberts Eltern noch leben extreme Logikfehler und unnötige Kanonabweichungen in die Folge mit rein. Dann sollte man es tatsächlich lieber direkt sein lassen sich auf den Barks-Rosa-Kanon zu beziehen und es bei losen Anspielungen wie in der Folge "The Golden Armory of Cornelius Coot!" belassen. Dagegen sind die Crossover-Folgen mit  90s-Serien oftmals besser gelungen. Hier habe ich allerdings das Problem, dass ich zu diesen Serien eigentlich keinen Bezug habe und so mit den meisten Charakteren auch nicht viel anfangen kann. Die erste Folge mit solchen Figuren (Darkwing, Don Karnage) ist tatsächlich ziemlich sehenswert und ein netter Einfall aber dass solche Figuren dann mehrfach wiederkommen passt für mich einfach nicht, da sie halt überhaupt nicht in die Comics passen würden aber halt auch kein Thema bei den 80er DuckTales waren.

4. Nebenfiguren
Es ist ja schön, dass neben den drei Haupt-Erzählsträngen auch noch versucht wird kleinere Geschichten über mehrere Folgen zu erzählen, aber die Anzahl an Nebenfiguren ist mMn trotzdem einfach zu hoch. Einen Charakter wie Doofy fand ich in seiner ersten Folge schon ziemlich unlustig aber die kommen mit dieser Figur halt immer wieder an obwohl ihr Unterhaltungspotential zumindest meiner Meinung nach nach spätestens einer Folge aufgebraucht ist. Ebenso der gerade erwähnte Darkwing Duck. In nach seinem gelungenen ersten Cameo noch so viele weitere Auftritte zu geben war zumindest für mich suboptimal, da man halt schon einen anderen Superhelden in der Serie hatte. Und ja Mac Moneysac war echt stellenweise nervig und nicht wirklich ein ernst zu nehmender Bösewicht. Da war es tatsächlich schon besser ihn aus der dritten Staffel raus zu halten. Aber natürlich gibt es auch viele interessante Nebenfiguren. Düsentreibs Neuinterpretation fand ich persönlich ganz nett und Mark Bürzel war auch eine interessante, neue und ungezwungene Karikatur auf gewisse Menschen (gerade nach dem Wirecard-Skandal macht seine erste Folge natürlich Spaß).

5. Die Drei Haupthandlungen
Grundsätzlich ist es natürlich eine super Idee solche fortführenden Handlungen mit in die Serie einzubauen. Im Zeitalter von Streaming-Diensten ist so etwas halt ein Muss, da man nach Möglichkeit sowieso eine ganze Staffel gucken wird und nicht wie in den 1990ern mal keine Zeit hat den Fernseher rechtzeitig einzuschalten, Die einzelnen Handlungsstränge sind natürlich unterschiedlich gut geworden

5.1 Die Lena/Gundel-Storyline
Da Lena tatsächlich zu den interessantesten Nebenfiguren zählt, fand ich diesen Handlungsstrang tatsächlich ziemlich gut. Das Staffelfinale der ersten Staffel war mMn sehr gelungen, zudem ist hier eben auch eine klare Charakterentwicklung erkennbar von der ersten bis zur letzten Staffel. Gundel ist als Bösewicht tatsächlich auch gut gelungen, gerade im Vergleich zu den anderen altbekannten Bösewichten.

5.2. Die Della/Mondmenschen-Storyline
Zu Beginn der ersten Staffel fand ich die Idee wie gesagt richtig gut, zu Ende der ersten Staffel waren die Folgen zu dem Thema schwächer geraten. Aber der Absturz kam dann in der Folge "What Ever Happened To Della Duck?!". Ich meine statt Della im Rahmen eines spektakulären Abenteuers zu finden, war alles was in Staffel 1 passiert ist komplett unnötig, denn Della wird schon von sich alleine zurückkommen. Sie war halt nur 10 Jahre zu dumm sich auf dem Mond um zu gucken, denn wenn sie die Mondmenschen eher getroffen hätte wäre sie vermutlich schon seit Jahren wieder zurück.Das ist weder lustig noch ergibt es irgendeinen Sinn. Und diese Mondmenschen sind auch viel zu langweilig, als das ich sie in mehreren Folgen hätte sehen müssen. Diese Storyline ist für mich auf jeden Fall der absolute Tiefpunkt der Serie, selbst das Staffelfinale war total langweilig weil diese Mondmenschen einfach nur nerven. Zudem bietet diese Storyline auch nicht genug Material, als das sie alleine eine ganze Staffel füllen könnte. Eine zweite wäre dringend notwendig gewesen. Wenn ich bedenke, wie genial ein Staffelfinale in Tralla La hätte werden können, ist das wirklich ein absoluter Witz und hier verstehe ich die IMDb Bewertung tatsächlich überhaupt nicht: auch wenn wahrscheinlich 95% der Leute die Comics nicht gelesen haben sind diese ganzen Logikfehler hier doch extrem störend.

5.3 Die F.O.W.L.-Storyline
Ohne zu viel spoilern zu wollen: die Storyline ist deutlich besser geraten als das mit den Mondmenschen und so geht es mit Staffel 3 inhaltlich tatsächlich wieder aufwärts. Diese Staffel schafft es auch am Besten Folgen aufeinander aufbauend zu gestalten. Das Problem ist für mich aber, dass diese ganze Story nur noch recht wenig mit den Comics oder mit dem ursprünglichen DuckTales gemeinsam hat. Die Antagonisten stammen größtenteils aus Darkwing Duck, eine Serie die ich halt nie gesehen habe und die mich auch nie wirklich angesprochen hat. Und in der handlungsrelevanten Doppelfolge "Let's Get Dangerous!" haben die Ducks tatsächlich so wenig Screentime, dass ich tatsächlich zwischendurch fast das Interesse verloren habe weiter zu gucken, obwohl die Folge inhaltlich sicher ziemlich gut ist. Klar falsche Erwartungshaltung meinerseits und so. Das Staffelfinale ist nett gemacht, aber eben auch nicht mehr. Das das ganze deutlich mehr in eine Agenten-Richtung geht fand ich durchaus okay und die Überraschungen im Finale sind sicher ganz gut gemacht. Aber insbesondere die letzte Folge ist so überladen mit unnötigen Nebenhandlungen, dass es am Ende tatsächlich nur für ein "ganz nett" reicht.

Letztlich könnte ich hier wahrscheinlich noch 500 Dinge aufzählen, die man hätte besser machen können. Ich sehe nämlich so viel verschenktes Potential: man konnte mit diesem großen Seriennamen arbeiten und bekam so viel Aufmerksamkeit, man hatte Don Rosas Comics (neben den von Barks natürlich) als Vorlage, der neue Zeichenstil und die Neuinterpretation der Figuren fand ich sehr gelungen, aber am Ende hat es inhaltlich an sehr vielem gemangelt. Trotzdem hatte die Serie für ich aber irgendwas, dass ich sie mir komplett angeguckt habe und dass ich mir vermutlich auch eine vierte Staffel angucken würde - zumindest lieber als das Remake der "Darkwing Duck"-Serie, das nun stattdessen kommen soll.
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